Heinz Hofmann - Ein Kriegskind packt aus

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1940, als eine Luftschlacht in einem bisher noch nicht gekannten Ausmaß über England tobte, wurde in Dresden ein Kind geboren, das bereits 1943 seinen Vater an der Ostfront verlor. Im Jahr 1945 überlebte dieses Kind zwei Luftangriffe und verlor 1946 seine Mutter. Das dabei Erlebte wird in diesem Buch authentisch geschildert. Fast verhungert gelangte der Knabe 1947 mit seinem Bruder in ein Heim für Schwererziehbare.
Sein weiterer Lebensweg, eingebettet in die geschichtlichen Randbedingungen, wie es ihm gelingt einen Abitur- und Studienabschluss zu erreichen, erfolgreich in der Chemieanlagen – Forschung tätig zu sein und schließlich den totalitären DDR Staat zu verlassen, wird in diesem Buch Teil 1 geschildert

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Es war Sommer geworden und da gab es im Industriegelände einen Feuerlöschteich. Die Clique marschierte natürlich mit Badehosen ausgerüstet zu diesem Teich, der auch eine ausreichende Tiefe hatte. Die größeren Jungs konnten ja schwimmen und ich saß am Rand als Nichtschwimmer und ließ an diesem heißen Tag die Beine im Wasser baumeln. Aber wie das so ist, irgendein Rowdy konnte es nicht lassen und schubste mich unvermittelt ins Wasser hinein, ohne sich darüber im Klaren zu sein, dass ich ja nicht schwimmen konnte...

Mit aufgerissenem Mund fällt man erschrocken ins Wasser, gerät sofort unter Wasser und schluckt Wasser was das Zeug hält. Man taucht auf, heftig strampelnd und kann kaum schreien, da man ja auch in die Luftröhre Wasser bekommen hat. Das klingt dann wohl eher wie eine Art Krächzen und ist nicht sehr laut zu hören. Aber einige Jungens hatten es doch bemerkt und sahen wie ich um mein Leben kämpfte. Schließlich ergriff mich ein Schwimmer und zog mich an den Rand des Beckens, wo mich dann einer der Jungens heraus hievte. Auch das war für mich wieder eine Lehre. Sei immer auf der Hut und begebe dich nicht leichtfertig in Gefahr, denn die Bosheit deiner Mitmenschen ist grenzenlos!

Im Sommer 1946 kann ich mich noch an den Garten erinnern, insbesondere an das köstliche Beerenobst, Tomaten und Gemüse, was uns über die Runden half. Auch Kaninchen waren wieder in den Ställen und fleißig mussten wir wieder in der Heide mit dem Leiterwagen fahrend Futter besorgen, was auch mein Bruder und ich höchst ungern gemacht haben. Mein Bruder war oft mit der Clique unterwegs und hatte dabei offensichtlich viele, viele Dummheiten gemacht. Ich habe mich mehr und mehr von diesen Rowdys ferngehalten, denn oft hat‘s auch Prügel gegeben, ohne dass ich wusste wie ich dazu kam.

Einer der Größeren in unserer Clique, Achim, machte den Vorschlag, ob wir nicht Lust hätten mal mit einem Lkw spazieren zu fahren. Natürlich wollten wir das, nur ahnten wir nicht zu welchem Zweck. Es dauerte nicht lange kam sein Vater tatsächlich mit einem knatternden Lkw angefahren und wir wurden auf die Ladefläche gehievt. Dann ging‘s los und schon auf dem Heller endete jäh die Fahrt. Hier mussten wir absteigen und sollten dann ein Grundstückteil von Unkraut und Unrat befreien. Sein Vater hatte plötzlich eine Reitpeitsche in der Hand und machte unmissverständlich klar, dass wir jetzt Arbeitssklaven sind und uns gefälligst sofort an die Arbeit zu machen hätten, sonst gäbe es Prügel! Aber mit einer Jungenschar ist es wie mit dem Flöhe hüten – einer kann nicht alle zugleich in Schach halten. So gelang es meinem Bruder und mir, die am weitesten von diesem Peitschenschwinger entfernt waren, zu fliehen. Wäre er uns nachgegangen, hätten die anderen Reißaus genommen. Die ganze Strecke durften wir dann zurücklaufen und waren wieder um eine Erfahrung reicher geworden. Es gibt nichts umsonst!

Soweit mir erinnerlich ist, begann 1947 staatlicher Aufbau und Organisation eine gewisse Wirkung zu zeigen und die Lebensmittelrationen in Größenordnungen zu gelangen, die zumindest ein Überleben ermöglichten. Großmutter ging es immer schlechter und ich war dann ständig bei ihr und habe sie versorgt, soweit ich das als kleiner Bub konnte. Mein Bruder war immer auswärts, entweder in der Schule oder mit der Clique unterwegs. Ich entsinne mich noch an einen Steinzeug – Unterschieber, den ich Oma immer zur Verrichtung ihrer Notdurft untergeschoben und dann weggebracht hatte, denn die Toiletten waren weit hinten im Flur angeordnet. Übrigens Toilettenpapierrollen gab‘s damals noch nicht, sondern ein Kästchen in dem zurechtgeschnittenes Zeitungspapier lag, das man vor Gebrauch gründlich zerknüllte. Ein Manko war immer die Druckerschwärze! Des Lesens Kundige lasen meist auf der Toilette in diesen Zeitungsresten. In diesem Zusammenhang erinnere ich mich an eine Zeichnung, in der zwei Galgen dargestellt waren. An einem hing ein kleiner strangulierter Mann, am anderen stand ein großer Mann mit lockerer Schlinge. Oma zeigte ich diesen Zeitungsaus-schnitt und sie nannte mir die Bildunterschrift „Die Kleinen hängt man und die Großen lässt man laufen“.

Auf dem Flur gegenüber unserer Wohnung lebte ein jüngeres Ehepaar mit Kind, ein Mädchen namens Christine. Dieses Mädchen hatte eine Besonderheit, die mir sofort auffiel, denn sie bewegte den Oberkörper vor und zurück und schlug jedes Mal mit den Hinterkopf an die Sofalehne. Es hat nicht lange gedauert bis ich erfuhr, dass dieses Kind verstorben ist. Welche Krankheit sie hatte und woran sie starb weiss ich nicht, aber es beeindruckte mich schon.

Da ich im September 1947 eingeschult werden sollte, musste ich zusammen mit meinem Bruder, der ja schon zur Schule ging, zu einem Vorstellungsgespräch kommen. Kurz vor der Schule trafen wir einen seiner Klassenkameraden. Nach kurzem Gespräch zwischen den beiden trat dieser Kamerad auf mich zu und haute mir links und rechts eine kräftige Ohrfeige in die Wangen. Der Junge amüsierte sich und lachte, mein Bruder schaute etwas verlegen drein und ich heulte vor Schmerz. Wieder einmal hatte die Bosheit zugeschlagen, denn einen Grund für diese Behandlung gab es nicht. Warum mich mein Bruder nicht verteidigte ist mir bis heute ein Rätsel, wahrscheinlich war es Feigheit. Natürlich hatte ich das Zuhause Opa erzählt.

Dann hat es gar nicht mehr lange gedauert und eine Frau May vom Jugendamt stellte sich vor und sagte, dass wir unsere wenigen Habseligkeiten packen sollten und sie uns mitnehmen würde. Im Nachherein ist mir klar geworden, dass der arbeitende Großvater nicht mehr in der Lage war, sowohl seine kranke Frau zu versorgen als auch noch die Verantwortung für die Erziehung von zwei Enkeln zu übernehmen. Was ich auch nicht wusste und erst nach Jahrzehnten von meinem Bruder erfuhr ist die Tatsache, dass sein Maß wohl nun voll war mit Untaten und Opa es einfach auch nicht mehr verantworten konnte, die weitere Erziehung wahrzunehmen. Dem Jugendamt hatte er leider vorgegeben, dass die Brüder nicht getrennt werden sollten, was aus meiner persönlichen Sicht eine grandiose Fehlentscheidung war, da unser Bruder-verhältnis alles andere als herzlich war.

1.4 Im Heim für Schwererziehbare

Daher kamen wir nach Dresden – Omsewitz in ein Heim für Schwererziehbare. Jahrzehntelang dachte ich, dass nach dem Krieg kein anderes Heim für uns verfügbar war. Erst seit wenigen Jahren weiß ich, dass mein Bruder Ursache für diese Unterkunft war. Für mich war dieses Heim ein einziges Martyrium, da ich als kleiner, schwacher Bub ständig unter der Willkür und Bösartigkeit der größeren Jungen zu leiden hatte, und das wegen meines Bruders. Hier wurde ich nun erneut eingeschult. Alles ging fast militärisch zu. Immer unter Aufsicht und immer in der Gruppe. Sei es der Weg zur Schule unter Aufsicht oder zurück. Auch der tägliche Abendspaziergang der regelmäßig bei annehmbarem Wetter zu absolvieren war verlief immer in der Gruppe unter Aufsicht von mindestens ein bis zwei Erziehern. Einerseits waren ja die Erzieher gut für meine Sicherheit, andererseits unbeobachtet wurde ich ständig drangsaliert. Das ging so weit, dass ich eines Tages keine Schuhe mehr hatte und manchmal nicht zur Schule gehen konnte, weil man mir Kleidung gestohlen hatte. Eines Tages war sogar meine Hose weg und ich konnte ja schlecht in Unterhose zur Schule gehen – das waren Zustände!

Unvergesslich sind mir zwei Begebenheiten.

In regelmäßigen Abständen durften mehrere Kinder die großen Suppenkessel mit bloßen Fingern auslecken und das war ein festes Reglement nach dem sich jedes Kind sehnte, denn auch hier war Hunger ständiger Begleiter. Natürlich ging auch diese Prozedur nicht ohne Schubsen und Benachteiligen der Schwächeren vonstatten.

Ein anderes Mal waren wir beim Abendspaziergang und ich ging an der Hand einer Erzieherin der ich wohl leid getan habe, da sie sehr genau sah, dass ich kein schwer erziehbares Kind war. Und aus vollem Herzen sagte ich, dass ich mich freue wenn wir wieder zurückkommen, weil es ja dann Abendbrot gibt, meinte ich. „Aber Heinz“ sagt sie, „wir hatten doch gerade Abendbrot gegessen“. Da kullerten mir die Tränen über die Wangen und ich war sehr enttäuscht. Wie überrascht war ich, als wir wieder im grossen Schlafsaal waren und diese Erzieherin mit einer Scheibe Brot auf mich zukam. Sie gab mir diese Scheibe Brot mit einem Streicheln auf den Kopf und sagte ich solle diese Brotscheibe jetzt gleich verzehren. Plötzlich war ich von diesen Rowdys umringt, mein Bruder in vorderster Front und alle bettelten herzzerreißend: „Gib mir einen Uzer!“ (ein kleines Stückchen). Wäre die Erzieherin nicht stehen geblieben, ich hätte gar nichts bekommen, man hätte mir das Brotstück aus der Hand gerissen. So konnte ich ganz allein unter Aufsicht diese Brotscheibe essen und war dankbar für diese Güte. Mein ganzes Leben lang habe ich nicht vergessen, dass es neben viel Bosheit auch manchmal Güte unter Menschen gibt.

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