Tina Engel - Ab heute ohne mich

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Was, wenn man von seinem Leben – so wie es läuft – die Nase voll hat, wenn der Partner einen nicht mehr versteht, wenn man keine gemeinsamen Träume mehr hat? Was, wenn man die wahre Liebe seines Lebens nicht haben kann? Dann hilft nur noch die Flucht…

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„ Liebst du sie noch?“ hakte Lisa vorsichtig nach. Vielleicht konnte sie ihn damit von einer Dummheit abhalten.

Erst nach einer Weile meinte er leise: „Ich hab mich an sie gewöhnt, sie gehört irgendwie zu meinem Leben dazu…“

„ So geht es mir mit Dennis auch“, dachte sie halblaut und senkte den Kopf. Dann hob sie ihn wieder, entschlossen sagte sie nun: „Komm, lass uns zu den anderen zurückgehen.“ Doch kaum hatte sie es ausgesprochen, lag sie auch schon in seinem Arm und fühlte seinen weichen, warmen Mund auf ihrem. Einen Moment lang war sie ihm ergeben, Erinnerungen wurden wach. Erinnerungen an eine Zeit, in der die Schmetterlinge wild in ihrem Bauch herum geflattert waren. An eine Zeit, in der sie sich von einem heimlichen Treffen zum nächsten gefiebert hatten und es kaum erwarten konnten, sich wiederzusehen.

Schlagartig besann sie sich. Es fiel ihr unendlich schwer, doch schließlich schaffte sie es, sich von ihm zu lösen. Noch einmal meinte sie: „Lass uns gehen.“ Zur Bestärkung ihres Satzes ging sie langsam ein paar Schritte voraus.

Ralf holte sie ein. „Sorry.“

„ Schon gut.“

Für den Rest des Abends ging sie ihm aus dem Weg.

Es war schwer, seine Gegenwart zu ertragen, zu groß war die Sehnsucht nach seiner Nähe, seinen Berührungen, nach mehr.

Also suchte sie bald Dennis auf und sagte ihm, dass sie heimfuhr. Als er nach dem Warum fragte, gab sie vor, dass ihr die Bowle wohl nicht bekommen sei.

„ Dein Magen ist doch sonst nicht so empfindlich“, versuchte er es mit einem Lächeln, ließ sie dann jedoch gehen. Er selbst wollte noch bleiben.

Wäre sie noch so verliebt wie am ersten Tag in ihn, wäre sie enttäuscht gewesen, dass er so wenig Mitgefühl zeigte und sie sogar allein gehen ließ.

Aber in dieser Nacht war Lisa froh, allein sein zu können.

Sie hatte sich zuerst ein Taxi rufen wollen, überlegte es sich dann allerdings anders und marschierte zu Fuß los.

Plötzlich folgten ihr Schritte. Umschauen oder nicht? Lisa blieb stehen. Mutig drehte sie sich um. Es war Ralf, der nun auf sie zukam.

„Bist du wahnsinnig - so allein hier durch die Nacht zu laufen?“ fuhr er sie besorgt an.

„Mein Kerl hat beschlossen, noch zu bleiben. Was soll ich tun?“

„Ein Taxi nehmen?“

„Und wenn ich etwas frische Luft brauche?“ konterte sie etwas zickig.

„Dann lass mich dich wenigstens ein Stück begleiten“, bat er nun versöhnlich.

„Ralf, das ist nicht gut. Für uns beide nicht“, hielt sie dagegen, doch ihr Widerstand hielt sich auf sehr wackeligen Füßen.

„Ich... ich kann dich nicht einfach gehen lassen, nicht nach diesem Abend. Ich habe mich durch zwei lange Jahre gequält...“

Da legte sie ihm resolut den Zeigefinger auf die Lippen. „Aber immerhin bist du bei ihr geblieben, die ganzen zwei Jahre. Also kannst du mit ihr gar nicht sooo unglücklich sein.“

Er wich zurück. „Hast du eine Ahnung!“

Fragend sah Lisa ihn an.

„Die erste Zeit, nachdem wir unser Baby verloren hatten, war einfach furchtbar. All ihre Launen habe ich ertragen, weil ich ein schlechtes Gewissen hatte. Ich hatte ein schlechtes Gewissen, weil ich sie betrogen hatte, während unser Kind unter ihrem Herzen wuchs. Ich brachte es nicht übers Herz, sie allein zu lassen. Ich fühlte mich schuldig. Doch je mehr Zeit vergeht, umso mehr frage ich mich, was für eine Fassade ich da eigentlich noch aufrechterhalte.“

„Das frage ich mich auch“, sagte sie mehr zu sich selbst.

Sanft hob er ihr Kinn an, so dass sie ihn nun ansehen musste. Im Schein der Laterne glitzerten Tränen an ihren Wimpern. Sacht küsste er die kleinen Tröpfchen fort.

„Wir haben es damals nicht geschafft. Sag mir einen Grund, warum wir es heute schaffen sollten“, meinte sie erstickt und wich einen Schritt zurück.

Doch sie wollte nicht erst die Antwort abwarten. Zwischen ihnen würde sich eh nichts ändern. Irgendwann würde er wieder zu Lara zurückkehren – so, wie damals.

Lisa drehte sich um und ließ ihn stehen. Sie nutzte seinen perplexen Zustand und verschwand rasch im Dunkel der Nacht.

Während sie durch die spärlich beleuchteten Straßen lief, kamen ihr erneut die Tränen. Sie ließ ihnen nun freien Lauf.

Dieses Aufeinandertreffen war zuviel für sie gewesen.

Ralf wollte sie vermutlich nur wieder als Gespielin beanspruchen – um sein eigenes Leben etwas aufzupeppen. Doch der Preis dafür war zu hoch. Lisa konnte ihn nicht zahlen. Und dann der Ordnung halber auch noch weiterhin mit Dennis zusammenleben, als wäre alles bestens.

Zu Hause angekommen beschloss sie, dass es so nicht weitergehen konnte.

Das Ende

Noch in dieser Nacht nahm sie Stift und Schreibblock zur Hand und schrieb einen langen Brief.

Einen Abschiedsbrief.

Sie schrieb von ihrer inneren Zerrissenheit, dass ihre Beziehung mit Dennis irgendwie nur noch oberflächlich bestand, dass sie sich auseinander gelebt hatten, dass er kaum noch auf sie einging oder geschweige denn Notiz von ihr nahm, nur noch sein eigenes Vorankommen sah, dass sie irgendwann in den letzten Monaten, ja vielleicht auch Jahren, plötzlich auf der Strecke geblieben war und er es nicht einmal gemerkt hatte. Sie schrieb ganz offen, dass sie nicht wusste, ob sie Dennis noch liebte. Es gab keine Höhen und Tiefen mehr zwischen ihnen. Keine Highlights. Der Alltag war dabei, sie zu verschlingen.

Für Lisa war dies kein haltbarer Zustand mehr. Sie wollte Neues austesten, das Glück spüren, leben.

Nicht nach Plänen anderer, nicht nach den Erwartungen anderer funktionieren. Sie bekam keine Luft mehr, wollte endlich wieder frei sein, frei denken, frei fühlen, frei leben...

Als sie den Brief fertig geschrieben hatte, legte sie ihn in ihren Nachtschrank und ging zu Bett, um noch eine Nacht darüber zu schlafen.

Sie wollte sichergehen, dass das, was sie vorhatte, keine Kurzschlussreaktion sein würde.

Und falls es notwendig wurde, wollte sie einfach gehen können, ohne noch lange überlegen zu müssen, wie sie es ihm am besten beibrachte.

Erst gegen acht Uhr morgens kam Dennis heim, er war voll. Lisa wurde wach, doch sie tat, als schliefe sie weiterhin tief und fest. Als er neben ihr ins Bett plumpste, malte sie sich aus, bald ihr eigenes Bett zu haben, das sie mit niemandem mehr teilen musste.

Sie wartete, bis er eingeschlafen war, dann stand sie auf.

Sie zog sich ihre Joggingsachen über und verließ bald darauf die Wohnung.

Die Luft war herrlich frisch und in ihr lag noch der wohlige Geruch des langsam zu Ende gehenden Sommers.

Lisa joggte in Richtung Wäldchen, das am Stadtrand lag. Das war etwa zwei Kilometer von ihrer Wohnung entfernt.

Im Wäldchen angekommen, ließ sie sich auf jenem Baumstamm nieder, auf dem sie damals oft mit Ralf gesessen hatte – Hand in Hand, manchmal auch Arm in Arm oder gar auf seinem Schoß. Hier hatten sie gesessen und davon geträumt, irgendwann gemeinsam Reißaus zu nehmen, einfach in den Süden zu fliehen, alles hinter sich zu lassen und sich dort ein neues Leben aufzubauen.

Manchmal hatten sie sich mehr oder weniger aus Spaß ausgemalt, dass sie sich auf einer griechischen Insel niederlassen wollten. Sie hatten mal unabhängig voneinander auf Kreta Urlaub gemacht – Lisa war mit Dennis schon drei Mal dort gewesen, Ralf war irgendwann einmal mit Lara dort gelandet.

Durch Zufall hatten sie sich bei einem ihrer heimlichen Treffen im Wäldchen mal darüber ausgetauscht und gelacht, als sie beide von einem alten Haus zu schwärmen begannen - ein kleines Hotel, das sie auf einem ihrer Spaziergänge mal entdeckt hatten, aus dem man mit etwas Arbeit richtig was machen konnte, wenn man wollte...

Lisa strich gedankenverloren über die verwitterte Rinde des Baumstammes und fühlte die eingeritzten Buchstaben, die in ein Herz eingefasst waren. R.B. + L.T.

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