Frank Solberg - DIE TRAURIGKEIT DER LÖWEN

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Die bittersüße Geschichte von Lena und Matthias:
"Der Weg ist das Ziel", sagte sie. "Lass uns losmarschieren und
sehen, wie weit wir kommen und wohin es uns verschlägt."
Zwei eigenwillige, leidenschaftliche Charaktere begeben sich auf eine
gemeinsame, von Zweifeln, familiären Altlasten und gesundheitlichen
Katastrophen begleitete Reise.

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Es wurde Eins, und wir hatten die Sonnen- und Schattenseiten unseres Berufsalltags ausgeleuchtet. Es wurde Zwei, und wir hatten unsere Hobbys durchgekaut. Um halb Drei, inzwischen waren wir beim „Du“ angelangt, klingelte es. Der Techniker vom Schlüsselservice erschien, mit hochrotem Kopf. Er sei von einer Polizeikontrolle aufgehalten worden und habe noch dazu blasen müssen.

„Blasen ist gut“, gluckste meine reichlich beschwipste Nachbarin. „Dass Polizisten im Dienst auf sowas stehen.“

Der Mann nickte begriffsstutzig. „Kommen sie, ich habe noch andere Aufträge.“

Ich begleitete die beiden zur Hausnummer 27.

Der Monteur war der geborene Einbrecher, innerhalb von nur vier Minuten war der Zugang frei. Sie bezahlte mit der Scheckkarte.

„Was jetzt?“, fragte sie. „Ich könnte dich hereinbitten, aber hier tobt das Chaos, und ich werde langsam aber sicher müde.“

„Das holen wir nach“, erwiderte ich. „Pack dein Nachthemd und die Zahnbürste ein und komm mit. Du schläfst heut Nacht bei mir.“

„Bei dir oder mit dir?“ Sie prustete los. „Vergebung, ich bin einigermaßen besoffen.“

„Das Bett im Kinderzimmer ist frisch bezogen. Du kannst ausschlafen, meine Tochter kommt erst nachmittags, und wenn du brav bist, gibt’s ein gutes Frühstück.“

„Mit Rührei?“

„Mit Rührei und Schinken und Pancakes, Smoothies und Caffè latte.“

„Ein Brunch. Da kann ich nicht widerstehen, ich werde brav sein.“

Sie folgte mir bereitwillig. Als ich ihr eine Gute Nacht wünschte, fiel sie mir spontan um den Hals. „Du bist nicht nur ein Guter, du bist ein Netter.“ Dann küsste sie mich überraschend mitten auf den Mund.

Ein artiges Dankeschön für eine Gefälligkeit? Ein höfliches Kompliment oder aus trunkener Zufriedenheit ohne Bedacht dahingeschmatzt? Es schmeckte sehr nach einem Schokoladenriegel für Zweitklässler, und trotzdem beeindruckte es mich. Wie sagte einst der deutsche Schriftsteller Jean Paul? „Zehn Küsse werden leichter vergessen als ein Kuss.“

Dass ich mich mit dem Einschlafen schwertat, hatte einen ästhetischen Grund, der zwei Türen weiter nächtigte. Lena bewegte mich und, nicht einfach, mir das einzugestehen, sie gefiel mir.

„Schlechtes Timing“, sagte ich zu mir. Denn, bei aller Empathie, eines konnte ich in meiner Lage nicht gebrauchen: mich zu verlieben.

DIE TRAURIGKEIT DER LÖWEN - изображение 1

Farbenlehre

Als am Samstag um 8:30 Uhr der Wecker läutete, war ich nicht ausgeruht und fand überhaupt, ich sei kein ausgeschlafener Typ. Ich stieg ins Erdgeschoss hinunter, um Kaffee zu kochen. In der Küche herrschte längst Betrieb. Lena stand suchend vor der geöffneten Kühlschranktür, barfuß und ganz und gar unbefangen. Die Haare zu einem neckischen Pferdeschwanz gebunden, in einem hellen, weit ausgeschnittenen Top und einem knappen dunkelroten Slip. Ein Outfit, das mehr offenbarte, als es verhüllte.

„Schinken“, sagte sie zu sich selbst, „wo ist der Schinken?“ Dann dreht sie sich um. „Ich habe schon mal Kaffee aufgesetzt und die Eier geschlagen. Ist dir doch recht oder? Ich wollte alles vorbereiten, damit du nicht so viel Arbeit hast. Vergebung, dass ich noch nicht geduscht bin.“

„Guten Morgen“, entgegnete ich, „so viel Zeit muss sein.“

„Oh, ja, guten Morgen“, sie umarmte mich. „Ich hoffe, du hast so gut geschlafen wie ich.“ Mich traf ein Blick aus einem ausdrucksvollen Augenpaar, dessen grün-bläulich schimmernde Iris erst jetzt bei Tageslicht zur Geltung kam.

„Ging so, war eine kurze Nacht. Ich brauche sieben Stunden Schlaf, fünf reichen mir nicht.“

„Ich bin Frühaufsteherin, wenn ich muss oder wenn ich mal wieder nicht durchschlafen kann.“ Ihre Grübchen signalisierten gute Laune. „Es gibt massig zu tun, der Pinsel erwartet mich, bis morgen muss das erledigt sein.“

„Soll ich dir helfen?“

„Kannst du anstreichen? Heute ist der Wohnraum dran, mit Decke, das wird anstrengend.“

„Streichen muss nicht sein, aber vier linke Hände schaffen mehr als zwei, im Minimum kann ich die Farbe anrühren, die Leiter halten oder dir etwas vorsingen.“

„Singen wäre schön. Und was ist mit deiner Tochter?“

„Die kommt erst gegen 16 Uhr“, antwortete ich, „wenn sie ausnahmsweise mal pünktlich ist. Ein paar Stunden kannst du von mir haben.“

„Dankend angenommen. Du bist ein Schatz. Und jetzt gehe ich unter die Dusche, ich glaube, ich rieche ein bisschen streng.“

„Du riechst nicht streng, du duftest nach Frau.“

„Schmeichler. Kein Wunder, du bist abgelenkt, du starrst mir doch die ganze Zeit auf den Ausschnitt. Männer sind nicht multifunktionsfähig, sie können nicht gleichzeitig gucken und schnüffeln.“

„Ich habe nicht auf deinen Ausschnitt geschaut.“

„Stimmt, du hast bereits reingeschaut und die Glocken besichtigt. Aber jetzt ist Schluss mit der Peepshow. Bis gleich.“ Sie umarmte mich abermals. „Du riechst auch gut.“

„Das ist mein natürliches Aroma von Freiheit und Männlichkeit“, erwiderte ich.

„Dann denk an den Schinken, du Naturbursche. Oder war das nur ein Köder?“

DIE TRAURIGKEIT DER LÖWEN - изображение 2

Es wurde ein mäßig amüsanter Vormittag mit recht übersichtlichem Arbeitsfortschritt. Lena war eine versierte Amateurin, ich nur eine Hilfskraft, ohne deren tatkräftiges Unvermögen sie schneller vorangekommen wäre, aber das störte sie nicht. Sie stand auf einer Trittleiter und schwang die an einer Teleskopstange befestigte Rolle, die ich in gleichmäßigen Abständen in den Farbeimer tauchen durfte. Dabei plapperte sie ohne Unterlass, lästerte über Promis und Politiker, witzelte über Arbeitskollegen und Kunden und trank mein Bier.

„Ich muss mal unterbrechen“, sagte sie zwischendurch. „Über Kopf arbeiten ist nicht so meins, da werden die Arme lahm.“

„Soll ich dich ablösen?“

„Ne, bitte nicht, das verhunze ich lieber selber, dann weiß ich hinterher wenigstens, wer schuld ist.“

Wir hockten uns auf die Stufen der Terrasse, im Schatten einer Eibe, und schauten in den ungepflegten Garten.

„Die reinste Wildnis.“ Sie zündete sich eine Zigarette an. „Das wird die nächste Herausforderung, aber ein bisschen Gebüsch muss schon sein.“

„Wenn du einen Gärtner benötigst, sprich mich an, da kenne ich mich aus, und an Gartengeräten mangelt es mir auch nicht. Im Bäumefällen, Büschebeschneiden und Umgraben bin ich das große Los.“

„Ich werde auf dich zurückgreifen.“

„Du wirst es nicht bereuen.“

Ein nerviger Heavy-Metal-Klingelton zerschnitt die friedliche Idylle.

„Vergebung“, sagte sie ungehalten, „da muss ich leider dran. Mein geschiedener Vollhonk geifert nach mir.“ Sie ging ins Haus.

Als sie zurückkehrte, mit blassem Gesicht, war ihre lässig fröhliche Leichtigkeit dahin.

„Dieser Kotzbrocken“, zürnte sie, „er hat mal wieder einen seiner überragenden Einfälle.“

Sie griff erneut nach der Zigarettenschachtel. „Er will in den Ferien mit den Kindern zwei Wochen nach Norderney fahren, obwohl wir das anders vereinbart hatten. Die Zwillinge und ich wollten auf einen Pferdehof in der Holsteinischen Schweiz, und das ist auch bereits festgemacht.“

„Und?“

„Und? Ich hab gesagt, er soll mich mal, und er hat mich dafür angeschrien, Business as usual.“

„Warum nimmst du das Gespräch an, wenn du doch vorher weißt, dass es Zoff gibt?“

„Ja, warum tue ich mir das an? Wenn er mich anruft, geht es stets um die Kinder, da kann ich ihm nicht ausweichen, sonst macht er, was er will. Kennst du das auch?“

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