Ulrich Slawinski - Weit war der Weg zurück ins Heimatland

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Ich weiß bis heute nicht, wie ich diese 23 Tage überlebt habe, ohne ein Wort mit jemandem gewechselt zu haben und immer mit der Angst vor den Mitgefangenen, die nicht gut über die Deutschen sprachen. Deswegen habe ich mich immer wieder aus dem Blickfeld der Mitreisenden verzogen. Jedes Mal war ich froh, wenn die da oben endlich eingeschlafen waren! Ich habe oft gefragt wie Jesus am Kreuz: «Mein Gott, warum hast du mich verlassen?» Dann immer wieder die Fragen: «Was wird noch alles kommen in den neun Jahren, die vor dir liegen? Wirst du sie überhaupt überleben und wenn, was wird dann aus dir werden mit 34 Jahren ohne Beruf? Kommst du überhaupt noch einmal nach Deutschland zurück oder musst du in Sibirien verrecken?»
Menschlichkeit und Unmenschlichkeit, Kraft und Kraftlosigkeit, Hoffnung und Hoffnungslosigkeit – diese scheinbar so gegensätzlichen Worte wurden Eins in einer nicht enden wollenden Zeit. Von 1942 bis 1953 war Ulrich W. Slawinski in Russland/Sibirien in Kriegsgefangenschaft. Er erlebte dort den Winter seines Lebens, nicht nur im Herzen dieses fremden und fernen Landes, sondern auch in den Herzen der Menschen. Das autobiographische Werk «Weit war der Weg zurück ins Heimatland» erzählt aus der Sicht des nun über 90-jährigen Ehemannes, Vaters, Opas und Uropas seine Erlebnisse in unumschweiflicher Form, mit viel Weisheit und Lebenserfahrung.

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13. November – Wir kamen abends in Sarny an. Die Feldpolizei lieferte uns in der Waldkaserne ab. Dort waren 18-Jährige zur Ausbildung. Die armen Jungen mussten sogar ihren Ausbilder mit „Herr Oberschütze“ anreden. Mittags beim Essensempfang hieß es: „Die Alten zuerst!“. Ich sagte zu Werner: „Komm, wir sind wohl die Ältesten!“, sahen weg vom Küchenschalter, hielten unsere Blechteller hin und bekamen unser Essen als Erste! Hier waren wir nun eingesperrt und konnten nicht raus, da wir kein Soldbuch hatten. Das gab es nur, wenn man angeben konnte, wo sich die Einheit befand.

14. November – es war Sonntag. Unter Bewachung durften wir geschlossen ins Kino. „Die goldene Stadt“ wurde gespielt. Der Zufall wollte es, dass uns ausgerechnet im Kino der Holländer van Dieken in die Quere kam. Er war auf der Regimentsschreibstube eingesetzt und wusste, dass sich unsere Einheit bei Rowno 9 befand! Das war das Stichwort, mit dem wir unser Soldbuch wieder bekamen. Wir setzten uns am folgenden Morgen sofort in den nächsten Zug, der durchs Partisanengebiet über Zwiaehel 10 nach Rowno fuhr. Im Zug waren auch wieder junge Rekruten, die vom Einsatz im Partisanengebiet sprachen. Die armen Jungen, sie konnten einem leidtun! Von Rowno schickte uns die Wehrmachts-Auskunftsstelle nach Kowel. Wir hatten im Stillen gehofft, nach Bialystok, wo sich jetzt unsere Ersatztruppe befand, zu kommen. Hier in der Urlauber-Übernachtungsstelle durften wir zwei Nächte bleiben. Nachdem wir uns in einer Banja gereinigt hatten, bekamen wir nach etwa 12 Wochen die erste saubere Wäsche auf den Leib! Da nachts wegen Partisanengefahr wohl kaum Personenzüge eingesetzt wurden und niemand wusste, wo er uns hin beordern sollte, genossen wir die Stunden im Soldatenheim. Dort hatte man an die Wand ein großes Bild gemalt, eine Landschaft am Rhein, worunter stand: „Erst wenn man in der Fremde ist, weiß man, wie schön die Heimat ist!“ An beides erinnere ich mich nach über 70 Jahren noch genau!

21. November – morgens fuhren wir nach Osten. Wir trafen dort abends Ernst Faust, einen Klafelder Jungen, der am Arm verwundet, Richtung Heimat geschickt wurde. In Stolbuno selbst gab es als Marschverpflegung Fleischwurst aus Rindfleisch. Sie war etwas härter als andere. Ich habe oft in Sibirien noch an die Wurst denken müssen, aber es gab dort keine! Am 22. November 14 Uhr fuhren wir Richtung Südosten nach Berditschew. Dort stellte man aus allen möglichen Uniformträgern Kampftruppen zusammen. Werner Hinrichs sprach: „Komm schnell weg von hier, sonst sind wir verloren bei so einer Kampfgruppe, in der keiner den anderen kennt!“ Berditschew war uns unheimlich wegen Partisanen, ebenso Rowno, wo wir bei unserer ersten Ankunft dort das Strangulieren von sieben Männern fast noch miterlebt hätten, durchgeführt von einer Frau, deren Mann wohl General in Ostpreußen war. So mussten wir, als wir dort ein Privatquartier gefunden hatten, miterleben, wie im Hause nebenan von SS-Leuten Menschen zusammengeschlagen wurden, um sie zu Geständnissen zu zwingen. Was gefragt wurde, weiß ich nicht, denn man fragte sie in ihrer Muttersprache, die wir nicht verstanden.

22. November – abends waren wir wieder in Schepetowka. Wir kannten uns dort schon aus und suchten die Wehrmachts-Übernachtungsstelle auf. Wir waren kaum dort, als plötzlich die Tür aufgerissen wurde und einige von der Feldgendarmerie hereinkamen. „Tür zu! Keiner verlässt den Raum! Soldbücher raus, Marschpapiere vorzeigen!“ Wir hatten zum Glück für jeden Tag einen Stempel, aber es nützte uns nichts. „In 24 Stunden bei der Truppe melden! Sonst droht ein Kriegsgerichtsverfahren wegen Fahnenflucht!“ Sie notierten unsere Namen und Einheit. Wir gingen trotzdem abends noch ins Soldatenheim, um etwas zu essen zu bekommen. Und was für ein Zufall: Zwei von der Regimentsschreibstube saßen auch dort, waren aber nicht bereit uns mitzuteilen, wo sich unsere Einheit befand. Ganz am Schluss hieß es, morgen um sieben Uhr fährt der Tross aus Schepetowka! Alles klar, keiner wusste Bescheid! Am nächsten Morgen standen wir beizeiten auf und wollten nochmal zum Soldatenheim. Es war in der Nacht überfallen und ausgeräumt worden, alles war schwarz verbrannt! Wir gingen einfach Richtung Osten aus der Stadt und siehe, dort standen gerade die Reste unserer Stabskompanie zum Abmarsch bereit! Wir meldeten uns bei Stabsfeldwebel Viola und berichteten von unserer Verwarnung durch die Feldgendarmerie! Ach, was war das nur noch ein armseliger Haufen, kein Militärfahrzeug mehr, nur Bauernkarren! Wir zogen bis zum 28. November mit dem Rest der Stabskompanie. Dann hieß es plötzlich: „Slawinski, Sie fahren in Urlaub. Mit anderen Kameraden aus dem Pionierzug müssen Sie etwa 20 Kilometer bis zum nächsten Bahnhof losziehen. Einige kennen den Weg dorthin.“ Bevor man in einen Urlaubszug durfte, musste man sich einer Entlausung unterziehen. Wir mussten uns am ganzen Körper mit einer schwarzen Salbe einschmieren, besonders die behaarten Stellen, die wegen der Körperwärme gern von Läusen aufgesucht werden.

22 Uhr Abfahrt von Rowno-Kowel über Warschau, Berlin Friedrichstraße, Hannover. Vor Hannover gab es Fliegeralarm. Der Zug war total überfüllt. Statt acht waren sechzehn Menschen im Abteil, unter anderem Blitzmädels 11 , die aus der Schule plauderten. Sie sagten, sie wollten nicht OM 12 spielen, sondern lieber den Landsern eine Freude machen.

Am 2. Dezember nachmittags um 14.30 Uhr kam ich dann ganz überraschend in meinem Heimatort an. Durch die starken Verluste an der Front war ich schneller als vorgesehen in den Genuss von Urlaub gekommen. Dieser sollte bis zum 28. Dezember dauern. Als erstes zog ich meine graue Uniform aus. Sie war so zerschlissen, dass mich meine Mutter zu einem ihrer Vettern schickte, der in der Schneiderei der Wellersbergkaserne in Siegen arbeitete, um meine schäbige Felduniform gegen eine neue umzutauschen. Der Vetter war leider an dem Tag nicht anzutreffen und irgendein Uniformierter sagte mir ins Gesicht: „Diese Uniform wird Sie überleben.“ Er gab mir eine fast so verbrauchte wie die meine. So ward ein Urlaubstag unnütz vertan! Zurück nach Brest-Litowsk fuhr ich am zweiten Weihnachtstag abends um 20 Uhr von Siegen über Gießen. Morgens früh kam ich in Kowel an. Von dort ging es weiter nach Schepetowka, wo ich bis zum dritten Januar blieb. Untergekommen war ich bei Leuten, deren Vater beim Elektrizitätswerk arbeitete. Sie besaßen daher schon elektrisches Licht. Jeden Tag fragte ich bei der Wehrmachts-Auskunftsstelle nach meiner Einheit und ließ mir das im Soldbuch eintragen wegen der Verwarnung durch die Feldgendarmerie. Da tauchte plötzlich Oberleutnant Abresch aus Koblenz auf, ebenso Leute unseres Pionierzuges. Ein Verpflegungswagen nahm uns dann mit zu unserer Stabskompanie. Am dritten Januar kam ich schließlich beim Nachrichtenzug an. Oh weh, so ein kleiner Haufen! Auf die Schnelle erfuhr ich nun, dass unser Regiment um Weihnachten in Schitomir starke Verluste hatte hinnehmen müssen. Viele, nach denen ich fragte, hieß es, seien von Panzern zerquetscht worden, zum Teil sogar von den eigenen. Deswegen hatte ich im Urlaub meine Gedanken immer bei meinen Kameraden. Warum, kann ich leider nicht ausdrücken. Es war so!

Etwa 100 Meter vor uns an einer Straße war unsere Kampflinie. Man konnte nur im Dunkeln dorthin, denn der Feind lag auf der anderen Straßenseite. Ich nichts Gutes ahnend, hatte noch nicht einmal mein Weihnachtspaket ausgepackt, als es hieß: „Slawinski, sofort auf Wache!“ Ich sagte: „Das ist unmöglich, da ich von Schepetowka drei Tage zu Fuß gegangen bin. Ich richte nur Schaden an, wenn mich der Schlaf überkommt.“ Meine plausible Erklärung wurde akzeptiert. Am nächsten Morgen um acht Uhr etwa hörte man schon immer Geschützlärm. Unser Leutnant rief: „Slawinski, fegen Sie mal hier aus.“ Er lag noch im Eisenbett. Ich erwiderte: „Hier brauchen wir nicht mehr zu fegen!“ Was machte Unteroffizier Karl Raufeiser? Er nahm den Besen in die Hand und begann zu fegen. In dem Augenblick gab es einen fürchterlichen Knall. Eine Granate schlug direkt in die Wand, an welcher der Leutnant lag. Der flog aus dem Bett, sonst hätte ihn die einstürzende Wand, die zum Glück aus Lehm bestand, begraben! Einer unserer Fahrer, Jürgen Mangels, brüllte: „Die Russen sind da!“ Es war nichts mehr mit Fegen! Wir nichts wie weg, hinten zum Haus raus wegen der Übermacht, die etwa eins zu hundert groß war. Es wimmelte nur so von Iwans. Wir mussten über eine freie Pläne flüchten, so schnell wie möglich auf dem im milden Januar schon aufgetautem Acker. Der Schlamm hielt uns am Boden fest! Wir hatten in der Eile, bis auf unser Gewehr, alles dem Feind überlassen müssen, auch mein Weihnachtspäckchen von zu Hause mit all dem guten Weihnachtsgebäck!

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