Kathrin Höhne - Meine Freiheit

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25 Jahre Deutsche Einheit: 25 Menschen aus Ost und West – ihre Schicksale, ihre Geschichte und ihre Gedanken zur Freiheit – zwei Journalistinnen erzählen. Dafür reisten die beiden Autorinnen quer durch die Republik und trafen unter anderem den Politiker Kurt Biedenkopf, den Bürgerrechtler und Fernsehjournalisten Siegbert Schefke und den Frontsänger der Prinzen, Sebastian Krumbiegel. Die Menschen blicken auf die dramatischen Ereignisse zurück, als in Berlin die Mauer fiel, berichten von ihrem Leben und wie sie heute über das deutsche-deutsche Miteinander denken.

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Während andere drei Jahre zur Armee gehen, um die Chance auf ein Studium zu erhöhen, geht er zum Bau. Macht dort eine Lehre mit Abitur. Der anderthalbjährige Grundwehrdienst bei der Nationalen Volksarmee bleibt ihm dennoch nicht erspart. Er kommt nach Storkow bei Berlin. „Für mich war das nur ein gezielter Versuch des DDR-Systems, junge Männer von 18 Jahren mit militärischem Drill und Parteipropaganda zu prägen.“ Der große Leitsatz dazu heißt: „Die DDR ist ein Friedensstaat!“

Doch Abrüstungsgegner, kirchliche Friedensaktivisten und Wehrdienstverweigerer werden verfolgt und bestraft. Damit macht er 1982 seine Erfahrung. Inzwischen studiert er an der Hochschule für Bauwesen in Cottbus. Seine kritische Haltung lässt ihn nicht zögern, einen Appell gegen die Stationierung von Atomwaffen in Ost und West zu unterschreiben. Die Folge: Als Einziger aus seinem Jahrgang wird er zu einer Nachprüfung nicht zugelassen. Den wahren Grund erfährt er Jahrzehnte später aus seinen Stasi-Akten. Er muss sich in der Produktion bewähren und darf erst ein halbes Jahr später sein Studium fortsetzen. Auch nur, weil er sich eine Beurteilung selbst schreibt und den damaligen Brigadier mit einer Kiste Bier und einer Flasche Schnaps zur Unterschrift überredet. Darüber kann er inzwischen entspannt lachen, auch wenn er an seine Diplomarbeit mit dem Thema „Vergleich von Klebern auf Schräg- und Spitzdächern“ denkt. „Nur gab es in der DDR keinen Kleber, der kleben blieb. Es lief einfach nur alles runter, der Teer klebte nicht wirklich. So musste ich noch nachweisen, dass wir nicht in der Lage sind, einen Teer herzustellen, der ab 35 Grad Neigungswinkel und Sonne kleben blieb.“

1983 radelt er sechs Wochen lang durch Osteuropa, bis ans Schwarze Meer und zurück. „Sonst ist einem ja nichts mehr eingefallen.“ An der sächsischen Grenze in Bad Schandau wird er gefilzt. Die Grenzer finden bei ihm westliche Bücher, unter anderem ein Exemplar von Heinrich Bölls „Ansichten eines Clowns“. Das nehmen sie ihm weg. „Dieses Eingreifen und Reglementieren in meinem Leben fand ich schon sehr unangenehm.“

Nach den Studienjahren in Cottbus setzt er alles daran, auf die „Insel der Glückseeligen“ zu kommen, nach Berlin in den Prenzlauer Berg. Denn längst hat es sich herumgesprochen, dass in diesem Bezirk viele Regimekritiker und Intellektuelle Zuflucht suchen. 1985 bezieht er dort eine Wohnung. Er wird Bauleiter beim Wohnungsbaukombinat Berlin, errichtet Plattenbauten mit. Seine wesentliche Aufgabe ist es, Giebelwände zu verfugen. „Das Gute war, für Außentermine auf der Baustelle hatte ich einen Trabant und in meinem Büro in Ostkreuz sogar ein Telefon.“ Dass alle Gespräche überwacht werden, ist ihm egal. Ausgerechnet über dieses Diensttelefon kommt ein Kontakt zu Roland Jahn zustande, dem späteren Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen. Von West-Berlin aus versucht der ehemalige Oppositionelle Jahn aus Jena, Regimegegner in der DDR zu unterstützen. Immer wieder berichtet er in Beiträgen für Westmedien über die menschenrechtsverletzende Situation im anderen Teil Deutschlands, unter anderem für die ARD-Sendung „Kontraste“.

Ab 1986 führt Schefke ein Leben der Gegensätze. Verwegen sieht er aus. Mit langen Haaren und Bart passt er nicht in das Bild eines braven DDR-Bürgers. Während er tagsüber am „planmäßigen Aufbau des Sozialismus“ mitwirkt, engagiert er sich nach Feierabend in kirchlichen Gruppen für die Umwelt. „Einigen von uns reichten aber bald die Baumzählaktionen nicht mehr. Wir wollten ein Informationszentrum gründen, in einem offenen Haus eine offene Arbeit machen.“ Sie fragen bei der Kirche nach, die stellt ihnen zwei Kellerräume zur Verfügung. So entsteht 1986 im Gemeindehaus der Ostberliner Zionskirche die Umwelt-Bibliothek. Die DDR-Führung gesteht der Kirche zu dieser Zeit einen gewissen Freiraum zu. Dafür darf sie sich außerhalb ihrer Mauern politisch nicht engagieren. Aber es dauert nicht lange und verbotene Bücher und Zeitschriften zu Umwelt- und Menschenrechtsthemen finden hier Eingang: Es gibt Lesungen, Veranstaltungen und Rock-Konzerte mit bis zu 1.000 Besuchern. Im November 1987 durchsuchen Stasi-Leute die Räume und verhaften Mitarbeiter. Zum ersten Mal in der DDR-Geschichte dringen sie in Kirchenräume ein. Über die Razzia berichten Westmedien ausführlich. Damit wird die Aktion öffentlich. Es kommt zu Solidaritätsbekundungen im ganzen Land und die Aktivisten werden wieder freigelassen. Schnell wird die Bibliothek so auch zu einem Treffpunkt für Bürgerrechtler, zu einer Schaltzentrale der DDR-Opposition. Zunächst gibt sie die als kirchenintern deklarierten „Umweltblätter“ heraus. Illegal gedruckt wird die Untergrundzeitschrift „grenzfall“ der Initiative für „Frieden und Menschenrechte“. Zu den Gründungsmitgliedern gehören Bärbel Bohley, Martin Böttger, Werner Fischer, Ralf Hirsch, Ulrike und Gerd Poppe sowie Wolfgang Templin.

Regelmäßige Stasi-Verhöre, oft zwölf Stunden lang, gehören nun zum Alltag von Schefke. Bereits seit 1985 hat er ein totales Reiseverbot, darf die DDR nicht mehr verlassen. Als ihn sein Chef wegen seiner abendlichen „Aktivitäten“ zur Rede stellen will, kündigt er 1987 seinen Job. „Ich wurde vom Teilzeitrevolutionär zum Vollzeitrevolutionär.“ In einem Verhör wird ihm „asoziales Verhalten” vorgeworfen. Das konnte in der DDR mit Gefängnis bestraft werden. Er, darauf vorbereitet, rechnet den Stasi-Beamten haarklein vor, dass er auf seinem DDR-Sparkassenkonto so viel gespart habe, um einige Jahre davon leben zu können. „Ich brauche etwa 50 Ost-Mark im Monat. Jeden Morgen esse ich eine Brötchen- hälfte mit Marmelade, mittags eine Linsensuppe und abends die andere Hälfte vom Brötchen mit etwas Leberwurst. Das kostet um die 24 Mark, die Miete beträgt 26 Mark.“ Sein Stasi-Gegenüber kontert: „Wissen Sie, Herr Schefke, Ihre Antworten sind immer so schön rund, ich glaube Ihnen kein Wort.“ Schließlich lassen ihn seine Peiniger gehen. Warum, erfährt er auch erst Jahre später aus seinen Akten: „Die Stasi wollte nicht nur mich. Sie wollte auch, dass ihnen die Hintermänner, die Unterstützer aus dem Westen, ins Netz gehen.“

Mit Roland Jahn will er öffentlich machen, wie es in der DDR wirklich aussieht. „Wir wollten in die Wohnzimmer der Menschen strahlen, mitten hinein, dahin, wo es den Führenden des SED-Regimes am meisten wehtat. Wir wollten zeigen, in welchem Dreck die Menschen in der DDR lebten.“ Den Anfang machen dabei heimlich im Osten produzierte Hörkassetten, die als „Radio Glasnost“ von einem Westberliner Privatsender ausgestrahlt werden. Später besorgt Jahn eine Video-Kamera und lässt sie in den Osten bringen. Der Oppositionelle Rüdiger Rosenthal zieht als Erster mit ihr versteckt in einem Beutel los. Er dokumentiert Umweltschäden in den Chemieindustriegebieten der DDR und stellt oppositionelle Gruppen wie „Kirche von unten“ vor. Über Diplomaten gelangen die Bilder in den Westen.

Während die SED weiter Jubel-Nachrichten verbreitet, übernimmt nach Rosenthals Ausreise im Frühjahr 1987 Schefke die Kamera. Es kommt ein zweiter Mann dazu, der Fotograf Aram Radomski. Die illegalen Dreh- und Fotoarbeiten führen beide dorthin, wo die Umweltzerstörung besonders gravierend ist. Sie drehen in Espenhain bei Leipzig, wo die riesigen Braunkohlekraftwerke und Kohlebrikettfabriken stehen; in Bitterfeld, wo die Chemieindustrie eine ganze Region verseucht. Sie filmen auch in Halberstadt, wo die verwahrloste Altstadt durch Plattenbau ersetzt wer- den soll; in Potsdam, Greifswald und Görlitz. Zudem macht Schefke im Frühjahr 1989 Aufnahmen von Neonazis in Berlin, deren Existenz die DDR nicht eingesteht. In Dresden und Ostberlin entdeckt er Hakenkreuze auf jüdischen Friedhöfen. Ein dritter Mann, Falk Zimmermann, stößt dazu. Was die anderen nicht ahnen, er arbeitet für die Stasi. Er versucht, die Filmarbeiten zu sabotieren, dennoch entstehen Bilder. Noch schlägt die Stasi nicht zu. Für den Fall der Verhaftung der Kameramänner hat Roland Jahn im Westen Bekennervideos hinterlegt.

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