Dominik Rüchardt - Das Liebesprogramm
Здесь есть возможность читать онлайн «Dominik Rüchardt - Das Liebesprogramm» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.
- Название:Das Liebesprogramm
- Автор:
- Жанр:
- Год:неизвестен
- ISBN:нет данных
- Рейтинг книги:5 / 5. Голосов: 1
-
Избранное:Добавить в избранное
- Отзывы:
-
Ваша оценка:
- 100
- 1
- 2
- 3
- 4
- 5
Das Liebesprogramm: краткое содержание, описание и аннотация
Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Das Liebesprogramm»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.
Ein Duell zwischen der Konzernsprecherin und dem Anwalt der Lehrerin deckt Abgründe auf, denen auch die beiden kaum gewachsen sind.
Das Liebesprogramm — читать онлайн ознакомительный отрывок
Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Das Liebesprogramm», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.
Интервал:
Закладка:
Carolin West hat einen neuen Job
Das neue Büro von Carolin West lag günstig. Es war hell, mit lichtvariablen Glasfenstern nach draußen und drinnen, doch noch viel wichtiger war das Stockwerk: der Flur der Stabsfunktionen von LifeRobotics. Sie war mittendrin. Von ihrer Flurecke ging es in die eine Richtung zu den Aufzügen und der Rechtsabteilung, in die andere zum Forschungsleiter und der Qualitätsabteilung. Ihre neuer Chefin, Melissa Winter, hatte sie sehr fürsorglich herumgeführt und allen vorgestellt, allerdings auch deutlich gemacht: so viel bekämen sie dann doch nicht miteinander zu tun. Melissa war für alle nicht technischen Fragen des Betriebs verantwortlich, war verbindlich und freundlich, aber zeigte zu jeder Sekunde, dass sie auf einer anderen Umlaufbahn lebte. Eine Zahlenfrau, wie Carolin schnell erkannte. Ihr war das egal. Sie selbst hatte auch nicht Melissa, sondern ein intelligentes Computersystem für diesen Job ausgesucht, davon war sie überzeugt, und diese Systeme waren auch ihr wichtigerer Kontakt. Außerdem natürlich die Kollegen auf dem Flur.
Seit gestern, sie konnte es kaum glauben, so viel war seitdem passiert, war sie verantwortlich für das öffentliche Erscheinungsbild von LifeRobotics: Die öffentliche Wahrnehmung, der Lobbyismus und die Presse. Sie kannte diese Art Job gut. Hatte bei einem großen Agrarkonzern erfolgreich die Vorteile der modernen Landwirtschaft verteidigt, konnte auftreten, beherrschte die Sprache der Medien und sie beherrscht vor allem die Wirkung der meinungsbildenden Systeme. Die feinen Rädchen der Stimmungsmechanik, wenn es darum geht, was die Menschen gut finden und was verdächtig. Und LifeRobotics gefiel ihr als Unternehmen besonders gut. Auch sie hatte eine wilde Seite und die LifeRobotics Produkte passten zu ihrer Vorstellung, nach der sich geniale Technologie und Lebensfreude sehr wohl vereinen ließen. Die kritischen Bedenkenträger, die immer wieder das Gegenteil behaupteten, hielt sie für Langweiler.
Mit diesem Motto hatte sie sich jedenfalls ihren neuen Kollegen präsentiert und war freudig empfangen worden. Bester Laune trat sie deshalb nun ihren zweiten Arbeitstag an, etwas übermüdet und mit wackeligen Beinen, denn die Kollegen hatten ihr zum Antritt gleich ein Willkommensgeschenk mit nach Hause gegeben. Silvio - eine schwindelerregende Wucht aus der neuesten Serie - die Nacht war sehr viel mehr aufregend als erholsam gewesen. Das bestätigte sie jedoch nur umso mehr in ihrer Meinung über ihren neuen Job. Mit Mitte dreißig konnte man so etwas ja noch aushalten und ein Blick in den Spiegel zeigte ihr auch an diesem Morgen eine gutaussehende, blonde Frau, deren leicht unscheinbares Äußeres durch ein bestimmendes Auftreten mehr als wettgemacht wurde. Nun saß sie über den Organisationstafeln und studierte. Mit bunten Linien verbundene Kästen erklärten den Aufbau ihres neuen Arbeitgebers. Die riesige Bildschirmwand an der Seite des Büros, die von nirgendwoher einsehbar war, tat gute Dienste, denn das Unternehmen war komplexer, als sie gedacht hätte. Stück für Stück arbeitete sie sich durch die Abteilungen, studierte ihre Arbeitsinhalte und wie sie in das Gesamtgefüge der Firma eingebettet waren. Verblüfft war sie über die Größe der medizinischen Abteilung. Allerdings wurde bei näherem Hinsehen schnell klar, warum. Sie gliederte sich in zwei Gruppen: die Abteilung für Verhaltenspsychologie mit ihren Berechnungsanlagen, im Film wurde eine Rechnerfarm gezeigt, die das Warmwasser für die Stadt Göteborg heizte, außerdem große Virtuelle Parks, in denen Analyseergebnisse vor- oder nachgespielt wurden, sowie die Abteilung für Fertilität: Alles rund um Erbgutqualität, Zeugungsverfahren und Austragung. Dieser Zweig tauchte im öffentlichen Bild kaum auf, war dabei aber ein großer Teil des Geschäftes von LifeRobotics. Nach einem kurzen Blick in die Wirtschaftsdaten pfiff sie zwischen den Zähnen. Die Abteilung für Fertilität machte zwar weniger Umsatz, aber sehr viel mehr Gewinn. Woher das Geld kam, war aus den Daten nicht erkennbar. Fasziniert sah sie einen Kurzfilm nach dem anderen an. Nette Wissenschaftler erklärten, wie LifeRobotics lenkend in die Vermehrung eingriff und wie sich die Qualität der Bevölkerung seither verbessert hatte. Film für Film stieg ihr Stolz auf ihren neuen Arbeitgeber und sie war noch gar nicht bei den Abteilungen, die sie besonders interessierten: den Robotern für Lebensbegleitung, oder auch Sexrobotern, wie sie im Volksmund genannt wurden.
Doch zuvor blieb sie noch bei der Rechtsabteilung hängen. Deren Leiter, Francois Muller, hatte sie bereits kennengelernt. Sein Büro war gleich um die Ecke. Nun verstand sie sein selbstbewusstes Auftreten: Die Abteilung war fast so groß, wie die medizinische. Der Auftrag war umfangreich: Rechtliche Räume gestalten, mögliche Klagen vorher erkennen, Schaden und Schuld sorgsam trennen.
Klaus Kluge erhält Besuch
Schaden und Schuld waren auch die Mission Klaus Kluges. Das vergilbte Zimmer, in dem er im schlecht sitzenden Anzug auf dem Stuhl kippelte war der Gegenentwurf zu den Büros bei LifeRobotics. Ein sicher über hundert Jahre alter Schreibtisch stand tapfer auf seinen dünnen Beinen aus hellem Holz, die einst hellgelb gestrichenen Wände und der gefleckte Steinboden verbreiteten einen Hauch von Süden, was den etwas heruntergekommenen Gesamteindruck des Raumes unterstrich. Das Gebäude am Wiener Gürtel war ein vergessenes Gebäude im Stil des vorigen Jahrhunderts - das war auch der Grund, warum Klaus Kluge hier sein Büro hatte. Er hatte ein exotisches Vergnügen, das sich nur im Verborgenen, im Schutz der Abwesenheit von Sensoren und Lebensverbesserern ausüben ließ: er rauchte.
Gebannt beobachtete Jenny Springer den immer länger werdenden Aschestummel, der sich jenseits der Glut an der selbstgedrehten Zigarette bildete. Fast vergaß sie, zu sprechen, so sehr wartete sie darauf, dass er endlich herunterfiele. Die Bekannte ihrer Freundin aus ihrem Kreis hatte sie zwar gewarnt, überrascht war sie trotzdem. Das Absurde der Situation half ihr allerdings auch, das zu tun, weswegen sie gekommen war.
Es fiel ihr schwer, darüber zu sprechen. Es war etwas, das nicht sein durfte. Da war dieser seltsame Anwalt, der so, wie er vor ihr saß, ebenfalls nicht sein durfte, genau richtig.
Er musterte sie von oben bis unten, mit einem Blick, so wissend und unbeteiligt zugleich, sie kam sich sofort völlig nackt vor. Erstaunlicherweise beschämte sie das nicht, sondern befreite sie. Und die rauchende Zigarette, die nahezu unbeweglich am Ende des sehr wohl beweglichen Körpers des Anwaltes ihren Aschestängel vergrößerte, tat das ihre, um sie in einen hypnoseartigen Zustand zu versetzen.
In ruhigem, aber unmissverständlich klarem Ton trafen die Worte des Anwalts eines nach dem anderen bei ihr ein: „Den Tatbestand, den Sie beschreiben, Frau Springer, gibt es eigentlich nicht“, zwischen den Momenten der Stille sah er sie ernst an. „Wir müssen sehr sorgfältig ...“
„Wollen Sie damit sagen, ich kann gar nichts tun?“
„Aber nein, ganz und gar nicht“, er wedelte jetzt gefährlich mit der Zigarette, aber die Asche hielt. „Wir müssen nur alles immer doppelt denken, so wie es war und so, wie die anderen auslegen werden, wie es gewesen sein könnte.“
Ein schwacher Duft scharfen Rauches schob sich in Jennys Gesicht und erinnerte sie daran, dass sie Schmerz spüren konnte. „Ich kann nur daran denken, wie es war“, ihr Ton war jetzt bitter, „obwohl ich nicht daran denken will“, sie schluckte, „aber ich muss andauern daran denken, es war so …“, jetzt kamen wieder Tränen, „ … so würdelos.“ Ihre Augen blickten wässrig und er sagte nichts, sah sie nur wieder an.
Und sie atmete durch, schlug ihre Beine übereinander und meinte erschöpft, doch geduldig: „Ok, machen wir weiter?“
Читать дальшеИнтервал:
Закладка:
Похожие книги на «Das Liebesprogramm»
Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Das Liebesprogramm» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.
Обсуждение, отзывы о книге «Das Liebesprogramm» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.