Reiner Kotulla - monique

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in cannigione, einer kleinen hafenstadt im norden sardiniens führt der zufall zwei menschen zusammen. er ist reisejournalist und sie studiert kunst und informatik. er ist im beruflichen interesse unterwegs, bereist die insel, um einen reisebericht zu schreiben. sie sucht nach liebe und gerät dabei zuerst an den falschen, einen mann, der sie tyrannisiert.
mika windhausen rettet monique legarde aus den fängen des psychopaten und zusammen bereisen sie die insel. er entwirft den reisebericht und beginnt die arbeit an einer roadstory, die auch seine liebe zu monique zum inhalt haben soll.
mika und monique, zwei liebende, die zunächst nicht zusammenfinden können, weil monique mit einem mann verheiratet ist, der ihre hilfe braucht.
der, vor dem sie geflüchtet ist, sinnt auf rache – tödliche rache.
dieses werk ist aus gründen der künstlerischen freiheit durchgehend klein geschrieben.

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ein wenig wehmut überkommt mich, als ich vom waldrand aus auf meine lichtung zurückblicke, mich von ihr verabschiede, wissend, dass ich diesen ort der ruhe nie mehr wiedersehen würde. eine angewohnheit, die sich mit zunehmendem alter in mir breitmacht.

ich beschleunige meine schritte. nach gut zwei stunden verlasse ich den wald. vor mir öffnet sich ein weitläufiger taleinschnitt. in diesem tal befindet sich der einzige nuraghische brunnentempel sardiniens, dessen oberirdische abdeckung noch erhalten ist. als nuraghisch bezeichnet man hier alles, was von den ureinwohnern der insel erhalten geblieben ist. eine legende besagt, dass sie in grauer vorzeit, also viele jahrhunderte vor unserer zeitrechnung die insel besiedelt und im laufe der zeit über siebenhundert wehrburgen, verstreut über ganz sardinien errichtet haben. es gibt keine schriftlichen zeugnisse ihrer existenz, einzig eine reihe von bronzeskulpturen, aus denen man schließen kann, dass die einwanderer sowohl jäger, als auch schon ackerbauern und viehzüchter waren. die burganlagen dienten der sicherung ihres besitzes an boden. in den siedlungen gab es eine oberschicht, was besagt, dass der ackerboden bereits unterschiedlich verteilt war.

all das geht mir durch den kopf, während ich mich dem brunnentempel nähere, dessen guter erhaltungszustand darauf zurückzuführen ist, dass er schon in vorgeschichtlicher zeit durch einen erdrutsch verschüttet und in einem völlig unbesiedelten gebiet liegt. erst 1953 entdeckte man ihn in einem hang. in den achtziger jahren des letzten jahrhunderts wurde die anlage schließlich restauriert.

nachdem ich den eintritt bezahlt habe, betrete ich das besucherzentrum und bestaune dort die ausgestellten archäologischen fundstücke. ein botanischer lehrpfad führt mich zwischen wildem fenchel, olivenbäumchen und vielen anderen pflanzen zu eigentlichen brunnentempel. dabei lerne ich, die gerüche zu bestimmen, die ich auf dem weg hierher wahrgenommen habe. hier treffen sich die nach oben spitz zulaufenden seitenwände aus trachytblöcken in einem dreiecksgiebel. der vorraum wird von zwei rundbögen elegant überdacht. links und rechts in diesem gewölbe entdecke ich zwei steinbänke und darüber jeweils eine nische. auf einer tafel, oben im besucherzentrum las ich, dass in diesen nischen votivgaben, als bitten oder danksagungen an die götter abgestellt wurden. am eingang zur brunnenkammer muss ich mich klein machen, um hindurch zu kommen. treppenstufen, die so klein sind, dass sie lediglich symbolischen charakter besaßen, führen hinunter in den vollständig unter wasser stehenden raum. ich las, dass dort unten ein kanal das quellwasser durch eine vorkammer nach draußen in eine kleine höhlung ableitet. dort hat man zahlreiche bronzene opfergaben gefunden, darunter eine reihe einzigartiger statuetten.

ich setze mich auf eine der steinbänke und versuche mich in diese zeit zurückzuversetzen, als hier menschen ihren göttern opfer darbrachten, in der hoffnung von denen dafür beschützt zu werden. wovor wohl, frage ich mich. vielleicht vor unwettern, missernten, überfällen räuberischer nachbarn?

abgesehen davon, dass mir die lebensumstände dieser ureinwohner sardiniens weitgehend unbekannt sind, weiß ich, dass sich auch heute viele menschen aus ähnlichen gründen hilfe suchend an einen gott wenden, weil ihnen die wahren ursachen für kriege und armut unbekannte sind. warum mir in diesem augenblick der begleiter der frau aus dem café in cannigione in den sinn kommt, weiß ich nicht. vielleicht wegen des bartes, den er trug.

zurück nach orune nehme ich einen bus und miete mich dort in einem kleinen hotel ein. um nichts von dem, was ich gesehen habe zu vergessen, setze ich mich sogleich an den tisch und notiere alles in mein notebook.

am morgen, nach einem frühstück italienischer art, beschließe ich von meinem plan, die stadt zu erkunden, abstand zu nehmen. plötzlich zieht es mich zurück nach cannigione, lediglich einer unbestimmten ahnung folgend.

sechs

in palau erreiche ich den letzten bus nach cannigione. ich hoffe, das café am hafen noch geöffnet zu finden und habe glück, auch die kellnerin anzutreffen, die ich gebeten habe, mir zu helfen. sie ist dabei, stühle und tische aneinander zu ketten, um sie vor diebstahl zu schützen.

„sie war hier, und ich habe ihr ihre nachricht übergeben“, sagt sie, als sie mich erkennt. ich bedanke mich und wünsche ihr einen schönen feierabend.

„ach so“, sagt sie, als ich mich schon abgewendet habe, „sie war alleine hier und trug mir auf, ihnen zu sagen, dass sie sich bei ihnen meldet.“

vor freude hätte ich die frau am liebsten umarmt. plötzlich wird mir klar, dass ich den letzten bus in richtung campingplatz verpasst habe, und nun dorthin laufen muss. die straße verläuft entlang der küste des golfo di arzachena, fjord nennt man ein solches gewässer in nordeuropa.

tagsüber ein belebter weg erweckt er jetzt den eindruck absoluter abgeschiedenheit. hin und wieder überholt mich ein auto. anfangs bin ich versucht, den arm zu heben. ich unterlasse es, weil ich so meinen gedanken freien lauf lassen kann. die innere unruhe, die mich in oruna überkam, hat mich nicht wieder verlassen. sie war nach dem gespräch mit der kellnerin nur für eine zeit in den hintergrund geraten. diese frau, deren namen ich nicht kenne, will ich unbedingt wiedersehen. doch warum hat sie eine solche angst vor dem mann, der doch zumindest ihr freund zu sein scheint? ungezwungen hatten sie sich doch beide verhalten, als sie am nachbartisch gesessen haben, miteinander sprachen und lachten. vollkommen verändert wirkte sie dagegen am tage darauf auf mich, verängstigt. und der mann in ihrer begleitung? zugegeben, sympathisch war er mir gerade nicht. sicher kein mann der ihr besonders nahe steht, denke ich heute, noch unwissend. doch dieser typ ist offensichtlich so ein modeheini, allein des bartes wegen …

später weiß ich nicht mehr, wie es genau passierte. bin ich, weil ich so in meinen gedanken versunken war, zu weit vom straßenrand zur straßenmitte hin abgewichen? die scheinwerfer des herannahenden autos sind aufgeblendet, das nehme ich zuerst wahr. dann den aufheulenden motor. instinktiv springe ich nach rechts, stolpere über irgendetwas, stürze einen abhang hinunter und lande im sand des hier schmalen strandes. nichts tut mir weh, als ich mich erhebe. mein erster gedanke: ein glück, sonst hätte ich sie nie wieder gesehen, wenn … . das war bestimmt keine absicht. vielleicht hat der fahrer etwas getrunken, vermute ich.

alles ist so, wie ich es verlassen habe, mein zelt, das fahrrad und das auto. doch nichts ist mehr so, wie noch bei meiner ankunft hier vor ein paar tagen. und daran ist sie schuld, die frau mit dem wunderschönen antlitz.

sieben

von: monique legarde

an: mika windhausen

hallo mika,

ich glaube, dass ich ihnen eine erklärung schuldig bin. sehr gerne hätte ich mich letztens zu ihnen gesetzt, mit ihnen geplaudert, und schließlich gesagt, was ich ihnen jetzt schreibe. eigentlich weiß ich gar nicht, warum ich ihnen vertraue. allein ihr offenes lächeln und wie sie das gesagt haben: mein lieblingsauto genügen mir seltsamerweise, jetzt nicht zu schreiben: tut mir leid, wir können uns nicht wiedersehen. lassen sie es mich also erklären: ich bin hier mit einem mann, den ich zu lieben glaubte. anfangs war ich mir auch meiner liebe sicher. heute weiß ich, dass das nie der fall war.

zu hause habe ich gelogen, sagte, ich führe mit einer gruppe studierender nach sardinien, um vor ort, in san sperate die werke des bildhauers pinuccio sciola zu studieren. ich kenne sein künstlerisches schaffen aus der literatur und werde, wenn alles gut geht, zu hause ausführlich berichten können, auch wenn ich nicht in san sperate war.

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