Susanne B. Kock - Wilhelmina

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Als Marthe nach dem plötzlichen Tod ihrer wohlhabenden Tante Wilhelmina deren herrschaftliche Villa in Kopenhagen erbt, glaubt sie damit, ihre finanziellen Probleme ein für alle Mal gelöst zu haben. Doch das Erbe, das in Marthes Phantasie bereits die solide Grundlage für eine sorgenfreie Zukunft bildet, erweist sich bei näherem Hinsehen als ein sehr viel aufwändigeres und vielschichtigeres Projekt als sie sich vorgestellt hat. Marthe erkennt schnell, dass das alte Haus Überraschungen bereithält, die über eine unerwartet kostenträchtige Renovierung weit hinausgehen. Beim Lesen ihrer Tagebücher entdeckt Marthe das fürchterliche Geheimnis ihrer Tante, die sich trotz harter Zeiten in Kriegs- und Nachkriegszeit nicht hat unterkriegen lassen und selbst die schwersten Schicksalsschläge äußerlich unbeschadet bewältigt hat. Während Marthe sich, hilfreich unterstützt vom ebenso loyalen wie charmanten Anwalt ihrer Tante, durch den zähen Prozess von Renovierung und Hausverkauf hindurchkämpft, räumt sie dabei nicht nur im Nachlass ihrer Tante auf, sondern schafft es gleichzeitig, in ihrem eigenen, chaotischen Gefühlsleben eine lange überfällige Entscheidung zu treffen, die ihr endlich den Weg in eine selbst bestimmte Zukunft ermöglicht.

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Das Schlimmste an diesem Verhältnis war die für Marthe ungewohnte Defensive, das ewige Sich-Verteidigen vor ihren Freunden. Auch wenn nur wenige es so offenherzig sagten wie Margrit, dann waren sich alle einig, dass dieser Stefan nie seine reiche Frau und sein etabliertes Familienleben in Blankenese aufgeben würde und dass Marthe gut daran täte, sich so schnell wie möglich aus dieser Beziehung zurückzuziehen. „Du bist noch einigermaßen frisch, siehst gut aus, bist intelligent, such Dir einen, der mehr als nur Bettakrobatik jagt. Wenn du noch ein paar Jahre wartest, sind nur noch die Gebrauchten und Angedetschten übrig und du wirst ja auch nicht jünger", pflegte Margrit mahnend zu sagen, wenn das Thema auf Zukunft und Träume kam. Margit musste es wissen, hatte sie sich doch rechtzeitig einen intelligenten und begabten Mann an der Uni besorgt, der mit der gleichen Selbstverständlichkeit mit der Margit nach dem Examen ins Berufsleben einstieg seinen Anteil an Kindern und Haushalt übernahm. Ewald verdiente anständig als Forscher in der Medizinalindustrie, er liebte seine Frau und seine Kinder, wollte sogar noch mehr, was er auch laut sagte, reparierte Autos und Waschmaschinen, las Bücher und den Kulturteil der Zeitung, tapezierte die schrägsten Dachkammern mit Mustertapeten und ging lieber ins Kino als vor dem Fernseher einzuschlafen. Marthe war manchmal richtig neidisch auf Margit. Nicht auf deren heile Welt, sondern auf das Selbstverständnis, mit der sie diese heile Welt mit dem perfekten Mann, den wohlgeratenen Kindern und dem passenden Job einfach für sich als richtig und verdient beanspruchte. Das war das Leben, was sie leben wollte, sie hatte es sich erarbeitet, kein Grund irgendjemandem außer sich selbst dafür dankbar zu sein oder sich durch Zweifel am eigenen Wert zu zermürben. Wenn man so einen Mann und so ein Leben wie Margrit hatte, dann war es einfach, anderen Vorträge zu halten.

Marthe stöhnte leise und dachte zum x-ten Mal über die Sackgassensituation ihres eigenen Lebens nach. Über ihre Unfähigkeit etwas Entscheidendes in die richtige Richtung zu unternehmen, sei es in Beziehung auf Job, Finanzen oder Privatleben. Sie zündete sich eine Zigarette an und beschloss jetzt - jetzt sofort - etwas zu ändern. Sie würde Stefan anrufen und die seit langen ausstehende Entscheidung provozieren. Er hatte über ein Jahr lang Zeit gehabt, sich selbst und seine Familie darauf vorzubereiten, während Marthe schon nach der ersten Begegnung - überzeugt davon, den Mann ihres Lebens getroffen zu haben - ihr ganzes Leben auf die kleinen Lücken und Freiräume in seinem ausgerichtet hatte. Damit musste jetzt Schluss sein.

Marthe erhob sich resolut, suchte in ihrem Kalender nach seiner Privatnummer, die sie nur für den alleräußersten Notfall, der nie eintreten würde, notiert hatte. Zweimal legte sie den Hörer blitzschnell wieder auf, nachdem sie die lange Nummer schon eingetastet hatte. Sie zündete sich eine frische Zigarette an, tastete erneut und lauschte auf das Freizeichen, das mit einer Sekunde Verspätung zu hören war. Ihr Magen rebellierte und sie konnte merken, dass ihre Hände schweißnass wurden. „Hier ist Anna, wer ist da?" Eine dünne Kleinmädchenstimme, im Hintergrund das Klirren von Gläsern, Lachen, Frauenstimmen. „Anna, wer ist dran?" Marthe legte schnell die Hand auf die Gabel. „Tschuldigung, falsch verbunden”, murmelte sie in die tote Leitung und legte den Hörer auf. Nein, so ging das nicht. Nicht am Telefon, sie musste ihn sehen, ihm gegenübersitzen, seine unmittelbare Reaktion merken. Aber zumindest ein Datum musste sie mit ihm abmachen. Zögernd griff sie erneut nach dem Hörer und fuhr erschreckt zusammen, als das Telefon im selben Augenblick schrill zu läuten begann.

„Guten Abend Frau Twiete, ich hoffe, dass ich nicht störe, mein Name ist Mads Grønholt von der Kanzlei Berg, Madsen & Grønholt. Ich weiß nicht, ob Sie sich an mich, erinnern wir haben uns auf der Beerdigung ihrer Tante begrüßt, hhmm, wir, … unsere Kanzlei hat Ihrer Tante juristischen Beistand geleistet.” Marthe musste ein Lachen unterdrücken. Offenkundig einer von Tante Wilhelms geschmähten Winkeladvokaten, der Beute roch. Sie ließ die Gesichter der dunkelgekleideten Herren Revue passieren. Zu viele neue Namen, zu viele geschüttelte Hände, wahrscheinlich einer der distinguierten Grauchen um die 70, obwohl sich die Stimme jünger und eigentlich noch ziemlich agil anhörte. „Nein, es tut mir leid, aber ich kann mich wirklich nicht an Sie erinnern, es waren so viele Menschen in der Kirche …”

Er unterbrach sie und ersparte ihr eine langatmige Entschuldigung. „Ach, Sie brauchen sich wirklich nicht zu entschuldigen“, sie registrierte sein leises, warmes Lachen. „Wenn es die nahe Familie trifft, hat man ja reichlich mit seinen eigenen Gedanken zu tun." Marthe bemerkte sein sehr gepflegtes, nahezu akzentfreies Deutsch, in dem nur die s-Laute seine skandinavische Herkunft verrieten. „Ich will Sie auch gar nicht weiter aufhalten, Sie haben bestimmt alle Hände voll zu tun mit dem Haus, ähm, der Hinterlassenschaft, ich, also ich wollte Ihnen nur unsere, also meine Hilfe anbieten.“ Er machte eine kleine Pause. „Ganz unverbindlich natürlich.”

„Och, ich habe eigentlich gar nicht so viel zu tun." Das war ihr einfach so rausgerutscht, kam aber von Herzen. „Oder besser gesagt, all das was getan werden muss, kann ich nicht selber machen”, erklärte sie lachend. „Vielleicht kann ich Ihnen ja etwas behilflich sein, wir haben hier doch zumindest unsere Verbindungen und Sie als Ausländerin”, er ließ den Rest des Satzes in der Luft hängen.

Fünf Minuten später hatte Marthe eine Verabredung zur frokost mit Mads Grønholt für den kommenden Donnerstag. Im Langeliniepavillon , „weil der ja gleich um die Ecke liegt und es dann nicht so schrecklich formell ist, wie in der Kanzlei.“ Es gab anscheinend eine ganze Menge Leute, die so grosse Stücke auf Ihre Tante gehalten hatten, dass sie jetzt sogar ihrer Nichte helfen wollten. Marthe war dankbar. Sie konnte angesichts ihrer baufälligen Erbschaft jede Hilfe gebrauchen. Auf dem Weg in die Küche dachte sie noch einmal kurz daran, Stefan anzurufen. „Ach was, jetzt habe ich schon fast ein Jahr gewartet, dann kann das auch noch bis morgen warten“, murmelte sie schulterzuckend, riss die Rolle mit den Schokoladenkeksen auf und schenkte sich den letzten lauwarmen Kaffee ein.

Der Langeliniepavillon war an diesem trüben Novembertag nur schwach besucht. Marthe war zehn Minuten zu früh gekommen, sie konnte sich nur schwer an die Tatsache gewöhnen, dass man beim Durchqueren von Kopenhagen im Auto weder größere Staus noch Parkplatzprobleme einkalkulieren musste. Außer ihrem Alfa standen nur drei Wagen auf dem Parkplatz direkt vor dem Restaurant. Das Gebäude war einer der typischen, kantig-schmucklosen Kästen, mit denen man in den bauboomenden 60er Jahren die Städte verunziert hatte. Mit seinen riesigen Panoramafenstern musste es auf jedenfall konzipiert worden sein, bevor Energiesparen zum Volkssport wurde. Sie trat in die Lobby und war nach dem spartanischen Äußeren angenehm überrascht über die, wenn auch leicht verschlissene, Pracht im Inneren. Ein Wappen und unzählige Pokale in divergierender Geschmacklosigkeit lieferten umgehend die Erklärung. Hier beherbergte man den königlichen Yachtklub. Ein freundlicher Kellner geleitete sie zu einem reservierten Fenstertisch, fragte, ob sie etwas zu trinken wünsche und entfernte sich lautlos und lächelnd mit ihrem Mantel. Sie sah sich neugierig um und registrierte, dass abgesehen von ihrem eigenen nur zwei weitere Tische in dem großen Raum besetzt waren. Alles war sehr still und außer der leise geführten Unterhaltung der beiden alten Damen drei Fenster weiter, unterbrach nur ab- und an ein Klingen von Besteck oder Gläsern die Stille, wenn sich der Kellner an den bereits einwandfrei geputzten Kristallgläsern oder dem wie mit dem Lineal ausgerichteten Tischbesteck zu schaffen machte.

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