Elke Maria Pape - Mörderliebe
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Er malte sich aus, wie sie voll Freude in einem solchen Kleid vor ihm herumwirbelte, bis der Rock sich wie ein Teller drehte, wie ihre Augen dabei leuchten würden wie bei einem Kind.
Aber Rosemarie trug nur abgetragene Kleidung, alte Sachen, die schon längst aus der Mode waren.
Sie sah trotzdem wunderschön aus, fand er.
In der Firma arbeitete sie nun schon länger als zehn Jahre. Zehn Jahre, in denen man ihr doch eigentlich endlich einen besseren Posten anbieten könnte, wo sie doch so zuverlässig arbeitete. Aber Rosemarie war eben Rosemarie, verhielt sich stets still und bescheiden, und so rückten die anderen, die Vorlauten, die die es besser verstanden, sich in den Vordergrund zu drängen, nach oben. Und Rosemarie arbeitete immer noch an der Packstation. Sie hatte ihm das nicht erzählt, aber er hatte es mit eigenen Augen gesehen. Vor einem Jahr gab es in der Firma einen „Tag der offenen Tür“. Dort war er auch gewesen, hatte sich aber im Hintergrund gehalten, hatte es anderen überlassen, den Arbeiterinnen auf den Leib zu rücken, um ihnen auf die Finger zu sehen.
Trotzdem hatte er alles mitbekommen, gesehen wie unwohl und angespannt Rosemarie die Knöpfe sortiert und eingepackt hatte, wie sie große Pakete in der Fabrikhalle hin und her geschleppt hatte, außer Atem keuchend, weil diese so schwer waren.
Er war kurz in Versuchung geraten, ihr zu Seite zu springen, um ihr zu helfen, hatte sich aber dann doch zurückgehalten, weil er es besser fand, sie allein anzutreffen, um sie kennen zu lernen.
Doch vielleicht war seine Sorge in dieser Hinsicht unbegründet gewesen, dass ahnte er heute. Die stupide und manchmal auch schwere Arbeit schien gar nicht Rosemaries Problem zu sein. In dem letzten Jahr hatte er genau beobachtet, wenn Rosemarie und ihre Kolleginnen mittags nach einem vier-Stunden-Halbtagsjob aus der Firma strömten. Er saß dann oft in seinem Auto, hatte die Scheibe heruntergedreht und lauschte dem lauten Geschwätz einiger dieser Frauen. Eine war ihm dabei besonders unangenehm aufgefallen. Sie war sehr schlank, hatte platinblond gefärbte Haare, was ihre viel zu spitze Nase noch stärker aus ihrem Gesicht hervortreten ließ und ihn an eine Feldmaus erinnerte.
Außerdem war sie extrem dick geschminkt, was wohl er in einen Nachtclub als in eine Fabrik gepasst hätte.
Wenn Eduard an Information herankommen wollte, dann schaffte er es.
Ihr Name war Desiree Hausmann, sie war 25 Jahre alt und wohnte hier am Ort. Sie ging immer zu Fuß zur Arbeit.
Sie selbst hatte ihm diese Angaben gegeben. Eines Morgens hatte er sie abgefangen auf dem Weg zur Arbeit, hatte sie eingelullt in ein Gespräch. Es gehe um den Erhalt des örtlichen Hallenbades, sprach er auf sie ein, und ob sie denn nicht auch dafür unterschreiben wollte. Er hatte sogar extra eine Liste mit Spalten für Namen, Adressen und Geburtstaten angefertigt. Oben schrieb er ein paar Phantasienamen und Adressen hinein. Sie schöpfte kein Verdacht und gab ihm bereitwillig die Auskünfte, die er haben wollte. Hatte sogar noch mit ihm geflirtet, ihn angelächelt mit ihrem dick geschminkten, hässlichen Gesicht.
Völlig überzeugt von sich und von ihrer Wirkung auf Männer. Eduard machte mit, wenn es darauf ankam konnte er sehr überzeugend sein, setzte gezielt seine stahlblauen Augen ein und ein entwaffnendes Lächeln, um die Menschen um den Finger zu wickeln. Er hatte sich sogar zu einem Kompliment durchringen können, dass sie jünger aussah oder irgend so einen Unsinn. Eduard hatte es sofort wieder verdrängt und so konnte er sich heute nicht mehr erinnern, was genau er gesagt hatte.
Aber das war auch egal, er hatte die Angaben, die er brauchte, um die nächsten Vorbereitungen zu treffen.
Jetzt musste er sich beeilen, Rosemarie durfte ihn nicht sehen. Es viel ihm schwer wegzugehen, ohne wenigstens einen schnellen Blick auf seine Liebe zu werfen. Später, ermahnte er sich selbst, sie kommt morgen Nachmittag, und wir werden uns alle Zeit der Welt nehmen.
Eduard ging erst mal wieder nach Hause. Gut, dass er heute seinen freien Tag hatte. So konnte er sich noch etwas ausruhen, sich konzentrieren, dass er auch nichts vergaß. Schließlich wurde ihm die Zeit bis zum Abend doch lang und er bemerkte, dass er etwas nervös wurde. Als es endlich zu dämmern begann, hielt ihn nichts mehr in seiner Wohnung, er zog sich seinen langen, schwarzen Mantel über und ging hinaus. Mittlerweile war es abends schon sehr kalt, der erste Schnee würde sicher nicht mehr lange auf sich warten lassen. Er wartete geduldig vor dem Fitnessclub, in dem Desiree Hausmann dreimal die Woche trainierte. Nicht einmal eine Woche hatte es gedauert, bis er über alle Details ihres Lebens Bescheid wusste. Jetzt in diesem Moment würde sie sicher unter der Dusche stehen, ihren schlanken, trainierten Körper, auf den sie so stolz war, mit Duschcreme einreiben, mit sich und der Welt im Reinen sein. Danach noch einmal die Schminke auffrischen, aber diesmal, ja diesmal wird es das letzte Mal sein, dachte Eduard und trotz der eisigen Kälte spürte er einen wohligen Schauer, der über seinen Rücken glitt.
Unzählige Male bekam er mit, wie Desiree Hausmann mit ein oder zwei anderen Kolleginnen nach der Arbeit hinter Rosemarie herging. Nicht nur das, an manchen Tagen schienen sie ihr regelrecht aufzulauern, um sie fertig zu machen. Als sei es während der Arbeitszeit noch nicht genug gewesen.
Wie sie tuschelten, dann schrill lachten, manchmal sogar mit dem Finger auf sie zeigten, sich lustig machten über Rosemaries altmodische Kleidung, darüber, dass sie nur wenig bis gar keine Schminke benutzte. Desiree war nicht besonders diskret gewesen und hatte ihre bösartigen Aussagen oft so laut von sich gegeben, dass er, Eduard, sie bis zu seinem Auto gehört hatte. Reichte es denn nicht, was Rosemarie mit ihrem Ehemann ertragen musste? Er konnte kaum glauben, was er dort zu hören bekam. Was gibt Menschen es, wenn sie Schwächere oder solche, die sich nicht zu wehren wussten drangsalierten? Sah ihr eigenes, armseliges Leben dadurch besser aus? „Schaut sie euch an!“, hatte Desiree einmal laut gerufen. „Könnt ihr euch vorstellen, dass ihr Mann noch irgendetwas von der will? Ach Gott, jetzt wird sie noch rot, unsere Rosemarie!“ Aus voller Kehle hatte sie gelacht bis sich ihr Gesicht zu einer widerlichen Grimasse verzehrte und ihre glupschigen Augen hervor traten. Die häufigen Male, in der Eduard sie beobachtet hatte, war es so oder ähnlich abgelaufen.
Aber auch, wenn sie nicht ganz so laut war, hatte er anhand der traurigen Reaktion und dem gesengten Blick Rosemaries bemerkt, wie nah ihr das ging.
Am liebsten wäre er jedes Mal aus dem Auto gesprungen und hätte sich diese verkommene Desiree Hausmann vorgenommen. Ein gezielter Griff an ihre Gurgel und es wäre vorbei gewesen. Einmal hatte er seine Fäuste vor Wut so sehr zusammen gepresst und aufs Lenkrad geschlagen, das es schmerzte.
Er hatte es regelrecht vor Augen, wie sehr sie jeden Tag leiden musste, stellte sich vor, wie ausgeliefert Rosemarie den Attacken ihrer so genannten Kollegin war. Wahrscheinlich war es während der gesamten Arbeitsstunden so abgelaufen, jeden verdammten Tag aufs Neue. Menschen, die immerzu gemobbt werden, nehmen mit der Zeit eine bestimmte Körperhaltung an. Die Opferhaltung. Eduard konnte das sofort erkennen, und Rosemarie verhielt sich bereits so. Sie ging meistens gebückt und sah nach unten.
Es wurde also höchste Zeit, dass er eingriff.
Allerhöchste Zeit.
Sie würde wieder die Schönheit der Welt wahrnehmen, eines Tages, wenn ihr Blick wieder nach vorne ging und sie ihre Würde wieder bekam.
Er würde Teil dieses Planes sein. Nur ein klitzekleiner Teil. Das wusste er. Aber was spielte sein Ego für eine Rolle? Gar keine. Er würde Rosemarie retten. Alles andere war unwichtig.
Jetzt kam sie raus, lärmend und laut lachend wie immer, ein paar Freundinnen im Schlepptau, bei denen sie sich eingehakt hatte. Eduard drehte sich auf dem Absatz herum und ging schnellen Schrittes in die Richtung der Wohnung von Desiree Hausmann. Er wusste, dass sie immer einen dunklen Fußweg als Abkürzung nahmen, sie waren ja zu mehreren Leuten, was sollte da schon passieren?
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