Gisela Schaefer - Von Gnomen und Menschen

Здесь есть возможность читать онлайн «Gisela Schaefer - Von Gnomen und Menschen» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Von Gnomen und Menschen: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Von Gnomen und Menschen»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Natürlich gibt es sie, zurückgezogen und versteckt in unseren Wäldern – und das nicht ohne Grund, denn all ihre Bemühungen, mit den Menschen Freundschaft zu schließen, schlugen fehl. Oder um es genauer auszudrücken, sie wurden jedes Mal bitter enttäuscht von dem, was sie sahen und hörten.
Ursprünglich lag die Heimat der Gnome hoch oben im Norden. Als sie dort von kriegerischen Artgenossen vertrieben werden, machen sie sich auf die Wanderschaft und finden nach Jahren endlich einen unberührten Wald mit ähnlichen Lebensbedingungen wie zuvor. Alles könnte so schön und friedlich sein – wäre da nicht die unstillbare Neugier auf die Menschen und ein Junge namens Bruno, der etwas aus der Art geschlagen ist. Durch seine Unvernunft bringt er die Gnome in große Gefahr.

Von Gnomen und Menschen — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Von Gnomen und Menschen», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Als sie Anfang des 16. Jahrhunderts in das Dorf kamen, gerieten sie mitten in einen Bauernaufstand. Die Landleute litten Hunger und Not, weil ihnen viel zu hohe Abgaben und viel zu häufige Frondienste vom Adel aufgebürdet wurden. Der Adel, das war im Ort der Gernotsteiner, der vom König zum Grafen erhoben worden war. Nun fuhr er mit seiner Gräfin in einer prächtigen Kutsche mit vorgespannten Pferden – auch dann, wenn er nur 500 Meter weiter die Verwandtschaft besuchen oder in die Kirche wollte, und seine Gier nach immer mehr Reichtum ließ ihn hart werden gegen die Not Anderer. Der König hatte ihm mit dem Adelstitel auch das Recht verliehen, in seinem Wald zu jagen, was er jedoch nicht selber ausübte, weil es ihn wenig interessierte und zu anstrengend war. Also überließ er es seinen Bediensteten - wie alle anderen Arbeiten auch. Die wiederum steckten wie ihre Väter und Großväter voller abergläubischer Ängste vor bösen Waldgeistern und hielten sich wie diese an die Gewohnheit, nur die Randgebiete zu betreten. Außerdem machten sie dem Gernotsteiner weis, dass der Wald nicht sehr ertragreich sei und verschwiegen ihm, dass sämtliche Männer des Ortes dort wilderten. Auf diese Weise blieb der Wald in seinem Inneren auch weiterhin unberührt und unerforscht, was den Tieren und den Gnomen gerade Recht war.

Wieder hundert Jahre später, also 1620, berichteten die Weisen Männer von Maschinen, die Buchstaben, Worte, Sätze, ja ganze Geschichten auf Papier drucken könnten, in Windeseile, und jeder, der Geld habe, könne sich ein – wie sie es nannten – Buch kaufen, was natürlich nur Sinn machte, wenn man lesen gelernt hatte, was bis zu dieser Zeit hauptsächlich der Geistlichkeit vorbehalten war.

Eines gab es, um das die Gnome die Menschen schon lange und heftig beneideten: Ihre Musikinstrumente. Natürlich hatten sie auf ihren Fahrten das eine oder andere stibitzt – eine Flöte, eine kleine Kindertrommel, eine Mundharmonika und eine Spieluhr zum Aufdrehen, deren Klänge sie zu Tränen rührten, da sie, außer dem Gesang der Nachtigall, bisher nichts Schöneres an Melodien gehört hatten. Aber die größeren und neueren Instrumente wie Geige, Posaune, Harfe oder Cembalo waren für sie unbegreifliche Wunder. So sehr sie sich auch bemühten, hinter die Geheimnisse der komplizierten Mechanik zu kommen, es gelang ihnen nicht – und ein Exemplar auf dem üblichen Weg zu transportieren war schlichtweg unmöglich. So blieb ihnen nichts weiter übrig, als von den himmlischen Klängen zu erzählen, wohlwissend, dass man Musik nicht beschreiben, sondern nur hören kann.

1620 gerieten sie mitten in einen Krieg hinein, der seit zwei Jahren tobte und über den sie bei ihrem nächsten Besuch 1720 erfuhren, dass er ganze 30 Jahre lang gedauert hatte und in dem lustig bunt gekleidete Landsknechte mit Arkebusen auf Menschen schossen. Vorne stopften sie Schwarzpulver und Eisenkugeln hinein, entzündeten hinten eine Lunte – dann mussten sie nur noch treffen und ihr Gegner war schwer verwundet oder tot. Eine Erfindung, für die sie in die Hölle kommen sollten, fanden die Gnome.

Der Palisadenzaun der zu einem Städtchen angewachsenen Siedlung war zu dieser Zeit einer starken Mauer aus Steinquadern gewichen mit zwei Toren, die bei Eintritt der Dunkelheit geschlossen und mit mächtigen Eichenbalken verbarrikadiert wurden.

Das war im Übrigen auch das Jahr, in dem die Weisen Männer die so oft und exakt von ihren Urgroßvätern beschriebene Burg Gernotstein nicht finden konnten. Verblüfft stellten sie fest, dass an ihrer Stelle ein ganz anderes Gebäude errichtet worden war mit Säulen und aus Stein gehauenen Ornamenten und Figuren, umgeben von einem Park mit Bäumen, Sträuchern, Blumen und Rasen. Bis sie endlich begriffen, dass dies die neue Behausung der Gernot‘schen Familie war. So prächtig das Äußere war, das Innere des Hauses übertraf alles, was sie jemals gesehen hatten: Es glänzte Vergoldetes, Verspiegeltes, Seidenes und Samtenes. Die Gernotsteiner Schlossherren bemühten sich, die großen Fürstenhöfe der Städte nachzuahmen und als sie zur Zeit des Aufenthaltes der Weisen Männer ein Fest gaben, überraschte die Gräfin ihre Gäste mit einem pastellfarbenen Gewand voller Schleifen und Rüschen über einem Reifrock, einer gepuderten Perücke auf dem Kopf und mit hohen Absätzen unter den Schuhen. Man starrte sie mit offenen Mündern an - diese Aufmachung in einem kleinen Nest wie dem ihren war definitiv übertrieben. Zudem wirkte die Gräfin in den pompösen, bauschigen Gewändern doppelt so dick wie sie ohnehin schon war. Das kümmerte sie indes wenig, schon allein deswegen, weil sie die auf sie gerichteten Blicke für pure Bewunderung hielt. Der Herr des Hauses sah kaum weniger herausgeputzt aus, übte sich in galanten Umgangsformen, hatte ein schwarzes Schönheitspflaster am Kinn und schwang zierlich seine Füße zum Menuett. Die etwas Wohlhabenderen des Ortes, der Pfarrer, der Herr Doktor, der Apotheker und andere, ließen sich das Fest aber deswegen nicht verderben. Sie gehörten zwar nicht zu denen, deren tägliche Speise aus Hafergrütze, Mehl- oder Gemüsesuppen und Brot bestand, jedoch einen solchen Luxus, wie die Gernotsteiner ihn boten, konnten sie sich nicht leisten – und so genossen sie die kostbaren Weine und Speisen in vollen Zügen und amüsierten sich.

Als Onar, Sören und Kulle von dieser 1720 stattgefundenen Reise zurückkehrten, wurden sie vom jungen Vindalf, einem der zukünftigen Weisen Männer, gefragt: „Gut, ich verstehe, dass es Gründe gibt, ihnen kein Eisen zu geben … aber wie sieht’s denn mit Gold, Amethysten und Bergkristallen aus. Daraus können doch keine Waffen hergestellt werden, nur Schmuck und ähnliches, also hübsche Sachen …“

„Wenn’s so einfach wäre,“ erwiderte Kulle traurig, „du hast ja keine Ahnung, wie sie sich beneiden um jede Kette, jeden Ring.“

„Auch wegen hübscher Sachen herrscht Eifersucht und Zwietracht unter ihnen,“ fügte Sören hinzu.

„Nein, ich denke, auch Gold und Edelsteine sollten wir ihnen nicht geben,“ entschied Onar.

1820 machte sich dann Vindalf auf die Reise, zusammen mit Loki und Mats - und das Erste, was sie im Städtchen hörten war, dass es in Frankreich eine folgenschwere Revolution des Volkes gegeben hatte. Jedermann sprach darüber, denn König und Adel waren davongejagt worden und die Armen hofften nun auf bessere Zeiten – zu tief war die Kluft zwischen Arm und Reich geworden, zu groß das Elend des Volkes, während ihre Fürsten in Saus und Braus lebten.

Die Gernot‘sche Familie kleidete sich zu dieser Zeit in Frack und Zylinder, noch immer liebten die Damen Reifröcke, aber ihre Blusen waren hochgeschlossen und die Haare zu schlichten Frisuren gekämmt – alles war einfacher und bescheidener geworden. Man protzte nicht mehr ganz so hemmungslos.

Außer einem Haufen Schafwolle, nicht nur für sich selber, sondern auch für die sie fliegenden Uhus zum Auspolstern ihrer Nester, hatten die Weisen Männer diesmal etwas ganz Besonderes in ihren Rucksäcken: Aus den Ländern jenseits des großen Ozeans, aus der Neuen Welt, wie die Menschen sie nannten, waren bisher unbekannte Pflanzen mitgebracht worden, so z.B. eine Knolle, die unter der Erde wuchs. Im Laufe der Jahre hatte sie ihren Siegeszug durch die Lande gemacht und wurde nun praktisch überall angebaut. Roh war sie ungenießbar, aber gekocht konnte man mit ihr leckere Gerichte zubereiten – und obendrein sollte sie ein sehr gesundes Gemüse sein. Den Weisen Männern schmeckte sie ganz ausgezeichnet und sie suchten einen Sack voll der kleinsten Exemplare und pflanzten sie zuhause acht Zentimeter tief in die Erde, was eine Mordsarbeit war für Leute ihrer Größe. Nach vier Monaten konnten sie die erste Kartoffelernte einbringen und ihre Frauen machten sich sogleich daran, die Rezepte aus den Küchen der Menschenfrauen auszuprobieren.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Von Gnomen und Menschen»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Von Gnomen und Menschen» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Von Gnomen und Menschen»

Обсуждение, отзывы о книге «Von Gnomen und Menschen» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x