Nick Lubens - Oh Du Fröhliche

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Advent, Advent, die Hütte brennt.
Klaus hatte sich die Vorweihnachtszeit so schön ausgemalt. Dieses Mal sollte es die perfekte Adventsstimmung geben. Romantische Kerzenlichtdinner mit seiner Frau Yvette, der ein oder andere entspannte Verwandtenbesuch und Weihnachtsmarktbesuche mit seinem Freund Peter.
Doch wie alle Jahre wieder jagt eine Katastrophe die nächste und Klaus' Leben schlittert Tag für Tag weiter auf den Abgrund zu. Da trifft es sich gut, dass er im Altenheim, in dem er als Pfleger arbeitet, plötzlich und völlig unerwartet Heldenstatus erlangt. Und wenn es an einer Front endlich mal klappt, warum dann nicht auch im Rest des Lebens?

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Herr Ackermann reibt sich die Hände. „Prima. Ich helfe euch.“

Im Foyer angekommen, stelle ich fest, dass Serkans Entrüstung vollkommen berechtigt war. Der Tannenbaum ist ein wahres Monstrum. Den kann man gar nicht übersehen. Lotte am Empfang ist vom Haupteingang aus gar nicht mehr zu sehen und auch die Regale mit den Infoheftchen kann man nur noch erreichen, wenn man sich rundum mit dicken Nadelkissen polstert. Eine Weile stehen wir drei voll Ehrfurcht vor diesem Ungetüm.

„Fichte.“, knarzt Herr Ackermann mit Kennerstimme. „Schön rund und dicht gewachsen. Da hat sich die Leitung ja mal mächtig ins Zeug gelegt.“

„Und wir sollten uns jetzt auch ins Zeug legen.“, brummt Serkan. „Das kostet uns eine Menge Zeit, die wir besser auf der Station nutzen könnten.“

„Ach, jetzt sei nicht so! Weihnachten ist doch nur einmal im Jahr.“, nehme ich den Tannenbaum, der sich gerade als Fichtenbaum entpuppt hat, in Schutz.

„Pah, Weihnachten. Was hab ich denn damit zu tun?“, fragt Serkan spitz.

Ich schaue ihn kurz an. Diese Diskussion führen wir nun seit mehr als zehn Jahren jedes Mal im Advent. „Wer bummelt denn fast jeden Tag über den Weihnachtsmarkt, weil es da so toll riecht?“, spiele ich gleich meinen größten Trumpf aus, um die Diskussion kurz zu halten.

Serkan zuckt nur die Schultern. „Na und? Außer dem Namen hat der doch nichts mit Weihnachten zu tun. Könnte man einfach auch Jahresendmarkt nennen, dann wär es für mich genauso schön.“

„Nana, den gibt es aber nur, weil Weihnachten ist. Jahresendmarkt würde niemand machen.“, gebe ich großkotzig zurück.

„Woher willst du das denn wissen? Und überhaupt, wer von den ganzen Weihnachtsfeierern ist denn überhaupt noch Christ? Wir Muslime glauben mehr an Jesus als die meisten Leute, die sich zu Weihnachten den Bauch vollschlagen und sich gegenseitig mit Geschenken zuschütten.“

„Wo er Recht hat, hat er Recht.“, fällt mir nun auch noch Herr Ackermann in den Rücken.

„Ich gehe fast jeden Sonntag in die Kirche. Und mir ist Jesus verdammt wichtig.“, gebe ich patzig zurück. Serkan grinst mich an. Damit habe ich mich zwar gerettet, aber sein Argument schwebt immer noch im Raum. „Lasst uns anfangen.“, seufze ich und deute dabei mit dem Daumen auf den Baum. „Der schmückt sich nicht von selbst.“

Nach gut zwei Stunden ist die Arbeit vollbracht. Zufrieden werfen wir einen letzten Blick auf unser Machwerk. Dann packen wir die Kisten zusammen, bringen sie in den Abstellraum im Keller und treten dann gemeinsam mit Herrn Ackermann den Weg zurück in unsere Abteilung an. „Das haben wir doch prima gemacht, oder Jungs?“, keckert Herr Ackermann durch den Flur.

Serkan und ich schauen uns an, dann begutachten wir unsere zerkratzten Arme. „Ich bin mir nicht sicher, ob das mit den Lampen so nahe am Stamm wirklich notwendig war.“, gebe ich zu bedenken.

„Aber sicher, Klaus. Wie sieht das denn aus, wenn am Weihnachtsbaum die Lichter nur außen leuchten. Denk mal an den Gesamteindruck, den so ein Baum auf alle macht. Da muss jedes Detail stimmen.“, doziert Herr Ackermann mit Lehrerstimme.

„Hat uns aber eine Menge Zeit gekostet, und jede Menge Schrammen.“, wirft Serkan ein.

„Nun, dann müsst ihr nächstes Mal eben geschickter vorgehen.“, antwortet Herr Ackermann pikiert. „Außerdem, bevor ihr wieder dran seid, sitzt ihr schon fast hier an meiner Stelle. Ich kann euch dann bestimmt nicht mehr helfen.“, setzt er mit seinem messerscharfen Zynismus noch eins oben drauf.

„Aber schön sieht der Baum schon aus.“, lasse ich mich zu einem Friedensangebot hinreißen. „Fast so schön, wie der auf dem Weihnachtsmarkt letztes Jahr.“

„Komm schon. Man kann es auch übertreiben.“ Serkan ist offenbar entschlossen, weiter den kulturell Unterdrückten zu geben. „Lass uns lieber ranklotzen, damit wir die verlorene Zeit reinholen.“

Herr Ackermann schaut demonstrativ auf die Uhr im Gang. „Wisst ihr was? Lasst mich einfach hier stehen. Ich finde den Weg schon alleine. Wir wollen doch nicht, dass die alten Leute hier“ - dabei deutet er mit einer weit ausholenden Geste auf die Türen, die den Gang säumen - „zu spät ihre Hintern abgewischt kriegen.“ Sein gackerndes Lachen verfolgt uns den Gang hinunter, bis wir die erste Tür hinter uns schließen.

Am späten Nachmittag sitze ich in unserer Küche und sinniere über den Sinn des Lebens. Zwei leere Kaffeetassen und ein Teller mit Lebkuchen stehen vor mir auf dem kleinen Tisch. Yvette wollte schon vor einer Stunde da sein, also habe ich schon mal Kaffee gemacht. Die erste Viertelstunde habe ich dem Dampf zugeschaut, wie er sich langsam nach oben kräuselte und die ganze Küche in einen aromatisch-aufregenden Duft hüllte. Die zweite Viertelstunde schaute ich dann den sich abkühlenden braunen Flüssigkeiten zu, die langsam Schlieren zogen. Ich vertrieb mir die Zeit, darin Formen und Muster zu suchen, so wie wir es im Sommer manchmal mit den Wolken machen. Dann schaffte ich es, das Ausschütten des kalten Kaffees, das Abspülen der Tassen und das Vorbereiten der Kaffeemaschinen für einen neuen Aufguss auf eine weitere Viertelstunde auszudehnen, aber seit ungefähr 15 Minuten bleibt mir nichts mehr übrig, als vor mich hin zu grübeln. Natürlich geht Yvette auch nicht an ihr Handy. Das macht sie eigentlich nie. Ich frage mich, ob die Dinger noch einen anderen Sinn haben als den, dass sich der Anrufer permanent Sorgen macht, was los ist, weil der andere nicht sofort rangeht. Im Geiste suche ich verzweifelt nach einem positiven Gegenargument, als ich den Schlüssel im Schloss klappern höre.

Schnell wäge ich meine Optionen ab.

1. Ich könnte mit finsterem Gesicht in den Flur stapfen und Yvette Vorhaltungen machen, dass sie wieder einmal viel zu spät ist und ich mir Sorgen gemacht habe.

2. Ich könnte aufspringen, zur Tür rennen, Yvette mit freudigem Ausruf begrüßen und sie fest in die Arme schließen, um ihr zu zeigen, wie froh ich bin, dass sie noch lebt.

3. Ich könnte einfach sitzen bleiben und anklagend auf die leeren Kaffeetassen und die Lebkuchen starren. Das müsste ich dann so lange durchhalten, bis Yvette begriffen hat, was ich ihr vorwerfe und sich zu einer tränenreichen Entschuldigung aufrafft.

4. Ich könnte schon mal neuen Kaffee kochen, damit wir endlich Kaffee trinken können, schließlich muss ich bald los.

Ich entscheide mich für die Option „Kaffee kochen". Aus jahrelanger Erfahrung weiß ich, dass ich bei Alternative 1 ohnehin den Kürzeren ziehen würde, weil ich rhetorisch meiner Frau nichts entgegensetzen kann und am Ende ich den Fehler gemacht habe, mir Sorgen zu machen, schließlich wüsste ich, dass ihre Aussagen zu Ankunftszeiten eher grobe Richtlinien sind. Möglichkeit 2 würde sie mir ohnehin nicht abnehmen und mein Vorgehen als unterschwelligen Versuch, ihr ein schlechtes Gewissen zu machen, interpretieren - womit sie ja nicht ganz Unrecht hätte -, was dann unweigerlich zu einem ähnlichen Ergebnis wie Alternative 1 führen würde. Für das Stillsitzen bin ich auch nicht stark genug. Vielleicht würde mich Yvette auch einfach mehrere Stunden ignorieren, wie sie es letztes Jahr im Urlaub gemacht hat, als ich den gesamten Abend im Hotelrestaurant saß, bis sie mich rausgeworfen haben, weil sie schließen wollten. Oder, noch schlimmer, sie würde mir kindisches Verhalten vorwerfen, so dass ich mich rechtfertigen müsste, was dann doch wieder in einem Ende wie Alternative 1 enden würde. Also: Kaffee kochen.

„Hallo Klausi!“, trällert es zur Küchentür herein.

Mit einem aufgesetzten Lächeln drehe ich mich um. Meine Gedanken rattern schon wieder. Das „Wieso bist du schon so zeitig da. Ich hatte noch gar nicht mit dir gerechnet.“, das mir bereits auf die Zunge rollt, kann ich gerade noch einfangen und herunterschlucken, bevor es in den freien Raum entweicht. Stattdessen presse ich ein „Hallo Schatz. Schönen Tag gehabt?“, heraus.

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