Nick Lubens - Oh Du Fröhliche

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Advent, Advent, die Hütte brennt.
Klaus hatte sich die Vorweihnachtszeit so schön ausgemalt. Dieses Mal sollte es die perfekte Adventsstimmung geben. Romantische Kerzenlichtdinner mit seiner Frau Yvette, der ein oder andere entspannte Verwandtenbesuch und Weihnachtsmarktbesuche mit seinem Freund Peter.
Doch wie alle Jahre wieder jagt eine Katastrophe die nächste und Klaus' Leben schlittert Tag für Tag weiter auf den Abgrund zu. Da trifft es sich gut, dass er im Altenheim, in dem er als Pfleger arbeitet, plötzlich und völlig unerwartet Heldenstatus erlangt. Und wenn es an einer Front endlich mal klappt, warum dann nicht auch im Rest des Lebens?

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Langsam dreht sie sich zu mir um und wackelt mit ihrem Zeigefinger vor meinem Gesicht herum. „Nana, Herr Dubenschlag. Schämen Sie sich, einer alten Frau solche Komplimente zu machen! Sie sind schließlich ein verheirateter Mann.“ Bei diesen Worten umspielt ein Zucken ihre Mundwinkel und in ihren Augen blitzt der Schalk auf.

Wie immer lasse ich mich auf das Spielchen ein. „Ach was. Wer ist denn hier alt. Sie sind doch in den besten Jahren.“

„Gewiss, gewiss.“, kichert sie. „Noch bin ich schließlich keine 85, oder?“

Mein Blick fällt auf die beiden gut gefüllten Stoffbeutel, die neben ihr stehen. „Kommen Sie. Ich helfe ihnen mit den Einkäufen nach oben.“, biete ich ihr an.

Wie üblich lässt sie sich nicht lange bitten. „In Ordnung. Aber dann müssen Sie auch noch auf eine Tasse Kaffee bleiben. Darauf muss ich bestehen.“, sagt sie in ernstem Tonfall.

Wie jedes Mal antworte ich „Zu Diensten, Madame.“ Dann schnappe ich mir die Tragetaschen und stapfe die Treppe nach oben. Seit Jahren führen wir ungefähr einmal die Woche diesen Dialog. Er ist so eingespielt wie der Shakespeare bei einer erfahrenen Theatertruppe, aber trotzdem oder vielleicht gerade deswegen nehmen wir uns immer die Zeit dafür und lassen nie eine Zeile aus.

An Frau Lüders' Wohnungstür werden wir durch lautes Gebell begrüßt.

„Ist ja gut, Fritzi. Es ist doch nur der Herr Dubenschlag von unten.“, redet Frau Lüders von irgendwo hinter meinem Rücken beruhigend auf ihren kleinen Yorkshire-Terrier ein.

Als Fritzi die Stimme seines Frauchens vernimmt, wird der Hund schlagartig ruhig und wedelt mit der Rute. Ich dränge mich an dem Terrier vorbei und stelle die Taschen in der Küche ab.

„Na, nehmen Sie schon Platz.“, fordert mich Frau Lüders auf. „Ich setze nur schnell den Kaffee auf und gebe Fritzi etwas zu essen.“

Ich setze mich in der Küche auf einen der alten Holzstühle, deren Sitzfläche aus Weidengeflecht besteht, und mustere wie jedes Mal mit einer Mischung aus Faszination und Unverständnis die braun-grünen Kacheln, die die Wand über dem Herd und der Arbeitsplatte verschönern. Frau Lüders räumt unterdessen die Einkäufe in ihre uralte, wackelige Einbauküche. Die war bestimmt in den 60er Jahren topmodern. Ich bin mir sicher, dass ich bei eingehender Suche irgendwo noch ein Schild mit dem Seriennamen „Sylvia“ oder „Gudrun“ finden würde.

Frau Lüders schüttet inzwischen ein Häufchen Trockenfutter aus einer überdimensionierten Tüte mit dem Konterfei eines knuffigen weißen Hündchens in eine Schüssel. „Was ich sie schon immer mal fragen wollte – ist Fritzi eigentlich ein Weibchen oder ein Männchen.“

„Das ist eine gute Frage.“, antwortet Frau Lüders, während sie die Packung Hundefutter zurück in den Schrank stellt. „Am Anfang hat man mir gesagt, es sei ein Weibchen. Aber nach ein paar Wochen hat der Tierarzt gesagt, dass es doch ein Männchen ist. Da hatte ich den Namen schon ausgesucht. Zum Glück war es nicht Biene oder Lilly.“ Glucksend kichert sie vor sich hin und ich stimme ein: „Da hat Fritzi ja nochmal Glück gehabt.“

„Hallöchen. Hier bin ich schon.“, hallt es durch die Wohnung, kurz nachdem ich vom Kaffeetrinken mit Frau Lüders zurückgekommen bin. Es ist wie immer doch etwas länger geworden, aber hier unten hat mich ja ohnehin niemand vermisst.

Ich höre Schritte durch den Flur tappen. Ein empörtes „Yvette!“ signalisiert mir, dass Yvette Rocco und Dakota entdeckt hat und bei unserem Neffen auf wenig Gegenliebe gestoßen ist. Innerlich bin ich froh, dass es ihr nicht besser ergeht als mir, auch wenn ich das niemals zugeben würde.

„Klausi?“

„Ja, hier. Im Schlafzimmer.“ Ich schaue noch schnell meinem Cornerback zu, wie er eine sichere Interception vermasselt, dann speichere ich NFL Madden. Noch während der Vorgang läuft, taucht meine Frau in der Tür auf. „Wer ist das denn?“, fragt sie und deutet mit einer leichten Kopfbewegung Richtung Wohnzimmer.

„Dakota.“, sage ich betont unaufgeregt. Ich genieße es, wenn ich mehr weiß als Yvette. Kommt ja selten genug vor.

„Dakota.“, wiederholt sie. Es klingt halb nach einer Frage, halb nach einem geringschätzigen Einordnungsversuch. Yvettes Gesichtsausdruck und dem Klang ihrer Stimme nach kann ich schlussfolgern, dass Dakota einen langen Weg vor sich haben wird, wenn sie ernsthaft versuchen sollte, sich in Yvettes Hackordnung der weiblichen Besucherinnen hochzuarbeiten, um sich irgendwann ein regelmäßiges Besuchsrecht zu erarbeiten. Wovon ich erstmal nicht ausgehe. Aber man kann ja nie wissen. Yvette jedenfalls scheint der Name und der erste Eindruck zu reichen, um sie auf der untersten Stufe ihrer sozialen Hierarchieleiter zu platzieren. Oder sollte das sogar die berühmte Eifersucht weiblicher Familienangehöriger sein, die da aufblitzt?

„Was gibt's zum Essen?“ Gekonnt reißt mich Yvette aus meinen Überlegungen. Ob sie immer spürt, wenn ich mir Gedanken mache, die für sie unangenehm sein könnten? Oder ist das purer Zufall, dass sie mich immer genau dann mit alltäglichen Kleinigkeiten überfällt?

Etwas konsterniert schaue ich auf die kleine Uhranzeige auf meinem Desktop. 18:47 Uhr. Verdammt. Ich habe total die Zeit vergessen. „Brot und Käse?“, frage ich zurück.

Sie brummt kurz, was ich als nicht ganz zufriedene Zustimmung interpretiere und fragt dann: „Was machst du da eigentlich?“

Zum Glück ist das Spiel fertig mit Speichern und auch schon geschlossen. Unschuldig schaue ich kurz auf den Laptop. Dann zucke ich die Schultern. „Entspannen.“, sage ich wahrheitsgetreu.

„Guckst du dir auch keinen Schweinkram an, während ich weg bin?“

Auweia. Für einen Augenblick klang Yvettes Stimme so, als würde sie sich wünschen, dass ich Schweinkram angucke. Aber erstens habe ich das schon lange nicht mehr gemacht, und selbst wenn, würde ich es zweitens in dieser Lage wohl kaum zugeben, oder? Deshalb antworte ich ganz ehrlich mit sonorer Stimme: „Nein. Wieso auch? Ich hab doch dich, da brauch ich solchen Blödsinn nicht.“

Yvette wirft mir einen skeptischen Blick zu und ich schäle mich aus dem Bett. Höchste Zeit, das Essen zu machen.

Auf dem Weg zur Küche lege ich vor dem Wohnzimmer einen Zwischenstopp ein und schiebe meinen Kopf durch die Tür. „Warten deine Eltern nicht langsam auf dich, Dakota?“

Ich ernte ein Kopfschütteln von Rocco und einen vollkommen verständnislosen Blick von Dakota. „Nö, die sind nicht da.“, sagt sie nur, als würde das alles erklären.

Ich ziehe mich zurück und trotte in die Küche. In meinem Rücken höre ich Yvettes Stimme. „Guter Versuch, Großer. Und jetzt?“

Ich zucke mit den Schultern. „Keine Ahnung. Jetzt machen wir erst mal Abendessen und dann schauen wir weiter, ok?“

„Gut. Dann lass uns mal loslegen.“

Während Yvette das Gemüse vorbereitet, mühe ich mich mit unserem stumpfen Brotmesser ab. Wir haben es vor 20 Jahren zu unserer Hochzeit bekommen und seitdem hat es noch jedes Brot geschnitten, was mir zwischen die Finger gekommen ist. Ich kann mich nicht davon trennen. Jedes Mal, wenn ich Brot damit schneide, nehme ich mir ganz fest vor, es schleifen zu lassen. Und jedes Mal, wenn ich am einzigen Laden in unserer Stadt, bei dem man das machen lassen kann, vorbeikomme, ärgere ich mich, dass ich wieder vergessen habe, das Messer mitzunehmen. Tief in Gedanken versunken bekomme ich gar nicht mit, dass Yvette etwas von mir will.

„Klausi? Sag mal, träumst du beim Brotschneiden?“

„Was?“, schrecke ich hoch.

„Ich soll dich von deinen Eltern grüßen.“, sagt Yvette mit einer Stimme, als wäre es das Normalste der Welt, dass sie mich von meinen Eltern grüßt.

„Von meinen Eltern?“ Die Informationen brauchen noch etwas lange, um von den Ohren in meine Schaltzentrale vorzudringen.

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