Peter Weissenbach - Das Tor zur Welt

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Das Buch schildert, wie der Autor auf Grund äußerer Einflüsse als Jugendlicher in die Sekte der Zeugen Jehovas gerät und wie er diese nach 10-jähriger Mitgliedschaft wieder verläßt. Bedingt durch den Umstand, dass Zeugen Jehovas keinerlei soziale Bindungen außerhalb ihrer Gemeinschaft dulden, beginnt mit dem Ausstieg eine schwierige Zeit, um in das normale Leben zurück zu finden.
Dennoch, das Tor zurück in die Welt existiert:
Es ist etwa 1,2 Meter hoch, einen halben Meter breit und nur 15 Zentimeter tief.
Aber der Weg hindurch ist versperrt und man braucht viele Jahre, um zu lernen und zu verstehen, wie man hindurchkommt. Durchschreitet man das Tor, eröffnet sich eine neue Welt …

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Meine Nachbarn vor und hinter mir begannen eifrig zu rechnen, und dann nach etwa 30 Minuten passierte es: einer der Studenten schrie förmlich auf, er habe die Lösung. Der Professor sauste von seinem Stuhl hoch und fragte, wie die Lösung den laute: „4,443“. Freude bei beiden, das muss wohl die richtige Lösung gewesen sein. Der Professor : „Haben Sie denn auch gesehen, dass man den Sinus durch den Tangens ersetzten kann, weil der Winkel so nahe bei Null liegt?“... Die nachfolgende Diskussion ist zu einem nicht weiter interessant für Nicht-Physiker, zum anderen habe ich diese auch nicht so ganz verstanden. Lassen wir das also. Was mich beschäftigte, war vielmehr die Frage, ob „4.443“ nun gut oder schlecht ist? Oder prima oder nicht so toll? Ich konnte beim besten Willen mit der Zahl nichts anfangen.

Dann stand ich auf, wünschte dem Herrn Professor noch alles Gute und verließ die Übungsstunde. Tags drauf schrieb ich mein Studienfach in Mathematik / Romanistik – zunächst fürs Lehramt - um. Zu einem späteren Zeitpunkt entschied ich mich dafür, kein Lehrer zu werden – dies habe ich bis heute nicht bereut – und hatte statt dessen Mathematik / Informatik auf Diplom studiert.

Soweit zum Thema: „Man sollte nur das Studieren, worin man in der Schule auch gut gewesen ist“. Ein paar Jahre später, nach meinem Diplom, bin ich noch zu meiner alten Schule gefahren und begegnete gleich als Erstes meinen ehemaligen Mathematik-Lehrer. Der erkannte mich sofort ( oh Gott, war ich so(!) schlecht?) und fragte gleich, was denn aus mir geworden wäre. „Das erraten Sie nie!“ - hatte er auch nicht und war völlig überrascht und hoch erfreut, dass ich mein Diplom in Mathematik gemacht hatte.

Ich kann wirklich sagen, dass diese Jahre unbeschwert waren. Viel Geld hatten wir zwar nicht, aber es reichte sogar dafür aus, dass wir uns gemeinsam ein Auto leisten konnten. Das Erste was ein betagter Taunus 17m, seinerzeit ein regelrechter Straßenkreuzer. Irgendwann war jemand beim Ausparken in die Fahrertür gefahren, sodass diese sich nicht mehr öffnen ließ. Macht nichts, dann steigt man halt auf der Beifahrerseite ein und aus. Bis dann ... der Hebel zum Öffnen der Tür der Beifahrerseite irgendwann abriss. Nun denn: Fenster runterkurbeln, mit der Hand dann gekonnt nach Außen langen und die Beifahrertür öffnen. Ein paar Monate später hatten wir dann einen Kabelbrand im Armaturenbrett. Von da an fuhren wir stets mit Abblendlicht und der Motor ließ sich nicht mehr ausschalten. Hieß im Klartext: Die Verriegelung der Motorraumklappe lösen (das ging sogar noch), rüberrücken auf die Beifahrerseite, Fenster runterkurbeln, die Tür öffnen, Fenster wieder hochkurbeln, Motorraumklappe öffnen und dann mit einem Engländer – den hatten wir schon im Motorraum positioniert - die Batterie abklemmen. Glücklicherweise kamen wir mit diesem Fahrzeug nie in eine Polizeikontrolle: „Steigen Sie doch mal bitte aus“. Im Nachhinein hätte ich es mir sogar fast gewünscht ...

Das Paradies bekommt einen Riss

Ein Zeuge Jehovas kann und darf sich nicht einfach aussuchen, in welche der Versammlungen er gehen möchte. Ausnahmen müssen erst befürwortet werden. In der ersten Versammlung fühlte ich mich nicht so richtig wohl – die Versammlung war vollständig überaltert. Also wechselte ich in eine andere, wo auch ein paar Zeugen ebenfalls an der Uni studierten. Ich bemerkte, dass die Glaubensbrüder dort insgesamt aufgeschlossener und freier waren als andernorts, also blieb ich. Befürwortung hin oder her.

Das Leben als Zeuge Jehovas ist ziemlich stressig. Dreimal pro Woche soll man in eine Versammlung gehen, dann am Wochenende sich am Predigtdienst beteiligen und dies auch noch möglichst ein- oder zweimal innerhalb der Woche durchführen. Jede Stunde muss genau notiert werden und wird dann am Monatsende abgegeben. Ach ja, ich vergaß das „persönliche Studium“: In den Versammlungen werden vorgegebene Wachtturm-Artikel durchgenommen: Absatz für Absatz mit vorgegebenen Fragen, die die Versammlung zu beantworten hatte. Das muss – selbstverständlich – auch noch vorbereitet werden. Viel Zeit für ein Privatleben bleibt da nicht.

Die Wachtturm-Studien begannen nach einiger Zeit mich zu langweilen. Es hatte mich dabei schon immer ein wenig gestört, dass in vielen Wachtturm-Artikeln immer auf die eigene heroische Geschichte der Zeugen Jehovas Bezug genommen wird. Stets wurde im Artikel klar gemacht, dass irgendeine Posaune aus der Offenbarung in Wahrheit eine Rede von DemUndDem auf DemUndDem Weltkongress gewesen sei – man könne hierin vortrefflich erkennen, wie sich die Offenbarung an den Zeugen Jehovas – und natürlich nur an ihnen - erfülle. Einmal war ich fast geneigt zu fragen, ob der Pupser des Redners während seines Vortrages vielleicht die fünfte Posaune darstellen könne, ... gemacht hab' ich's nicht. Eigentlich schade.

Viel entsetzter war ich, als immer mehr Freiheiten eingegrenzt wurden: nunmehr durfte die Musikbegleitung in den Versammlungen nicht mehr von eigenen Musikern gespielt werden, sondern kam von der Schallplatte. Der Grund: irgendwo auf der Welt hatte wohl jemand ein wenig zuviel musikalisch experimentiert, das muss man schließlich unterbinden!

Aber auch das schluckte ich, brav, wie ich war.

Ich erinnere mich an einen Zeugen – er spielte leidenschaftlich gerne Bassgitarre -, der sich deswegen bei mir beklagte und meinte, wir wären gar keine Neue-Welt-Gesellschaft im eigentlichen Sinne: wir hätten keine Kindergärten, keine Schulen, keine Krankenhäuser, jetzt nicht einmal mehr Musik. Ich gab ihm Recht. Und hab' wieder geschluckt.

Zum Studienbeginn bemühte ich mich um eine ehrenamtliche Stelle im Katastrophenschutz. Der Grund dafür lag darin, dass Zeugen Jehovas weder Militärdienst noch Zivildienst ableisten, aus Gründen der Neutralität. Ich erhielt eine solche Stelle beim Deutschen Roten Kreuz. Nach der Ausbildung als Sanitäter bestand meine Aufgabe darin, bei Opern- und Theatervorstellungen als Sanitäter anwesend zu sein. Beide Veranstaltungsorte lag in unmittelbarer Nähe meiner Wohnung und diese Aufgabe machte mir sehr viel Spaß. Der Höhepunkt war ein Konzert mit der Violinistin Anne-Marie Mutter – sie hatte sich kurz vor dem Konzert in die Hand geschnitten, ich wurde dazugeholt um - fachmännisch - ein Pflaster draufzukleben. Das war nett!

Eines Abends klingelte ein Glaubensbruder bei mir – er sah ziemlich fertig aus und bat um ein dringliches Gespräch. Auch er war im Katastrophenschutz tätig. Er erzählte mir, dass die Gesellschaft der Zeugen Jehovas beabsichtige, diese Art von Tätigkeit zu untersagen. Es würde jedem Glaubensbruder auferlegt, diese Angelegenheit binnen 6 Monaten zu regeln, ansonsten drohe der Ausschluss aus der Gemeinschaft.

Ich war geschockt. Warum? Die Mitarbeit im Katastrophenschutz steht schließlich unter den Genfer Konventionen, welche die politische Neutralität garantieren. Warum sollte dies dann gegen die Neutralität der Zeugen verstoßen?

Ich konnte mir darauf keinen Reim machen, vergrub mich für eine Woche in der Universitätsbibliothek der Juristischen Fakultät und studierte intensiv die Genfer Konventionen, inklusive den zahllosen Kommentaren hierzu. Ich konnte beim besten Willen nichts erkennen, was meine Neutralität in Frage stellen könnte, ganz im Gegenteil! Mit den Gesetzestexten und Kommentaren bewaffnet, ging ich auf die Ältestenschaft meiner Versammlung zu, legte ihnen die Unterlagen und meine Schlussfolgerungen vor und stieß, erwartungsgemäß, auf offene Ohren. Keiner konnte sich vorstellen, warum die Neutralität gefährdet sein sollte. Sie wollten mit mir zusammen und einem Kreisaufseher – dieser wird von der Gesellschaft der Zeugen regelmäßig in die einzelnen Versammlungen geschickt – besprechen. Ich war sehr ermutigt. Und – noch immer - grenzenlos naiv.

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