Nick Lubens - Oh Du Fröhliche

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Advent, Advent, die Hütte brennt.
Klaus hatte sich die Vorweihnachtszeit so schön ausgemalt. Dieses Mal sollte es die perfekte Adventsstimmung geben. Romantische Kerzenlichtdinner mit seiner Frau Yvette, der ein oder andere entspannte Verwandtenbesuch und Weihnachtsmarktbesuche mit seinem Freund Peter.
Doch wie alle Jahre wieder jagt eine Katastrophe die nächste und Klaus' Leben schlittert Tag für Tag weiter auf den Abgrund zu. Da trifft es sich gut, dass er im Altenheim, in dem er als Pfleger arbeitet, plötzlich und völlig unerwartet Heldenstatus erlangt. Und wenn es an einer Front endlich mal klappt, warum dann nicht auch im Rest des Lebens?

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Sie strahlt mich an. Innerlich klopfe ich mir auf die Schultern, dass ich offenbar den richtigen Ton getroffen habe. „Ja, es war toll. Ich habe noch ein paar Besorgungen gemacht.“, antwortet Yvette mit verschwörerischem Unterton.

Ich finde dieses Getue in der Vorweihnachtszeit immer etwas albern. Die meisten Leute tun so, als wüsste der Gegenüber gar nicht, dass bald Weihnachten ist und wäre deshalb vollkommen hin und weg von geheimnisvollen Besorgungen. Ich tue so, als wüsste ich tatsächlich nicht, wieso Yvette etwas kaufen musste, von dem ich nicht genau wissen durfte, was es war, und sage fröhlich: „Toll. Kommst du gleich Kaffee trinken. Ich bin doch heute noch mit Peter verabredet.“

„Komme gleich.“, sagt sie und rauscht mit einer großen Tüte, die sie so hinter ihrem Körper versteckt, dass ich sie unmöglich übersehen kann, an der Küchentür vorbei ins Schlafzimmer. „Und ab heute darfst du nicht mehr in meinen Schrank gucken.“, ruft sie gut gelaunt durch den Flur. Als ob ich jemals in ihren Schrank gucken würde!

Das Kaffeetrinken verläuft sehr harmonisch, was vor allem daran liegt, dass ich Yvette zuhöre, wie sie von ihrem Tag berichtet, ohne ihr ins Wort zu fallen. Eigentlich könnte ich eine Menge erzählen, von Serkan, dem Tannenbaum, Herrn Ackermann und meinem Zwischenstopp beim Aldi, aber ich weiß gar nicht, ob ich das will. Denn wenn ich einmal die Dose aufmache, dann kommen wir vom Hundertsten ins Tausendste und ich komme mit Sicherheit nicht mehr zu Peter. Zum Glück sorgt Yvettes Redefluss dafür, dass ich gar nicht die Gelegenheit bekomme, auch mal das Wort zu ergreifen.

Als der Kaffee längst ausgetrunken ist, nutze ich eine kurze Atempause meiner Frau und schiebe meinen Stuhl geräuschvoll nach hinten, während ich bedeutungsschwer auf die Küchenuhr schaue. Verdammt, ich wollte schon vor zehn Minuten bei Peter sein. Yvette folgt meinem Blick und verzieht das Gesicht. „Immer musst du unsere Gespräche abwürgen. Wo wir uns gerade so gut unterhalten haben.“, sagt sie schmollend.

„Tut mir leid, Schatz. Aber ich bin doch mit Peter verabredet.“ Ich könnte noch hinzufügen, dass sie eine Stunde zu spät gekommen ist, die wir noch locker für unsere Konversation hätten nutzen können, aber ich will ja los. Und das ohne vorher noch einen Streit vom Zaun zu brechen. Ich gebe ihr also einen Kuss auf die Stirn, nehme den Teller mit den Krümeln, öffne den Mülleimer und erstarre. Der Deckel passt gerade noch so auf den Müllhaufen, der sich in unserem Eimer angesammelt hat. Rocco hat den Müll nicht runtergebracht. Obwohl wir eine klare Abmachung hatten.

Ich kehre die Krümel in den Eimer, knote die Mülltüte oben zu und nehme sie heraus. Bemüht locker schlendere ich damit durch die Küche Richtung Flur. Yvette sind meine Bewegungen natürlich nicht entgangen. Mit triumphierendem Blick schaut sie mich herausfordernd an. Ich werfe ihr einen Sag-nichts-Blick zu und verschwinde so schnell wie möglich aus der Wohnung. Im Stillen danke ich Rocco, dass er mir eine weitere Diskussion über meine pädagogischen Fähigkeiten eingebrockt hat, die unweigerlich noch kommen wird. Schade, dass Ironie nicht telepathisch weitergeleitet werden kann.

Ich haste die Straßen entlang zu dem halb verfallenen Fachwerkhaus, in dessen Keller sich Peters Band zu ihren Proben trifft. Peter sitzt auf der großen Box, die wie ein Leuchtturm aus einem Meer aus Bierdosen, Kabeln, Eimern, Holzresten und anderem Müll erhebt. Auf dem Schoß hält er seine Gitarre und schickt ein paar Akkorde durch den Raum. Mit trägem Blick schaut er zu mir auf. Dann spielt er, ohne mit der Wimper zu zucken, noch ein paar kräftige Mollakkorde, die mir wie eine fette Faust in den Magen fahren, und stellt die Gitarre dann betont langsam an die Wand.

„Bist spät dran.“, stellt er fest.

Ich zucke die Schultern. „Ging nicht schneller.“

Peter winkt ab. „Schon gut. Lass uns abhauen.“ Er stopft seine Gitarre in die fadenscheinige Hülle mit dem Rock am Ring-Aufkleber von 1992 und schultert die Tasche mit seinem musikalischen Krimskrams. „Komm, wir gehen ins Shamrock.“

Ohne eine wirkliche Wahl zu haben, trotte ich hinter Peter her. Eigentlich mag ich das Shamrock. Die Musik ist gut, das Bier ist lecker und es ist die letzte Kneipe in der Stadt, in der man noch kostenlos Dart spielen kann. Aber wenn Peter das Shamrock vorschlägt, hat er meistens ein Problem. Und danach ist mir jetzt gar nicht zumute.

Da Montag ist, finden wir im Shamrock leicht einen Platz an der Theke. Auch die meisten Tische sind leer. Steve, der Chef, bei dem wir schon seit Jahren darüber streiten, ob er wirklich aus Irland kommt, steht gelangweilt hinter dem Tresen und putzt die Gläser, die ganz oben auf dem Regal stehen und vermutlich nicht so oft benutzt werden. Wir bestellen ein Guinness für Peter und ein Kilkenny für mich und lassen uns auf den Barhockern nieder.

„Und, was geht?“, frage ich Peter, obwohl ich weiß, dass eigentlich nicht viel bei ihm geht.

„Geht so. Was soll schon gehen?“, kommt prompt die Bestätigung meiner Vermutung aus Peters Mund.

Ich nehme das Bier, das Steve mir soeben vor die Nase gestellt hat, und warte ab. Peter hat mich hierher geschleppt, das heißt, früher oder später wird er mit seinem Problem schon herausrücken. Kein Grund zur Eile, vor allem nicht, so lange das Bier so schön kühl und süffig vor mir steht.

Auch Peter schnappt sich sein Glas. Wir stoßen an und nehmen beide einen kräftigen Zug. Dann sitzen wir einfach nur so da und verfolgen Steves monotone Bewegungen beim Gläserspülen. Hin und wieder seufzt Peter, ansonsten geschieht eine ganze Weile gar nichts.

„Ja, ja. Du hast das schon richtig gemacht.“, brummt Peter irgendwann sein Glas an. Aha, jetzt kommen wir also langsam zur Sache. Ich nehme mich zurück und frage nicht, was ich richtig gemacht haben könnte. Ich werde es ohnehin gleich erfahren. Aber Peter ist noch nicht in Erzähllaune und starrt wieder sein Glas an. Ich leere mein Kilkenny und winke Steve, dass ich noch eins möchte.

„Was?“, frage ich irgendwann, als in mir die Vermutung hochkocht, dass Peter vielleicht doch nicht so bald zur Sache kommen könnte.

„Hm?“, kommt es undeutlich aus Peters Richtung zurück.

„Was hab ich richtig gemacht?“, hake ich nach.

„Na, das Ganze mit Familie und so.“ Peter dreht sich jetzt zu mir um und schaut mir direkt in die Augen. „Dass du damals Yvette geheiratet hast.“

Ich bin einigermaßen perplex. Peter war derjenige meiner Freunde, der mir diese Entscheidung damals am meisten übel genommen hatte. Wir hatten mit 16 diesen blöden Pakt geschlossen, dass wir immer unabhängig bleiben wollten und keine Frau zwischen uns kommen sollte. Insgesamt waren wir sechs Jungs gewesen. Von denen war ich der vorletzte, der sich für die "Fesseln der Ehe" entschieden hatte, wie Peter sie nannte. Nur Peter ist bis heute übrig geblieben und reibt mir das ständig unter die Nase. Und jetzt sagt er mir, dass ich das ganz richtig gemacht habe?

Steve stellt ein neues Glas vor mir ab. Ich nicke ihm zu und wende mich dann wieder an Peter. „Wie jetzt? Ich dachte, es wäre das Dümmste, was mir jemals eingefallen ist?“ Ich bin mir nicht sicher, ob es schlau ist, Peter jetzt zu reizen, aber ich kann nicht anders. Wenn er mir schon mal die offene Flanke präsentiert, muss ich auch zustoßen.

„Naja. Wenn man älter wird, relativiert sich alles, oder?“, stellt Peter ungewohnt moderat fest. „Weißt du, wie ich da vorhin im Probenraum saß, da habe ich mich sowas von allein gefühlt. Das war wirklich unheimlich. Alle sind zu ihren Familien gegangen. Sogar Knut hat jetzt eine feste Freundin. Alle haben sie von ihren Weihnachtsplänen erzählt. Was sie wem schenken wollen, wo sie hinfahren, wer wann wo zu Besuch kommt. Und ich konnte die ganze Zeit nur auf meiner Gitarre herumklimpern. Wir haben kaum geprobt.“

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