Frank Solberg - DIE TRAURIGKEIT DER LÖWEN
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"Der Weg ist das Ziel", sagte sie. "Lass uns losmarschieren und
sehen, wie weit wir kommen und wohin es uns verschlägt."
Zwei eigenwillige, leidenschaftliche Charaktere begeben sich auf eine
gemeinsame, von Zweifeln, familiären Altlasten und gesundheitlichen
Katastrophen begleitete Reise.
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„Nein, meine Ex hat zwar ihre Macken, aber sie benimmt sich vergleichsweise zivilisiert.“
Aus eigenem Antrieb begann sie unvermittelt, mir ihre Leidensgeschichte zu erzählen. Eine 14-jährige Ehe, die am heillos narzisstischen Wesen und am wahnhaften Misstrauen eines Mannes zerbrach, der sie am Ende nur noch schikanierte, demütigte und verachtete.
„Er hat eine passiv-aggressive Persönlichkeitsstörung“, sagte sie. „Der Betroffene selber hält sich für gesund, obwohl er sich nicht gut fühlt, aber daran sind die Menschen um ihn herum schuld. Er ist ständig unzufrieden, sieht sich ungerecht behandelt und meint, alle anderen sind bescheuert und wollen ihm nur Schlechtes, Kollegen, Bekannte und Verwandte und auch seine Partnerin. Ich wusste manchmal nicht, ob ich ihn am Kopf oder am Hintern habe. Komischerweise hat er die Kinder verschont, aber er hat sie gegen mich aufgehetzt. Dieses destruktive Verhalten kann man irgendwann nicht mehr ertragen. Hätte ich ihn nicht rausgeschmissen, wäre ich vor die Hunde gegangen.“
Ich unterbrach sie nicht, und ich fragte nichts, aber ich nahm ihre Hände und streichelte sie, und sie ließ es zu.
„Dann wollte ich die Scheidung einreichen, aber er versprach, sich einer Therapie zu unterziehen. Ich doofe Kuh hab mich breitschlagen lassen, aber es ging nicht. Nach kurzer Zeit machte er da weiter, wo er aufgehört hatte: Rechthaberisch, geringschätzig und verletzend. Auf Dauer raubt dir das sämtliche Energie.“
„Ist er gewalttätig geworden?“
„Nur mündlich. Er hat mir viele Tiefschläge verpasst und Gemeinheiten an den Kopf gebrüllt, und er hat mich diffamiert, wo er konnte. Er ist rhetorisch beschlagen, und er besitzt die Dreistigkeit, den Leuten darzulegen, die Ursachen für das Scheitern unserer Ehe lägen allein in meinem Fehlverhalten. Er hat unseren Freundeskreis aufgemischt und jedem, auch denen, die es nicht hören wollten, einzureden versucht, ich hätte ihn vergewaltigt. Zieh dir das rein. Vergewaltigt! Ich ihn! Widerlich!“ Eine abfällige Handbewegung demonstrierte Abscheu und Abneigung. „Anscheinend glaubt er selber an diesen Schwachsinn. Das Vertrackte ist, der bringt dich so weit, dass du dich laufend hinterfragst, und das untergräbt dir jegliches Selbstvertrauen. Als ich an diesem Punkt war, wusste ich, jetzt musst du den Stecker ziehen.“
Lena hatte einen dornigen Pfad hinter sich und eine beschwerliche Wegstrecke vor sich. Robert, ihr Ex, hatte einen erbarmungslosen Rosenkrieg angezettelt, sie drangsaliert und genötigt, ihr eigenmächtig den Unterhalt gekürzt und, als Zugabe, acht Monate nach der Scheidung eine Sorgerechtsklage eingereicht.
„Ohne meine Eltern stünde ich echt im Regen“, sagte sie. „Die unterstützen mich moralisch und finanziell, und ich wohne vorübergehend bei ihnen. Sie übernehmen die Brutpflege, wenn ich zur Arbeit gehe, sie haben das Haus gemietet und zahlen mir nächstens auch mein Erbteil aus. Ich bin ihnen so dankbar und fühle mich doch manchmal so ohnmächtig, weil dieser Oberarsch mich ständig in Alarm versetzt.“
Sie griff zur nächsten Zigarette. „Vor den Zwillingen gibt er den liebenden Vater und Kumpel und macht mich als Rabenmutter schlecht. Ich ziehe Grenzen, er reißt sie wieder ein. Bei ihm dürfen sie genau das, was ich ihnen nicht erlaube, und manchmal glaube ich, dass die Saat aufgehen wird. Wenn er sie alle zwei Wochen sonntagsabends wieder abliefert, muss ich mir erst einmal anhören, was der tolle Papa mit ihnen unternommen hat, und wie sehr sie sich auf den nächsten Besuch freuen. Was mache ich? Ich erlasse Dekrete: Händewaschen, Zähneputzen, Schularbeiten machen, Handynutzung einschränken, Computer ausschalten, Nachtruhe um 21 Uhr, und sofort. Es dauert drei Tage, bis ich sie wieder eingefangen habe.“
„So weit ist meine Frau nicht gegangen, sie hat meine Tochter immer rausgehalten, und das habe ich genauso gehandhabt. Leider wird das gerne genommen. Dass Eltern ihre Kinder missbrauchen, um Nachrichten hin- und herzuschicken oder sie gegen den Partner zu instrumentalisieren, ist nicht ungewöhnlich. Nur kannst du dir dafür nichts kaufen.“
„Komm, lass uns weitermachen“, sagte sie bedrückt, „diese sch…. Zimmerdecke bemalt sich leider nicht von allein.“
Zur Mittagszeit war das Wohnzimmer gestrichen. Lena ließ die strapazierten Flügel hängen. Ich orderte bei einem Bringedienst Pizza Funghi, sie aß ohne Appetit.
Wir setzten uns wieder auf die Terrassenstufen. Kein heiterer Small Talk, die Stimmung blieb ernst.
„Kann dein Mann den Rechtsstreit gewinnen?“, fragte ich.
„Er wird für eine Pflichtverletzung keine Beweise vorlegen können, weil es keine gibt, und auf eine Ausweitung des Besuchsrechts hat er normalerweise keinen Anspruch, aber was ist bei uns schon normal?“ Lena stockte. „Er hat ein Faustpfand oder glaubt, eines zu haben.“
„Und das wäre?“
Sie zögerte erneut. „Ich habe MS.“
„Was hast du?“, fragte ich fassungslos, und mir fiel nachfolgend nichts besseres ein als die Bemerkung: „Das sieht man dir gar nicht an.“
„Da muss ich wohl erst schief im Rolli hocken.“ Auf ihrer Stirn hatten sich zwei Unmutsfältchen eingefunden.
„Nein, um Himmels Willen, nein. Ich habe doch keine Ahnung, wie sich das bemerkbar macht. Woher weißt du, dass es MS ist?“
„Es ist Multiple Sklerose im ersten Stadium, so steht es in meinen Krankenakten. Diagnostiziert und beglaubigt von der Uniklinik Münster.“
„Wann hat das angefangen?“
„So vor dreieinhalb Jahren. Ich war andauernd schlapp, hatte öfters Kopfweh, Muskelkrämpfe in Armen und Beinen und schließlich kamen Sehstörungen und Schwindelgefühle dazu. Mein Hausarzt wusste damit nichts anzufangen, er hat es auf den Stress mit meinem Mann zurückgeführt und mich mit Antidepressiva zugedröhnt. Als dann wieder und in kürzeren Abständen anfallsartig Schmerzen und Lähmungen auftraten, hat er mich zu den Neurologen gejagt. Die haben auf Polyneuropathien getippt, aber nach zwei MRT‘s und einer Lumbalpunktion hatte ich es schwarz und weiß auf Papier. Das war im Januar vorletzten Jahres.“
„Und kommt das wirklich vom Stress?“
„Stress kann einen Schub begünstigen oder auslösen, das gilt aber auch für Erkältungen, körperliche Überlastung und wer weiß, was sonst noch … Brrr“, sie schauderte. „Vergebung, ich kann diesen Ausdruck nicht ab. Schub, das ist so irreführend, da schiebt gar nichts, da schmeißt’s, zerreißt’s oder paralysiert’s dich, und das verläuft auch nicht immer gleich ab.“
„Du musst dich nicht entschuldigen“, sagte ich, „und du musst nicht weiterreden.“
„Ist schon in Ordnung, es geht wieder.“ Sie schien sich gesammelt zu haben. „Die MS hat andere Ursachen, sie kann die Folge viraler Infektionen, wie Masern, Röteln und Windpocken sein, oder es liegt an bestimmten Umwelteinflüssen. Sie kann auch vererbt werden, in meinem Stammbaum gibt es dafür jedoch keinerlei Anhaltspunkte und all diese Kinderkrankheiten hatte ich auch nicht. Meine Neurologen haben eine eigene Hypothese aufgestellt. Ich hatte vor fünf Jahren eine Hysterektomie, da haben sie mir fast alles ausgeräumt, was Frau da unten so drin hat. Die Uni-Ärzte meinen, da könnte etwas schiefgelaufen sein. Belastbar ist das nicht, und die Gynäkologen haben es von sich gewiesen. Ich kann also knobeln, woher es kommt.“
„Warum die OP?“
„Zervixkarzinom, volkstümlich Gebärmutterhalskrebs.“
„Meine Güte“, sagte ich, „was musst du durchgemacht haben? Das tut mir leid, wirklich.“ Ich drückte ihre Hände, und sie erwiderte den Druck.
„Ich bedaure mich auch dann und wann, aber ich habe wenig Zeit zum Resignieren und keinen Bock auf Weltuntergang, und ich lasse nicht zu, dass die MS mein Leben dominiert.“ Sie klang trotzig und entschlossen. „Außerdem muss ich zwei Kinder großziehen und aufpassen, dass ich meine Arbeitsstelle nicht verliere.“
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