Susanne B. Kock - Wilhelmina

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Als Marthe nach dem plötzlichen Tod ihrer wohlhabenden Tante Wilhelmina deren herrschaftliche Villa in Kopenhagen erbt, glaubt sie damit, ihre finanziellen Probleme ein für alle Mal gelöst zu haben. Doch das Erbe, das in Marthes Phantasie bereits die solide Grundlage für eine sorgenfreie Zukunft bildet, erweist sich bei näherem Hinsehen als ein sehr viel aufwändigeres und vielschichtigeres Projekt als sie sich vorgestellt hat. Marthe erkennt schnell, dass das alte Haus Überraschungen bereithält, die über eine unerwartet kostenträchtige Renovierung weit hinausgehen. Beim Lesen ihrer Tagebücher entdeckt Marthe das fürchterliche Geheimnis ihrer Tante, die sich trotz harter Zeiten in Kriegs- und Nachkriegszeit nicht hat unterkriegen lassen und selbst die schwersten Schicksalsschläge äußerlich unbeschadet bewältigt hat. Während Marthe sich, hilfreich unterstützt vom ebenso loyalen wie charmanten Anwalt ihrer Tante, durch den zähen Prozess von Renovierung und Hausverkauf hindurchkämpft, räumt sie dabei nicht nur im Nachlass ihrer Tante auf, sondern schafft es gleichzeitig, in ihrem eigenen, chaotischen Gefühlsleben eine lange überfällige Entscheidung zu treffen, die ihr endlich den Weg in eine selbst bestimmte Zukunft ermöglicht.

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Realistische Margrit, die Stimme der reinen Vernunft. Wäre schön, jetzt mit ihr gemeinsam im Sofa zu sitzen und Job, Männer, Zukunft und alles Mögliche zwischen Himmel und Erde zu diskutieren. Sie zog das Telefon über den Tisch, nahm den Hörer ab, sah auf die Uhr unter dem Glassturz und legte umgehend den Hörer wieder auf. Beste Freundin oder nicht, wenn man eine berufstätige Mutter von zwei Kleinkindern nachts um halbeins weckte, dann musste man schon einen triftigen Grund haben. Das, was Marthe in diesem Augenblick hatte, waren Luxusprobleme gepaart mit massivem Selbstmitleid. Zudem würde Margit ihr auch dieses mal nur wieder ihr bekanntes Lösungsmodell vorschlagen. Vergiss ihn, such dir einen anderen. „Komm Gustav, kannst mir was ins Ohr schnurren.” Marthe legte sich fröstelnd die Strickjacke um die Schultern, scheuchte den dösenden Kater vom Sessel, schaltete das Licht aus und stieg die Treppe zum Gästezimmer hinauf. Der Wind hatte weiter aufgefrischt, sie hörte das energische Rütteln der Antenne auf dem Dach und das rhythmische Knarren der alten Ulme im Nachbargarten. Gustav miaute klagend, von der Heftigkeit der Lautkulisse unangenehm berührt. „Hört sich ganz schön unheimlich an, was?“ Marthe klopfte einladend auf das Fußende. „Komm Dicker, kannst ausnahmsweise heute auf der Bettdecke schlafen und morgen sehen wir dann weiter.” Gustav nahm Anlauf, zog sich dankbar schnaufend aufs Bett, rollte sich auf dem ihm zugewiesenen Platz zusammen und schlief umgehend ein. Wenige Minuten später knipste Marthe das Licht aus und tat es ihm nach.

Nein, das war kein Traum, das war die Türklingel. Der schrille Ton war trotz des Pfeifens und Rasens der Sturmböen nicht zu überhören. Das Schlafzimmer war stockdunkel und Marthe fühlte sich so benommen als wäre sie gerade erst eingeschlafen. Sie kniff die Augen zusammen, ohne deswegen die verschwommene Digitalanzeige des Radioweckers ablesen zu können und tastete nach der Brille auf dem Nachttisch. Halbdrei. Wer von der Handvoll Menschen, die sie in Kopenhagen kannte, kam sie um diese Zeit besuchen? Das Telefon war erfunden! Kurzzeitig überlegte sie, die Türklingel einfach zu ignorieren und weiterzuschlafen. Aber was nun, wenn das Einbrecher waren, die sich vergewissern wollten, dass niemand zu Hause war? Sie musste aus dem Bett. Zum ersten Mal verfluchte sie es, mutterseelenallein in diesem Riesenhaus zu leben. Noch mal die Türklingel. Diesmal lange und anhaltend. Sie wickelte sich in Tante Wilhelms geräumigen Bademantel, schlich sich Mut machend leise fluchend die Treppe hinunter und äugte vorsichtig durch die bunte Scheibe des Jugendstilfensters auf dem Treppenabsatz auf die menschenleere Strasse. Das Licht der einsamen Laterne war so schwach, dass Marthe außerhalb des blassen Lichtkegels nichts erkennen konnte. Erst als sie den schwarzen BMW in der Garagenauffahrt entdeckte, war sie plötzlich hellwach. Stefan! In zwei Sprüngen nahm sie die letzten Treppenstufen, riss die Tür auf und fiel ihm mit einem Jubelschrei um den Hals.

„Ich dachte schon, du würdest überhaupt nicht aufwachen und ich müsste mutterseelenallein in einem kalten Hotelbett schlafen … flotte Robe.” Stefan streichelte den flauschigen Bademantel in froschgrünem Velours, der seiner Trägerin den unbekömmlich bleichen Teint einer Wasserleiche verlieh und schubste Marthe grinsend in die Halle. „Ich musste Dich einfach sehen und da du nicht zu mir kommen wolltest, musste ich …" „Blödmann, das hatte doch mit wollen nichts zu tun, wollen will ich immer!" Marthe war so erleichtert, dass sie am liebsten geheult hätte, schämte sich aber für ihre Einbrecherangst, biss ihm stattdessen zärtlich ins Ohr, und begann sein Hemd aufzuknöpfen. „Mmh, soweit ich erinnere war es Dir wichtiger, den Kasten hier zu hüten als mich zu betütern", murmelte er heiser, während er versuchte einhändig den Knoten des Bademantelgürtels zu lösen, da seine andere Hand mit Marthes linker Brust beschäftigt war. „Hätte ich gewusst, wie desperat du bist, wäre ich gekommen, Hand aufs Herz.” Marthe war es mittlerweile gelungen vier Hemdknöpfe zu öffnen und sie spreizte ihre Finger an der Stelle der Brustregion, an der sie Stefans Herz vermutete.

„Desperat! Noch einen Tag länger und ich wäre explodiert, du kannst nicht einfach zwei Wochen wegbleiben, ich brauch dich doch, zum Teufel noch mal.” Der Bademantel fiel mit einem satten Plumps zu Boden, begrub Kater Gustav, der sich hin- und her gerissen zwischen fortgesetzter Nachtruhe unter dem warmen Federbett und tiefer Neugier ob des nächtlichen Getöses in die Halle hinunter begeben hatte, wo er nun unter wütendem Kratzen und fauchenden Drohlauten versuchte, der grünen Velourshölle, die ihn eingeschlossen hielt, zu entkommen. Vollkommen ineinander absorbiert und mit dem Körper des anderen beschäftigt, bemerkten weder Stefan noch Marthe Gustavs wütenden Kampf, der zeitgleich mit einem intensiven, ungeduldigen Liebesakt auf dem grünen Velours stattfand und immer noch synchron nach wenigen Minuten mit einem befreiten Schrei aus drei Kehlen endete.

Der durch zwei aufeinander treffende Frontsysteme über Skandinavien verursachte Sturm, entwickelte sich wesentlich heftiger als von den Meteorologen erwartet und erreichte seinen Höhepunkt mit kräftigen Orkanböen an der Ostküste der Insel Seeland gegen 5 Uhr morgens. In etwa zeitgleich mit Stefans letztem gutturalen Grunzlaut, der den verstörten Gustav endgültig aus dem ersten Stock in die ruhigeren niederen Regionen des Wohnzimmer vertrieb. Während er es sich unter wohligem Schnurren auf dem zerfledderten roten Samtkissen im Sofa bequem machte, lieferte der Orkan draußen in einem letzten Kraftakt Böen von bis zu 130 km/h über der Stadt ab. Baugerüste wirbelten durch die Luft und erschreckten müde Nachtwanderer auf dem Nachhauseweg, Dachziegel klatschten auf Bürgersteige und verursachten Beulen auf parkenden Autos und Kopfschmerzen bei deren Besitzern. Ganze Schonungen, die einzelnen Baumpositionen akribisch berechnet, um das Aufziehen kerzengrader Nadelbäume zu ermöglichen, lagen plötzlich waagerecht auf dem weichen, braunen Waldboden, Strommasten knickten ein wie Streichhölzer und auf den Fährschiffen warteten müde, frustrierte Passagiere bei Kaffee und Keksen auf eine Möglichkeit, endlich von Bord gehen zu können. In Marthes Nachbargarten gab die altersschwache Ulme, trotz jahrelanger fachkundiger Pflege durch Gärtnerhände nach mehrstündigem, erbitterten Widerstand den Kampf gegen die Elemente auf, ließ sich unter Ächzen und Quietschen quer über die Garage auf dem Nachbargrundstück fallen und kam mit einem aufgebenden Stöhnen mit der Krone am äußersten Rand des Daches zur Ruhe.

„Sieht so aus als würdest du einen Haufen Brennholz und eine gratis Dachsanierung bekommen, falls die eine ordentliche Versicherung haben." Stefan nahm mit zurückgelegtem Kopf den Schaden in Augenschein. „Aber bis dahin musst du das Loch ordentlich abdecken lassen, sonst steht dir beim nächsten Schauer die ganze Hütte unter Wasser." Er schaute mit einer routinemäßigen Bewegung, die Marthe hasste, auf seine Patek Philippe Uhr, die Morgengabe seiner Frau, die Rolex vulgär fand.

„Ich kann dir leider nicht viel helfen mein Schatz, muss sehen, dass ich zurückkomme, hab noch einen Haufen zu tun. Der Vertrag mit den Franzosen du weißt.“ Marthe verkniff sich die bissige Bemerkung, die ihr auf der Zunge lag. Natürlich, jedes Mal, wenn sie ihn brauchte, war er entweder nicht da oder auf dem Weg weg. Und wie immer hinterließ er Marthe in irgendeiner Form von Chaos, gefühlsmäßig oder ganz einfach in einer Wohnung, in der es aussah wie nach einem Bombenangriff. Meist beides. Sie stand fröstelnd in ihrem dünnen Wollpulli auf der Strasse und sah ihm nach, bis die Rücklichter um die Ecke verschwunden waren. Exit Stefan. Wieder eine Chance dahin, sie hatte ihn wieder nicht zur Rede gestellt.

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