Susanne B. Kock - Wilhelmina

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Als Marthe nach dem plötzlichen Tod ihrer wohlhabenden Tante Wilhelmina deren herrschaftliche Villa in Kopenhagen erbt, glaubt sie damit, ihre finanziellen Probleme ein für alle Mal gelöst zu haben. Doch das Erbe, das in Marthes Phantasie bereits die solide Grundlage für eine sorgenfreie Zukunft bildet, erweist sich bei näherem Hinsehen als ein sehr viel aufwändigeres und vielschichtigeres Projekt als sie sich vorgestellt hat. Marthe erkennt schnell, dass das alte Haus Überraschungen bereithält, die über eine unerwartet kostenträchtige Renovierung weit hinausgehen. Beim Lesen ihrer Tagebücher entdeckt Marthe das fürchterliche Geheimnis ihrer Tante, die sich trotz harter Zeiten in Kriegs- und Nachkriegszeit nicht hat unterkriegen lassen und selbst die schwersten Schicksalsschläge äußerlich unbeschadet bewältigt hat. Während Marthe sich, hilfreich unterstützt vom ebenso loyalen wie charmanten Anwalt ihrer Tante, durch den zähen Prozess von Renovierung und Hausverkauf hindurchkämpft, räumt sie dabei nicht nur im Nachlass ihrer Tante auf, sondern schafft es gleichzeitig, in ihrem eigenen, chaotischen Gefühlsleben eine lange überfällige Entscheidung zu treffen, die ihr endlich den Weg in eine selbst bestimmte Zukunft ermöglicht.

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So harmlos, dass sie Stefan nichts davon erzählte, als er vom Büro aus anrief und fragte, wann sie denn gedächte, zurück nach Hamburg zu kommen. Marthe musste wirklich etwas mehr Ordnung in ihr Leben bringen, diese ganzen Heimlichkeiten passten ihr nicht. Sie log Stefan an, Stefan log seine Frau an und Stefan log sicher auch Marthe an. Optimale Voraussetzung für eine vertrauensvolle Partnerschaft. Warum war es nur so schwer, mit Stefan offen über die Zukunft zu reden, er sagte doch selbst oft, dass es so nicht weitergehen konnte. Während seines letzten, überraschenden Besuchs hatte sie sich wieder nicht zusammenreißen können, die entscheidenden Antworten zu fordern. Die paar Stunden, in denen sie zusammen waren, wollte sie nicht auch noch mit Diskussionen vermiesen. Mit Stefan fühlte sich das Leben immer so an, als wäre der graue Alltag eine Weile weggeschoben. Mehr Farbe, mehr Tempo, mehr Spaß. Sie konnte sich nicht erinnern, jemals mit einem anderen Menschen soviel zusammen gelacht zu haben. Auf der anderen Seite führte sie ein heimliches Doppelleben, obwohl sie eigentlich nichts zu verbergen hatte. Marthe konnte nicht die Augen davor verschließen, dass Stefan sich aus allen Bereichen ihres Lebens, die sich als potenzielle oder reelle Problemzonen erwiesen, konsequent heraushielt. Wohnungsprobleme, Streitigkeiten mit dem Chef oder in der Firma. Alle diese und ähnliche Trivialitäten des Alltags langweilten ihn. Nicht, dass er ihr nicht aufmerksam zuhörte. Das tat er oft. Typisch lang ausgestreckt im zerwühlten Bett, einen Arm hinter dem Kopf verschränkt, den anderen mit der Zigarette beschäftigt. In dieser Position lauschte er mit aufmerksamem Gesichtsausdruck ihren Klagen, bis zu dem Punkt, an dem er ihr ins Wort fiel und eine Lösungsmöglichkeit skizzierte. Wenn Marthe danach trotz seines in der Regel äußerst pragmatischen, und wie er selbst fand leicht umsetzbaren, Lösungsangebots ihren Problembericht fortsetzte, wurde er ungeduldig. „Warum kannst du nicht einfach“, lautete seine Standardeinleitung und er konnte einfach nicht verstehen, dass das eben so einfach nicht ging. Manchmal stritten sie sich dann über Kleinigkeiten, wie seinen großzügigen Umgang mit Zeitangaben „so zwischen fünf und sechs“ und ihr Bedürfnis nach Planung und Ordnung, einem Mindestmass an Normalität. Irgendwann eskalierten diese fruchtlosen Diskussionen und Marthe schrie ihm wütend und ohnmächtig ihr ultimatives Argument ins Gesicht. „Warum kannst du dich nicht einfach scheiden lassen!" Was Stefan fuchsteufelswild machte, denn im Gegensatz zu Marthes relativ simplen Problemstellungen war die Lösung seiner Probleme selten einfach. Das musste sie doch wirklich einsehen.

Marthe seufzte aufgebend und streichelte Gustav, der erschöpft vom nachmittäglichen Ausflug in die Wildnis der Villengärten, zu ihren Füssen eingeschlafen war und leise schnarchte. Ab und zu lief ein krampfartiges Zittern durch seinen Katzenkörper und er fuhr die Krallen aus. Marthe war offenbar nicht die einzige, die sich mit ungelösten Problemen herumschlug. Sie würde dieses Dilemma heute ohnehin nicht mehr lösen können, es würde sich schon alles historisch entwickeln. Heute Abend würde sie erstmal ein paar Weihnachtskarten schreiben und sich danach zusammen mit einer Flasche Rotwein aus dem gut bestückten Keller über Tante Wilhelms Briefe hermachen.

4.

„Dieses Mal haben wir ja richtiges Kaiserwetter und der Wind - wie bestellt.” Gerhard Mathiesen ließ sich mit einem zufriedenen Gesichtsausdruck in den Korbstuhl fallen und sandte ein breites Lächeln in die Runde. Er hatte einen herrlichen Tag auf der Förde hinter sich, sein kräftiges, dunkelblondes Haar war sonnengebleicht weizenblond, sein Gesicht gebräunt, auf dem Nasenrücken und den Ohrmuscheln pellte die Haut leicht ab. Wenn er lächelte, und das tat er oft und gerne, zeigte er ein fast makelloses Gebiss, in dem nur ein leicht schiefer Schneidezahn im Obermund aus der Reihe tanzte. „Auf eine ordentliche Platzierung!” Er erhob sein Bierglas, dessen Schaumkrone unter leisem Knistern in sich zusammensank und sandte ein herzliches Lächeln in Richtung Wilhelmina, die sich fröstelnd an einer Tasse Tee zu wärmen suchte und ihm einen strahlenden Blick zurücksandte. Wenn sie sich im Freundeskreis umschaute, dann hatte sie mit Gerhard wirklich ins Schwarze getroffen. Beim Gedanken daran, dass sie ihn in sechs Wochen heiraten würde, lief ihr ein erwartungsvoller Schauer über den Rücken. Ein neues, aufregendes Leben. Weg aus dem elterlichen Haus mit seinen ehernen Regeln, ein eigenes Heim stiften, in der Großstadt leben.

Es war ein lauer, heller Frühsommerabend, der aber hier draußen und so nahe am Wasser immer noch die Kühle des Frühlings spüren ließ. Sie saßen unter der Markise auf der Terrasse des Kaiserlichen Yachtklubs mit Blick über das Hindenburgufer und den Olympia Segelhafen, in dem selbst zu diesem Zeitpunkt noch reges Treiben herrschte. Gerhard hatte wie immer einen Haufen Freunde und Segelkameraden um sich, in deren Gesellschaft er wie gewöhnlich zu Hochtouren auflief. Mit jeder Runde Bier stieg die Stimmung am Tisch, die Stimmen wurden lauter und alle außer Wilhelmina, die nach mehreren vergeblichen Versuchen, ein paar Minuten mit Gerhard unter vier Augen zu verbringen, ihr Unterfangen leicht verärgert aufgab, schienen sich köstlich zu amüsieren.

„Ich glaube, ich gehe nachhause, ich friere und bin müde." Eigentlich war die geflüsterte Mitteilung nur für die Ohren Amalies, Wilhelminas bester Freundin, bestimmt gewesen. Aber deren aufmerksamer Tischnachbar musste auf jeden Fall irgendetwas von frieren verstanden haben und bot Wilhelmina umgehend einen dicken blauen Wollpullover an, den er ihr trotz höflichen Protests mit einem galanten „auch wenn er für soviel zarte Schönheit viel zu grob ist“, um die Schultern legte. Wilhelmina dankte dem großzügigen Geber und versuchte sich krampfhaft an seinen Namen zu erinnern. Sie hatte ihn bisher nur ein paar Mal in der Freundesklicke gesehen. Groß, sehr schlank, fast schlaksig, mit einem ernsten, trotz seiner jungen Jahre bereits deutlich markierten Gesicht. „Ein wirklich interessantes Gesicht, das von seiner Lebenserfahrung zeugt“, hatte Beatrix kommentiert, als sie ihn im Verlaufe mehrerer Tänze bis an die Grenze des Höflichen ausgefragt und sowohl Aussehen als auch Physiognomie so sorgfältig registriert hatte, dass sie das Ergebnis später ihren Freundinnen referieren konnte. Er kam irgendwo aus Skandinavien, Schweden oder Dänemark, Wilhelmina erinnerte sich nicht so genau. „Vielen Dank“, sie lächelte erneut und kuschelte sich in den Pullover, „aber das wäre wirklich nicht nötig gewesen, ich bin ohnehin auf dem Weg.“ „Deswegen brauchen Sie doch nicht zu frieren.“ Seine graublauen Augen musterten sie eindringlich. Er streckte ihr seine Hand entgegen. „Laurids Rastrup, ich weiß nicht, ob Sie sich an mich erinnern, ich segele ein wenig zusammen mit Gerhard und Winfried." Er ging hinter Wilhelminas Stuhl in die Knie, so dass ihre Köpfe auf gleicher Höhe waren. „Segeln Sie auch?" Er sah ihr bei dieser banalen Frage so intensiv und unverwandt ins Gesicht, dass sie verwirrt die Augen niederschlug. „Ja, aber nur zum Vergnügen, die Kampfhandlungen bei den Regatten überlasse ich den sportlichen Herren hier." Ihr rechter Arm beschrieb einen vagen Halbkreis über die Runde der ziemlich aufgekratzten jungen Männer, deren Gesichter deutliche Spuren der kräftigen Sonne aufwiesen. „Sie sind neu im Club, nicht wahr? Ich habe Sie hier noch nie gesehen, wir anderen sind in der Saison schon fast Stammgäste.” Wilhelmina brach ab, sah sich schnell in der Tischrunde um und stellte fest, dass alle Aufmerksamkeit auf Gerhard gerichtet war, der gerade eine täuschend echte Imitation seines Chefs lieferte. Applaus und Gelächter. Dem dankbaren Publikum liefen bereits die Tränen über die Wangen, aber es verlangte mehr. Gerhard ergab sich. „Also gut, einen noch, dann ist aber auch Schluss für heute! Meine Damen und Herren, darf ich vorstellen: Marlene …. die Dietrich!“ Wilhelmina wusste, dass Gerhard die nächsten Minuten vollauf mit seinen Parodien beschäftigt sein würde und wandte sich erneut Laurids zu. Der verfolgte interessiert und lachend Gerhards gelungenen Auftritt, wobei er in der unbequem anmutenden, gebeugten Stellung neben ihrem Stuhl ausharrte. „Um Ihre Frage zu beantworten. Nein, ich bin nur Gast und leider auch nur auf der Durchreise während der Kieler Woche. Nächste Woche geht’s wieder ab nachhause.“ Die Stimmung am Tisch wurde immer ausgelassener und mit schöner Regelmäßigkeit erscholl ein Prost von einem der Teilnehmer in der Runde. Wilhelmina beugte sich weiter über die Stuhllehne, so dass ihre Gesichter sich fast berührten. „Und das ist wo?" Er sah sie desorientiert an.

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