Ole R. Börgdahl - Zwischen meinen Inseln

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Julies Liebe zu dem Bauernsohn Onoo wird auf eine harte Probe gestellt. Sie verlässt Französisch-Polynesien und beginnt im australischen Brisbane ein neues Leben. Als Julie wenig später erfährt, dass sie ein Kind erwartet, bereut sie ihre Flucht. Die Hoffnung, dass Onoo ihr noch folgt, erfüllt sich jedoch nicht. Der Erste Weltkrieg und die Emanzipation Australiens bestimmen fortan Julies weiteres Schicksal.
Die Lebensgeschichte der Familie Jasoline spielt eine zentrale Rolle in dem Roman «Fälschung», dennoch erfährt der Leser nur wenig davon, was sich im Leben der Protagonisten ereignet hat. In diesem Roman begegnen dem Leser alle noch offenen Fragen, die im historischen Umfeld der noch nicht allzu fernen Vergangenheit beantwortet werden. Es wird die Geschichte der Familie Jasoline in den Jahren zwischen 1890 bis 1961 erzählt.
"Zwischen meinen Inseln" ist die Fortsetzung des Romans «Ströme meines Ozeans».

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Meinen Geburtstag habe ich nicht zu Hause gefeiert. Vater und ich sind seit gestern auf Fatu Hiva. Es war die weiteste Schiffsfahrt seit Langem. Wir sind an Hiva Oa und an Tahuata vorbeigesegelt. Omoa auf Fatu Hiva ist eine recht große Siedlung, nicht zu vergleichen mit Taiohae, bei Weitem nicht, aber es ist hier trotzdem sehr belebt. Vater wird diesmal nicht nur die Landschaften fotografieren, sondern auch die Dörfer und vor allem Omoa. Wir wollen eine Woche bleiben und es hat gestern schon sehr schön für mich begonnen. Wir haben zu meinem Geburtstag gegrillt, am Strand. Es gab Fisch und Brotfrucht und richtige Kartoffeln und so vieles mehr zu essen, denn es hat nicht lange gedauert und ich hatte viele Gäste. Einige Leute haben sich einfach dafür interessiert, was wir am Strand machen und Vater musste ja unbedingt damit heraus, dass es mein fünfzehnter Geburtstag sei. Mir wurden alle möglichen Glückwünsche überbracht, Gebete, Gedichte, Gesang. Ich habe eine Harpune geschenkt bekommen und einige Schnitzereien. Es wurde mir einfach so gegeben, die Leute wussten ja vorher nicht, dass ich Geburtstag habe. Dann haben wir alle gemeinsam gegrillt und gegessen und dabei sind die vielen verschiedenen Speisen zusammengekommen. Wir hätten natürlich nicht so viel Fisch gehabt, um all die Leute zu bewirten, aber das war eben auch nicht notwendig. Meine Gäste haben ihre Speisen nämlich selbst mitgebracht. Wer von dem Fest gehört hat, ist zurück zu seiner Hütte oder zu seinem Haus gelaufen und hat Essen von dort geholt. Es wurde alles geteilt und ich musste von allem probieren. Mein erster Tag auf Fatu Hiva hatte wirklich einen sehr schönen Ausklang.

Omoa, 2. April 1910

Aus der einen Woche sind doch einige Tage mehr geworden. Vater hat sich sogar noch Filme für seinen Fotoapparat dazukaufen müssen. Es war aber auch Glück dabei, denn ein Handelsschiff hatte Ware für Fatu Hiva geladen und wollte weiter nach Hiva Oa und Nuku Hiva fahren. Die Fotofilme waren eigentlich für den Händler in Taiohae gedacht. Vater hat den Zahlmeister des Schiffes davon überzeugen können, dass er die Filme ja ohnehin bekommen würde, wenn er wieder auf Nuku Hiva sei und dass er sie eben jetzt schon bräuchte. Vater hat nicht alles bekommen, was er haben wollte, aber doch so viel, dass er erst einmal weiter fotografieren konnte. Sein Glück war es auch, dass er den Zahlmeister recht gut kennt. Für mich gab es nach einer Woche nicht mehr viel Neues auf Fatu Hiva zu tun und so habe ich Vater auf seinen Unternehmungen begleitet. Ich bin regelrecht zu seiner Assistentin geworden.

Ua Huka, 15. Mai 1910

Es soll eine Mutprobe sein, die Frucht des Maulbeerstrauches roh zu essen. Eigentlich wird aus der Noni ja ein Saft gepresst, dem weitere Zutaten beigegeben werden, damit er genießbar ist. Ich wollte natürlich erst einmal wissen, ob man sich an der Noni nicht vergiften kann. Dann hat einer der Jungen vorgekostet und so getan, als sei es köstlich. Ich habe mir auch eine Frucht gepflückt und vorsichtig probiert. Ich musste auf den Kern aufpassen, es war eher ein Stein wie bei einem Pfirsich, aber wo der Pfirsich süß und aromatisch schmeckt, ist die Noni einfach nur schrecklich. Sie schmeckt geradezu faulig. Ich hätte das Fruchtfleisch sofort wieder ausgespuckt, wenn nicht alle um mich herumgestanden hätten. Ich habe sogar gejubelt, wie gut es sei und mir noch eine Noni genommen. Immerhin habe ich zwei gegessen, aber es war bestimmt das letzte Mal. Den Saft werde ich wohl vorerst auch nicht wieder anrühren.

Ua Huka, 7. Juni 1910

Meine kleine Schule ist jetzt endgültig aufgelöst worden. Der Monsignore hat es verboten und gleichzeitig eine eigene Schule eingerichtet, die wohl die christlichen Werte deutlicher vermittelt, als mein Unterricht, in dem nur weltliche Dinge Platz finden. Zumindest habe ich etwas angestoßen, das eben nur von anderen weitergeführt wird. Allein mein erster und jetzt einziger Schüler ist mir noch geblieben, Onoo. Er hat mich sogar schon einmal in Taiohae besucht. Er kann recht gut lesen. Im Schreiben fehlt ihm aber noch die Übung. Ich lasse ihn aus dem Robinson Crusoe abschreiben, was ihm nicht gefällt, aber eine gute Übung ist. Onoos Familie ist mir auch schon gut bekannt. Für seine jüngeren Brüder und seine Schwester Vanessa war ich ja bereits die Lehrerin. Nur seine Eltern sträuben sich und sind zu stolz, um von mir, einem kleinen Mädchen, zu lernen. Es gibt auch einige alte Leute in der Familie. Ich weiß noch nicht, wer sie sind. Vielleicht sind es die Großeltern oder sogar die Urgroßeltern. Es können auch Onkeln und Tanten sein, was ich aber eigentlich nicht glaube. Heute Nachmittag holt mich Onoo von der Missionsstation ab und er zeigt mir das Land seiner Familie. Wir werden uns wohl wie immer am Dorfrand treffen, damit die Nonnen und vor allem der Monsignore nichts zu reden bekommen. Ich möchte nicht, dass Vater durch so etwas veranlasst wird, mich zurückzuholen und mir am Ende noch verbietet wieder herzufahren. Bisher toleriert Vater meine Ausflüge, aber er weiß ja auch, wie selbständig ich bin.

Taiohae, 30. Juni 1910

Auf der Fahrt von Ua Huka nach Nuku Hiva habe ich heute viele Haie gesehen. Es waren mehrere Dutzend und sie sind auf einen Kadaver gegangen. Es war vermutlich ein Wal, von dem aber nicht mehr viel übrig war. Unser Kapitän hat extra den Kurs geändert und ist näher herangefahren. Er hat die Haie verflucht, sie als Biester und Bestien beschimpft und seinen Steuermann auf das Getümmel im Wasser schießen lassen. Es sind wohl einige Haie getroffen worden und sofort haben sich die anderen auf die Opfer gestürzt. Das Wasser färbte sich rot, es war grausam aber auch sehr interessant. Ich habe nie zuvor Haie so aus der Nähe gesehen. Delphine begleiten die Segelschiffe ja häufiger, aber Haie schwimmen wohl eher unter der Meeresoberfläche, es sei denn, sie haben eine Beute. Irgendwann hat der Kapitän dann das Zeichen zum Aufhören gegeben und uns wieder auf Kurs gebracht.

Taiohae, 12. Juli 1910

Vater hat die beiden Zeichnungen immer in einem Regal in seinem Arbeitszimmer stehen. Jetzt hat er sie gerahmt und im Wohnzimmer aufgehängt. Ich habe heute davorgestanden. Wir waren noch so klein und trugen diese Sonnenhüte. Ich hocke vor einem Fischerboot und Thérèse steht auf ihrem Bild neben einem großen Korb. Dieser Maler, dieser Monsieur Gauguin, hat es so gezeichnet, wohl, damit wir uns voneinander unterscheiden, denn sonst bin ich wie Thérèse und Thérèse ist wie ich. Vater spricht nie von Mutter. Er hat einmal gesagt, ich könne zu ihr fahren, wenn ich wollte, ich könne bei ihr und Thérèse leben, in Frankreich. Vater wird mich nicht begleiten und darum will auch ich nicht fort. Ich will ihn nicht alleine zurücklassen. Wir gehören zusammen, nachdem er mich doch schon einmal verloren hat.

Taiohae, 7. August 1910

Ich habe noch nie Karten gespielt und wir hatten auch bislang keine Karten zu Hause. Vater hat jetzt aber fünf Päckchen mit Spielkarten geschenkt bekommen. Sie riechen noch ganz nach Farbe und sind richtig fest und glatt. Vater hat gefragt, ob er sie gleich ins Feuer geben soll, um mich nicht zu verderben. Ich habe natürlich Nein gesagt. Vater hat dann überlegt, ob er ein Kartenspiel kennt, das er mir beibringen kann. Er hat einen Stapel Karten nachdenklich gemischt und weiter überlegt. Dann sagte er mir, dass ich jetzt Piquet erlernen würde. Jeder von uns hat zwölf Karten bekommen, die restlichen acht wurden auf den Tisch gelegt. Dann haben wir unser Blatt angesehen und noch einmal Karten ausgetauscht. Vater hat immer alles vorgemacht, die ersten Partien haben wir offen gespielt, damit ich lerne, worum es geht. Vater hat mir auch das Zählen der Punkte beigebracht, was ich am schnellsten verstanden habe. Beim eigentlichen Kartenspiel muss man versuchen, die Karte des anderen auszustechen, also eine höhere Karte dagegenzuhalten, um einen Stich zu gewinnen. Ich habe solche Begriffe gelernt wie Farbe bekennen, Sexte, Octave oder Cartes blanches. Nach jeweils sechs Spielen steht ein Gewinner fest. Je länger wir gespielt haben und je besser ich es verstanden habe, desto interessanter war es für mich.

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