Frank Solberg - DIE TRAURIGKEIT DER LÖWEN
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"Der Weg ist das Ziel", sagte sie. "Lass uns losmarschieren und
sehen, wie weit wir kommen und wohin es uns verschlägt."
Zwei eigenwillige, leidenschaftliche Charaktere begeben sich auf eine
gemeinsame, von Zweifeln, familiären Altlasten und gesundheitlichen
Katastrophen begleitete Reise.
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Sie lachte entwaffnend und zeigte mir sehr helle, gepflegte Vorderzähne. „Obendrein habe ich ein bisschen Geschirr, Besteck, Handtücher, einen Fön und einen Flaschenöffner. Meine Möbel sind eingelagert, meine Kids ausgelagert und mein Konto ist ausgeplündert. Der Vollständigkeit halber, ich habe eine Schwester, bin geschieden, und sie können Lena zu mir sagen. Soweit meine Eckdaten, und nun zu ihnen. Wie heißen sie mit Vornamen, Herr M. Kemper, und was treiben sie so?“
„Matthias, mit Doppel-t, 42, Einzelkind, katholisch gewesen, geschieden, Betriebswirtschaftler, einige Semester Philosophie und Literaturwissenschaft vertrödelt und als Personalberater unterwegs. Was noch? Vater einer pubertierenden Tochter, die bei ihrer Mutter lebt und mich morgen besucht. Wie ist es bei ihnen, Jungen oder Mädchen?“
„Oh, ich vergaß. Es sind Zwillinge, zweieiige, Julia und Jonas, vorpubertäre 12 Jahre alt, die sind bei meinen Eltern, aber sie werden demnächst mit mir hier einziehen“, sie tat bekümmert, „falls ich je mit dieser Bude fertig werde. Es fehlen erfreulicherweise nur noch zwei Räume.“
„Warum holen sie sich keinen Maler?“
„Hatte ich doch, aber die Herren Schwarzarbeiter haben mich mehrfach draufgesetzt, und nun habe ich die Faxen dicke. Bier saufen und rauchen kann ich selber und zwei linke Hände habe ich auch. Nur Geduld habe ich nicht oder nur gezwungenermaßen.“
„Apropos Trinken. Was möchten sie haben? Das ist mir glatt durch die Lappen gegangen.“
„Macht nichts. Wenn sie haben, würde ich ein Pils nehmen, und ohne Glas bitte, ich bin ein Flaschenkind. Ich werde heute sowieso nicht mehr pinseln, und der Alkohol wird mir über den Schrecken hinweghelfen. 250 Euro! Ich fasse es nicht.“
Wir prosteten uns zu.
„Wie kommen sie auf mich“, fragte ich. „Ich wohne ja nicht direkt neben ihnen. Keine Nachbarn?“
„Ich verfüge über zwei tadellose Guckerchen und ein ordentliches Gedächtnis. Als ich am Nachmittag von Edeka zurückkam, habe ich gesehen, wie sie ins Haus gegangen sind. Darüber hinaus brennt bei ihnen noch Licht, und die Jalousien sind oben. In dieser Siedlung klappt man offensichtlich um 20 Uhr die Bürgersteige hoch. Ich kenne hier sonst keinen einzigen, ehrlich, ich weiß nicht einmal, wer in den Nummern 23 bis 29 wohnt. Deswegen standen sie ganz weit vorne auf der Nothelferliste, Matthias mit Doppel-t. Das heißt, ein Punkt ist noch zu klären: Welches Sternzeichen sind sie?“
„Löwe.“
„Oh, je, zwei impulsive, energische Alphatiere. Ob das hinhaut?“
„Ich bin kein Alphatier, außerdem müssen wir ja nicht auf der Stelle in den Stand der Ehe treten.“
„Dann bin ich beruhigt, es pressiert auch nicht.“ Sie spendierte mir ihr fünftes oder sechstes Lächeln und zwei reizende Grübchen schmückten ihre Wangen. Für einen halben Tag eine erkleckliche Ausbeute.
„Sind Sternzeichen denn so wichtig?“, fragte ich.
„Wenn man dran glaubt.“
„Und glauben sie daran?“
„Es heißt Stier und Löwe passen nicht zusammen, und es stimmt. Mein Ex-Gemahl war Stier, der hat mich oft genug auf die Hörner genommen. Sei’s drum. Aber Löwen können fliegen, wussten sie das?“
„Nein.“
„In der Augsburger Puppenkiste gab es einen Löwen der fliegen konnte. Das haben wir immer geguckt, als die Zwillinge noch klein waren, und sie haben fest daran geglaubt. Und wenn es mal Probleme gab, haben sie immer gesagt: los, Mama, du kannst doch fliegen.“
„Und, konnten sie?“
„Manchmal kam es mir so vor, manchmal habe ich mich auch verflogen oder der Fallschirm hat versagt, und ich bin hingeflogen.“
Sie hatte ihre Flasche geleert. „Darf ich noch eine? Vergebung, ich habe heute viel zu wenig getrunken.“
Ich sorgte für Nachschub.
„Sie werden mir meine Neugier nachsehen“, sagte sie, „was macht ein Personalberater? Wen beraten sie und warum?“
„Wir beraten Unternehmen bei der Auswahl von Führungskräften, coachen Manager und konzipieren, organisieren und veranstalten betriebliche Aus- und Fortbildungsmaßnahmen.“
„Wer ist wir?“
„Ich arbeite für eine Beratungsfirma. Wir haben 20 Mitarbeiter, ich bin Mitbegründer und Mitgesellschafter.“
„Und warum sind sie kein Philosoph oder Literat geworden?“
„Weil ich dann schon verhungert wäre.“
„Was genau ist eigentlich Philosophie?“
„Das lässt sich mit einem Satz nicht beschreiben.“
„Dann versuchen sie’s mit zwei Sätzen.“
„Gönnen sie mir drei Sätze“, erwiderte ich. „Der Begriff kommt aus dem Altgriechischen und bedeutet Weisheitsliebe. Die Philosophie bemüht sich, die richtigen Fragen zu stellen, um die Welt und die menschliche Existenz zu ergründen und zu verstehen. Sie befasst sich mit dem, was ist, was sein soll und mit dem was sein könnte.“
„Und? Verstehen sie die Welt?“
„Nein, ich bin wohl nicht weise genug.“
„Hat ihnen das Studium trotzdem etwas gebracht?“
„Definitiv. Ich habe gelernt, dass ich alles in Zweifel ziehen darf, weil die Dinge nicht immer so sind, wie sie scheinen, und dass ich das Denken nicht anderen überlassen sollte. Aber überschätzen sie mich nicht, ich bin keine von den Lichtgestalten, ich bin ein Philosöphchen oder wie Sokrates sagte: Ich weiß, dass ich nichts weiß. “
„Für mich klingt das ziemlich weise. Und ist das für ihren Job von Nutzen?“
„Es ist hilfreich. Wir versuchen, den Leuten beim Führungscoaching nicht nur Methodik beizubringen, sondern auch ethische Orientierung zu geben und sie zu kritischer Kopfarbeit anzuregen. Das kannst du nur, wenn du selber kritisch und selbstkritisch bist.“
„Sind sie selbstkritisch?“, fragte sie.
„Und wie, viel mehr als mir lieb ist.“
„Mögen sie ihre Arbeit?“
„Im Prinzip, ja, es ist hochinteressant. Du triffst viele Menschen und die unterschiedlichsten Charaktere, und du lernst mit ihnen und ihren Eigenarten umzugehen. Was mir vermehrt auf die Nerven geht, ist die Reisetätigkeit. Früher hat mir das nichts ausgemacht, aber ich habe bestimmt 30 Prozent meiner Arbeitszeit auf der Straße, in Zügen, in der Luft und in Hotels zugebracht. Da verdunstet viel Lebenszeit, ich versuche, das zu reduzieren.“
„Zum Glück muss ich nicht reisen“, sagte sie, „das würde auch wegen der Kinder nicht hinhauen. Denen steckt noch immer die Trennung in den Knochen, sie jammern oft nach ihrem Papa.“
„Und, jammern sie auch nach ihrem Ex?“
Ein verständnisloser Blick. „Gehört das hierher?“
„Nicht direkt.“
„Nicht einmal indirekt, ich befrage sie ja auch nicht zu ihren nachehelichen Gefühlen.“
„Okay, okay. Was machen sie außer Nichtreisen? Was tut eine Grafikerin.“
„Grafen ficken.“ Ihre Antwort kam postwendend, dann folgte eine Lachsalve. „Vergebung, aber auf diesen Gag bin ich abonniert, der ist bei uns ein geflügeltes Wort.“
„Und wen oder was graficken sie?“
„Mein Team befasst sich mit der Gestaltung und Aktualisierung der Webseiten und Werbeaktionen von Dauerkunden, hauptsächlich Kaufhäuser und Versandhändler.“
„Okay, und macht ihnen die Arbeit Spaß?“
„Im Prinzip, ja, aber … leider hat das mit traditioneller Grafik nichts mehr zu tun. Ich kann gut zeichnen und zwar auf Papier, Pappe oder Leinwand, diese Art von Kreativität ist jedoch kaum noch gefragt. Was ich an der Fachhochschule mal gelernt habe, interessiert keine … äh, keinen Menschen. Wir benutzen moderne Tools, das ist wie Kochen von Fertiggerichten, man muss sie nur erhitzen und eventuell nachwürzen, sehr innovativ, aber sehr monoton. Im nächsten Leben male ich Cartoons.“
„Warum machen sie’s nicht jetzt?“
„Von irgendwas muss ich ja leben. Ich würde auch verhungern, mich kennt doch keiner.“
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