Kathrin Höhne - Meine Freiheit
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Die Behindertenschule bleibt nach dem Schlosskauf noch drei Jahre Mieter im Schloss bis Ende 2000. Doch der Prinz beginnt schon vorher mit den ersten dringenden Renovierungen: baut eine neue Heizung ein, bringt die Sanitäranlagen in Ordnung, räumt den Schlosspark auf und lässt den Hof neu pflastern. „Problem war, dass wir den eigentlichen Zustand des Gebäudes nicht kannten. Denn noch bis 1995 war uns der Zutritt verboten, durften wir das Schlossgelände nicht betreten. Über all dem lag ja so ein für die DDR typischer Grauschleier.“ Gut zehn Millionen Euro investiert Prinz Georg insgesamt in Schloss und Weingut. Heute ist der Betrieb hochmodern. Seine Weine genießen internationalen Ruf, wer- den immer wieder ausgezeichnet. Bereits 1996 wird Schloss Proschwitz in den Verband der Deutschen Prädikatsweingüter aufgenommen. Von den etwa 30.000 Weinbetrieben in Deutschland sind dort nur gut 220 versammelt. „Das war für uns wie ein Ritterschlag, ein Durchbruch. Das ist die höchste Qualifizierung im Weinbau. Das hat den Betrieb deutlich beflügelt.“
Das Schloss mit seinem wieder hergerichteten Park ist inzwischen über das ganze Jahr Ort zahlreicher Veranstaltungen: Seminare, Hochzeiten, Konzerte, Weinverkostungen, Adventsmärkte und Schlossführungen. Der Terminkalender ist gut gefüllt. Das Schloss ist zum „emotionalen Herzstück“ des Weinguts geworden und ganz wichtig für die Vermarktung der Weine. Prinz Georg sieht sich weder als Wessi noch als Ossi, sondern mehr als Süddeutscher. „Für mich ist Sachsen ein Teil von Südostdeutschland. Da ist für mich die Nähe zu Tschechien, zu Polen, aber auch zum Süden. Hier anzukommen, war ein langer Prozess. Es war am Anfang sehr schwierig, mit den Menschen warm zu werden, mit denen überhaupt in Kontakt zu kommen, das Vertrauen zu gewinnen. Sehr geholfen haben mir dabei die Mitarbeiter meiner Brigade. Mit denen kam ich schnell super klar, die haben für mich viele Lanzen gebrochen.“ 1993 kommt seine Mitgliedschaft bei Rotary in Meißen hinzu. „Das hat auch viel dazu beigetragen. Das war wie ein Eisbrecher. Da konnte ich erstmals das Bewusstsein für mein Anliegen schaffen. Da hatte ich einmal pro Woche die Möglichkeit, mich auszutauschen.“ In Sachsen fühlt sich der Winzerprinz angekommen und angenommen, hier ist er mit seiner Familie zu Hause. Mittlerweile bekleidet er auch mehrere Ehrenämter: Seit 1999 ist er Ehrenkonsul für das Königreich der Niederlande. In der Bergakademie Freiberg lehrt er als Professor für Weinbau und Kellerwirtschaft und seit Oktober 2013 ist er Domherr zu Meißen.
Und seine Freunde? „Da staunen einige, was in den 25 Jahren entstanden ist. Ich bin total dankbar, hier zu sein. Mit jedem Jahr ist mehr Bindung entstanden und der Wunsch noch kreativer zu sein, noch interessantere Sachen zu basteln.“ In dem Land spürt er immer noch eine große Dynamik. Die Sachsen erlebt er als sehr neugierig, sehr kommunikativ und innovativ. „Die wollen hier was bewegen. Was auch spannend ist, wenn ich mich hier auf die Autobahn begebe, bin ich in zweieinhalb Stunden in Breslau. In einer eindreiviertel Stunde sitze ich mitten in Prag vorm Hradschin. Diese Region hat in dieser Hinsicht unheimlich tolle Potenziale, das Umfeld ist spannend.“ Und die Freiheit? Die ist ihm ganz wichtig, ganz wesentlich. „Ich fühle mich frei, weil ich glaube, dass das wieder was mit dem Kopf zu tun hat. Also ich bin frei, ich könnte auch loslassen. Ich habe nicht unbedingt diesen Besitzzwang. Für mich bedeutet Freiheit, dass ich sowohl mein Denken als auch mein Handeln soweit ausdehnen kann, ohne einen anderen damit zu verletzen. Meine Freiheit endet also an der Freiheit des Nächsten. Das Wichtigste für mich ist, dass man gegen Ungerechtigkeiten auch vorgeht.“

Carmen Rohrbach
Freiheit ist für mich innere Freiheit. Selbst im Gefängnis habe ich mich nicht unfrei gefühlt.
Durch die kalte Ostsee gen Dänemark
Der weite Horizont fasziniert sie schon als Kind. Die geheimnisvolle Linie zwischen Himmel und Erde zieht Carmen Rohrbach einfach magisch an. Sie will hinaus in die Welt – die Welt entdecken. Doch erst während ihres Studiums in Greifswald erkennt sie, dass sie in der DDR eingesperrt ist, sie ihren Lebenswunsch hier nicht erfüllen kann. „Ich wäre dort krank geworden.“
So macht sie sich im August 1974 auf den Weg, da ist sie gerade 26. Mit ihrem damaligen Freund Jürgen fährt sie nachts quer durch die DDR nach Nienhagen an die Ostsee. Neoprenanzüge, Schnorchel und Schlauchboot im Kofferraum. Sie gönnen sich keine Rast, keine Pause. Nur nicht auffallen. „Dann wäre unsere Flucht zu Ende gewesen und wir wären im Gefängnis gelandet”, erinnert sie sich. Sie wollen „rübermachen“ – zu der 50 Kilometer entfernten Küste Dänemarks. Die Neoprenanzüge sollen sie vor der auch im Sommer kalten Ostsee schützen. Um sich in den Wellenbergen nicht zu verlieren, binden sich beide aneinander. Ihr „Gepäck”: nur eine kleine wasserdichte Tasche mit ein paar Dokumenten und etwas Proviant. „Als wir nachts in die Ostsee stiegen, schauderte es mich, als das kalte Wasser in den Neoprenanzug eindringt.“ Sie schwimmen voller Zuversicht los. „Ich spürte keine Angst, nur Freude.“ Doch noch innerhalb der Drei-Meilen-Zone erfasst sie der Suchscheinwerfer einer DDR-Grenzpatrouille. Um im nachtschwarzen Meer nicht entdeckt zu werden, zerstören sie ihr kleines Gummiboot. Das Küsten- schutzschiff umkreist sie wie ein Jagdhund seine Beute. Bange Momente. Irgendwann gibt es auf und dreht ab. Die beiden Flüchtlinge sind wieder allein auf dem Meer. Verzweifelt beschließen sie weiter zu schwimmen, immer gen Norden. Dem Kompass folgend. Umkehren kommt für sie nicht mehr in Frage. 28 Stunden sind sie auf dem Wasser, schwimmen oder lassen sich treiben, wenn die Muskeln versagen. Sie wissen nicht, ob die Richtung noch stimmt, die Strömung sie zu weit abgetrieben hat. Sie kämpfen mit Hunger, mit Durst und Müdigkeit. Die Hände quellen auf, werden zu weißen, schwammigen Lappen. „Ich habe nicht gewusst, dass ich so lange schwimmen kann, wie mag erst mein Gesicht aussehen.“
Irgendwann lässt der Neoprenanzug am Hals Wasser durch. Carmen wird kalt am Körper. Immer mehr schluckt sie Salzwasser. Panik steigt auf. „Aufgeben? Einfach die Verbindungsleine zu Jürgen kappen, den Neoprenanzug abstreifen und im Meer versinken?“ Müdigkeit und Schmerz übermannen sie. „Den Tod spürte ich schon.“ Doch dann in der Abend- sonne ein Schiff, ganz nah. Eine gewaltige Bugwelle kommt auf sie zu. Beide spüren im Wasser den Sog der Schiffsschraube. Ein Holzschiff, der Name „Lübeck“ ist an der Bordwand deutlich zu erkennen. Sie versuchen, auf sich aufmerksam zu machen. Vergeblich. Die Mannschaft bemerkt sie nicht. Das Schiff zieht vorüber.
Doch obwohl die Rettung am Horizont verschwindet, flammt wieder Hoffnung auf. Sie schwimmen weiter. Ein Licht schließlich mitten in den dunklen Meereswellen. „Ist es ein Leuchtturm? Ist es doch schon Dänemark?“ Als sie näher kommen, sehen sie, es ist „nur“ eine Boje. Mit allerletzter Kraft ziehen sie sich an ihr hoch. Völlig erschöpft harren sie dort aus, ohne Proviant und Trinkwasser. Sie binden sich an der Boje fest, um im Schlaf nicht ins Wasser zu rutschen. Sie hoffen auf ein Schiff, das vorbeizieht. Eine Fähre bemerkt sie nicht. Eine polnische Segelyacht dreht wieder ab. „Die falsche Flagge. Informiert die Bordcrew etwa die DDR-Küstenwache?“ Bange Fragen. Doch sie können die Boje nicht verlassen. Sie sind am Ende ihrer Kräfte. Endlich nähert sich wieder ein Schiff. Doch auch das ist nicht aus dem Westen. Es ist von der ostdeutschen Kriegsmarine, von der Nationalen Volksarmee. Ein Schlauchboot besetzt mit neun Soldaten steuert auf die Boje zu. Mit Waffengewalt werden sie gezwungen, ins Boot zu steigen. An Bord des NVA-Schiffes sind sie nun erneut auf DDR-Gebiet. Dann beginnen die ersten Verhöre. Stundenlang sitzt Carmen noch im nassen Badeanzug, warme Sachen werden ihr zunächst nicht gegeben. Von ihrem Gefährten Jürgen ist sie längst getrennt. Sie wird in eine Kajüte eingesperrt. „Das Schiff fährt den weiten Weg zurück, den wir zwei Nächte und einen Tag geschwommen sind – zurück in die DDR.“ Für Carmen endet die dramatische Flucht schlussendlich im berüchtigten Frauengefängnis Hoheneck im sächsischen Erzgebirge. Bittere Jahre dort. Erst hier wird ihr klar, was die DDR eigentlich für ein Staat ist. „Bis dahin habe ich mich nicht politisch gefühlt. Erst im Gefängnis gingen mir die Augen auf. Erst da habe ich bemerkt, was für ein menschenverachtendes System das war.“
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