Paul Tobias Dahlmann - delectationes

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Im Jahre 1226 wurden meinem damaligen Herren, dem Grafen Friederich vom Isenberg, zu Köln die Glieder zerschlagen. Dann wurde er zum Sterben auf das Rad geflochten. Schon Andere vor mir haben seine Geschichte erzählt.
Die anderen Schreiber schweigen jedoch darüber, was in den Jahren danach geschah. Dietrich, der Sohn des Grafen, rief zu den Waffen. Als sein Ritter folgte auch ich ihm. Ich hatte damals gerade einen Knappen angenommen und begann, diesen im Schwertkampf auszubilden.
Anhand seines Beispiels mag auch der Leser dieses Buches den Schwertkampf erlernen. Ich kann niemandem das Üben ersparen. Wie jedoch Schläge zu führen sind, das mag man aus dieser Gechichte lernen.

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Wir, die wir als Ritter auf unseren Häusern an der Ruhr saßen, mussten zusehen, wie Graf Adolf von Altena eines nach dem anderen die Herrschaftsrechte Friederichs an sich brachte. Er wurde dabei immer dreister und fing bald an, selber Rechte zu missachten, wie es einst Engelbert von Köln getan hatte.

Mit der Zeit begann er, sogar die Geschichte seiner eigenen Familie zu verleugnen. Nachdem er anstelle der zerstörten Stadt Nienbrügge seine neue Stadt Hamm errichtet hatte, verstärkte er diese umgehend mit einer Burg, wie er es an anderen Stellen auch tat. Seine Wahl fiel allerdings auf diese, als es um einen neuen Namen für seine Familie ging. Die Burg hieß Burg Mark. Der Graf von Altena nannte sich also nun Graf von der Mark.

Auch sein Wappen blieb von seinen Erneuerungen nicht verschont. Er nahm das Wappen der ausgestorbenen Grafen von Cappenberg. Diese wurden wegen ihres frommen Lebens allseits als Heilige verehrt. Sie führten in Gold einen roten Balken. Es wurde in dieser Form später von Münster übernommen. Doch dieses Wappen reichte Adolf an Heiligkeit so noch nicht aus.

Um nicht zu sehr den Kölner Klerikern zu folgen, hielt er sich in vielerlei Hinsicht an den Orden der Zisterzienser. Deren großer Heiliger war Bernhard von Clairvaux. Diesem wiederum sagt man ein Wappen nach, das einen Balken mit Quadraten zeigte. Also ersetzte Adolf den rein roten Balken durch einen ähnlich gestalteten in Rot-Silber.

Er war nun Adolf von der Mark mit neuem Namen und neuem Wappen und er wollte mit seiner Isenberger Verwandtschaft nur noch zu tun zu haben, wenn er ihre Güter übernahm.

Mehrere Jahre ging dies so, von 1227 bis 1231. Dann begannen die Ereignisse, von denen dieses Buch handeln soll.

Fragt man nach einem ersten Ergebnis für die Aussage oder Moral dieses Kapitels, so ist dies die Standhaftigkeit. Im Süden von Deutschland nennt man sie „staete“. Das heißt eigentlich nur, dass man standhaft bleiben soll in Fragen, die ausreichend wichtig sind. Auch, wenn es ein paar Jahre dauert, soll man nicht einfach vergessen, und so tun, als wäre nichts gewesen. Viele mögen dies nachtragend nennen. Vielleicht muss man zu einem gewissen Teil nachtragend sein. Sonst vergisst man Recht und Unrecht.

Standhaftigkeit gilt es, als Ritter zu zeigen. Das überträgt sich dann auch darauf, wie man zu seinem Herren steht. Die Ritter des Isenbergs blieben in weiten Teilen aus Überzeugung bei ihm. Nur seine Gegner behaupteten, seine Linie wäre mit Friederich gestorben.

Dabei geht es auch um Selbstständigkeit. Man muss man selbst sein, man ist kein anderer. Man sollte zu sich selber stehen können. Es gibt Menschen, die sich ändern, ja. Aber die meisten bleiben in vielerlei Hinsicht doch gleich. Sie verhalten sich genauso, wie sie es ein paar Jahre vorher getan haben würden. Sie tun es im Guten wie im Schlechten. Die Aufgabe eines Ritters ist es, die guten Seiten zu erkennen und beizubehalten, und schlechtes Verhalten abzulegen und zu bekämpfen.

Gleichzeitig sollte man dafür die kämpferischen Fähigkeiten erlernen, um die richtigen Seiten durchzusetzen. Vielleicht ist es nicht immer einfach, gut und schlecht zu unterscheiden. Dann sollte man nicht nur andere Leute fragen, sondern besonders auch sich selbst, wie wichtig einem eine bestimmte Sache ist. Die wichtigeren werden meist auch die sein, für die es sich zu kämpfen lohnt.

Um das Kämpfen für die richtige Sache geht es in diesem Buch.

2. Einfache Bögen

Es war kurz vor Ostern 1231, als ein guter Freund an mich herantrat. Ostern lag früh dieses Jahr. Es war Hermann von Steinkuhl, der sich von der Seite mit ein paar ersten Blumen an mich anschlich. Den Strauß drückte er meiner Frau in die Hand. Ein junger Mann bedürfe meiner Hilfe, sagte er, und tat dabei so, als ob jemand gestorben sei.

Es stellte sich heraus, dass es um Gerhard von Dreer ging, einen grünen Jungen, dem gerade der erste Bartflaum spross. Sein heimatliches Haus lag etwa auf halbem Wege zwischen Bochum und Dortmund. Weil der Bengel ins Mannesalter eintrat, suchte sein Vater nun einen Ausbilder für ihn, um aus ihm einen Ritter zu machen. Sie hatten ihn den Winter über bei sich behalten, um ihn mir nicht aufzuhalsen, wenn ich mit meinen Vorräten rechnen musste. Das war nett gedacht, aber ich legte sowieso immer eher zuviel als zuwenig zurück. Ich hätte meine Entscheidung sicherlich nicht von so etwas abhängig gemacht.

Zufällig war der Vater des Jungen besser mit meinem Freund Hermann bekannt als mit mir. Er bat daher diesen, ein gutes Wort bei mir für den Burschen einzulegen.

Mittlerweile hatte ich mir einen hinreichenden Ruf als Schwertkämpfer erarbeitet. Daher fragte man sich an vielen Stellen, wen ich wohl bereit wäre, als Knappen anzunehmen. Zwar hatte ich schon hier und da einmal eine Ausbildung übernommen, doch war es noch nie richtig umfassend gewesen, wie man es hätte erwarten können. Es gab viele Teile des ritterlichen Lebens, die ich mir selbst erst noch hinreichend klar machen musste, ehe ich sie an Andere weiter vermitteln konnte.

Genau der Kampf mit dem Schwert dagegen war nie mein Problem, sondern eher meine Stärke gewesen. Darum schreibe ich dieses Buch darüber.

Ich versprach Hermann von Steinkuhl, mir den Jungen anzusehen. Zwei Tage später kam dieser trotz Nieselregen auf meinem Haus vorbei. Ich bat ihn herein. Ich habe ein Anwesen mit einem starken, hölzernen Turm aus dicken Bohlen, samt ein paar Nebengebäuden.

Gerhard von Dreer war damals ein schlaksiger Junge, der reichlich aufgeregt war. An reiner Körpergröße kam er fast an mich heran. Dabei hatte er das Gewicht eines Suppenhuhns. Er trug bunte Tuche und sah mit diesen aus wie ein behängter Zeltmast. Zum Glück wehte kein Wind, der ihn hätte fortblasen können. Ich fürchte, dass ihn seine Eltern für den Anlass in seine teuersten Sachen gesteckt hatten. Wenn das allerdings gleichzeitig auch seine besten Sachen waren, dann war es sehr schlimm bestellt um die Familie von Dreer.

„So, du möchtest also Ritter werden?“, fragte ich ihn, nachdem mein ältester Knecht ihn angekündigt und zu mir in die Küche geführt hatte.

Er nickte, ohne etwas zu sagen.

„Weißt du, was das ist?“, fragte ich, und zog das Schwert, das ich an der Hüfte trug. Ich gebe zu, ich tat es, um ihn zu ärgern, und etwas aus seinem Schneckenhaus zu locken.

„Das ist ein Schwert“, sagte er.

Ich gab es ihm und meinte: „Gut, dann schlage einmal damit zu!“

Er führte einen Hieb in die Luft. Natürlich machte er alles falsch, was man bei so einem Hieb falsch machen kann.

„Wenn es ein Schwert ist, warum führst du es dann wie eine Axt?“, fragte ich ruhig und scheinheilig.

Er sah beschämt zu Boden und sagte nichts mehr. Ich schüttelte den Kopf über mich selbst. Ich hatte es falsch angestellt und ihn nur noch zusätzlich verunsichert.

„Also, man hat dich vermutlich deshalb ausgerechnet zu mir geschickt, weil ich es geübt habe, mit diesen Dingern umzugehen“, erklärte ich. „Ich weiß nicht, was du dir unter Schwertkampf vorstellst. Manche stellen sich zuviel darunter vor, und andere zu wenig.“

Er sagte immer noch nichts.

Ich fuhr geduldig fort: „Wahrscheinlich hast du dich schon als kleiner Junge mit Holzschwertern mit deinen Freunden geprügelt. Stimmt das?“

Es kam ein Nicken.

„Und wahrscheinlich hast du heimlich die Waffen deines Vaters in die Hand genommen, wenn er weg war. Stimmt das auch?“

Wieder kam ein Nicken.

„Das machen alle Jungen“, erläuterte ich. „Wichtig dabei ist, dass du gelernt hast, über unebenen Boden zu laufen und auch, wie ein Schwert in der Hand liegt. Manche Leute aus Städten bringen andere Voraussetzungen mit. Solche wie du kennen sich mit ihren Beinen auf grünen Wiesen aus. Andere sind in kleinen Bewegungen genauer, oder besser geübt mit bestimmten Muskeln. Du kannst wahrscheinlich gut darauf achten, ob Büsche hinter dir sind. Das nützt dir in echten Kämpfen ebenso etwas, wie in einem Spiel unter Freunden.“

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