Paul Tobias Dahlmann - delectationes

Здесь есть возможность читать онлайн «Paul Tobias Dahlmann - delectationes» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

delectationes: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «delectationes»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Im Jahre 1226 wurden meinem damaligen Herren, dem Grafen Friederich vom Isenberg, zu Köln die Glieder zerschlagen. Dann wurde er zum Sterben auf das Rad geflochten. Schon Andere vor mir haben seine Geschichte erzählt.
Die anderen Schreiber schweigen jedoch darüber, was in den Jahren danach geschah. Dietrich, der Sohn des Grafen, rief zu den Waffen. Als sein Ritter folgte auch ich ihm. Ich hatte damals gerade einen Knappen angenommen und begann, diesen im Schwertkampf auszubilden.
Anhand seines Beispiels mag auch der Leser dieses Buches den Schwertkampf erlernen. Ich kann niemandem das Üben ersparen. Wie jedoch Schläge zu führen sind, das mag man aus dieser Gechichte lernen.

delectationes — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «delectationes», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Seine Miene entspannte sich ein wenig. Von einer echten Aufhellung will ich nicht sprechen. Aber ich hatte es geschafft, seine Gedanken in vertraute Bahnen zu lenken.

„Nimm dir erstmal ein Bier!“, sagte ich. Da wir sowieso gerade in der Küche waren, brauchte ich nur zur Seite zu langen. Dort stand ein Krug mit starkem Altbier. Ich glaube, so etwas trank er nur selten. Jeder weiß, dass Bier gesund und nahrhaft ist, und der Schnaps darin ließ ihn ruhiger werden. Bei so einem dünnen Hering wie ihm wirkte es doppelt. Beim Kampf sollte man dergleichen Getränke eigentlich besser bleiben lassen, aber hier ging es um ein tiefschürfendes Gespräch. Dafür ist man am Besten so besoffen wie möglich.

„Verzeiht“, sagte er nun endlich. „Ich danke Euch für das Bier.“

„Du wirst noch mehr davon trinken müssen. Als Knappe wirst du hier in diesem Haus wohnen.“

„Dann nehmt Ihr mich an?“

„Warum sollte ich denn nicht? Du erledigst einfach alle Drecksarbeiten, und wir kommen hervorragend miteinander aus.“

Diesmal schaffte auch er es, zu lächeln.

Tatsächlich plante ich zu Ostern in der kommenden Woche ohnehin einen Besuch in Witten. Dort fand in diesem Jahr zu dem Fest ein Jahrmarkt statt. Durch einen Zufall hatte ich im vorigen Sommer in Duisburg eine Truppe von Schaukämpfern getroffen, von denen ich wusste, dass sie dieses Jahr in Witten auftreten wollten. Es waren nette Leute, wenn auch nicht besonders einfallsreich bei ihren Auftritten.

Ich glaubte, Gerhard hätte sicherlich schon so etwas gesehen. Darum wollte ich ihm erklären, welche der Bewegungen dort auch in echten Kämpfen so geführt wurden, und welche großer Unsinn waren.

Wir machten uns also eine Woche später auf den Weg.

Ich nahm ein gutes Pferd, mit dem ich schon auf Turnieren erschienen war. Das Lanzenstechen hatte ich trotzdem nie richtig verstanden. Gerhard nahm die treue braune Stute von Ginevra, meiner Frau. Ja, der Name stimmt, lieber Leser! Ihr Vater hatte seine entsprechenden Vorlieben, was Geschichten anging. Jedenfalls brauchten wir von Hamme bis Witten rund anderthalb Stunden.

Vor Ort angekommen, holte ich Gerhard erst einmal eine Pastete. Die Pferde banden wir an der Seite an einen Baum. Der Ort war eine große, gemähte Wiese oberhalb der Ruhr. Etwas unterhalb ging eine Fähre.

Verschiedene Buden waren aufgebaut, und an der Seite stand eine Bühne. Ein paar Prediger liefen herum, weil ihnen der Ort gehörte. Sie versuchten, das Volk auf den österlichen Anlass des Ereignisses hinzuweisen. Die Besucher verärgerten sie damit eher. Die Leute aus den paar Hütten dort wollten feiern.

Wir liefen also zur Seite zu einem Bäcker und aßen einen Happen. Die Füllung des dampfenden Gebäcks bestand aus Ei, des Festes wegen. Bei dem Mann vom Verkauf erkundigte ich mich nach den Schaukämpfern. Ich erfuhr, dass sie in Kürze auftreten würden.

Bis dahin spielten noch ein paar Leute auf der Flöte. Sie hatten lange Instrumente, deren Töne weit trugen. Die Melodien trillerten und sprangen.

Viele Besucher des Marktes tanzten vor der Bühne. Ich grinste und machte Gerhard darauf aufmerksam, wie gut sich eben dieser Tanz auch als Übung für den Schwertkampf eignen würde. Er staunte zunächst und glaubte mir nicht recht. Daher erzählte ich ihm, wie viele Tänze auch von Rittern getanzt wurden, die ja ebenso Kämpfer wie Männer von Sitte waren. Auf diese Weise waren viele Bewegungen im Laufe der Zeit in den Tanz eingeflossen. Die einfachen Bauerntänze waren davon vielleicht weniger beeinflusst als jene an den großen Höfen, doch auch dort fanden sich Schritte aus dem Kampf wieder.

Endlich trat ein fahrender Herold auf die Bühne, der seine besten Tage schon hinter sich hatte. Mit näselnder Stimme kündigte er die Schaukämpfer an, die aus dem fernen Lüttich kamen.

Die Schaukämpfer selbst waren eine Truppe von vier Männern und einer Frau. Sie warfen sich Beleidigungen an den Kopf und führten Kämpfe wegen rein gar nichts. Die Frau griff mit einem Schürhaken ein, als einer der Kerle frech nach ihr grapschte.

Ich hatte diese Leute auch deshalb zum Vorzeigen ausgewählt, weil sie bei ihrer Vorführung echte Schwerter benutzten. Dies waren schartige, abgewetzte Waffen, deren Schneiden von einem Grobschmied stumpf geschlagen worden waren. Ich vermute, sie waren bereits ursprünglich lange in Anwendung gewesen. Dann hatten die Schausteller sie von einem zwielichtigen Krämer aus zweiter Hand gekauft. Ein rechtschaffener Händler hätte davon die Finger gelassen.

Trotzdem waren es echte Schwerter und ihr Gewicht war entsprechend richtig. Schwerter aus Metall sind zwar längst nicht so schwer, wie viele Leute meinen, verhalten sich beim Schlagen aber dennoch an vielen Stellen anders als Klingen aus Holz. Also würde die Anschauung Gerhard weiterhelfen.

„Da! Siehst du?“, fragte ich. Zwei Kämpfer hatten sich vor einander aufgestellt und ließen nun nicht nur die Worte, sondern auch die Klingen aufeinander krachen.

„Was? Das sie sich wenig bewegen?“ Gerhard versuchte ehrlich, etwas in den mangelnden Schritten der Schausteller zu erkennen.

„Nein. Sie schlagen eigentlich die ganze Zeit nur den doppelten Bogen. Das meine ich.“

„Den was?“

„Die Bewegung, wegen der wir hier sind. Der doppelte Bogen ist alles andere als einfallsreich. Andererseits reicht er aus, um Leute zu beeindrucken, die von Schwertkampf keine Ahnung haben.

Pass auf, nimm dir den Stock hier!“ Ich zog einen glatten Stängel von Armeslänge hervor, den ich zu diesem Zweck kurz zuvor im Wald aufgelesen hatte.

„So, das ist jetzt dein Schwert“, sagte ich. „Grundsätzlich kann man das Schwert für einen Schlag aus jeder Richtung führen. Zu Stichen kommen wir später.“

Ich machte es ihm mit meinem echten Schwert vor, den Schlag genau von oben, von unten, von links und von rechts. Dann kam ich zu den Schlägen, die diagonal zwischen ihnen lagen. Um sicher zu sein, dass er sah, was ich meinte, machte ich diese diagonalen Bewegungen fortwährend in einem durch.

„Siehst du? Das hier ist die Grundlage vieler Schaukämpfe. Mach das einfach mal nach!“

Er stellte sich hin und begann, die Bewegung richtig herum von oben her zu vollführen. Dann berichtigte er sich falsch und setzte sie von unten an.

„Nein, die Hiebe laufen von oben durch die Mitte, nicht von unten. Die andere Richtung ist zwar nicht falsch, aber du wirst bald feststellen, dass sie anstrengender für die Arme ist.“

Ich zeigte ihm die Bewegung weiter.

„Ich habe sie doppelten Bogen genannt, weil du so zwei Kreise in die Luft malst. Stell dir vor, dein Schwert wäre ein riesiger Pinsel, statt einem Ast.“

Gerhard hielt das Ding immer noch zu verkrampft.

„Du willst den Domplatz bemalen und den Bischof beeindrucken“, meinte ich. „Das kannst du nicht, wenn du ein eckiges Strichmännchen malst. Du musst deinen Pinsel ruhig und mit schwungvollen Bewegungen führen.

Du führst ihn über die Schrägen. Über die mittleren Schrägen gleitet er nach unten. Dann gleitet er außen in einem Bogen wieder nach oben, links wie rechts. So werden Bögen daraus. Siehst du? Von links aus runter, rechts außen wieder hoch, von rechts aus runter, links außen wieder hoch. Das ist der doppelte Bogen.

Es ist eine flüssige Bewegung, die niemals endet. Dein Schwert kann zwischendurch ruhig auf ein anderes treffen, die Bewegung endet trotzdem nicht. Es gleitet an einem Hindernis wie einem anderen Schwert einfach ab und gleitet weiter. Nichts Anderes machen diese Leute da gerade.

Du kannst die Schräge steiler oder flacher ansetzen. Versuche für den Anfang den Mittelweg! Manche Leute halten die eine Möglichkeit als besser für die andere. Ob dir selbst etwas davon mehr oder weniger liegt, musst du im Laufe der Zeit herausfinden.“

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «delectationes»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «delectationes» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «delectationes»

Обсуждение, отзывы о книге «delectationes» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x