Kathrin Höhne - Meine Freiheit

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25 Jahre Deutsche Einheit: 25 Menschen aus Ost und West – ihre Schicksale, ihre Geschichte und ihre Gedanken zur Freiheit – zwei Journalistinnen erzählen. Dafür reisten die beiden Autorinnen quer durch die Republik und trafen unter anderem den Politiker Kurt Biedenkopf, den Bürgerrechtler und Fernsehjournalisten Siegbert Schefke und den Frontsänger der Prinzen, Sebastian Krumbiegel. Die Menschen blicken auf die dramatischen Ereignisse zurück, als in Berlin die Mauer fiel, berichten von ihrem Leben und wie sie heute über das deutsche-deutsche Miteinander denken.

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Für Schefke ist das aber nicht alles selbstverständlich. „Dazu passiert zu viel Verrücktes auf der Welt, wie zum Beispiel die NSU-Morde an türkischen und griechischen Kleinunternehmern in der Vergangenheit zeigen oder wenn wieder Nazis durch die Straßen marschieren. Da muss man wachsam sein“, mahnt er. „Meinungs- und Reisefreiheit gibt es in vielen Teilen dieser Welt nicht. Wir sollten immer im Kopf haben, wie man mit jemandem umgeht“, plädiert er weiter. Und denkt als TV-Journalist da- bei auch in Bildern. Denn nach Feierabend engagiert er sich bei „Reporter ohne Grenzen“. Für seine Verdienste um die Einheit hat er mehrere Auszeichnungen erhalten, darunter auch das Bundesverdienstkreuz und den Medien- und Fernsehpreis Bambi. Von den Preisgeldern finanziert er Kameras für Journalisten in Syrien, „damit ihre Bilder in die Wohnzimmer dieser Welt strahlen können und die Menschen sehen, was wirklich geschieht.“

Prinz Georg zur Lippe Meine Freiheit endet an der Freiheit des Nächsten - фото 2

Prinz Georg zur Lippe

Meine Freiheit endet an der Freiheit des Nächsten.

Seine Freunde erklären ihn für verrückt

Gleich nach der Wende lädt Christian Prinz zur Lippe Sohn Georg zu einem Gespräch bei einem Glas Wein ein. Er solle sich für 14 Tage freinehmen und „mal nach Sachsen fahren“, sich die Orte anschauen, wo die Familie früher beheimatet war. Der Vater stellt sich vor, dort vielleicht wirtschaftlich wieder etwas auf die Beine zu stellen, nach Sachsen heimzukehren. In der Region um Dresden besitzt die Familie bis 1945 zahlreiche Industriebetriebe. Auch Immobilien sind darunter und ein Weingut bei Meißen: Schloss Proschwitz.

Schloss Proschwitz ist mittlerweile das größte private Weingut in Sach- sen. Das einst ziemlich heruntergekommene Barockschloss ist wieder restauriert. Auf fast 90 Hektar Fläche entlang der Elbe werden 13 verschiedene Rebsorten angebaut, knapp eine halbe Million Flaschen Wein im Jahr produziert. Prinz Georg ist zu seinen Wurzeln zurückgekehrt. Neben dem Weingut betreibt der Prinz im Elbdörfchen Zadel eine gemütliche Pension und ein Weinlokal. An einem lauen Sommerabend sitzen wir im Schatten alter Bäume auf der Terrasse des restaurierten Gärtnerhauses. Direkt am Schloss. Hier wohnt Prinz Georg mit seiner Familie, mit Sohn Georg-Moritz und Frau Alexandra. Sie hat jahrelang als Rundfunkjournalistin beim Deutschlandradio in Dresden gearbeitet und macht inzwischen die PR-Arbeit für das Weingut. Die Prinzessin serviert eine dampfende Quiche, frisch aus dem Ofen. Dazu gibt es einen gekühlten Grauburgunder, einen echten Proschwitzer. „Ein guter Tropfen“, meint Prinz zur Lippe genießerisch. Das dichte Haar des stattlichen Endfünfzigers ist schon fast weiß. Kurz nach der Wende war es noch blond gewesen. Die Zeit und die Sorgen um das Weingut sind auch an ihm nicht spurlos vorübergegangen. Gerade von einer Tour durch Thüringen zu- rück, sitzt er uns leger gegenüber, in Cordhose und offenem Hemd, ohne Krawatte. Labradorhündin Liese spielt um uns herum. Sohn Moritz verabschiedet sich ins Bett. Mit verschmitztem Lächeln und leuchtenden Augen erzählt der Unternehmerprinz von seinen Anfängen in Sachsen.

Zur Wendezeit lebt er in München, hat dort einen hochdotierten Job als Berater bei Roland Berger. Im teuren Schwabing besitzt er zwei schöne Penthauswohnungen. „In unserer Familie war ich der Jüngste von sieben Kindern, noch unverheiratet und konnte mir damals eigentlich gar nicht vorstellen, in den Osten zu gehen.“ Schließlich fährt er doch hin, „düst diese 14 Tage durch Sachsen“ und schaut sich vieles an. Seine erste Erkenntnis: „Ich bin zu spät dran. Die alten LPG-‚Fürsten‘ hatten sich im Regelfall schon selbständig gemacht. Westliche Berater empfahlen ihnen, ‚Mensch, Flächen müsst ihr in der Hand behalten.‘ Und Beteiligungen, die wir früher an Unternehmen hatten, waren verstreut, da kam man nicht mehr ran. Im Endeffekt war ich ziemlich gefrustet und kam hier oben auf dem Weinberg an und dachte mir: ‚Jetzt bin ich zehn Tage rumgefahren und da tut sich gar nichts, das können wir abhaken.‘ Dann sah ich aber, wie schön das alles war. Die liebliche Landschaft an der Elbe, Meißen und die imposante Albrechtsburg gegenüber. In dem glanzlosen Schlosspark standen noch Pyramideneichen, Rotbuchen und Gingkobäume, die meine Vorfahren gepflanzt hatten. Nur war alles so grau. Als ich plötzlich et- was laut knattern hörte, dachte ich erst, da kommt ein Rasenmäher. Aber es war ein Trabi. Ein Mann stieg aus, von dem ich mir nicht vorstellen konnte, wie er in das Auto hineingepasst hatte. Ein langer Lulatsch. Der kam auf mich zu und sagte: ‚Guden Tach, Sie sind der Prinz nich wahr.‘ Ich blickte ihn erstaunt an. ‚Nu, wir haben schon lange damit gerechnet, dass einer von der Familie hier aufschlägt.‘ Ich fragte: ‚Woher wissen Sie das eigentlich?‘ ‚Nu ja, ganz einfach‘, antwortete er: ,Sie waren unten bei der Minol und haben da getankt. Dann waren Sie bei der Post, da haben Sie zwei Briefe aufgegeben und vor gar nicht langer Zeit waren Sie bei uns im Konsum und haben zwei Würstchen gekauft. Richtig?‘ Ich brachte nur ein ‚Jaa‘ heraus. ‚Hier funktionieren noch die Buschtrommeln‘, ließ er verlauten. Dieser Hüne, er hieß Werner Dürichen, war unglaublich. Er kam selber aus einer Bauernfamilie, die einst dreißig Hektar Land zu bewirtschaften hatten. Er musste gleich nach dem Krieg erleben, wie seine Familie zwangskollektiviert wurde.“ Mit Herrn Dürichen kommt Prinz Georg später super klar, auch mit dem Vorsitzenden der LPG. Die erklären ihm aber, dass die großen Ackerflächen schon vergeben sind. Über den Weinbau allerdings könne man reden.

Doch der Weinbaubetrieb ist in keinem guten Zustand. Die Weinberge sind nur noch zum Teil bepflanzt, die Weinstöcke sind nach zwei frostreichen Wintern in einem angegriffenen Zustand. Der Maschinenpark ist überaltert, das Schloss sanierungsbedürftig. In dem Gebäude von 1703 befindet sich eine modellhafte Tagesschule für behinderte Kinder. Die Nazis hatten es schon 1943 beschlagnahmt. Nach dem Krieg wird es enteignet. Es ist zunächst Lazarett, dann Lungenheilanstalt. 1978 zieht dann dort die Förderschule ein. Und die Sache hat noch einen weiteren Haken. Im Einigungsvertrag steht, dass Besitztümer, die in der Bodenreform 1945 und 1949 enteignet wurden, nicht restituiert werden. Dieser Beschluss wird 1991 sogar höchstrichterlich durch das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe bestätigt. Das bedeutet für Prinz Lippe, dass er den enteigneten Grundbesitz nur Stück für Stück zurückkaufen kann. Doch all das hält ihn nicht davon ab, das „Abenteuer“ zu wagen. Für die Idee, Proschwitz wieder aufzubauen, hat er Feuer gefangen.

Schon sein Patenonkel Graf Radulf zu Castell-Rüdenhausen hatte in Franken einen kleinen Weinbaubetrieb. Das hat den Prinzen früh auf den Geschmack gebracht. Auch während seiner Ausbildung zum Agraringenieur wählt Prinz Georg Weinbau als Prüfungsfach. Er findet „dieses Metier einfach sehr, sehr schön.“ So setzt er sich hin und entwickelt für Proschwitz ein Geschäftsmodell, das er dem Vater vorstellt. Der zeigt sich entsetzt: „Um Gottes willen. Warum ausgerechnet das Weingut? Du wirst zehn Jahre rote Zahlen schreiben. Überleg Dir, was das für Dein Leben bedeutet. Zehn Jahre wirst Du jeden Cent reinstecken müssen, Du wirst gar nicht wissen, wie Du da aus der Klemme wieder rauskommst.“

Die Lippische Familie geht auf germanischen Adel zurück, wird als landes- herrliche Familie erstmals zu Beginn des 12. Jahrhunderts erwähnt. Sie ist bis 1918 eines der regierenden Fürstenhäuser Deutschlands und mit vielen Familien des europäischen Hochadels verwandt. Der Zweig, dem Georg Prinz zur Lippe angehört, ist seit Beginn des 18. Jahrhunderts in Sachsen ansässig und zählte dort zu den bedeutendsten Unternehmerfamilien. „Wir waren eher großbürgerlich und keine Fürstenfamilie.“ 1945 erfolgt die entschädigungslose Enteignung. Aus ideologischen Gründen wird die Familie in verschiedenen Lagern und Gefängnissen inhaftiert. Später erfolgt die Ausweisung nach Westdeutschland. Dort muss sie von Null anfangen. Das Familienvermögen bleibt im Osten. „Bei uns hatte die D-Mark weder eine Eins noch einen Adler gehabt. Wir haben sie so oft umgedreht, bevor wir sie ausgeben konnten. Ich habe mir alles selber verdienen müssen. Mein erstes Moped oder den Führerschein. Dafür stapelte ich auch Paletten in der Fabrik.“

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