Ole R. Börgdahl - Zwischen meinen Inseln

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Julies Liebe zu dem Bauernsohn Onoo wird auf eine harte Probe gestellt. Sie verlässt Französisch-Polynesien und beginnt im australischen Brisbane ein neues Leben. Als Julie wenig später erfährt, dass sie ein Kind erwartet, bereut sie ihre Flucht. Die Hoffnung, dass Onoo ihr noch folgt, erfüllt sich jedoch nicht. Der Erste Weltkrieg und die Emanzipation Australiens bestimmen fortan Julies weiteres Schicksal.
Die Lebensgeschichte der Familie Jasoline spielt eine zentrale Rolle in dem Roman «Fälschung», dennoch erfährt der Leser nur wenig davon, was sich im Leben der Protagonisten ereignet hat. In diesem Roman begegnen dem Leser alle noch offenen Fragen, die im historischen Umfeld der noch nicht allzu fernen Vergangenheit beantwortet werden. Es wird die Geschichte der Familie Jasoline in den Jahren zwischen 1890 bis 1961 erzählt.
"Zwischen meinen Inseln" ist die Fortsetzung des Romans «Ströme meines Ozeans».

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Taiohae, 26. Oktober 1909

Nachdem die Verschönerungen an den Möbeln nicht sehr gut gelungen sind, habe ich heute auf dem Markt nach etwas anderem gesucht, das sich zur Dekoration unseres Heimes eignet. Ich habe früher schon selbst einmal versucht, aus der Steinnuss etwas zu schnitzen. Vater hat es mir aber irgendwann verboten, weil es zu gefährlich ist, mit dem scharfen Messer und überhaupt war ich ja auch noch ein Kind. Ich will natürlich nicht wieder damit anfangen, weil mir auch das Geschick und die Geduld fehlen. Auf dem Markt gibt es immer einige Stände, an denen die Schnitzereien angeboten werden. Es gibt Kämme, kleine Gefäße, Löffel, Schüsseln aber auch Skulpturen, alles aus den Steinnüssen hergestellt. Ich habe mich natürlich für die Kunstwerke interessiert und einiges gekauft und ich habe auch etwas in Auftrag gegeben. Ein Händler, ein Bauer, den ich schon lange kenne, will mir einen richtigen Tiki schnitzen. Die Mission darf natürlich nichts davon wissen. Ich werde den Tiki auch nur in meinem Zimmer aufstellen und ihn geheim halten.

Taiohae, 18. November 1909

Ich habe heute das Paket von der Post abgeholt, Monsieur Guerinaud hat die Fotografien geschickt. Vater und ich haben sie gemeinsam durchgesehen und sortiert. Einige sind gut für Vergrößerungen. Wir mussten uns beeilen, denn das Postschiff sollte schon am Nachmittag wieder fahren. Ich habe alles genau notiert, die Negative beschriftet und verpackt. Vater hat auch gleich neue Filme bestellt, er hat in den letzten Wochen viel verbraucht, einige Rollen sind wohl auch unbrauchbar geworden, weil sie zu lange in der Sonne lagen. Dann hat Vater Monsieur Guerinaud in seinem Brief zum wiederholten Male gebeten, endlich eine Filiale auf Nuku Hiva zu eröffnen, es würde sich lohnen, was natürlich nicht stimmt, denn außer Vater fotografiert hier kaum jemand von den Leuten. Wir sind dann gemeinsam zum Anleger gegangen und haben unsere Rücksendung direkt am Schiff aufgegeben.

Taiohae, 12. Dezember 1909

Ich musste ja lange warten, aber endlich ist mein Tiki fertig. Er wurde mir in einem Tuch verhüllt überreicht. Die wenigen Francs, die ich für ihn bezahlen musste, haben den Künstler glücklich gemacht. Er hat aber gar nicht erst versucht, mir noch weitere Aufträge zu entlocken. Ich weiß auch, warum, denn die Missionare sind, auf dem Markt gewesen und es sah nicht so aus, als ob sie sich nur für die angebotenen Früchte und die duftenden Gemüsestände interessiert hätten. Ich verstehe es nicht, die kleine Figur ist doch ganz harmlos, sie ist wunderbar glatt und von außen dunkelbraun gefärbt und alles wurde poliert. In den dicken runden Kopf wurden zwei glotzende Augen und eine breite Nase geschnitzt. Der Mund ist rund mit wulstigen Lippen. Die Figur ist zwar klein, dafür aber recht schwer.

Taiohae, 27. Dezember 1909

Weihnachten ist vorbei und ich habe endlich Ruhe. Ich habe mir Bücher gewünscht. Sie sind schon vor ein paar Wochen aus Tahiti gekommen, aber Vater hat sie vor mir versteckt, sie sollten ja ein Weihnachtsgeschenk sein. Endlich habe ich meinen eigenen Atlas und ein Universalwörterbuch, einen dicken Schinken, wie Vater sagt. Aus einer Kiste, die Vater vor mir hütet, hat er weitere Bücher für mich hervorgeholt. Ich möchte zu gern wissen, was sich noch in der Kiste befindet. Ich werde es aber nicht ausspionieren, aus Respekt vor Vater. Ich muss einfach darben, was er noch für mich hat und mir vielleicht zu meinem Geburtstag gibt. Jedenfalls habe ich zwei Bände von einem Herman Melville. Derzeit blättere ich allerdings in dem Atlas. Kurz vor Weihnachten bin ich wieder auf Ua Huka gewesen. Vater hat mich ausgeschimpft und mich noch zu einer härteren Strafe verurteilt, wenn ich nicht in Begleitung einer der Nonnen gewesen wäre. Wir sind eine Woche lang mit einem Karren zu mehreren Dörfern gefahren und haben die Schar von Kindern unterrichtet, die nicht zur Schule kommen können. Es hat mir Freude gemacht. Die Lehrerin hat mich fast alles alleine machen lassen. Es war eine schöne Übung. In einem Dorf an der Küste haben wir die sieben Kinder eines Koprabauern unterrichtet. Der älteste Sohn, ein großer, kräftiger Junge in meinem Alter, konnte weder lesen noch schreiben, was sogar seine jüngeren Geschwister leidlich beherrschten. Dafür konnte er mir alles über das Kopra erzählen. Ich nahm mich seiner an und habe damit eine Mission begonnen, die ich unbedingt zu Ende bringen muss. Onoo heißt dieser Junge. Er hat mir sogar ein Weihnachtsgeschenk gemacht, eine Kokosnussschale, auf die er eine Gruppe von Pferden geschnitzt hat. Es ist ein wunderschöner Wandschmuck, der jetzt in meinem Zimmer hängt.

1910

Taiohae, 8. Januar 1910

Heute haben wir ein verspätetes Weihnachtsgeschenk bekommen. Eigentlich hat Vater es bekommen und eigentlich war es kein Weihnachtsgeschenk. Es war ein Paket aus Amerika, von Vaters Schulfreund. Ich war ganz aufgeregt, fast wie ein Kind. Vater und ich haben es gemeinsam geöffnet. Das Paket war größer als die, die wir sonst bekommen. Ich will es kurz machen. Vater hat einen neuen Fotoapparat. Monsieur Chazaud schreibt, dass er sehr modern sei, das neuste Modell. Es ist eine Brownie 2a mit einer ausfahrbaren Linse. Die Klappe an dem Fotoapparat wird geöffnet und die Linse fährt an einem gefalteten Ledersack heraus. Vaters alte Brownie hatte das nicht. Monsieur Chazaud hat natürlich auch noch neue Fotofilme mitgeschickt.

Taiohae, 10. Februar 1910

Ich glaube ich will nicht mehr nach Tahiti und dort Lehrerin werden. Ich brauche das nicht. Ich habe meine Aufgabe gefunden. Ich weiß natürlich, dass ich eine Ausbildung brauche, um zu unterrichten, aber es geht doch auch so. Für die Schüler, die ich habe und die mir folgen, reicht es, auch wenn dies vermessen klingt. Auf Ua Huka bin ich schon bekannt. Ich war bereits zum vierten Male dort, zuletzt sogar allein, auch wenn nur für ein paar Tage, weil die Lehrerin erkrankt war. Ich habe auch schon Erfolge. Ich habe einigen Mädchen und Jungen das Lesen und Schreiben beigebracht. Diese Fertigkeiten scheinen mir am Dringlichsten zu sein. Alles andere erlernt sich dann von allein, wenn jemand erst einmal in der Lage ist, ein Buch zu lesen oder die Bibel, wie es die Lehrerin sofort angeführt hat. Einen Schüler habe ich, der besonders eifrig ist, zumal er auch mein erster Schüler war. Es ist Onoo, der mir sogar weitere seiner Kumpane zugeführt hat. Sie müssen alle schon lange auf dem Feld arbeiten und dennoch, sind sie bemüht, meinen Unterricht am Nachmittag zu besuchen.

Taiohae, 12. Februar 1910

Ich habe heute für Vater gekocht. Onoos Großmutter hat mir die Zubereitung einiger Gerichte gezeigt. Eigentlich war es nicht nett, meine neuen Künste an Vater auszuprobieren, wo es doch sein Geburtstagsgeschenk sein sollte. Aber es hat uns beiden geschmeckt, also habe ich nichts falsch gemacht. Onoos Großmutter sagt, aus der Brotfrucht ließe sich alles kochen. Eine Familie könnte das ganze Jahr über von der Brotfrucht leben und von den vielen verschiedenen Speisen, die sich daraus zubereiten ließen. Ich weiß nicht, das was ich gekocht habe war doch recht einfach, es war gut, aber es war einfach und so möchte ich es nicht jeden Tag essen. Ich bin doch ganz froh, dass wir morgen wieder in die Taverne gehen. Nicht dass mir französisches Essen besser schmeckt, aber ich brauche dort wenigstens nicht zu kochen und hinterher auch nicht abzuwaschen.

Omoa, 18. März 1910

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