Susanne Sievert - Home sweet Julie

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"Menschen wie ich sind vom Menschsein weit entfernt."
Nach dem unerwarteten Tod ihrer Eltern sieht sich Julie Mond gezwungen, in ihre Heimatstadt Cherryhill zurückzukehren.
Dort angekommen wird sie nicht nur mit ihrer traumatischen Kindheit konfrontiert, sondern auch mit einem wandelnden Alptraum, dessen Vorliebe Julie ganz und gar nicht gefällt. Menschenfleisch.
Zwischen Schüssen, Blut und Chaos erhält Julie eine gute Nachricht:
ihr Bruder ist am Leben und wartet auf sie!
Für Julie beginnt ein blutiges Abenteuer, das nicht nur Cherryhill verändern wird, sondern auch Julie selbst.

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Du willst wohl Gespenster sehen! Im Haus ist niemand mehr. Sie sind tot. Es besteht kein Grund, sich zu fürchten.

Fürchten? Nein, darüber bin ich seit Jahren hinweg. Warum zittern meine Beine dann so? Warum fühlt sich die Heimkehr so verdammt vertraut an? Es sind keine Gespenster, die hinter dem Fenster lauern. Es sind meine Erinnerungen, meine Gefühle und ja, auch meine Ängste. Ich hatte sie damals alle hier gelassen. Hinter einer sauberen weißen Tür und nun stehen sie dort und warten auf mich.

Ich atme einmal tief ein und gehe ein oder zwei Schritte. Mein Herz pumpt und ich bekomme schwer Luft. In meiner Hosentasche spüre ich einen seltsamen Druck und als ich hineingreife, merke ich warum. In meiner rechten Hand halte ich den Haustürschlüssel, den der Verwalter mir vor ein paar Tagen überreicht hat. Es gibt insgesamt zwei. Einen habe ich nach der Testamentseröffnung erhalten und den zweiten Schlüssel hat er. Ob er wohl schon hier war? Wartet er womöglich auf mich?

Es hat keinen Sinn, sich endlose Fragen zu stellen. Los, geh rein! Oder hast du Angst? Los, nun mach schon!

Nachdem ich ein paar Mal ein- und ausgeatmet habe, gehe ich ein paar mutige Schritte voran. Mein rechtes Bein steht auf der ersten Stufe der Veranda und schon verlässt mich der Mut. Mein Rucksack ist mir plötzlich eine entsetzliche Last und ich stelle ihn ab. Mein Magen dreht sich und ich setze mich auf die weißen Stufen. Mein Vater muss sie vor seinem Tod noch frisch gestrichen haben. Ich rieche noch die Farbe und wundere mich über die Sauberkeit. Kein Blatt, kein Sandkörnchen, keine Spinnweben. Warum wundere ich mich denn? Es ist doch nie anders gewesen. Wir waren doch bekannt als die Familie Saubermann. Das Haus war immer perfekt geputzt, das Essen köstlich und die Kinder, ja die Kinder waren so gut erzogen.

Mir wird schwindlig, als sich die ersten Erinnerungen in meinem Gedächtnis nach oben kämpfen und ich greife schnell nach meiner Wasserflasche im Rucksack. Nachdem ich einen Schluck getrunken habe, geht es mir besser und ich blicke zum Himmel.

Cherryhill ... Das ist der letzte Ort, an dem ich auf dieser Welt verweilen wollte. Meine Eltern wohnen in der Cherryhill Road, wie sollte es auch anders sein. In ihrem Garten wachsen prächtige Kirschbäume, von denen ich in der Vergangenheit nicht eine einzige Kirsche gegessen habe. Das stimmt nicht ganz: Als Kind habe ich mal ohne Erlaubnis eine Kirsche gepflückt und hinter einem Busch gegessen. Die Folgen waren so schwerwiegend, dass ich nie wieder einen Versuch wagte. Für uns gab es auch nie Kirschkuchen oder Kirschmarmelade. Für uns gab es die Reste, die der Hund übrig gelassen hatte, und er ließ nicht oft etwas übrig.

Verdammtes Cherryhill ...

„Was machen Sie da?“

Eine tiefe, männliche Stimme durchbricht meine Gedanken. Dankbar schaue ich zum Tor und sehe einen Mann mit dunklen Haaren, kariertem Hemd und ausgeblichenen Jeans. Ich schätze ihn auf Mitte 50 und frage mich, wie man mit solch einem dicken Bauch Fahrrad fahren kann. Seine Beine sind viel zu dünn im Gegensatz zu seinem Bauch.

„Sind Sie taub? Ich habe gefragt, was Sie da machen!“

„Was geht Sie das denn an?“, frage ich nun ebenso unhöflich. Wie kann ich dem Mann die Frage beantworten, wenn ich sie mir doch selber stelle?

„Wer zum Teufel ...“

Mehr verstehe ich nicht, als er von seinem Fahrrad absteigt und mir entgegenläuft. Unbeeindruckt erwidere ich seinen Blick.

Als er sich vor mir aufbaut und wütend auf mich herabschaut, ändert sich sein Blick plötzlich. Erst sieht er mich verwirrt an und dann werden seine Augen ganz sanft und es liegt etwas darin, das ich nicht deuten kann. Ich fühle mich unwohl und wünschte, er wäre einfach weitergefahren.

„Bist du es, Julie? Julie Mond?“

„Ja, und wer sind Sie?“ Ich zucke gleichzeitig mit den Schultern und weigere mich, ihm die Hand zu geben. Berührungen von fremden Menschen empfinde ich stets als höchst unangenehm.

„Erkennst du mich denn nicht?“, er öffnet seine Arme für eine Umarmung. Als ich mich immer noch nicht rege, spricht er weiter: „Rob Thomson! Ich bin dein Nachbar. Das gibt es doch nicht. Nach so vielen Jahren sehen wir uns wieder.“

Nun wird er verlegen, als er den Grund für meine Wiederkehr erkennt.

„Mein aufrichtiges Beileid, Julie. Der Tod deiner Eltern ist eine Tragödie ... Dieser schreckliche Autounfall. Wir sind alle sehr bestürzt. Wenn du Hilfe brauchst, dann ...“

„Nein!“, antworte ich viel zu heftig. Die Erinnerung an ihn trifft mich wie eine Ohrfeige.

Rob Thomsen. Dieses fette Schwein! Wie konnte ich diese schwitzende Fresse vergessen? Er gehört zu den Menschen, die kein Geheimnis für sich behalten können. Erzählte man Rob Thomsen irgendetwas, dann wusste es schon bald ganz Cherryhill. Doch wenn man auf sein plapperndes Maul vertraute, dann hielt er es. Er hatte gewusst, was uns geschehen war und er hatte geschwiegen und es genossen. Ich erinnere mich an seinen herben, würzigen Geruch. An seine groben Berührungen und an den sauren Atem, den er mir grunzend entgegenschlug.

„Du bist bei uns immer herzlich willkommen, Julie. Natürlich auch dein Bruder. Wir waren doch immer wie eine Familie.“

Oh, das glaube ich dir gerne. Halt dein Maul und lass meinen Bruder aus der Geschichte raus!

„Mach dir keine Mühe, Rob. Ich bleibe nicht lange.“

Mit verschränkten Armen blicke ich ihm direkt in die Augen und fordere ihn stumm auf, zu gehen. Verlegen scharrt er mit seinem Fuß im Sand, die Hände in den Taschen.

„Schade ... Es war schön, dich wiederzusehen. Du bist ein verdammt hübsches Ding geworden.“

Er lacht und bemerkt selbst, wie unangebracht er sich aufführt. An der Schwellung in seiner Hose sehe ich, dass auch er sich erinnert und unbändige Wut lässt mein Gesicht wie Feuer glühen. Manche Menschen ändern sich niemals.

Ohne ein weiteres Wort läuft er zurück zum Tor, steigt auf sein Fahrrad und hält seine Hand zum Gruß in die Luft. Als Antwort streckte ich ihm meinen Mittelfinger entgegen und brülle ihm ein gut gemeintes „Verpiss dich!“ hinterher.

Arschloch!

Bilder

Robs Besuch kann ich nur eine gute Sache abgewinnen. Vor Wut stürme ich in das Haus, ohne auch nur einen Gedanken an meine Ängste zu verschwenden. Die Vorstellung, dass sich meine Ankunft herumspricht, bereitet mir weitaus mehr Sorgen, als Erinnerungen und Gespenster in den alten Wänden.

Fluchend werfe ich meinen Rucksack zu Boden und schleudere den Schlüssel in die hinterste Ecke.

Verflucht! Ich hätte niemals hierherkommen dürfen! Welcher Teufel hat mich nur geritten?

Mein Atem beruhigt sich und ich beginne, meine Umgebung wahrzunehmen. Die Wände sind so weiß wie ich sie in Erinnerung habe. Der hölzerne Boden ist erst vor Kurzem abgeschliffen worden und frisch versiegelt und lackiert. Es riecht neu und wunderbar. An den Wänden hängen die selbstgemalten Blumenbilder meiner Mutter. Die Jahre haben nichts an ihrer Abscheulichkeit geändert. Langweilig und leblos. So wie dieses Haus.

Zu meiner Linken finde ich das große Wohnzimmer mit hohen sauberen Fenstern, einer weißen, edlen Couch in der Mitte des Raumes und einem Glastisch, der nie mit Kinderhänden in Berührung gekommen ist. Ein Bücherregal, das von der Decke bis zum Boden reicht, erdrückt den Raum. Unser Vater war Schriftsteller und man findet nur seine Werke in dem Regal. Bescheidenheit gehörte nicht zu seinen vorrangigen Charaktereigenschaften. Vor dem Kamin liegt ein sündhaft teurer persischer Teppich. Angeblich stammt er aus Kerman und soll einer der teuersten Teppiche der Welt sein. Viele halten das für ein Gerücht, aber ich weiß, dass es stimmt.

In meinen Gedanken höre ich die keifende Stimme unserer Mutter: „Gnade euch Gott, wenn ihr auch nur einen Fuß in das Wohnzimmer setzt! Finde ich auch nur einen Fingerabdruck von euch, wisst ihr ganz genau, was die Strafe dafür ist!“

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