Reiner Kotulla - monique

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in cannigione, einer kleinen hafenstadt im norden sardiniens führt der zufall zwei menschen zusammen. er ist reisejournalist und sie studiert kunst und informatik. er ist im beruflichen interesse unterwegs, bereist die insel, um einen reisebericht zu schreiben. sie sucht nach liebe und gerät dabei zuerst an den falschen, einen mann, der sie tyrannisiert.
mika windhausen rettet monique legarde aus den fängen des psychopaten und zusammen bereisen sie die insel. er entwirft den reisebericht und beginnt die arbeit an einer roadstory, die auch seine liebe zu monique zum inhalt haben soll.
mika und monique, zwei liebende, die zunächst nicht zusammenfinden können, weil monique mit einem mann verheiratet ist, der ihre hilfe braucht.
der, vor dem sie geflüchtet ist, sinnt auf rache – tödliche rache.
dieses werk ist aus gründen der künstlerischen freiheit durchgehend klein geschrieben.

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der reisebericht kann warten. heute morgen, ich war aufgewacht, weil ich zur toilette musste, kam mir der gedanke, statt des reiseberichts eine kurzgeschichte zu schreiben. wieder hatte ich das bild der frau vor augen, die mich gestern im weggehen so freundlich lächelnd gegrüßt hat. was wäre, wenn ich sie heute wiedertreffen würde. dieses mal ohne begleitung versteht sich. also schwinge ich mich nach dem frühstück auf meine bicicletta, mache mich auf den weg.

weil es für ein bier noch zu früh ist, bestelle ich mir eine flasche mineralwasser. um die idee nicht aus den augen zu verlieren, ziehe ich mein notizbuch aus dem rucksack, lege es vor mich auf den tisch. nach einem blick rundum, wenige touristen sind heute hier am hafen, schlage ich das heft auf und beginne eine erste stoffsammlung.

plötzlich schiebt sich eine hand in mein gesichtsfeld. rote fingernägel sind das erste, was ich wahrnehme und dann das kleine modellauto, la macchina con tre ruote, l´ape, die biene, als kastenwagen mit dem logo einer italienischen ladenkette. ich hebe meinen blick: leicht schräg gestellte augen, eine gerade nase, schwungvolle rote lippen, hohe wangenknochen.

„oben im supermarkt hab ich sie gefunden, noch nicht wissend …, da sah ich sie … „ zweimal hintereinander beendet sie einen satz nicht. in gedanken ergänze ich: sie wieder zu sehen, und dachte, schenkst sie ihm.

„das ist nett, danke aber wollen sie sich nicht zu mir setzen?“

sie zögert, schaut mich an, dann wieder hin zur straße, als erwarte sie jemanden.

„nein, ich denke nicht, er kann jeden moment kommen.“

wieder blickt sie in die richtung, wie zuvor. für einen moment glaube ich angst in ihren augen zu erkennen. plötzlich scheint sie es eilig zu haben. sie blickt auf ihre armbanduhr. „vielleicht morgen“, sagt sie und entfernt sich schnellen schrittes.

seltsam, denke ich, registriere aber meinerseits die zeit: elfuhrdreißig. ich werde hier sein, morgen um diese zeit. ich rufe mir die szene unseres gestrigen zusammentreffens in erinnerung. der mann, sicher, er schien älter als sie zu sein. zwischen dreißig und fünfzig jahren schätze ich ihn ein. und sie, vielleicht fünfundzwanzig, eher jünger. meiner fantasie sind keine grenzen gesetzt. der eifersüchtige partner, der ihr jeglichen kontakt zu einem anderen mann untersagt. der schon ausrastet, wenn sie jemanden höflich grüßt, der ihre aufmerksamkeit erregt hat. ob der wohl gestern gesehen hat, dass ich ihr kurz in die augen und auf den mund geblickt habe? freundlich hat er jedenfalls nicht auf mich gewirkt, als sie mich gegrüßt hat. warum hat sie überhaupt auf meine bemerkung über die biene reagiert, wenn sie doch angst vor ihm hat? er hätte bemerken müssen, dass sie an meinen tisch gekommen war, um mir zu sagen, dass die knatterkiste mit den drei rädern auch ihr lieblingsauto sei. fragen über fragen. genaugenommen weiß ich überhaupt nicht, was ich von der ganzen sache halten soll. werde ich morgen mehr erfahren?

drei

um halbzwölf sitze ich am selben tisch wie tags zuvor.

„wasser oder kaffee?“, fragt mich die bedienung. sie lächelt, als wüsste sie, auf wen ich warte. heute nehme ich einen kaffee. erwartungsvoll blicke ich immer wieder in die richtung, aus der ich sie vermute.

um viertel vor zwölf beschließe ich, noch fünfzehn minuten zu warten. zu früh oder nicht, ich bestelle mir ein bier. um zwölf uhr denke ich, na ja, das war´s dann, bin mir aber nicht sicher, ob ich schon aufgeben soll. ich reiße ein blatt aus meinem notizbuch, schreibe meinen namen, mika windhausen und meine e-mail-adresse, mika-windhausen@ltu.de darauf und warte, dass die kellnerin vorbei kommt. als sie neben mir steht, fragt sie, ob ich noch einen wunsch hätte. ich bedanke mich und frage sie, ob sie sich an die frau erinnern könne, die gestern mit einem mann hier gewesen sei und an dem tisch, ich zeige, welchen ich meine, gesessen hat?

„aber ja“, sagt sie lachend, „so wie sie sie angeschaut haben.“

ich gestehe ihr, dass ich heute vergebens auf sie gewartet habe und bitte sie, sollte die frau noch einmal hier herkommen, ihr den zettel zu übergeben. „allerdings“, füge ich hinzu, „nur wenn sie alleine ist.“

„oder ich eine gelegenheit finde, ihr ihre nachricht unbemerkt zu übergeben. einverstanden?“

„ich danke ihnen für ihr verständnis“, sage ich, bezahle mit trinkgeld und radele betrübt zurück auf meinen campingplatz.

vier

ich erinnere mich an die worte meines sesselnachbarn auf der fähre. leider kamen wir erst in den letzten minuten vor der ankunft in olbia ins gespräch. er wohnt und arbeitet in köln, besucht seine mutter in nuoro, seiner heimatstadt, zu ihrem siebzigsten geburtstag.

im scherz frage ich ihn, ob es in der barbagia, noch immer banditen gäbe? „schon“, sagt er, „ein paar hühnerdiebe.“ wir lachen beide, und ohne dass ich ihn ermuntern muss, beschreibt er mir seine heimat mit liebevollen worten.

jetzt, da ich auf dem weg dorthin bin, erinnere ich mich, dass er sinngemäß sagte: die barbagia sei das felsige herz der insel. ein steiniges relief voll verborgener höhlen, kahler steilhänge, dichter eichen- und kastanienwälder. als terrain unüberschaubar und unkontrollierbar für damalige eroberer und heutige carabinieri. es gäbe nur wenige kurvenreiche straßen. karstland macchiaverfilzt, undurchdringlich. er müsse zugeben, auch das land der banditen, entführer und viehdiebe. von jeher hätte man sich dort von außen auferlegten gesetzen nur widerwillig gebeugt.

ich nehme den bus nach nuoro. er hält im zentrum. dort steige ich um und fahre weiter nach orune, eine kleine stadt ein paar kilometer nördlich gelegen. die besichtigung dieses ortes spare ich mir für das ende meines aufenthaltes auf. stattdessen mache ich mich sogleich auf den weg. mein rucksackinhalt erlaubt es mir, zwei tage autark zu sein. frisches wasser erhoffe ich mir in den bergen zu finden. mithilfe meines smartphones kann ich jederzeit meinen standort bestimmen, kann mich also kaum verlaufen.

ich wende mich nach osten, straßen beabsichtige ich zu meiden. bald befinde ich mich in einem wald aus knorrigen kork- und steineichen. dichtes unterholz wechselt mit grasbewachsenen lichtungen. ich habe glück, muss mir keinen eigenen weg bahnen. ein schmaler pfad der in meine richtung führt erlaubt es mir, die einzigartige landschaft zu genießen und sie mit allen sinnen in mich aufzunehmen. wenn ich mich auf meinen geruchssinn konzentriere, atme ich mit der luft die verschiedensten pflanzlichen geruchsstoffe ein, deren ursprung ich nicht zu deuten weis. kein zivilisatorisches geräusch erreicht meine ohren, nur das rauschen des windes in den wipfeln der bäume und ein paar vogelstimmen.

dann plötzlich, auf einer kleinen lichtung, vernehme ich das plätschern eines baches, bevor ich ihn zusehen bekomme. ich beschließe, den rest des tages und die nacht hier zu verbringen.

einen ast mache ich zur harke, mit dem ich den boden auf etwa einem quadratmeter freikratze und mit granitbrocken eingrenze. als es zu dunkeln beginnt, entzünde ich dort einen teil des gesammelten holzes. der temperatur wegen bräuchte ich das feuer nicht, allein dazu, um die insekten aller art zu verscheuchen. die müdigkeit, die mich bald überkommt, lässt alle bedenken, im freien zu übernachten, in den hintergrund treten.

fünf

zwei mal in der nacht lege ich holz nach. am morgen ist noch soviel glut vorhanden, dass ich mir aus quellwasser und kaffeepulver in meiner blechtasse ein warmes getränk bereiten kann. dazu brot und ein stück pecorino ergeben ein gutes frühstück, das ich unter solchen umständen zum ersten mal in meinem leben genieße. mit wasser aus dem bach lösche ich die letzte glut, kratze erde über die asche, nachdem ich die gesteinsbrocken wieder in der gegend verteilte.

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