Dominik Rüchardt - Das Liebesprogramm

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Seit das Intimleben der Menschen vollständig durch Roboter bedient wird, sind sexuelle Gewalt, Diskriminierung und Krankheiten endlich wirkungsvoll besiegt. Da verklagt eine junge Lehrerin einen Hersteller, ein Roboter hätte sie vergewaltigt.
Ein Duell zwischen der Konzernsprecherin und dem Anwalt der Lehrerin deckt Abgründe auf, denen auch die beiden kaum gewachsen sind.

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„Er packte mich wortlos und nahm mich, …, sehr hart.“ Sie sah vorsichtig hoch. „Immer und immer wieder. Ich war erst einmal sprachlos, dann drehte er mich mit einer Kraft, gegen die ich nichts mehr ausrichten konnte und machte von der anderen Seite weiter. Er fragte nicht, er machte keine Pause, er nahm keinen Kontakt auf.“

Sie schluckte, versank für einen Moment in sich selbst, tankte Kraft, dann machte sie mit schwacher Stimme weiter. „Ich fing an zu jammern, das sei mir zu viel und er solle es lassen, ich war ja total verblüfft.“

„Und wie hat er darauf reagiert?“

„Noch brutaler. Dann hat er angefangen, mich zu demütigen. Hat mich Puppe genannt und dass er mich zappeln lässt. Das ich das so brauche und nicht anders verdiene.“ Sie bekam weiße Flecken im Gesicht. „Und dann hat er noch eins draufgelegt. Hat mir erklärt, er spießt mich auf und hat dabei sein, .. äh, … Ding, .., so vergrößert.“

„Sein Ding?“

„Ja, .., Sie wissen schon.“ Sie sah ihn irritiert an. „Immer mehr, als ob er mich sprengen wollte“, erstmals wurde ihr Blick beschämt.

„Hat er Sie verletzt?“

Jetzt flackerte ihr Blick. „Das nicht, aber er ging an die Grenze. Ich war sicher, gleich reißt es mich auf, es tat weh.“

Kluge war sprachlos.

Sie sprach tonlos. „Ich wurde dann ganz apathisch. Dachte nur, wenn ich nicht reagiere, hört er vielleicht auf. Umbringen würde er mich schon nicht.“

„Und das hat gewirkt?“

„Ich glaube ja. Irgendwann hat er aufgehört. Ich habe ihm dann gesagt, er soll verschwinden. Sofort. Und er ist ohne ein Wort gegangen.“

Carolin West bekommt einen Auftrag

Mit tiefer Befriedigung machte Carolin West sich an ihren ersten offiziellen Auftrag: die Veröffentlichung der Quartalszahlen. Als sie sich setzte, den Rücken gerade, den Kommunikator startete und loslegte, fühlte es sich an wie ein feierlicher Akt. Die Finanzabteilung hatte alles in Tabellen vorbereitet, die Bereichsleiter hatten ihre Kommentare dazu gegeben, jetzt war es an ihr, daraus eine durchschlagende Geschichte zu machen. Das Problem war: Die Geschäftsentwicklung war zuletzt viel zu unspektakulär gewesen. Das Geschäft mit Intimrobotern hatte sich zu einem Massengeschäft entwickelt, Wettbewerbsprodukte verdarben die Preise, billig hergestellt von Unternehmen, die weniger forschten und mehr nachmachten - die Finanzwelt war enttäuscht.

Doch dieses Quartal gab es erstmals wieder einen interessanten Trend und den sollte Carolin West nun hervorkehren: Das Geschäft mit KickBots.

Eine neue Roboterklasse, die mehr Aufregung versprach. Während die klassischen Robots in erster Linie zuverlässige Begleiter in allen Lebenslagen waren, die Arbeiten erledigten und seit geraumer Zeit das Intimleben der Menschen endlich sicher gemacht hatten, waren die KickBots etwas freches, frisches.

Die Zahlen sahen tatsächlich gut aus. Verdoppelung des Geschäftes im vergangene Quartal - und das, obwohl die KickBots, auch das war neu, in erster Linie verliehen wurden und nicht verkauft. Den Umstieg auf ein Betreibermodell hatte die Finanzwelt schon lange gefordert, um die Planbarkeit des Geschäftes zu erhöhen, das entnahm sie den Kommentaren des Vorstandsvorsitzenden. Lieber regelmäßige Mieteinnahmen als unregelmäßige Verkäufe, war das Motto. Und das war mit den KickBots gelungen.

Eifrig sammelte sie die wichtigsten Aussagen für die Finanzwelt zusammen. Neben den Zahlen waren das strategische Leitlinien und Produkteigenschaften, die diese Leitlinien unterstützten. Dann entwarf sie ihre Präsentation.

„Mit den KickBots macht LifeRobotics den entscheidenden Schritt in Richtung LifeService Anbieter“, schrieb sie als erstes und beschrieb das Mietmodell, das neben der Planbarkeit auch mehr Umsatz versprach, da die Preise damit im Ganzen stiegen. Dann beschrieb sie die KickBots in einfachen Worten: „Die Attraktivität kommt durch den eigenen Willen der KickBots.“ Das war zwar nicht ganz richtig, aber die komplexen Modelle zu erläutern, die hinter den Überraschungseffekten der neuen Geräte standen, hätte auch sie überfordert.

Dann schrieb sie noch blumige Worte über das Zusatzgeschäft, das rund um die Mietangebote heranwuchs: komplette Intimwelten, ganz vorne dabei das Krankenschwesternpaket, außerdem Intimparks nach bestimmten Themen, hier war bei den Frauen der ‚Paris Park‘ am beliebtesten, besonders die Pianobar, bei den Männern war es das ‚Betriebsfest‘. Das Geschäftsmodell ‚Nachbau echter Kolleginnen‘, die neueste Idee des Forschungsleiters, ließ sie weg, es war noch nicht von der Automatenbehörde freigegeben. Mehr Aufmerksamkeit legte sie in das wichtige Kapitel zur gesellschaftlichen Verantwortung: mit den KickBots waren sie in der Lage, Menschen mit unkontrollierten intimen Trieben zu erreichen, sie in eine überwachte Lebensführung zu steuern und damit eines der letzten großen unkontrollierten Risiken aus dem Bereich der Sexualität endlich zu lösen.

Am längsten feilte sie am letzten Satz. Die Vertriebsabteilung hatte eingewandt, dass KickBots nicht unbedingt als solche verkauft werden sollten. Es sollte mehr eine technische Typenklasse sein, als eine im Vertrieb. „Das ist etwas intimes, wie Unterwäsche: Du willst es wissen, aber die anderen müssen es nicht unbedingt sehen“, hatte ihr der Vertriebsleiter gesagt. Schließlich schrieb sie: ‚Auf Applikationsebene ergibt sich ein fließender Übergang zwischen Robots und KickBots, weswegen im Berichtswesen der Schwerpunkt auf dem Umsatzanteil der Technologie liegen wird. Berichte zu verkauften oder vermieteten Einheiten werden sich auf das Geschäftsmodell beschränken.‘ Das sollte der Finanzwelt genügen und sagte über das, was sie tatsächlich taten das geringstmögliche aus. In solchen Dingen war sie gut.

Klaus Kluge schickt ab

Die Asche fiel herab und in einem ungeschickten Schlenker lenkte er sie genau auf seinen Oberschenkel. Sie hinterließ eine graue Spur auf der Hose. Klaus Kluge war nervös.

Vor ihm lag der fertige Schriftsatz für die Anzeige. Wenn er ihn nun abschickte, ginge in kürzester Zeit eine Lawine los, da war er sich sicher. Und der Zeitpunkt konnte kaum besser gewählt sein.

Also prüfte er zum widerholten Mal alle Details.

Jenny Springer war als Lehrerin eine gewissenhafte Person. So konnten sie die Anklage den Umständen entsprechend gut dokumentieren. Sie hatte die Seriennummer des Intimroboters ‚Peter‘ gespeichert und auch der Bestellvorgang war nachvollziehbar, das war wichtig. Die meisten seiner Klienten hatten an dieser Stelle Probleme, weil sie stets mit Hilfe von Verschattern und Blendern arbeiteten. Damit konnten sie selbst zwar nicht erkannt werden, aber eben auch nichts nachweisen.

Die Werbeseite, über die Jenny bestellt hatte, war zwar nicht mehr geschaltet, aber das sollte das geringste Problem sein, wäre der Fall einmal ins Rollen gekommen.

Also las er sich noch einmal den beschriebenen Ablauf durch. Er bewunderte Jenny Springer. Sie war enorm disziplininert mit ihm alles durchgegangen. Und das, obwohl heute fast niemand mehr über intime Angelegenheiten sprach, seit das Thema nahezu vollständig von Automaten besetzt war. Er fand das entwürdigend, doch er musste sich zurückhalten, die Gesetze zu sexuellem Missbrauch waren streng und wurden auch konsequent verfolgt. Er kannte Staatsanwälte, die würden ihn allein schon dafür anklagen, dass er mit Jenny darüber sprach.

Nach jeder Korrektur ließ er seine Eingabe durch den Compliance Checker laufen. Ein mühsamer Prozess: einerseits musste er darauf achten, dass sein Text zu keinem Zeitpunkt vom Netz aus zugänglich war, andererseits musste er jederzeit mit neuen Compliance Regeln rechnen, die es einzuhalten galt. Er musste also ständig Regeln laden, diese dann auf ein abgeschottetes Gerät überspielen, auf dem er seine Texte verfasste, dann erst konnte er den Text prüfen und korrigieren.

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