Frank Solberg - DIE TRAURIGKEIT DER LÖWEN
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"Der Weg ist das Ziel", sagte sie. "Lass uns losmarschieren und
sehen, wie weit wir kommen und wohin es uns verschlägt."
Zwei eigenwillige, leidenschaftliche Charaktere begeben sich auf eine
gemeinsame, von Zweifeln, familiären Altlasten und gesundheitlichen
Katastrophen begleitete Reise.
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„Männer sind Schweine.“
„Bis auf die Ausnahmen von der Regel. Wieso hat ein Mann wie du eigentlich keine Herzdame?“
„Nacheheliches Geheimnis“, erwiderte ich.
„Gut pariert. So“, sie erhob sich von den Stufen, „genug palavert, jetzt wird wieder Farbe verschmiert. Mit Flur und Badezimmer habe ich noch ein paar Stunden vor mir. Und du“, sie wischte mir wie beiläufig über die rechte Wange, „du, Matthias mit Doppel-t, wirst jetzt verschwinden und mit deiner Tochter einen schönen Samstag verbringen.“
„Ich habe noch etwas Zeit.“
„Ja, aber ich nicht.“
„Wann sehen wir uns wieder?“
„Ich übernachte heute bei meinen Eltern. Morgen Mittag mache ich hier den Rest. Gib mir deine Handynummer, ich rufe dich an. Hast du auch WhatsApp?“

Das, was mir in den Nachtstunden den Schlaf ramponiert hatte, bedrängte mich auch an diesem Nachmittag. Lena wollte mir nicht aus dem Kopf, und ihre Odyssee ging mir nahe. Ich konnte mich nicht daran erinnern, jemals einer Frau begegnet zu sein, die sich mir in so kurzer Zeit derart geöffnet und anvertraut hatte. Die Rede ist hier nicht von jenen Kneipen- oder Barbekanntschaften, die sich nach dem zweiten Drink bei dir über Gott und die Welt ausheulen, und von denen du nach dem dritten Glas die Blutgruppe, die Körbchengröße und die Lieblingsstellungen kennst.
Und was hatte ich zu ihr gesagt? „Nacheheliches Geheimnis.“ Was für ein Unfug. Eine ehrliche Antwort auf ihre durchaus schmeichelhafte Frage wäre nicht halb so witzig gewesen, wie die Ernsthaftigkeit, mit der ich sie mir in letzter Zeit häufig selbst gestellt hatte.
Ich hatte nie eine Entscheidung gegen eine neue Partnerschaft getroffen. Meine Vorbehalte basierten auf der verbreiteten Meinung, dass du erst offen für das Neue bist, wenn du das Alte abgeschlossen hast. Die Scheidung von Andrea lag zwei Jahre hinter mir, und obgleich ich diese Ehe abgehakt hatte, wähnte ich mich noch immer bindungsunfähig.
Niklas, guter Freund seit Kindesbeinen, und Susanne, seine ihm Angetraute, schleiften mich durch die Diskotheken der Stadt und auf die Ü30-Partys im Umkreis, allzeit bemüht mich zu verkuppeln. Mehr als ein harmloses Getändel hier, ein belangloses Geplänkel dort oder ein banales, der Triebabfuhr geschuldetes Betthupferl, sprang jedoch nicht heraus. Nach einer engeren Bindung suchte ich allerdings auch nicht. Eine Vermeidungsstrategie? Anspruchsdenken? Bequemlichkeit? Vorauseilende Verlustängste? Oder die fehlende Einsicht, dass ich kein beziehungsgeschädigtes Opfer war und dass ich der Stagnation in meinem Gefühlsleben nicht entgegenwirken konnte, ohne mich selbst dabei zu bewegen? Was es auch war, bislang hatte mir die innere Bereitschaft und- oder die Frau gefehlt, um mich wieder tieferen Empfindungen zu öffnen.
Dass ich mit mir selber beschäftigt war, kam meinem Kind nicht ungelegen, Jessica lechzte nicht nach tiefschürfender Tochter-Vater-Konversation. Mit dem untrüglichen Gespür einer Heranwachsenden für eine momentane Schwäche ihres Erziehungsberechtigten, nutzte sie eine Lücke in meinem Widerstand gegen ihre Vorstellungen von sinnreicher Freizeitgestaltung. Ohne nennenswerte Gegenwehr handelte sie mir die Zustimmung zu einem Partybesuch bei einer Schulfreundin ab und beschwatzte mich überdies, sie mit dem Auto dort hinzubringen und sie um 23 Uhr wieder einzusammeln. Sie würde vor der Haustür auf mich warten, ich dürfe keinesfalls anklingeln, sie wolle nicht als uncool gelten. Ich gestand ihr 22 Uhr zu, wir einigten uns auf 22:30 Uhr. Sie fand es läppisch, ich sah es als notwendig an, gegenüber einem 15-jährigen Teenie solltest du einen Anschein von väterlicher Autorität aufrechterhalten können.
Dass sie den Kompromiss ignorierte, nicht an ihr Handy ging und erst zwanzig Minuten nach der vereinbarten Zeit auftauchte, stand auf einem anderen Blatt. Es sei „so krass“ gewesen, dass sie schlichtweg vergessen habe, auf die Uhr zu schauen. Ich fand’s so krass, dass ich ihr das Taschengeld für die nächsten vierzehn Tage aussetzte, was ich am Sonntagvormittag widerrufen sollte. Pädagogisch nicht sehr einfallsreich, aber als Versöhnungsgeste bestens geeignet.

Steinschlag
Die Vernunft gebietet mir, meinen Verstand einzusetzen, aber darauf falle ich nicht immer herein, ungeachtet meiner Präferenz für durchdachtes und systematisches Vorgehen. In mir residiert eine autarke Instanz, die ich vage in der Körperregion von knapp oberhalb bis knapp unterhalb des Zwerchfells verorte. Sie urteilt nach ureigenen Normen und Algorithmen. Ihre Weisungen sind nicht bindend, aber immer von Gewicht. Sie verschließt sich dem Verstand nicht, aber sie ist wehrhaft und kommt gut ohne ihn aus.
Wider die Vernunft glaube ich an Liebe auf den ersten oder zweiten Blick. Liebe auf den dritten Blick klammer ich nicht aus, wenn denn der erste mindestens vitales Interesse und der zweite vorsichtiges Begehren geweckt hat. Liebe beim vierten, fünften oder zehnten Hinschauen mag es geben, mir persönlich ist sie noch nie untergekommen.
Manchmal passen solche Gefühle nicht ins selbstgestrickte Programm oder in die aktuelle Lebenssituation. Aber gibt es ihn, den richtigen Zeitpunkt zum Verlieben? Wann ist es zu früh, und wann ist alles zu spät? Wie sagt der Philosoph? „Es gibt keine falsche Zeit, nur falsche Entscheidungen.“ Leider hilft dir dieses kategorische Credo nicht weiter, denn du musst auch zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Bleibt zu klären, wo dieser Ort liegt und wer oder was dich punktgenau dahinführt.
Woran ich nicht glaube, ist der Zufall oder an das, was die Allgemeinheit herkömmlich darunter versteht: etwas nicht Vorhersehbares, nicht Ableitbares und vorwiegend Grundloses. Andererseits bin ich ebenso skeptisch, was den geläufigen Gebrauch des Begriffs Schicksal angeht. Es will mir intellektuell nicht einleuchten, dass Dinge, die uns zuteilwerden, vorbestimmt sein sollen. Die Gottheiten aller Welt- und Volksreligionen zusammen hätten viel zu schaffen, wollten sie jedes flüchtige Zusammentreffen von Menschen, jeden Schnupfen oder jeden Rasenschnitt arrangieren und ihnen eine Bedeutung zumessen. Dennoch, es passiert nichts ohne Anlass. Dem klassischen Ursache-Wirk-Prinzip stehen angeblich nur die Phänomene der Quantenphysik entgegen, aber das ist kein Gewerbe, in dem sich ein achtbarer Kaufmann auskennen muss.
Auch die Geisteswissenschaften werden mich vermutlich ad absurdum führen. Sie werden lediglich der These zustimmen, dass dem Menschen die Idee einer Fügung gefällt, weil das Gehirn darauf geeicht ist, in allem, was geschieht, nach einem Zweck zu fahnden. Diese Annahme kann ich nicht widerlegen, aber ich relativiere sie. Buddha sagte einst: „Das Ereignis erscheint erst, wenn du bereit bist“ , und William Shakespeare schrieb: „Es liegt nicht in den Sternen, unser Schicksal zu bestimmen, sondern in uns selbst.“
In der Zusammenfassung dieser Auslegungen komme ich zu dem Schluss, dass das, was wir Schicksal nennen, uns in Konstellationen und unter Voraussetzungen trifft, die zu unserem Wesen, unserer Haltung, Lebensart und Verfassung passen. Das Schicksal ist demzufolge keine allgemeingültige Größe und nicht der Inbegriff okkulter Mächte. Es ist nicht beliebig und auch nicht unabwendbar, sondern in Entstehung, Ablauf und Ergebnis durch uns und- oder das Drumherum begünstigt oder nicht verhindert, mehrheitlich unbeabsichtigt und unbewusst.
Doch „ selbst der Zufall ist nicht unergründlich “, behauptet Novalis, deutscher Schriftsteller der Frühromantik, und der Psychoanalytiker C. G. Jung postuliert: „Was einem Menschen widerfährt und wann es ihm widerfährt, ist charakteristisch für ihn. Kein Zufall, sondern eine Notwendigkeit.“ Dieser Lesart kann ich mich behelfsmäßig anschließen. Es gibt immer einen Antrieb, der Menschen dazu bewegt, sich mit einer Sache zu beschäftigen und grade hier und nicht dort zu sein. Dass dann hier etwas stattfindet und nicht dort, liegt nicht nur an den Gegebenheiten. Wenn du einen unbefestigten Abhang hinaufkletterst, besteht eine größere Wahrscheinlichkeit, dass du von Geröll getroffen wirst, als wenn du den gesicherten Wanderweg benutzt.
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