Frank Solberg - DIE TRAURIGKEIT DER LÖWEN

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Die bittersüße Geschichte von Lena und Matthias:
"Der Weg ist das Ziel", sagte sie. "Lass uns losmarschieren und
sehen, wie weit wir kommen und wohin es uns verschlägt."
Zwei eigenwillige, leidenschaftliche Charaktere begeben sich auf eine
gemeinsame, von Zweifeln, familiären Altlasten und gesundheitlichen
Katastrophen begleitete Reise.

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Den weitergehenden Ansätzen des französischen Dichters Anatol France, „ Der Zufall ist vielleicht Gottes Deckname, wenn er sich nicht zu erkennen geben will “, oder Albert Einsteins Metapher, „Gott würfelt nicht“ , kann ich nicht viel abgewinnen. Sie unterstellen per Definition die Einflussnahme übersinnlicher Kräfte, und das ist eine Grauzone, die zu betreten ich mich schwertue, weil es meine Fähigkeit des Verstehens überschreitet.

Der guten Ordnung halber räume ich ein, dass es eine Zeit vor dem Erwachsensein gab, in der mir meine christliche Erziehung eingetrichtert hat, dass „der Mensch denkt und Gott lenkt“ . Wenn dir dieser Allgemeinplatz aus den Sprüchen Salomos implantiert wird, kommst du schwer los von der Vorstellung, dass dein Lebensweg in groben Zügen vorgezeichnet ist. Mit zunehmendem Alter findest du Hilfskonstrukte, die es dir erlauben, selbstständig zu denken und zu handeln, statt mit einem Fingerzeig von oben zu rechnen.

Mein Geist greift hier instinktiv zu einem Trick: ich teile alle Begebenheiten und Sinneseindrücke in wichtig, nebensächlich und unerheblich ein. Mein eigenwilliges Mantra: „Was mir wichtig ist, kommt nicht aus dem Nichts.“

Wichtig ist alles, was innerlich Spuren hinterlässt, positiv wie negativ. Ein Vorgang, eine Begegnung oder eine Berührung, wie immer sie zustande gekommen sein mögen, die etwa 30 Minuten nachwirken. Was mir wichtig ist, beschäftigt mich in der Regel länger als eine halbe Stunde, manches tagelang, etliches monatelang, einiges jahrelang. Und in diesem Kontext rede ich vom Zufall als des Schicksals „kleinem Bruder“, der dann greift, wenn mir Ereignisse oder Personen nicht wichtig erscheinen.

Die vorgenannten Adjektive sowie mein Grundverständnis von Zufall und Schicksal, sind selbstredend subjektiv. Ich urteile nun einmal aus meinem eigenen Wertesystem heraus, und diese Messlatte ist für Andere nur von Belang, wenn sie von meinen Impressionen oder Bewertungen betroffen sind. Dass individuelle Gesinnungen und Wertmaßstäbe über die Jahrzehnte hinweg selten konstant bleiben, macht es spannend, aber nicht immer leichter.

Und was ist mit der Objektivität? Es gibt sie nicht, nicht in absoluter Form. Sie zählt zur weitverzweigten Großfamilie der Wahrheiten, über deren Vollkommenheit die Philosophie seit Urzeiten disputiert und an deren Unvollkommenheit sich Homo sapiens seit Kain und Abel abarbeitet.

Zur Quintessenz: Mein obligatorisches Zeitlimit war um ein Vielfaches überschritten. Schon nach dem zweiten Blick auf Lena, dämmerte mir, dass ich auf die abschüssige, steinschlaggefährdete Böschung zu geraten drohte.

Meine Bedenken vom Vortag waren nicht weggewischt, aber im Substantiv „Bedenken“ stecken das Verb „denken“ und die verstärkende Vorsilbe „be“. Von gezielter Kopfarbeit war ich jedoch weiter entfernt als mein Herz vom Hirn.

DIE TRAURIGKEIT DER LÖWEN - изображение 5

Bekenntnisse

An diesem Sonntagabend wurden meine Erwartungen und meine Geduld arg auf die Folter gespannt. Gegen 21 Uhr, als ich schon nicht mehr damit rechnete, brummte mein Handy.

„Hi“, sagte Lena, „bist du allein oder ist deine Tochter noch da? Ich kann in zwei Minuten bei dir sein.“

Dann stand sie vor mir, und ich konnte nicht anders, ich umfasste und drückte sie, und sie legte ihre Arme um meine Schultern.

„Hattest du ein schönes Wochenende?“, fragte sie. „Wie war’s mit deiner Tochter?“

„Es ging so, verhältnismäßige Normalität. Sie hat mal wieder eine Abmachung nicht eingehalten, sonst lief alles glatt. Aber …“

„Aber?“

„Ich habe dich vermisst.“

„Das ehrt mich. War’s sehr schlimm?“

„Schlimmer.“

„Jetzt bin ich ja da.“ Sie strahlte. „Es hat nicht früher geklappt, ich musste noch Ordnung schaffen, jetzt hab ich’s fast hinter mir. Noch eine Grundreinigung, und ich kann einziehen.“

„Das freut mich, aber ich hätte dir beim Aufräumen helfen können. Warum hast du dich nicht gemeldet?“

„Weil meine Mutter bei mir war, und weil sechs linke Hände mehr sind als ich verknusen kann.“

„Okay. Möchtest du ein Bier.“

„Ein Fläschchen Pils. Aber lässt du mich erst mal eintreten oder fertigst du mich heute vor dem Haus ab?“

„Dring ein, dring ein, bring Glück herein.“

Es wurde ein unterhaltsamer Abend. Eine Frau und ein Mann, die spürbar miteinander flirteten, aber erkennbar einen Anstandsabstand wahrten. Mehr gab die Dramaturgie in diesen Stunden trotz knisternder Spannung nicht her.

Wir sprachen über unverfängliche Themen. Steckenpferde und Musik waren halbwegs abgehandelt, politische und weltanschauliche Betrachtungen sparten wir aus. Ernährung, Urlaube und Bücher boten uns die willkommene Gelegenheit zu unverkrampftem Meinungsaustausch, von Ernsthaftem bis hin zu gehobenem Blödsinn. Wir konstatierten Übereinstimmungen, Abweichungen und leichte Geschmacksverirrungen.

Uns einte die Vorliebe für die südeuropäische und asiatische Küche. In puncto Reisezielen schwärmte Lena von den geschichtsträchtigen, sonnigen Mittelmeerinseln, namentlich Korsika, Kreta und Sizilien, ich von Exkursionen ins südliche Lateinamerika und ins nördliche Nordamerika. Literarisch verständigten wir uns auf die Comicserie Asterix und Obelix, darüber hinaus hätten die Gegensätzlichkeiten nicht größer sein können. Sie las Fantasyromane, bevorzugt über Harry Potter, Volkssagen, Historische Romanzen und Micky-Maus-Hefte, ich favorisierte Biografien, Satiren, Kriminalromane sowie, immer noch und immer wieder, Karl Mays Standardwerke. Old Shatterhand, Winnetou und Kara Ben Nemsi standen mir näher als Disneys tragikomische Antihelden Donald Duck und Goofy.

Zur Geisterstunde rief ich ihr ein Taxi, nach jeweils eineinhalb Litern Gerstensaft waren wir beide fahruntüchtig.

„Ich hole mein Auto morgen ab“, sagte sie, „nicht vor Fünf. Wenn du da bist, könnte ich eben reinschauen.“

„Mach das, ich bin zwei Tage im Home office.“

„Bist du enttäuscht von mir?“, fragte sie, als sie sich verabschiedete.

„Warum sollte ich?“

„Weil wir nicht in der Kiste gelandet sind.“

„Ich hatte nicht vor, dich ins Bett zu kriegen.“

„Schwindler.“ Sie lächelte ungewohnt schüchtern. „Es war schön mit dir, auch ohne One-Night-Stand. Ich hab eine große Klappe und mein loses Mundwerk haut hin und wieder einen anzüglichen Spruch raus, bamm-bamm-bamm, aber ich bin kein schnelles Mädchen.“

„Auch wenn du es mir nicht abnimmst, als Mann für eine Nacht fehlt mir die Chuzpe und für eine schnelle Nummer bist du mir zu schade. Ich bin weder Sammler noch Jäger und auf leichte Beute stand ich noch nie.“

„Mit mir kannst du derzeit nicht viel anfangen. Als Sammelobjekt tauge ich nicht und Jagdgetümmel habe ich zuhauf. Ich schlittere von einem Schlamassel in den nächsten und habe nichts zu bieten außer Krisen, Pleiten und einer Portion Galgenhumor.“

„Du siehst zu schwarz, alles wird gut.“

„Nichts wird gut.“ Sie gab sich einen Ruck, so als müsse sie sich überwinden, das auszusprechen, was sie nun zu bekennen wagte: „Die nächste Panne steht bevor. Eigentlich wollte ich es für mich behalten, aber es muss raus, sonst läuft der Speicher über.“ Ein verwirrtes Innehalten. „Ich dachte, ich sei gegen Männer immun. Bis gestern war ich felsenfest davon überzeugt, meine Gefühle seien verschüttet, dann tauchst du auf und … und beginnst sie auszubuddeln. Und nun?“

„Sorry, ich habe nicht gebuddelt, nicht bewusst, aber ich müsste lügen, wenn ich sagen würde, du wärest mir egal. Aber wieso sprichst du von einer Panne?“

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