Diese, ich möchte schon sagen ´idiotische` Auffassung rührt noch aus der
Nazi-Zeit. Da waren es die Juden und die weiteren Verfolgten die so waren wie man selbst nicht sein durfte. Weil man sich abspalten musste,
so hatte es die schwarze Pädagogik von einem verlangt. Die Juden, Sinti
und Roma, die Homosexuellen, die Kommunisten und Widerstands- kämpfer sind deshalb dem deutschen Hass zum Opfer geworden.
Heute sind die Arbeitslosen und die Schwachen in der Gesellschaft das
Opfer dieser kranken Projektion und Selbstverleugnung. Hervorgerufen wird es durch die bedrängende Pädagogik und Beeinflussung aus der
Wirtschaftsmacht, wo es nur noch um Effizienz eines jeden und um
Konsum geht. Im Zustand des Hasses, der nicht zuletzt durch die Politi- ker und den ihnen unterworfenen Medien geschürt wird, hat man
plötzlich den ´Sozialschmarotzer` wieder neu erfunden, obwohl es diesen eigentlich gar nicht gab.
Man gibt an, dass die Hilfebedürftigen nur faul sind, so wie man selber eben auf gar keinen Fall sein darf. Weil man selbst nicht so sein darf,
muss man sich von sich abspalten und arbeiten, auch wenn man schon längst nicht mehr kann. Und diejenigen, die nicht arbeiten, sollen so wie
das eigene abgespaltene Selbst vernichtet werden.
Daher sind die Konfrontationen in den Jobcenter immer so gewaltsam. Die billigen Angestellten dort sind selbst Opfer des Ausbeutungssystems.
Es ist eine beabsichtigte und bewusste Taktik des Staates, dass man die
Opfer über die Opfer maßregeln lässt. Denn da findet aus tiefstem Hass und aus Neid dann die größte gegenseitige Kontrolle statt. Da wird am
meisten daran gearbeitet, sich gegenseitig in eine Ordnung einzupressen, in die man sich selber so sehr darunter leidend eingezwängt sieht. Da
steuert und regelt sich dann durch primitive Mechanismen, ähnlich wie in der Tierwelt, alles von selbst.
Daraus erhofft man sich, die größtmögliche Effizienz zu erwirtschaften, wenn die Bedürftigen endlich durch die Bedürftigen fertig gemacht
werden. Und gleichzeitig will sich der Obrigkeitsstaat von all diesen
Widrigkeiten, wo es um die nackte Existenz von Menschen geht, fernhal- ten.
Daher hat der Staat ja auch eine privatisierte Agentur für Arbeit dafür
entstehen lassen. Der Staat drückt sich um die eigene Verantwortung, wenn es um die Arbeitslosigkeit geht. Wohl wissend, dass diese durch
den Staat verursacht worden ist.
Wenn man wahrhaft an einer besseren Zukunft arbeiten will, dann soll man erst mal damit anfangen, zu erkennen, wie krank die deutsche
Gesellschaft insgesamt ist. Dann kann man daran was verändern und
dadurch einen Prozess für die Gesundung aller ihr zugehörigen Men- schen jeder Altersklasse, jeden Geschlechts, jeder Gesellschaftsschicht,
jeder Nationalität und jeden Ortes einläuten. Sonst geht der Wirtschafts- faschismus bald noch mehr in seine Blütezeit über.
Mit Medikamenten ist es hier, so wie etwa in der Psychiatrie, nicht getan. Sondern hier braucht die Gesellschaft eine wahre Therapie, also eine
Analyse ihres Selbst. Man muss erst einmal wissen, was ein Mensch ist und wo er ursprünglich herkommt. Man soll sich doch mal fragen, was
das Leben für einen Sinn hat. Dafür kann es nur lohnenswert sein, zu erkennen, wie der Mensch, sowie die Gesellschaft, im Wesen tickt und
fühlt und dabei krank sein kann. Und wie aber auch die Gesellschaft insgesamt als gesunde Gemeinschaft funktionieren könnte, damit es
auch für alle einen Sinn hätte.
Ich hoffe, dass ich mit meiner Wenigkeit zumindest einen kleinen Beitrag dafür leisten kann, einen solchen Prozess in die Wege zu leiten. Es soll für alle eine Sinn bringende Erfüllung auf dieser Welt geben. ALLE Menschen dieser Welt sollen miteinander zufrieden sein und glücklicher werden.
Alois Zeindl
Das Rad dreht sich. Der Hamster läuft und läuft und läuft und läuft und läuft und läuft... Sein Frauchen hat ihm den Namen Hugo gegeben.
„Hugo gib Gas!“ sagt sie. „Ich brauch die Sahne jetzt. Mach hinne!“ Und sie pfeift ihn mürrisch an, mit einem heftigen, lauten Pfiff. Der Hamster
Hugo rennt wie um sein Leben. Plötzlich bleibt das Rad stehen. Der
Hamster ist tot. Er liegt nun schwer und matt in dem Rad, ganz ent- spannt. „Soll ich nun halb steife Sahne essen?“ sagt die Gutsherrin.
„Was ist denn mit dir los?“
Frauchen kann man eigentlich nicht sagen. Denn die Gutsherrin Brun- hilde Breitbein ist eine richtige, riesige Matrone. Sie ist 192 cm groß und
sie wiegt sage und schreibe 217 kg. Sie wollte gerade ein paar Stücke
Käsesahnetorte mit großen Sahne-Hauben essen, wenn die Sahne noch ganz steif geworden wäre. „Du warst schon immer ein Versager.“ sagt sie
nun zu dem toten Hamster Hugo, der jetzt selber schön langsam steif
wird.
Die Gutsherrin Brunhilde Breitbein ist als Gründerin eines Transport- und Autovermietungsunternehmens zur Milliardärin geworden, da das Unternehmen in unvorhergesehenen Ausmaßen expandiert war. Sie hatte die geniale Idee, hinter dem Hamster-Käfig einen Sahne- Schläger zu montieren, der an das rotierende Hamsterrad angeschlossen ist. Weil so ein Hamster auch für etwas gut sein soll, so wie sie meint.
„Da kann man wenigstens noch etwas Strom sparen.“ hatte sie gesagt.
„Ich will ihn doch nicht umsonst die ganze Zeit nur durchfüttern. Wenn er das Rad schon so schön in Bewegung bringt, dann soll es doch einen
Sinn haben.“
Sie bemerkt jetzt, dass er tot ist. „Ach du meine Güte. Hugo, bist du tot? Tatsächlich. Er atmet nicht mehr. Ach Hugo. Hattest du einen Herzin-
farkt? Ich glaub´s ja nicht. Jetzt ist Hugo hinüber. Da muss ich mir nun
auch noch einen neuen Hamster kaufen. Also Hugo, ein bisschen ver- misse ich dich schon. Wo du doch immer so schön zärtlich mit mir
warst. Jetzt esse ich aber erst mal meinen Kuchen. Dann nehme ich eben die halb steife Sahne. Wie sollen wir dich denn beerdigen?“
Es stinkt ganz fürchterlich nach Hamster-Urin und Hamster-Kot. Hugos
Käfig wurde schon lange nicht mehr sauber gemacht. Hugo war für die
Gutsherrin so eine Art Ersatz für einen Mann, also Teil ihrer Intimsphä- re. Deshalb hat sie das Hauspersonal nicht an ihn ran gelassen. Und
selber ist sie zu faul. Ach, und sie hat sich schon an diesen Gestank gewöhnt. Vor allem sollte Hugo ihr keine Arbeit machen, sondern selber arbeiten. Die Gutsherrin findet es blöd, dass er sich den Stall nicht selbst ausmisten konnte. „Hast du dich überhaupt bezahlt gemacht? Wie lange hatte ich dich denn? Muss mal überlegen. Na ja, ein Blümchen werde ich dir schon aufs Grab stellen. Wo du doch immer so zärtlich zu mir warst.“ Der Mops liegt in seinem Körbchen und schläft. Er hat noch nichts bemerkt. Er ist noch müde von gestern.
„Gestern war noch alles so schön.“ sagt Brunhilde zu ihrem Hund. „Und jetzt ist Hugo tot. Ich brauch unbedingt wieder einen neuen Hamster.“ Die Gutsherrin Brunhilde Breitbein hat nämlich ein sehr großes sexuel- les Problem. Leider geht es mit den Männern nicht mehr. Es geht einfach nicht mehr. Weil sie zu dick ist. Diese Herren und Burschen können noch so scharf sein und Brunhilde kann sie auch noch so gerne mögen und wollen, aber es kann kein Mann mehr in sie eindringen. Die Anato- mie erlaubt es nicht mehr.
Sie hat mit den unterschiedlichsten nackten Herren schon alle Stellun- gen durchprobiert.
Wenn sie auf ihr droben liegen, dann werden sie von ihrem dicken
Bauch und ihren Oberschenkeln in die Höhe gehoben. Die nackten
Männer liegen zwar gut gepolstert auf ihren Fleischmassen, aber keiner hat so einen Langen, dass er da noch mit ihm in sie hinein käme. Und
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