Susanne B. Kock - Wilhelmina

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Als Marthe nach dem plötzlichen Tod ihrer wohlhabenden Tante Wilhelmina deren herrschaftliche Villa in Kopenhagen erbt, glaubt sie damit, ihre finanziellen Probleme ein für alle Mal gelöst zu haben. Doch das Erbe, das in Marthes Phantasie bereits die solide Grundlage für eine sorgenfreie Zukunft bildet, erweist sich bei näherem Hinsehen als ein sehr viel aufwändigeres und vielschichtigeres Projekt als sie sich vorgestellt hat. Marthe erkennt schnell, dass das alte Haus Überraschungen bereithält, die über eine unerwartet kostenträchtige Renovierung weit hinausgehen. Beim Lesen ihrer Tagebücher entdeckt Marthe das fürchterliche Geheimnis ihrer Tante, die sich trotz harter Zeiten in Kriegs- und Nachkriegszeit nicht hat unterkriegen lassen und selbst die schwersten Schicksalsschläge äußerlich unbeschadet bewältigt hat. Während Marthe sich, hilfreich unterstützt vom ebenso loyalen wie charmanten Anwalt ihrer Tante, durch den zähen Prozess von Renovierung und Hausverkauf hindurchkämpft, räumt sie dabei nicht nur im Nachlass ihrer Tante auf, sondern schafft es gleichzeitig, in ihrem eigenen, chaotischen Gefühlsleben eine lange überfällige Entscheidung zu treffen, die ihr endlich den Weg in eine selbst bestimmte Zukunft ermöglicht.

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„Laurids, das das … hier das dürfen wir nicht", stammelte sie. „Ich … ich bin verlobt, Gerhard will mich heiraten." Plötzlich liefen ihr Tränen über die Wangen. Er ließ sie nicht los, drückte sie noch fester an sich, vergrub seinen Kopf in ihrem langen Haar, das ihr jetzt offen über die Schultern fiel. „Liebst du Gerhard?" Sie konnte ihn fast nicht verstehen, so leise kam diese Frage. „Wir sind verlobt Laurids, Gerhard und ich wollen heiraten!“

„Aber liebst du ihn denn wirklich, deinen Gerhard“, fragte er nachdrücklich. „Wenn du jetzt ja sagst, gehe ich und tue als sei nie etwas zwischen uns geschehen, wenn nicht …”, er brach ab und sah sie mit erwartungsvollem Blick an. Am liebsten hätte sie sich einfach stumm an ihn geklammert, ihm in dieser Angelegenheit und für den Rest ihres Lebens die Entscheidung überlassen. Sie merkte wie ihr die Tränen in die Augen stiegen und durch den Tränenschleier sah sie die Konsequenzen ihrer Entscheidung wie einen Film an sich vorbeiziehen. Ein hysterischer Ausbruch ihrer Mutter. „Kind, das kannst du deinem Vater und mir nicht antun“, gefolgt von einem mehrtägigen Migräneanfall. Die Enttäuschung ihres Vaters, der sich mit seiner typischen Handbewegung resigniert über das Haar streichen und versuchen würde, seine Gefühle vor ihr zu verbergen. „Na, min Deern, solang du weest, wat du doost.” Das moralisch erzürnte Entsetzen von Probst Meyer, der sie schon getauft und konfirmiert hatte. „Mit dem Verlobungsring hast du Gerhard ein Versprechen fürs Leben gegeben.“ Frau Wiechmanns nervöses Kopfschütteln darüber, dass sie nun auf einem fast fertigen Brautkleid sitzen blieb, der cholerische Ausbruch des alten Knutzen vom Prinzengarten, in dem man das Hochzeitsessen für die 50 geladenen Gäste bestellt hatte. Verwandte und Bekannte, die sich kopfschüttelnd fragten, wie man allen Ernstes eine so gute Partie ausschlagen konnte und gleichzeitig überlegten, ob sie das bereits gekaufte Hochzeitsgeschenk zurückgeben konnten. Seltsamerweise hatte sie die größten Probleme damit, sich Gerhards Reaktion vorzustellen. Würde er traurig, enttäuscht oder wütend werden? Würde er sie anflehen, ihn zu heiraten? Würde er sie ignorieren oder beschimpfen? Würde er sich mit Laurids um sie schlagen? Sie hatte keine Ahnung. „Ja, ich liebe Gerhard, ich kann nicht mit dir gehen, es wäre verkehrt", flüsterte sie kaum hörbar ohne ihm in die Augen zu sehen. Laurids entließ sie widerstrebend aus seiner Umarmung und strich ihr vorsichtig über die Hände. „Wenn du dir da sicher bist, Wilhelmina, manchmal ist es im Leben notwendig etwas zu tun, was unmittelbar unüberschaubar wirkt“, sagte er eindringlich. „Mut zu zeigen, auf seine eigene innere Stimme zu hören. Sonst bereut man es den Rest seines Lebens, dass man es nicht gewagt hat, vor sich selbst weggelaufen ist. Kennst du Eliot? Der sagt uns genau das: Footfalls echo in the memory. Down the passage which we did not take. Towards the door we never opened into the rose garden. " Wilhelmina saß immer noch unbeweglich, die Hände im Schoss. „Ich kann es nicht, …ich kann es einfach nicht tun, … es wäre….“ Laurids sah sie forschend an, fuhr sich mit einer müden Bewegung über die Augen, suchte nach einem winzigen Entgegenkommen ihrerseits. Einer kleinen Geste, die er zum Anlass nehmen konnte, hier bei ihr sitzen zu bleiben. Wilhelmina saß wie erstarrt. „Ich gehe dann wohl besser, viel Glück. Mit allem!" Er erhob sich langsam. „Ich bin noch eine Woche in Kiel, du kennst meine Adresse. Falls du es dir anders überlegen solltest.“ Er drehte sich um, überquerte mit langen Schritten den Rasen und verschwand hinter einer Baumgruppe.

Es hatte bereits begonnen zu dämmern, als Wilhelmina endlich unter die leichte Steppdecke schlüpfte. Sie hörte sie die ersten Wagen auf dem Kopfsteinpflaster vorbeirumpeln und die dumpfen Schläge der Kirchenuhr. Mit etwas Glück würde sie gerade noch etwas Schlaf bekommen, bevor Mathilda anfing in der Küche zu rumoren. Sie drehte den Kopf zur Wand, zog die Decke über den Kopf und versuchte erfolglos in den Schlaf wegzugleiten. Wenn sie die Augen schloss, tauchte Laurids Gesicht auf und gleichzeitig machte sich ihr Gewissen unangenehm bemerkbar. Sie hatte Gerhard hintergangen, sein Vertrauen in sie missbraucht. Gerhard der Pflichtbewusste, der diesen Abend in seinem Kontor bei Satori zugebracht hatte, um ein wichtiges Angebot auszuarbeiten anstelle mit den Freunden ins Kino zu gehen. Laurids gegenüber war sie auch nicht ganz ehrlich gewesen, als sie sagte, dass sie Gerhard liebte. Verglichen mit ihren Gefühlen für Laurids, den sie erst seit wenigen Tagen kannte, war das was sie für Gerhard empfand keine Leidenschaft, keine stürmische Liebe. Ihre Entscheidung für Gerhard und gegen Laurids hatte sie getroffen, weil sie die Konsequenzen einer anderen Entscheidung nicht überschauen konnte. Hatte sie denn wirklich das Recht, aus gänzlich egoistischen Gründen eine stattliche Anzahl Menschen einschließlich ihrer Eltern, die so viel für sie geopfert hatten, unglücklich zu machen? Nein, es war ihre Pflicht, Gerhard zu heiraten. Es war das, was man von ihr erwartete.

5.

„Ja, ich rechne ja damit, dass zumindest einige meiner Kinder zu Weihnachten ihre Mutter besuchen. Aber da erwarte ich wohl auch schon wieder zuviel des Guten." Marthe nutzte die taktische Pause ihrer Mutter aus, um das Ohr zu wechseln. „Natürlich komme ich Weihnachten, ich weiß bloß noch nicht genau wann, du weißt zum Jahresabschluss, da ist immer eine Menge zu tun." „Also ihr braucht bloß was zu sagen, dann kann ich mir den ganzen Ärger mit dem Tannenbaum und dem Rumgejage nach den Geschenken und das Essenmachen sparen. Obwohl ich Christian ja schon um die Gänse gebeten habe." Der anfänglich leicht indignierte mütterliche Ton schlug jetzt in einen reinen Vorwurf um. „Hör auf, wir kommen doch alle, so wie jedes Jahr!“ Marthe war irritiert, musste aber trotzdem lachen. Jedes Jahr dasselbe Drehbuch. Die große Frage, ob denn auch alle zum mütterlichen Weihnachtsessen kommen würden. Und natürlich kamen alle, sonst gab es die nächsten zwölf Monate wieder bissige Bemerkungen. Eigentlich freute Marthe sich darauf, ihre Geschwister, ihre Nichten und Neffen wieder zu sehen, zu denen sie sonst wenig Kontakt hatte. Solange diese Familientreffen nur nicht zu lange dauerten. Sie überlegte, wie Stefan wohl in diese mit diversen familiären Traditionen besetzte weihnachtliche Runde passen würde. Stefan, der weltläufige Karrieremann mit dem teuren Geschmack, nicht nur bei Wein und Automarken. Stefan und Hausmannskost, bei Gänsebraten mit Edeka Rotwein statt foie gras mit Champagner. Sie musste lachen, griff nach dem Kugelschreiber und begann eine imaginäre Tischordnung zu skizzieren. Ihre Mutter am Kopfende wie immer „ich bin ja sowieso immer auf dem Sprung“, der älteste Bruder Markus an ihrer rechten Seite. „Vielleicht bekomme ich dann ja auch mal ein bisschen von seinem Leben zu wissen, ohne dass ich jedes Mal ein Ferngespräch führen muss.“

Christian, die ewige Nummer zwei zu ihrer Linken. „Also wirklich Junge, man braucht ja nicht auf drei Meter Abstand zu riechen, dass du Landwirt bist.“ Marthe fand es amüsant, wenn ihre kleine, zierliche Mutter ihren 1,98 Meter großen und kleidsam muskulösen Zweitgeborenen nach vierzig Jahren immer noch mit „Junge“ anredete. Ihre Schwester Gunhild neben Markus. „Ich bin ja wirklich gespannt, was für eine Krankheit sie dieses Jahr wieder hat, wenn man sie reden hört, könnte man glauben sie sei 74 und nicht 34.“ Stefan neben Gunhild auf der einen Seite und sie selbst gegenüber. Am Ende des Tisches dann die Kinder und ihr Schwager Hans-Dietrich. Da unten am Kinderende, wo in mütterlicher Voraussicht ein Wachstuch unter der weißen Damastdecke angebracht worden war, wo mit Kinderporzellan statt Zwiebelmuster gedeckt wurde, da würde wie immer die beste Stimmung herrschen. Hans Dietrich mochte Kinder und diese Sympathie beruhte auf Gegenseitigkeit. Außer einer Menge exotischer Spielsachen zweifelhafter Herkunft „Hans Dietrich, nimm Gitte sofort die Maus aus dem Mund, die Farbe ist ga-ra-ntiiiert giftig, wo hast du das denn wieder her“, brachte er immer ein offenes Ohr, interessante Geschichten und eine unerschöpfliche Langmut für kindliche Fragen mit. Während man mit Katharina Twiete als Diskussionsleiterin am oberen Ende des Tisches die üblichen Familienthemen in Gestalt historischer Ungerechtigkeiten, Hochzeiten, Geburten, Krankheiten und Todesfälle aufarbeitete und wiederaufwärmte, amüsierte Hans-Dietrich sich am unteren Tischende mit Gabel- und Fingerspielen. Marthe war sicher, dass ihre Mutter Stefan mit offenen Armen aufnehmen würde. Er verkörperte all das, was sie sich bei ihrem eigenen Mann gewünscht und ihrer Meinung nach nur in sehr begrenztem Umfang bekommen hatte. Natürlich war da das kleine Problem, dass Stefan bereits verheiratet und Vater einer kleinen Tochter war. Aber derlei Petitessen ließen sich doch heutzutage, wo Scheidungen an der Tagesordnung waren, verhältnismäßig einfach lösen. In den mütterlichen Augen entscheidend waren die berufliche Position, die Macht und das Prestige, die diese mit sich führte. Seine weltmännischen Manieren, der ansteckende Charme und nicht zu vergessen sein sicherer Geschmack, wenn es um die Wahl der Garderobe, des Wagens, der häuslichen Einrichtung ging. Praktisches wie die Scheidung musste man dann eben schnell und einigermaßen diskret über die Bühne bringen. Nein, ihre Mutter würde Marthes Wahl ganz klar befürworten.

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