Marian Liebknecht - Flucht

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Lajla, eine junge Tschetschenin, die nach Österreich geflohen ist, findet sich plötzlich, ohne zu wissen wie, in einem Bordell wieder, in dem sie misshandelt und zur Prostitution gezwungen wird. Ein Entkommen scheint unmöglich.
Kurze Zeit später wird ein Schulmädchen tot aufgefunden.
Dies alles ereignet sich in Dreistätten, einer kleinen Stadt nicht weit von Wien. Normalerweise lebt es sich dort recht beschaulich. Etwas getrübt wird die Idylle nur durch ein riesiges Flüchtlingslager innerhalb der Stadtgrenzen, das in regelmäßigen Abständen für politische Diskussionen sorgt.
Mit dem Tod des jungen Mädchens ist es mit dem ruhigen Leben vorbei. Es beginnt eine Serie von Verbrechen, die alle irgendwie mit dem Lager zu tun zu haben scheinen, und die meisten der Beteiligten verbindet eines: Sie sind auf der Flucht, weit weg von ihrer Heimat, Fremde, die niemand haben will.
Der Sog der Ereignisse führt schließlich zu einer Eskalation von Hass und Gewalt, die es den Ermittlern rund um Chefinspektor Weininger nicht leicht machen, der Wahrheit auf die Spur zu kommen.

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„Ich weiß es nicht“, antwortete Nicole, weil sie nichts anderes sagen konnte.

10:50 Uhr

„Wir sind alle erschüttert über dieses furchtbare Unglück.“ Frau Direktor Küster, eine beredte, nicht unattraktive Frau gegen fünfzig, für Weiningers Geschmack allerdings etwas zu stark geschminkt, bot ihm einen der gepolsterten Sessel am Besprechungstisch in ihrem Büro an und setzte sich zu ihm. Sie war seit sieben Jahren Leiterin der Volksschule Dreistätten. Bisher hatte sie allerdings kein auch nur annähernd so gravierendes Ereignis erlebt wie diesen Mord an einer ihrer Schülerinnen.

„Ja, diese Dinge sind für niemanden angenehm“, erwiderte Weininger, „aber sie kommen vor, es hilft nichts, und wir müssen unsere Arbeit tun.“

„Natürlich, ich beneide Sie nicht darum“, sagte sie voll Verständnis, indem sie ihr dem Chefinspektor entgegen gebrachtes Verständnis auch noch durch einen einfühlsamen Blick und ihre wie unbewusst auf dem Ärmel seines Sakkos zu liegen kommende Hand unterstrich.

Etwas abrupt hob er daraufhin seinen Arm vom Tisch, um sich am Kopf zu kratzen.

„Wie viele Schüler werden hier unterrichtet und wie viele Lehrer haben Sie?“, fragte er so ungezwungen wie möglich.

„Die Schülerzahl beträgt insgesamt knapp dreihundertfünfzig, die genaue Zahl habe ich momentan nicht im Kopf, da müsste ich nachsehen“, sagte sie plötzlich einige Grade formeller und wollte schon aufstehen.

„Bemühen Sie sich nicht“, unterbrach Weininger sie in ihrer Absicht, „die ungefähre Zahl reicht für meine Zwecke völlig.“

„Na gut“, erwiderte sie und nahm den Faden wieder auf. „Insgesamt sind fünfzehn Lehrerinnen und Lehrer an der Schule beschäftigt. Pro Jahrgang geht es sich üblicherweise mit drei Klassen aus, also bei vier Jahren Volksschule insgesamt zwölf Lehrer. Außerdem haben wir seit drei Jahren die Integrationsklasse für Kinder mit Behinderung oder Lernschwächen. Dann sind da noch die Werklehrerin und die Teilzeitlehrerin für Englisch. Möchten Sie von allen die Namen wissen?“

„Mich interessieren zunächst einmal jene, die Jacqueline Zeiringer unterrichtet haben“, erwiderte Weininger. „Gibt es neben dem Lehrkörper noch weitere Personen, die hier im Haus arbeiten?“

„Den Schulwart mit seiner Frau“, antwortete die Direktorin. „Er ist Mädchen für alles, sie führt ein kleines Buffet im Pausenraum, in dem es Wurstsemmeln und dergleichen gibt. Es ist ziemlich beliebt sowohl bei Schülern als auch Lehrern. Daneben sind die beiden für die Reinigung der Schule zuständig, allerdings mit Unterstützung von zwei teilzeitbeschäftigten Frauen. Sie kommen abwechselnd nachmittags und übernehmen meistens die oberen Stockwerke.“

„Aha“, erwiderte Weininger, während er auf einem Block Notizen machte, „eine Frage noch, bevor ich mit den Lehrern von Jacqueline Zeiringer spreche. Hat es hier an der Schule jemals einen Vorfall gegeben, der mit der Belästigung von Kindern zu tun hatte? Es gibt ja Vieles, das nie nach außen dringt, weil es isoliert betrachtet keine große Bedeutung hat. Im Zusammenhang mit dem jetzigen Mord kann es aber wichtig sein.“

„Warum glauben Sie, dass ich so etwas wissen sollte?“, fragte die Direktorin mit erstauntem Gesicht.

„Ich bitte Sie, wenn so etwas passiert, erfahren Sie es doch als Erste“, sagte Weininger, indem er sich leicht nach vor beugte, wie um ihr die Antwort zu erleichtern. Falls es da jemals etwas gegeben hatte, wollte er es unbedingt herausbekommen, selbst auf die Gefahr hin, es sich mit Frau Direktor Küster dadurch zu verscherzen.

„Diesbezüglich kann ich Ihnen ohne jede Einschränkung sagen, dass mir noch nie etwas dergleichen zu Ohren gekommen ist“, antwortete sie wie aus der Pistole geschossen ohne jeden Zweifel.

„Sie dürfen nicht glauben, dass derartiges bei mir dazu führen würde, irgendjemanden sofort zu verdächtigen“, gab sich Weininger noch nicht ganz geschlagen, „und bitte vergessen Sie nicht, worum es hier geht. Sie sind es Ihren Schülerinnen und Schülern schuldig, der Polizei alles zu sagen, was nur irgendwie zur Klärung des Falles beitragen könnte.“

Seit Weiningers abruptem Bedürfnis, sich am Kopf zu kratzen, war die Miene der Direktorin von übertriebener Freundlichkeit zu formeller Korrektheit übergegangen. Jetzt aber gefror sie unvermittelt zu Eis.

„Wollen Sie unterstellen, ich halte mit irgendetwas hinter dem Berg?“ Auch ihr Ton war wesentlich schärfer als bei der letzten Antwort.

„Ich will gar nichts unterstellen, und meine Nachfrage gründet sich auch auf kein wie immer geartetes Gerücht“, entgegnete Weininger mit beruhigendem Unterton, „ich weiß nur aus Erfahrung, dass es unangenehm ist, über solche Dinge zu sprechen, vor allem auch, weil man möglicherweise die Namen von Leuten nennen muss, die mit der jetzigen Tat nichts zu tun haben. Aber gerade deshalb muss immer wieder betont werden, dass es hier um das Leben von Kindern geht. Wir haben zwar bisher noch keine Hinweise, dass es sich um einen Serientäter handeln könnte, aber bei solchen Verbrechen ist das nie auszuschließen und je früher er gefasst wird, umso besser.“

„Vielen Dank für Ihre Erklärung, aber ich habe als Schulleiterin ebenfalls eine gewisse Erfahrung, und ich kann Ihnen garantieren, dass ich in so einem Fall ganz sicher nichts verschweigen würde“, sagte sie mit ihrem steinernen Gesicht, das den Chefinspektor, nicht zuletzt wegen der großflächig aufgetragenen Schminke, an eine Maske aus der griechischen Tragödie erinnerte.

Weininger gab sich geschlagen, in dieser Hinsicht war hier wohl nichts zu erfahren.

„Na gut“, bemerkte er mit einem deutlich hörbaren Ruck in der Stimme, „dann würde ich mich gerne mit den Lehrern unterhalten, die Jacqueline Zeiringer unterrichtet haben.“

„Natürlich“, erwiderte die Direktorin, offensichtlich bemüht, den Affront, den sich der Chefinspektor im vorangegangenen Dialog geleistet und der ihr feinfühliges Wesen nachhaltig erschüttert hatte, mit nunmehr wieder betont kultivierter, gefasster Miene zu überspielen, „die Klassenlehrerin von Jacqueline ist ……“, sie stutzte, gewahr werdend, dass sie nicht von einem herumtollenden Mädchen, sondern von einer Toten sprach, „…… war Frau Schwendner. Wenn es Ihnen recht ist, bitte ich sie zu uns, dann können Sie mit ihr sprechen.“

„Danke“, erwiderte Weininger, „ich würde allerdings gerne unter vier Augen mit ihr reden.“

Der stechende Blick, der den Chefinspektor jetzt traf, machte ihm klar, dass er nun bei Frau Direktor Küster wohl endgültig ausgespielt hatte.

„Selbstverständlich, kein Problem“, sagte sie mit Grabesstimme, „dann werde ich sie ins Konferenzzimmer bitten. Wie lange wird Ihre Befragung etwa dauern?“

„Das kann ich im Vorhinein nur schwer sagen“, meinte Weininger, „aber eine halbe Stunde dürfte es, schätze ich, schon werden.“

„Aha, dann muss ich mich in der Zwischenzeit in die Klasse setzen. Man kann die Kinder nicht so lange alleine lassen, das wäre unverantwortlich.“ Weininger akzeptierte den leicht vorwurfsvollen Ton ohne Kommentar und ließ sich brav den Gang hinunter führen. Er kam sich dabei vor wie ein bei etwas Verbotenem erwischter Schüler, der von der Frau Direktor eine ganz besondere Bestrafung zu erwarten hat. Nach etwa zwanzig Metern wies sie ihn in eine Türe, die offenbar ins Konferenzzimmer führte.

„Ich werde Frau Schwendner zu Ihnen schicken“, waren die kurz angebundenen Schlussworte der Direktorin. Als sie den Gang hinunterschritt zu der Klasse, der die tote Schülerin angehört hatte, schlugen ihre für ihr Alter etwas zu hohen Absätze auf dem nackten Steinboden auf wie kleine Vorschlaghämmer.

Etwa drei Minuten später – Chefinspektor Weininger hatte es sich auf einem der Stühle bequem gemacht – kam eine attraktive junge Frau zur Türe herein, die so gar nichts hausbacken Mütterliches an sich hatte, wie es bei einer Volksschullehrerin zu erwarten gewesen wäre.

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