Bettina Reiter - Denn ich darf dich nicht lieben

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Frankreich, 1739: Henriette de Bourbon-Conti wird von ihrer Familie gezwungen, einen Mann zu heiraten, der als cholerisch bekannt ist. Dabei ist sie rettungslos in Luc verliebt. Doch sie darf ihn nicht lieben – denn Luc ist nicht irgendwer, sondern ihr Bruder. Hin- und hergerissen zwischen Sehnsucht und großen Schuldgefühlen zerbricht Henriette beinahe an dieser Liebe. Ohne zu ahnen, dass ihr die Wahrheit darüber verschwiegen wird …

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„Warst du wieder beim Kartenspiel?“, forschte Babette alarmiert nach.

„Blödsinn! Ich habe euch ja versprochen, dass ich meine Hände davon lasse. Zumindest außerhalb unserer Familie.“ Lotti hatte im Laufe der Jahre eine Spielleidenschaft entwickelt, die völlig aus dem Ruder gelaufen war. Immens hohe Schulden waren die Folge gewesen, an die hundertsiebzigtausend Livres keine Seltenheit. Früher hatte der König alles beglichen. Doch seit seinem Tod konnte sie nicht mehr aus dem Vollen schöpfen.

„Wo warst du dann?“

„Bin ich dir etwa Rechenschaft schuldig?“

Babette trat zum Tisch, zog sich einen Stuhl heran und setzte sich ebenfalls. „Warst du beim Marquis de Lassy?“, platzte sie mit ihrem Wissen heraus und sammelte die Briefe zusammen.

„Wieso sollte ich mich mit diesem Mann treffen?“

„Weil ihr eine Affäre habt?“

„Wer sagt das? Du?“

„Komm schon, Mutter. Die Spatzen pfeifen es längst vom Dach. Außerdem brauche ich dich nur anzusehen. Wieso streitest du es ab? Stehst du etwa nicht dazu?“

Lotti beugte sich über den Tisch. „Ich rede ungern darüber“, ließ sie endlich die Katze aus dem Sack. Babette unterbrach ihr Tun. „Weil es niemanden etwas angeht, außer Léon und mich. Davon abgesehen habe ich keine Lust, dass sich meine Schwester wieder wie eine Hyäne auf etwas stürzt, das mir wichtig ist. Du kennst sie ja. Françoise nutzt jede Möglichkeit, um solche Dinge in den Dreck zu ziehen.“

„Der Marquis ist dir also wichtig?“, erkundigte sich Babette.

„Mittlerweile schon.“

„Schade, dass du so wenig Vertrauen zu mir hast. Oder glaubst du, dass ich postwendend zu Françoise gegangen wäre, um es ihr zu erzählen?“

„Das nicht, aber auch aus anderen Gründen wollte ich es für mich behalten. Ein Geheimnis kann nämlich äußerst prickelnd sein. Sogar in meinem Alter.“ Ihre Mutter nahm das Cape und legte es sich auf den Schoß. Abwesend strich sie darüber. „Allerdings war es ohnehin nur eine Frage der Zeit, wann die Sache auffliegt.“

Babette versuchte die Bilder vor ihrem geistigen Auge zu verdrängen, wie sich ihre sechzigjährige Mutter mit ihrem Liebhaber im Bett wälzte! „Wieso? Hat man euch zusammen … erwischt?“

„Nicht doch, wir sind keine zwanzig mehr und wissen uns zu zügeln.“ Sie lächelte in sich hinein. Plötzlich war Babette neidisch auf die Mutter, denn in ihrem Leben gab es weit und breit keinen Mann, der ihre Augen so glänzen ließ wie es bei Lotti der Fall war. Dabei hätte sie der Liebe gern eine weitere Chance gegeben. „Beim nächsten Mal musst du mich wieder begleiten. Pré–du–clercs ist ein beschaulicher Ort, an dem man sich vortrefflich erholen kann.“ Wie auch immer ihre Erholung aussah, denn dass sie nur bei ihrem Palais nach dem Rechten geschaut hatte, war sicher einer der letzten Gründe dafür. „Ich bin Léon noch jetzt dankbar, dass er mir einst dazu geraten hat, dort ein Grundstück zu erwerben.“

„Einst?“, wurde Babette hellhörig. „Der Kauf ist ewig her. Wie lange seid ihr denn schon ein Paar?“

„Lass mich überlegen …“, Lotti schwieg kurz, „ich war ein Jahr Witwe, als ich ihn kennenlernte.“

Babette musste schlucken. „Weißt du, wie viele Jahre das sind?“ Du liebe Zeit, und sie hatte nichts mitbekommen! „Von wegen, die Sache würde über kurz oder lang ans Licht kommen. Vaters Tod ist annähernd dreißig Jahre her. Sag mal, hast du weitere Geheimnisse, die du bisher so erfolgreich vor mir verborgen hast?“ Dass die Mutter ihrem Blick auswich, wollte ihr gar nicht gefallen. Auch das gleichgültige Gesicht wirkte gespielt.

„Was du immer denkst“, sagte sie mit schiefem Lächeln, „außerdem kann man eine Affäre gut verheimlichen, wenn man sich selten sieht. Léon hat zwischendurch immer wieder geheiratet und meine Wenigkeit verbringt jeden Sommer auf Schloss Ussé. Unsere gemeinsame Zeit war somit ziemlich begrenzt. Erst seitdem ich mit dem Bau des Palais begonnen habe, treffen wir uns häufiger.“

Babette musste aufstehen, weil sie nicht mehr sitzen konnte. „Eins muss man dir lassen: Du kannst ein Geheimnis für dich behalten.“ Wieder musterte sie Lotti, die sich das Cape umlegte, als würde sie eine Beschäftigung brauchen. Noch dazu zitterten ihre Hände.

„Schlafen die Kinder schon?“, fragte Lotti wie nebenbei.

„Louis ist bei Diana.“ Babettes Sinne waren endgültig geschärft. Offensichtlich wollte sie das Thema wechseln. Aber sie kannte die Mutter gut genug, um zu wissen, dass sie nicht reden würde, wenn sie nicht wollte. Trotzdem musste sie zukünftig wachsamer sein. Nicht auszudenken, würde sie wieder in alte Gewohnheiten verfallen. Ihre Mutter wäre imstande, das gesamte Familienvermögen zu verspielen. „Luc und Henriette sind vorhin zu Bett gegangen.“

„Jeder für sich?“, hakte die Mutter mit galligem Ton nach. „Oder schlafen sie wieder in einem Bett?“ Sie erhob sich ebenfalls und schlenderte zum Fenster. „Schau nur, wie es schneit.“

„Kannst du diese ewigen Spitzen gegen Luc nicht endlich lassen?“ Babette stellte sich neben sie. Hinter einigen Fenstern war das Licht bereits verloschen.

„Ich habe keine Ahnung, wovon du sprichst.“

„Oh doch, die hast du sehr wohl!“

Abrupt wandte sich Lotti zu ihr. „Gut, wie du willst“, wurde sie mürrisch. „Dieser Junge hat es nicht anders verdient. Fakt ist, dass er nicht zu unserer Familie gehört und trotzdem musstest du ihm den Siegelring deines Mannes geben. Er steht aber Louis zu, niemandem sonst. Schon gar nicht dem Sohn einer Hure!“

„Wie kannst du nur?“ Babettes Atem ging heftig. „Luc hat dir nie etwas getan und ist eine Bereicherung für unsere Familie.“

„Eine Bereicherung?“ Sie lachte kurz und bitter. „Luc wird unser Untergang sein. Ich höre Françoise schon jetzt lästern. Dir ist hoffentlich klar, dass wir unser ganzes Ansehen verlieren, sollte die Angelegenheit jemals nach außen dringen.“

„Wer sollte es herumerzählen?“

„Dazu braucht es keinen von uns. Das erledigt Luc schon selber. Jeden Tag ein bisschen mehr.“

Nun war Babette verwirrt. „Wie soll ich das verstehen?“

Hart umfasste die Mutter ihre Schultern, als würde sie sie am liebsten schütteln. „Hast du denn keine Augen im Kopf, Tochter? Siehst du nicht, wie er Henriette anschaut?“

„Das … willst du damit sagen, dass er … er …“ Babette wurde übel bei dem Gedanken. „Niemals! Das wäre mir aufgefallen.“

Als hätte sie sich verbrannt, ließ Lotti sie los. „Wie könnte es dir auffallen? Du hängst mit einer Affenliebe an diesem Bastard.“ Babette war fassungslos. Nie zuvor hatte die Mutter Luc auf diese Weise bezeichnet. „Ich habe dich schon damals gewarnt, dass uns das alles eines Tages auf den Kopf fallen wird. Und nun rächt sich dein überstürztes Handeln. Hättest du nicht warten können mit einem Kind? Dann wäre alles in Ordnung.“

„Es ist alles in Ordnung, Mutter. Davon abgesehen waren mein Mann und ich uns einig. Also hör endlich damit auf, mich alleine dafür verantwortlich zu machen. Und was deinen Wahn betrifft, dass Luc in Henriette …“, sie konnte es nicht aussprechen. Zu fern lag dieser Gedanke. „Egal, was du dir einbildest, er ist Henriettes Bruder. Damit ist er aufgewachsen. Glaubst du im Ernst, dass er diese Grenze je überschreiten würde? Ich habe meinen Sohn zu einem anständigen Jungen erzogen. Deswegen lege ich für ihn die Hand ins Feuer.“

Das mitleidige Lächeln der Mutter jagte ihr Angst ein. „Du und ich, Babette, wir wissen um die Leidenschaft. Davon, wie sie von einem Besitz nehmen kann. Meine große Liebe war der Bruder deines Vaters. Ja, sieh mich nur überrascht an und freue dich, ich vertraue dir ein weiteres Geheimnis an. Das Geheimnis meiner großen Liebe. Nie zuvor und nie danach habe ich je wieder so viel für einen Mann empfunden. Doch wir mussten uns trennen, weil dein Onkel den polnischen Thron bestieg, wie du weißt.“ Leiser fuhr sie fort und auf einmal war ihr Zorn wie weggeblasen: „Obwohl er mittlerweile viele Jahre tot ist, vergeht kein Tag, an dem ich nicht an ihn denke. Damals hätte ich alles für ihn getan. Alles! Und würde man mir sagen, dass ich für einen einzigen Tag mit ihm meine Familie aufgeben müsste, würde ich es tun. So sehr habe ich ihn geliebt und ich tue es bis heute.“

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