Paul Tobias Dahlmann - delectationes

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Im Jahre 1226 wurden meinem damaligen Herren, dem Grafen Friederich vom Isenberg, zu Köln die Glieder zerschlagen. Dann wurde er zum Sterben auf das Rad geflochten. Schon Andere vor mir haben seine Geschichte erzählt.
Die anderen Schreiber schweigen jedoch darüber, was in den Jahren danach geschah. Dietrich, der Sohn des Grafen, rief zu den Waffen. Als sein Ritter folgte auch ich ihm. Ich hatte damals gerade einen Knappen angenommen und begann, diesen im Schwertkampf auszubilden.
Anhand seines Beispiels mag auch der Leser dieses Buches den Schwertkampf erlernen. Ich kann niemandem das Üben ersparen. Wie jedoch Schläge zu führen sind, das mag man aus dieser Gechichte lernen.

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Mittlerweile achteten mehrere Umstehende mehr auf uns als auf die Bühne. Ich ließ sie zuschauen und fuhr fort in meinen Erklärungen.

„Du kannst das hier ebenso gut mit einem Stock wie mit einem Schwert machen. Wenn du die reine Kraft in deinen Armen steigern willst, dann mach die Bewegung mit einem schweren Krug. Achte nur darauf, dass er gut verschlossen ist!“

Der Junge zog angestrengt doppelte Kreise in die Luft. Sie hatten annähernd die gleiche Höhe, waren nur viel zu verkrampft und zu eckig. Ich ließ ihn dieses Malen eine gute Zeit lang vollführen. Bald gewöhnte er sich an den Schwung seiner Arme. Er achtete nicht mehr in gleichem Maße darauf und vergaß seine Fehler. Das Schwingen wurde gleichmäßiger, eben weil er sie durch seine Arme ausführen ließ, anstatt durch seinen Kopf.

Zwischendurch ging ich weg und ließ ihn weiter machen. Ich holte mir meinen anderen Stock von etwa der gleichen Länge, den ich zusammen mit dem ersten aufgelesen hatte.

Als ich zurück kam, stellte ich mich vor Gerhard und machte die gleiche Bewegung wie er; ruhige, lockere, doppelte Bögen. Ich passte die Geschwindigkeit an und ließ sich die Stöcke in der Mitte in der Luft treffen.

„Weiter gleiten lassen!“, wies ich Gerhard an. „Dadurch hast du einen sauberen Schnitt. Als Schnitt selbst hat er übrigens wahrscheinlich nicht viel Kraft. Das ist der Grund dafür, warum du den doppelten Bogen kaum in einem echten Kampf brauchen wirst. Als Übung brauchst du ihn trotzdem, weil er gut ist für deine Kraft, dein Augenmaß und deinen ganzen Körper.“

„Meinen ganzen Körper?“

„Ja. Merkst du nicht, wie sich deine Schultern bewegen? Sie folgen dem Schwert. Das ist richtig so. Später kannst du es auch mit deinen Beinen verbinden. Immer nur schräg in der Mitte runter und außen an den Seiten wieder hoch, fließend rund und durchgehend. Mache dies und arbeite gleichzeitig mit deinem restlichen Körper, dann übst du deine Muskeln und deine Sicherheit für den Schwertkampf als Ganzes.“

Die richtige Höhe für seine Bewegungen fand er mit der Zeit. Zuerst jedoch musste er noch seine Hand in die Laufbahn meines Stocks halten, so dass sie getroffen wurde. Er fluchte zwar, aber genau deshalb hatte ich nur Stöcke genommen. Die Hände sind eben der anfälligste Körperteil beim Schwertkampf und sollten deshalb unbedingt auch zuerst gepanzert werden.

Zwischenzeitlich hatten immer mehr Zuschauer begonnen, ihre Aufmerksamkeit auf uns zu richten, anstatt auf die Kämpfer. Nun kam einer von diesen zu uns herüber. Es war ein drahtiger, älterer Kämpe mit kurzen, grauen Haaren.

„Verzeiht, edler Herr“, sagte er schief grinsend. „Es ist immer schön, mit jemandem von Fach zu reden, aber eigentlich sind wir für diesen Tag für die Vorstellung eingeladen.“

„Schön.“ Ich sah ihn offen an und zuckte mit den Schultern. „Seht es so: Wenn Ihr besser seid als ich, habt Ihr nichts zu befürchten. Wenn ich hingegen besser bin als Ihr, dann lernt meine Art zu Kämpfen, und bei späteren Vorführungen kann es Euch hilfreich sein.“

„Es geht hier um die Geheimnisse unseres Berufsstandes.“ Er sah sehr zweifelnd drein.

„Es ist doch folgendermaßen“, erläuterte ich. „Je mehr Geheimnisse Ihr kennt, desto weniger müsst Ihr sie geheim halten. Arbeitet zusammen mit allen, die so sind, wie Ihr. Schon bald werdet Ihr genug wissen, dass es nichts mehr ausmacht, ob irgendjemand irgendeine bestimmte Sache mitbekommt oder nicht. Ihr wisst dann hinreichend viele weitere Dinge.

Auf diese Weise gewinnt Ihr ebenso wie eure Zuschauer. Geheimnisse sind nach meinem Geschmack reine Dummheit.“

„Ihr habt leicht reden, Ihr seid ein Mann mit einem Namen.“ Er blickte nach einem Blinzeln zu meiner Kleidung zu Boden. Ich wusste, warum ich eben diese Truppe ausgewählt hatte.

„Namen tun dazu überhaupt nichts. Wir könnten ruhig die Plätze tauschen. Auf unser Wissen in der Sache kommt es an. Ich lade Euch ein, mir ähnlicher zu werden, wie ich auch Euch ähnlicher werde, indem ich eure Kampfesweisen übernehme.“

Ich gebe zu, das war schmeichelhaft formuliert. Ich hatte erheblich mehr Wissen als er. Trotzdem verbrachten wir den Nachmittag damit, uns über Einzelheiten des Schwertkampfes zu beratschlagen.

3. Beinarbeit

Das Jahr schritt voran. Der Sommer brach an, und Graf Adolf griff nach weiteren Rechten. Es hatte einiges Gerangel um die Vogtei von Cappenberg gegeben. Zwar stand das Kloster als Ganzes klar auf seiner Seite, eine kleine Gruppe steinalter Mönche jedoch war gegen ihn. Sie wollten alles so beibehalten, wie es war. Also wollten sie lieber Dietrich vom Isenberg als ihren neuen Vogt, nicht Adolf. Am Ende setzte sich der Märker durch, weil er sich in Köln beim Bischof beschwerte.

Gleichzeitig festigte Adolf seine Positionen, wo es nur ging. Er errichtete an vielen Stellen neue Burgen. Die Festungen Mark, Wetter und Blankenstein schossen nur so in die Höhe. Die Wehren in Kamen, Lünen und Unna wurden verstärkt. Viele weitere Orte wurden mit wenigstens einigen Zäunen befestigt. Adolf wusste, dass die alten Familien im Land großenteils gegen ihn standen, und bereitete sich auf mögliche Angriffe vor. Dadurch weckte er zusätzlichen Unmut.

In der Hitze des Sommers wurden viele alte und neue Streitereien deswegen laut. Die Spannung steigerte sich auf ein kaum erträgliches Maß. Jeder fragte sich, wann sie Hamme, Dreer, Bochum, oder eines der umliegenden Häuser erreichen würde.

Schließlich war es soweit. Eickel fing an, herumzueiern. Graf Adolf machte den Herren große Versprechungen, und sie knickten ein. Nosthausen und Leithe beschlossen, dem starken Nachbarn zu folgen, und wechselten ebenfalls ins Lager der Mark.

Wir aus den anderen Familien sahen uns gespannt um, ob sich noch jemand anschlösse. Die Stimmung im Land zwischen Ruhr und Lippe war restlos vergiftet, als eines Tages mein Knappe einen Besucher ankündigte.

„Wer ist es? Wie sieht er aus?“, fragte ich misstrauisch.

„Ich kenne ihn nicht. Es ist so ein dünner Mann mit einem großen Hut. Er reitet auf einem alten Klepper.“

„Mit anderen Worten: Heiner, sonst keiner!“, schallte es über den Hof. „Dein Knappe trompetet, als ginge es um die Eroberung von Jericho!“

So laut war Gerhard wirklich nicht gewesen. Ich entspannte mich. Heiner hatte gute Ohren. Er war ein alter Freund, der nur gerade seltener bei mir vorbeischaute. Heiner von Horst konnte man kaum mit jemandem verwechseln. Er war eben Heiner von Horst, aus dem Horst, das kurz vor Steele bei Essen liegt.

Heiner drückte einem herbeigeeilten Knecht seine Zügel in die Hand und sprang mit raschen Schritten dem Wohnturm zu, aus dem er gerade unsere Stimmen gehört hatte. Das unterste Geschoss dieses Turmes ist in Friedenszeiten eher ein Abstellraum. In jenem Augenblick lagen dort vor allem meine Waffen.

Er betrachtete sie und schüttelte den Kopf mit den wirren, blonden Haaren.

„Wer braucht denn so viele Schwerter? Und deine einzelne Lanze kannst du eigentlich gleich an der Wand festnageln. Sonst würde sie Rost ansetzen, wenn sie nicht aus Holz wäre.“

„Sturmreiten ist nicht meine Art“, verteidigte ich mich. „Zur Not kämpfe ich auch vom Pferderücken aus, aber ich habe lieber festen Boden unter den Füßen.“

„Ich weiß.“ Heiner wandte sich Gerhard zu und meinte in weinerlichem Tonfall: „Dieser Mann kann eine Stute kaum von einem Wallach unterscheiden. Einen feinen Lehrer hast du da.“

„Zumindest wissen wir jetzt, wo du bei Pferden zuerst hinschaust“, gab ich zurück. Gerhard zog sich unterdessen ein paar Schritte zurück und lief rot an. Es war zu diesem Zeitpunkt, dass ich beschloss, einmal ein notwendiges Wort über Frauen mit ihm zu reden.

„Was gibt es?“, wechselte ich das Thema.

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