Susanne B. Kock - Wilhelmina

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Als Marthe nach dem plötzlichen Tod ihrer wohlhabenden Tante Wilhelmina deren herrschaftliche Villa in Kopenhagen erbt, glaubt sie damit, ihre finanziellen Probleme ein für alle Mal gelöst zu haben. Doch das Erbe, das in Marthes Phantasie bereits die solide Grundlage für eine sorgenfreie Zukunft bildet, erweist sich bei näherem Hinsehen als ein sehr viel aufwändigeres und vielschichtigeres Projekt als sie sich vorgestellt hat. Marthe erkennt schnell, dass das alte Haus Überraschungen bereithält, die über eine unerwartet kostenträchtige Renovierung weit hinausgehen. Beim Lesen ihrer Tagebücher entdeckt Marthe das fürchterliche Geheimnis ihrer Tante, die sich trotz harter Zeiten in Kriegs- und Nachkriegszeit nicht hat unterkriegen lassen und selbst die schwersten Schicksalsschläge äußerlich unbeschadet bewältigt hat. Während Marthe sich, hilfreich unterstützt vom ebenso loyalen wie charmanten Anwalt ihrer Tante, durch den zähen Prozess von Renovierung und Hausverkauf hindurchkämpft, räumt sie dabei nicht nur im Nachlass ihrer Tante auf, sondern schafft es gleichzeitig, in ihrem eigenen, chaotischen Gefühlsleben eine lange überfällige Entscheidung zu treffen, die ihr endlich den Weg in eine selbst bestimmte Zukunft ermöglicht.

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„Wissen Sie, ich bin nicht gerade das, was man einen begnadeten Tänzer nennt. Ich glaube, man wird mich in der Runde nicht weiter vermissen“, erwiderte er im gleichen spöttisch verlegenen Ton wie am letzten gemeinsamen Abend. „Für mich sah es eigentlich so aus, als würden sie sich glänzend amüsieren und ich bin mir sicher, dass Trixi Ihnen sicher gern auf die Sprünge geholfen hätte“, kam es ungewollt schnippisch. „Ach, ich glaube, dass die schöne Beatrix den Verlust eines einzelnen Anbeters verschmerzen wird.“ Er sah sie an und lächelte. „Und wenn nicht, dann kauft Papa ihr sicher einfach einen Neuen.“ Wilhelmina musste lachen. „Dafür, dass Sie neu in der Klicke sind, haben sie schon viel begriffen“. Er zuckte mit den Schultern. „Übung macht den Meister, darf ich Sie denn nun begleiten? Ich kenne den Weg.“

Sie gingen schweigend durch die menschenleere Forstbaumschule. Ab und zu das Rascheln eines Vogels in den trockenen Blättern, ansonsten war es so still, dass sie den Kies unter den Schuhen knirschen hörte. Trotz der späten Stunde war es immer noch nicht richtig dunkel, die hellen Blüten in den Jasminbüschen leuchteten und sandten intensive Duftschwaden in die Sommernacht. Laurids versuchte mehrmals ein Gespräch anzufangen, verstummte aber stets nach einem einleitenden Räuspern. „Wollen wir uns nicht ein bisschen hinsetzen und den herrlichen Abend genießen“, sagte er endlich, als sie die grünlich schimmernde Apollonstatue in der Mitte des Parks passierten. Er griff nach ihrer Hand und zog sie auf eine der Bänke, die von einem Spalier blühender Rosen überdacht im Halbkreis um den Sockel der Statue gruppiert standen. „Netter als im Biergarten und mit einem entschieden angenehmeren Publikum.“ Er klopfte zwei Zigaretten aus der Packung. Wilhelmina nahm sie dankbar an. „Warum sind Sie eigentlich in Kiel, nur zum Segeln?“ „Nein, schön wär’s, ich bin hauptsächlich zum Arbeiten hier. Das Segeln ist nur eine Nebenbeschäftigung. Ganz genau genommen bin ich zum Forschen gekommen. Hier in Deutschland ist man bei der Erforschung von antibakteriellen Wirkungen gewisser Stoffe wesentlich weiter als bei uns in Dänemark. Und dieses Gebiet hat beruflich mein allergrößtes Interesse. Die Frage ist: Wie kann man bakterielle Infektionen wirkungsvoll und billig bekämpfen? Wie kann man das Kindbettfieber ausrotten, verhindern, dass Kinder an Diphtherie sterben, Epidemien aufhalten. Domagk, unzweifelhaft eine der größten Koryphäen auf diesem Gebiet hat zwar der Universität den Rücken gekehrt, aber deswegen ist der Forschungseinsatz in der Stadt hier immer noch beachtlich.“ Er zog an der Zigarette und für eine Sekunde tauchte die Glut sein Gesicht in ein weiches warmes Licht. „Ach und ich dachte, Sie wollten in den Urwald.“ Wilhelmina hörte sich fast enttäuscht an. „Urwald tja“, er lachte leise, ja ich will auf jeden Fall eine Zeitlang in Ländern arbeiten, in denen die Menschen nicht so privilegiert sind, dass sie an jeder Ecke einen Arzt oder ein Krankenhaus zur Verfügung haben. Ich möchte gerne etwas ausrichten, etwas für die Schwächsten tun, um die sich sonst niemand kümmert. Menschen, die schon von Geburt an benachteiligt sind, nur weil ihre Mütter arm oder krank oder ungebildet sind oder alles auf einmal, ich möchte“, er schlug mit der geballten Faust auf die Bank, „ich möchte mit den Mitteln, die mir zur Verfügung stehen, die Chancen für einige Menschen verändern, selbst wenn es sich nur um eine Handvoll handelt.“ Er holte tief Luft, strich sich mit der Hand durchs Haar und schickte Wilhelmina, die ihn nach diesem unerwarteten Ausbruch stumm und wie vom Donner gerührt ansah, einen trotzigen Blick. „Passt nicht ganz in die herrschende Ideologie, ist mir schon klar, aber ich…“ er stockte und suchte nach dem passenden Ausdruck. „Ich kann einfach nicht anders.” Wilhelmina betrachtete ihn, immer noch stumm. Nach diesem Redeschwall ließ er sich wohl kaum mit einer schlagfertigen Antwort, ihrer Standardlösung, wenn es galt sich ohne Gesichtsverlust aus einer gefühlsmäßig brenzligen Situation zurückzuziehen, abspeisen. „ Ähm, also ich … ich…“, sie blickte ihn hilflos an, bemerkte den Wechsel in seinem eben noch fast zornigen Gesichtsausdruck, spürte seine Hände und Sekundenbruchteile später seinen Mund auf ihrem. Sie registrierte, dass sein Körper, der sich an sie drückte schmal und sehnig war, schmeckte seine salzigen Lippen und fand mehr von dem schweren Moschusduft, den sie bereits am ersten Abend in schwacher Ausgabe an seinem Pullover wahrgenommen hatte. Wilhelmina wurde leicht schwindlig, sie fühlte, dass langsam der feste Boden unter ihren Füssen verschwand und durch Watte ersetzt wurde. Eine heiße Welle fuhr durch ihren Körper, sie spürte den Pulsschlag im Unterleib und dachte plötzlich an D.H. Lawrence. Mit bebenden Lippen hatte sie seine Romane verschlungen, ihre Lieblinsgabschnitte wieder und wieder gelesen, bis sie sie auswendig kannte. Und jetzt saß sie hier und erlebte am eigenen Leib, was sie nur in der Welt der Literatur für möglich gehalten hatte. „Jetzt bist du dran Wilhelmina“, fuhr es ihr durch den Kopf, als die Berührung von Laurids Händen erneut eine Welle heftiger Schauer in ihr auslöste und er ihr mit heiserer Stimme unverständliche Zärtlichkeiten ins Ohr murmelte. „Laurids, nein … bitte nicht.“ Sie setzte ihm mit der Andeutung einer abwehrenden Geste ihre Hände auf die Brust. „Wir dürfen nicht, wir… Laurids ich bin verlobt, du musst …“. „Psst“, er strich ihr behutsam eine Haarsträhne aus dem Gesicht und sah ihr ernst in die Augen. „Wilhelmina, ich liebe dich! Seit ich dich bei Lüthjes zum ersten Mal gesehen habe, bist du mir nicht mehr aus dem Kopf gegangen. Deine Augen, deine Stimme, dein Duft. Das Erste, was ich morgens beim Aufwachen denke ist, wie ich es wohl anstelle, dir zufällig zu begegnen und das Letzte, was ich vor dem Einschlafen denken kann, ist , wie wunderbar es wäre, dich für immer an meiner Seite zu haben.“ Wilhelmina öffnete den Mund, um zu protestieren, aber er legte ihr nur vorsichtig einen Finger auf die Lippen, nahm ihre Hand und fuhr fort. „Du bist die Frau, von der ich mein Leben lang geträumt habe, wir beide, wir könnten …Wilhelmina, willst du mit mir zusammen die Welt retten?" Trotz der dick aufgetragenen Ironie hatte er eine solche Inbrunst in diese Frage gelegt, dass Wilhelmina plötzlich aufging, dass es sich hier nicht um einen heftigen Flirt handelte, sondern dass es ihm Ernst war. Sie hatte gerade hier auf der Parkbank den zweiten Heiratsantrag ihres Lebens erhalten und im Gegensatz zum ersten, war dieser unerwartet gekommen, äußerst romantisch und mit einem dramatischen Zug versehen. Wilhelmina fühlte sich verliebt in Laurids und die besondere Stimmung, geschmeichelt, verunsichert und sah sich außer Stande zu irgendetwas auf vernünftige Art und Weise Stellung zu nehmen. Am liebsten hätte sie ihren Kopf an seine Brust gelegt, und ihm versprochen, ihm bis ans Ende der Welt zu folgen. Notfalls mit nichts anderem als dem Kleid, das sie auf dem Leibe trug. Auch wenn sie diesen ernsthaften mageren Kerl so gut wie gar nicht kannte, fühlte eine solche Entscheidung sich einfach richtig an. Seit ihren Backfischjahren hatte Wilhelmina bereits mehrere Bekanntschaften mit jungen Männern hinter sich, war Flirts im Allgemeinen nicht abgeneigt und nahm männliche Schwärmerei als selbstverständlich hin und zumeist auf die leichte Schulter. Aber hier, mitten in der hellen Sommernacht im menschenleeren Park, zusammen mit diesem unerwartet leidenschaftlichen Verehrer, musste sie sich eingestehen, dass sie noch nie in ihrem 20-jährigen Leben derartige Gefühle für einen Mann empfunden hatte. Nicht einmal für Gerhard und mit dem war sie immerhin verlobt. Gerhard war mehr wie ein großer Bruder, mit ihm konnte man etwas unternehmen, sich amüsieren, fühlte sich beschützt und geborgen. Wo er auftauchte, war immer irgendetwas los, er war der geborene Alleinunterhalter.

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