Sigrid Schüler - Eigentlich eine gute Idee

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Ricarda, Anfang 50 und seit mehreren Jahren geschieden, ist in ihrem Leben angekommen und glücklich. Der einzige Wermutstropfen: Ihr geschiedener Mann Holger verweigert jede Kommunikation mit ihr, denn sie hat ihn verlassen. Holger könnte glücklich sein, wenn er sich endlich auf die Suche nach einer neuen Partnerin begäbe, meint Ricarda. Und wenn er eine Partnerin fände, dann würde er vielleicht auch wieder ganz normal mit ihr reden können. Da Holger aber keine Anstalten zum Glücklichsein macht, hilft ihm Ricarda auf die Sprünge und gibt eine Kontaktanzeige für ihn auf, mit Folgen…

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Ich höre das gerne. Dass ich die Einzige bin, die das beurteilen kann. Aber ich bin noch nicht so betrunken, dass nicht doch ein Funken von Ehrlichkeit in mir aufflammt. „Ich bin höchstens die Einzige, die beurteilen kann, wer nicht passt!“

Ich denke an G. . Das ist jemand, der mit mir seelenverwandt ist (möglicherweise). Sehr sympathisch. Aber wird eine solche Frau zu Holger passen? Ich bin mir nicht sicher. Marie ist sich auch nicht sicher.

„Die passt höchstens zu uns!“, stellt Marie launig fest, als sie den Calvados eingießt.

Ich stehe auf und hole aus dem Vorrat eine Packung Erdnüsse, die uns hoffentlich ein bisschen mehr Zeit bis zu unserem Absturz geben wird. Der Abend ist noch jung, es ist erst neun Uhr. Mir wird etwas bange.

„Okay, also G. passt nicht. Wer dann? Schau doch noch mal die Fotos an? Svetlana?“

Marie nimmt die Fotos zur Hand. „Scharfe Braut“, sagt sie anerkennend. „Die wird deinem Ex gefallen.“

„Ja, aber passt sie auch? Was will die von dem? Der ist doch… viel zu normal für die!“

Marie stützt ihren Kopf in beide Hände, sieht mich an und sagt: „Du musst jetzt ganz stark sein, Schätzchen. Sie will Sex!“

„Kein Geld?“

„Ja, vielleicht auch Geld. Wer weiß das schon.“

Oh Mann, denke ich bestürzt, was wissen wir überhaupt? Ich gieße mir Mineralwasser ein und nehme eine Handvoll Erdnüsse.

„Und du musst das auch von der praktischen Seite sehen“, fügt Marie hinzu. „Svetlana kocht gerne. Sie kann nähen. Sie kann tanzen. Eine Frau für die Rund-um-Versorgung, ein richtiger Männertraum.“

„Ja eben“, sage ich. „Die könnte jeden haben, und die ist scharf auf Holger?“ (Ich glaube, mein Sprechtempo hat sich geringfügig verlangsamt).

Marie denkt nach. Schließlich argumentiert sie, dass ich, als ich arbeitslos war und eine Stelle gesucht habe, mich auch bei verschiedenen Arbeitgebern beworben habe. Svetlana würde es vielleicht auch so halten.

Ich brauche zwei Momente, um zu verstehen, was sie mir sagen will. Aber ich hab doch nicht die Anzeige aufgegeben, damit sich so eine Svetlana an ihn ranschmeißt und ihn dann enttäuscht, denke ich.

„Weißt du“, sagt Marie schließlich, und sie spricht langsam, weil sie sich auf ihren Gedankengang konzentrieren muss, „vielleicht ist so eine Svetlana genau die Richtige. Vielleicht trifft sie ihn, er ist scharf auf sie, sie lässt ihn fallen. Bums. Dann sieht er, dass du nicht die einzige Frau bist, die ihn verlässt, du bist nicht mehr der Oberarsch für ihn - alles in Butter. Was willst du mehr!“

Ich habe Mühe, ihrer Argumentation zu folgen, aber nach einem kleinen Schluck Calvados erscheint mir der Gedanke, Svetlana könnte meine Reputation wieder herstellen, naheliegend.

Marie gießt unsere Gläser wieder ein und schaut sich die anderen Bilder an. Sie findet Brigitte auch nicht übel. Ich bin erstaunt, aber beim Blick auf das Foto sehe ich jetzt eine Frau mit schönen Augen. Ja, nicht übel, ich kann sie mir an Holgers Seite vorstellen.

„Und was ist mit Ina?“, fragt Marie.

„Eine sehr sportliche Lehrerin“, sage ich.

Marie signalisiert mit einer Handbewegung, dass an dieser Stelle Vorsicht geboten ist. „Die wissen immer alles besser, auch wenn sie es nicht besser wissen“, meint sie. Sie schaut sich das Bild noch einmal an. „Aber gut, sagen wir mal, wenn sie eine ganz perverse Technik kennt, dann könnte das trotzdem klappen.“

Marie sollte keinen Wein mehr trinken, denke ich. Dann kommt sie nämlich auf komische Ideen. Ich nehme deshalb die Weinflasche vom Tisch und stelle sie auf die Arbeitsplatte der Küche. Als ich mich umdrehe, ist mir ein bisschen schwindelig. Keinen Wein mehr, denke ich. Als ich wieder sicher am Tisch sitze, prosten wir uns mit dem Calvados zu und beraten über Annette, die kommunale Verwaltungsfachfrau.

„Ich wette, die kann Steuerklärungen“, sagt Marie.

„Okay, ich kann sie ja mal fragen“, sage ich.

Wir haben alles besprochen, und jetzt sitzen wir uns gegenüber, stoßen noch einmal an und schweigen. Ich schaue auf die Briefe, die Fotos, die Lebensläufe und frage mich, was um alles in der Welt ich mit diesen Frauen besprechen soll. Vielleicht wäre es doch besser, die Briefe ungeöffnet an Holger zu geben. So sieht das doch irgendwie blöd aus, so, als ob ich das Briefgeheimnis nicht geachtet hätte oder so.

Ich teile Marie meine Bedenken mit, und sie sagt: „Ja, ich glaube, du hast recht. Tu das.“ Und sie fügt hinzu: „Gute Strategie!“

Ich überlege, was ich jetzt mit meiner Steuererklärung machen soll.

Kapital 3: Ich brauche eine Strategie

Ich habe die Gardinen meines Schlafzimmerfensters zurückgezogen und stelle fest, dass draußen grauenhaft gutes Wetter ist. Sonne, blauer Himmel, und irgendsoein bescheuerter Vogel trällert sich durch fünf Oktaven.

Ich erinnere mich, dass ich heute nicht zur Arbeit gehen muss. Ist heute Samstag? Oder Sonntag? Habe ich Urlaub? Egal. Auf dem Weg ins Badezimmer frage ich mich, warum mein linkes Bein schmerzt. Muskelkater ist es nicht.

Ich habe unglaublichen Durst, deshalb halte ich mich nicht lange mit der Morgenwäsche auf. Ich gehe in die Küche und setze Wasser für den Tee auf. Heute werde ich die große Kanne nehmen, denn ich habe wirklich unglaublichen (!!) Durst.

Die Küche ist nicht aufgeräumt. Es stehen Gläser auf dem Tisch, ein Stuhl ist umgefallen, und es liegen irgendwelche Papiere auf Tisch und Boden. Ich erinnere mich, dass Marie hier war. Mehr fällt mir zu dem Abend erst mal nicht ein.

Als ich mich bücke, um den Stuhl wieder hinzustellen, spüre ich wieder mein Bein. Muskelkater ist das wirklich nicht. Es fühlt sich komisch an. Und meinen Kopf spüre ich auch. Was ist passiert?

Ich sammele die Papiere auf und stelle fest, dass es Briefe sind. Fünf Frauen (ich kenne keine von ihnen) haben mir geschrieben und wollen meinen Ex-Mann kennenlernen. Den Bruchteil einer Sekunde denke ich: Was wollen die von Holger? Woher kennen die ihn? Was wollen die von mir? Und dann fällt mir ein, dass ich vor ein paar Tagen eine Kontaktanzeige für Holger aufgegeben habe. Und ganz langsam tröpfelt der gestrige Abend mit Marie in meine Erinnerung. Wir haben die Antwortbriefe gelesen.

Erinnern tut meinem Kopf weh, deshalb setze ich mich erst einmal auf den Balkon und trinke einen großen Becher Tee, ehe ich zulasse, dass sich die Details des Geschehens aus meinem Gehirn zurückmelden.

Ja, Marie war hier, und wir haben uns mit diesen Briefen befasst. Und wir haben darüber nachgedacht, welche dieser Frauen wohl am besten zu Holger passen würde. Und dann haben wir darüber gesprochen, dass ich die Frauen treffen soll. Oder nicht? Ich erinnere mich, dass Marie eine Strategie entwickelt hat, wie ich vorgehen kann. Und hatte sie mir nicht noch einen guten Steuerberater genannt? Keine Ahnung. Ich muss sie nachher mal anrufen, denke ich.

Aber wir haben uns nicht nur mit den Briefen beschäftigt. In der Küche finde ich die Flasche Calvados, die Marie mitgebracht hat. Es ist nicht viel drin, stelle ich fest. Ich staune, als ich auf der Arbeitsplatte der Küche die Reste des Verschlusses finde: Marie hatte die Flasche ungeöffnet mitgebracht.

Ich erinnere mich, dass wir, nachdem wir unsere Strategie entwickelt hatten, gemeint hatten, wir bräuchten ein bisschen körperliche Aktivität zum Ausgleich nach der intensiven Denkarbeit. Und jetzt weiß ich wieder, dass ich Marie gezeigt habe, wie gelenkig ich noch bin: Ich habe ihr vorgeführt, dass ich meinen linken großen Zeh noch in den Mund stecken kann. Sie kann das übrigens nicht. Marie hat mir dann eine Yoga-Übung gezeigt, den verknoteten Irgendwas. Und Marie hat mir einen Kopfstand gezeigt, glaube ich. Vielleicht sollte ich mal bei ihr anrufen und mich erkundigen, ob es ihr gut geht.

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