Susanne B. Kock - Wilhelmina

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Als Marthe nach dem plötzlichen Tod ihrer wohlhabenden Tante Wilhelmina deren herrschaftliche Villa in Kopenhagen erbt, glaubt sie damit, ihre finanziellen Probleme ein für alle Mal gelöst zu haben. Doch das Erbe, das in Marthes Phantasie bereits die solide Grundlage für eine sorgenfreie Zukunft bildet, erweist sich bei näherem Hinsehen als ein sehr viel aufwändigeres und vielschichtigeres Projekt als sie sich vorgestellt hat. Marthe erkennt schnell, dass das alte Haus Überraschungen bereithält, die über eine unerwartet kostenträchtige Renovierung weit hinausgehen. Beim Lesen ihrer Tagebücher entdeckt Marthe das fürchterliche Geheimnis ihrer Tante, die sich trotz harter Zeiten in Kriegs- und Nachkriegszeit nicht hat unterkriegen lassen und selbst die schwersten Schicksalsschläge äußerlich unbeschadet bewältigt hat. Während Marthe sich, hilfreich unterstützt vom ebenso loyalen wie charmanten Anwalt ihrer Tante, durch den zähen Prozess von Renovierung und Hausverkauf hindurchkämpft, räumt sie dabei nicht nur im Nachlass ihrer Tante auf, sondern schafft es gleichzeitig, in ihrem eigenen, chaotischen Gefühlsleben eine lange überfällige Entscheidung zu treffen, die ihr endlich den Weg in eine selbst bestimmte Zukunft ermöglicht.

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„Was ist … na, Sie meinen mein Zuhause. Wo, tja, das weiß ich auch noch nicht so genau, erstmal in Kopenhagen und dann…“ Er zog die Schultern hoch und runzelte nachdenklich die Stirn, „Tja dann irgendwo, wo … wo eben Ärzte fehlen. Malariaverseuchte Gebiete in Asien oder Afrika, Pockenbekämpfung in Indien, zu tun gibt es ja genug, ich muss mich nur entscheiden, wo ich anfangen will.” Er verlagerte sein Gewicht, um sich die gebückte Stellung erträglicher zu machen, machte aber keine Anstalten zu seinem Stuhl zurückzukehren.” „Aha, Sie sind anscheinend so ein richtiger Dr. Livingstone", erwiderte Wilhelmina amüsiert. „Was sagt denn ihre Familie zu Ihren Reiseplänen. So ganz ungefährlich ist das doch wohl nicht.“ Sie verzog den Mund und machte eine aufgebende Geste mit den Händen. „Wissen Sie, meine Mutter ist schon bekümmert, weil ich bald nach Hamburg in die sündige Grosstadt ziehe, aber Afrika. Das hört sich wirklich so an als könnte man sich Sorgen machen. Ist doch alles noch sehr unzivilisiert da unten, nicht wahr?" Wilhelmina versuchte ihren Stuhl etwas weiter in Richtung Laurids zu drehen, ohne dabei ihren Nachbarn anzustoßen. „Ach wissen Sie, in meiner Familie bekümmert man sich nicht so sehr, meine Eltern haben mir nie reingeredet, haben immer darauf vertraut, dass ich das Richtige wähle." Er runzelte die Stirn und fügte nachdenklich hinzu, „obwohl meine Mutter mich wohl sehr viel lieber in irgendeiner Oberarztstellung im zivilisierten Kopenhagen sehen würde als in der Wildnis. Ich bin mir sicher, sie teilt Ihre Auffassung von den barbarischen Lebensumständen. Für meine Mutter fangen die allerdings schon beim Überschreiten der Stadtgrenze von Kopenhagen an." Er lachte trocken. „Ach, ich bewundere Menschen, die freiwillig die Zivilisation verlassen, um anderen zu helfen”, stieß Wilhelmina mit schwärmerischem Augenaufschlag hervor. „Ich glaube nicht, dass ich das könnte. Ich würde die Annehmlichkeiten hier doch allzu sehr vermissen und natürlich das Kulturelle.” „Na ja, das mit den Annehmlichkeiten der Zivilisation und der Kultur ist ja wohl auch eine Frage des Standpunktes.” Er schickte ihr ein etwas unsicheres, ironisches Lächeln. „Angesichts der gegenwärtigen politischen Entwicklung in Europa muss man sich ja wirklich fragen, wie viel von der so hochbesungenen weißen Zivilisation da noch übrig ist." „Sie meinen wegen der Nationalsozialisten“, unterbrach Wilhelmina schnell. Sie wollte dieses Gespräch nicht in einem langweiligen politischen Exkurs enden lassen. Diese ewige Politik, sie hatte das ganze Gerede so satt, konnte man sich wirklich nicht mehr privat mit einem Ausländer unterhalten, ohne sich gleich für die gesamte deutsche Innen- und Außenpolitik rechtfertigen zu müssen? Wilhelmina steckte sich leicht verärgert eine Zigarette zwischen die Lippen und hielt Laurids mit einer brüsken Bewegung die Schachtel direkt vor die Nase. Als er ihr Feuer gab, streifte seine Hand ihre Wange und sie merkte eine leichte Gänsehaut. „Wissen Sie Laurids“, Wilhelmina stieß heftig eine Rauchwolke aus, „ich glaube das ganze Theater ist bald vorbei, dann haben die Leute die Uniformen, den Gleichschritt und das Geschreie gänzlich satt. Warten Sie's ab, wenn die Arbeitslosigkeit weiter fällt und alles wieder vorwärts geht, und wir wieder wer sind in der Welt, dann heißt es der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, der Mohr kann gehen.” „Tja, die Frage ist nur, ob es so einfach ist, ihn dann noch zum Gehen zu bewegen. Er sitzt doch mittlerweile nicht nur in Deutschland fest im Sattel. Ich bin da in der Beurteilung der Situation sehr viel skeptischer, aber Ihr Wort in Gottes Ohr.“ Laurids sandte ihr einen ernsten Blick. Mit einer ungeduldigen Handbewegung wedelte sie den Rauch zwischen ihren Gesichtern fort und sah ihm direkt in die Augen. „Sie können sich gar nicht vorstellen wie leid ich, und das gilt auch für alle meine Freunde, wie leid wir es sind, immer für die Fehler unserer Regierung verantwortlich gemacht zu werden.“ Sie brach ab und verzog schmollend den Mund. „Sehen Sie, wir sind hergekommen, um uns zu amüsieren und zu feiern und was machen wir? Wir reden über Politik. Zu welchem Nutzen denn überhaupt. Wir beide können doch ohnehin jetzt nichts ändern.“

Laurids seufzte fast unhörbar, lächelte sie an und tätschelte mit einer schnellen Bewegung ihre Hand auf der Stuhllehne. „Nein, da haben Sie wohl recht, wir können es nicht ändern. Auf keinen Fall hier vom Tisch aus.“ Er erhob sich langsam, holte tief Luft und sagte in einem betont sorglosen Tonfall „also dann wollen wir uns den schönen Sommerabend nicht mit der dummen Politik verderben. Außerdem werde ich hier noch ganz steif in den Knien, darf ich Sie nach Hause begleiten?“ Wilhelmina zögerte. „Ich weiß nicht recht“, sagte sie unsicher, aber wenn es für Sie kein Umweg ist." Sie erhob sich, winkte hastig in die fröhliche Runde, in der die Stimmung zu kulminieren schien, warf Gerhard, der gerade drei faszinierten Zuhörern mit ausladenden Armbewegungen ein besonders geglücktes Wendemanöver an der Boje beschrieb, eine Kusshand zu und flüsterte Amalie einige kurze Abschiedsworte ins Ohr. Sie verließ die Terrasse zusammen mit Laurids, zog den Pullover enger um die Schultern und ging wortlos neben ihm her. Die sichere Unbefangenheit, die Wilhelmina in der lauten Tischrunde von Freunden und Bekannten gefühlt hatte, war plötzlich verschwunden. Keiner von beiden machte Anstalten, das Gespräch wieder aufzunehmen. Sie begann erneut zu frösteln. Es war spät geworden, die abendlichen Spaziergänger waren verschwunden und nach dem fröhlichen Lärm auf der Terrasse machte sich die nächtliche Stille doppelt bemerkbar. Die Förde schwappte glucksend gegen das Bollwerk und ließ die flachen hölzernen Pontons an den Brücken seicht auf- und niedertanzen. Sie begegneten einem engumschlungenen Liebespaar, das für den Reiz der hellen Sommernacht keinen Blick hatte und vereinzelten Nachtwanderern, die sich im Schlingerkurs in die Richtung bewegten, in der sie ihr Bett vermuteten. Plötzlich blieb Laurids stehen, sah nachdenklich über die stille, dunkle Förde und sagte wie zu sich selbst „am meisten werde ich diese Nächte vermissen. Für mich ist es die schönste Zeit des Jahres, wenn es fast nicht dunkel wird, wenn morgens um vier schon die Vögel singen."

„Und wenn es endlich frische Erdbeeren mit Schlagsahne und Spargel gibt", fiel Wilhelmina ihm munter ins Wort, erleichtert endlich das Schweigen brechen zu können. Er sah sie verdutzt an, stimmte dann aber in ihr fröhliches Lachen ein.

„Ja, das wird mir auch schwer fallen, ein Sommer ohne Erdbeeren und neue Kartoffeln, stattdessen Maisgrütze und Kalebassenbier, wenn's mal ganz hoch hergeht. Aber wer die Menschheit retten will, der muss eben ein paar Opfer bringen", bemerkte er mit einem ironischen Lächeln in ihre Richtung. Wilhelmina gluckste und ging auf seinen Tonfall ein. „Hört sich eigentlich mehr nach Abenteuer als nach Opfer an. Erdbeeren kann man dann ja immer noch hinterher essen. Also, weil man ja irgendwann zurückkommt, nicht wahr”, fügte sie rasch hinzu.

„Hätten Sie Lust nach Afrika zu gehen, ohne fließend Wasser, ohne Annehmlichkeiten der Zivilisation? Ich hatte Sie eigentlich mehr für“ „das beschützte Töchterchen aus gutem Hause gehalten", vollendete sie spöttisch seinen Satz. „Deswegen kann man doch aber trotzdem vom großen Abenteuer träumen, oder?” „So habe ich das nicht gemeint, ich wollte sie nicht verletzen“, murmelte Laurids verlegen. „Ich finde Sie ganz be …“, er brach ab, und beeilte sich, in einem anderen Tonfall fortzusetzen. „Also, ich dachte nur, also die Mädchen, mmh jungen Damen, die ich so kenne, die wollen schon gerne nach Afrika oder Indien, aber wenn ich dann erzähle, wo ich da hin will und was ich da will, dann erlischt die Begeisterung immer sehr schnell.“ Er räusperte sich und schwieg. „Na, dann kennen sie jetzt eben eine, die nicht so ist”, antwortete Wilhelmina schnippisch und sah ihm herausfordernd in die Augen. Er hielt ihrem Blick stand und kniff leicht die Augen zusammen. „Dann kommen Sie doch einfach mit!”

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