Michael Bardon - Die Probanden
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»Also ist sie ’ne Psychologin oder was?«
»Keine Ahnung«, brummt Steffen geistesabwesend. Er ist abgelenkt. Das Wetter hat sich in den letzten Minuten dramatisch verschlechtert. Dicke Schneeflocken tanzen durch die Luft. Sie erobern die schmale Straße, die Autoscheiben und den felsigen Untergrund. »Ist das auch der richtige Weg? Bist du dir sicher, dass wir uns nicht verfahren haben?«, fragt Kirsten und blickt sorgenvoll aus dem Seitenfenster.
»Laut unserem Navi sind wir goldrichtig. In sechshundert Metern müsste eine Abzweigung kommen. Da geht’s dann rauf zum Hölzle-Hof.«
»Noch weiter rauf?«, fragt Kirsten entsetzt. »Also ich weiß ja nicht, wie ihr das seht, aber mir ist bei dem vielen Schnee echt mulmig zumute. Ich komme mir vor, als wären wir nicht mehr auf der Erde, sondern würden auf einem fremden Planeten herumirren. Wie verschroben muss eigentlich jemand sein, um hier oben das ganze Jahr über zu leben? Schnee, Schnee, nix als Schnee …«
»Ist Ralf eigentlich noch hinter uns?«, fragt Steffen, ohne auf die Bedenken seiner Frau weiter einzugehen. »Ich kann ihn im Rückspiegel nicht mehr sehen. Gott, der Schnee wird ja immer dichter. Was für ein Sauwetter.«
»Warte, ich schau«, brummt Simon und späht erneut aus der Heckscheibe.
»Hoffentlich hat er sich nicht irgendwo festgefahren. Das würde jetzt gerade noch fehlen«, schnauft Steffen besorgt.
»Nee, ich kann ihn auch nicht … warte, jetzt sehe ich ihn. Ist ein gutes Stück zurückgefallen, kämpft sich aber tapfer weiter nach oben mit seiner Karre«, berichtet Simon im Stile eines Moderators aus dem Fond ihres Wagens.
»Steffen, ich hab echt Schiss. Wollen wir nicht lieber umdrehen? Kannst du bei dem Sauwetter überhaupt noch sehen, wo die Straße entlang führt?«
»Ja, gerade noch so. Ich verstehe das nicht. Ich habe doch gestern noch mit dem Hölzle telefoniert, und er hat mir versichert, dass für heute Mittag keine nennenswerten Schneefälle gemeldet sind«, beschwert sich Steffen, während er sich verstohlen die schweißnassen Hände an seiner Jeans abwischt. »Wenigstens weißt du jetzt, wie sich dein neues Auto im Schnee verhält«, flachst Simon lachend. »So viel kristallines Wasser fällt in Frankfurt das gesamte Jahr über nicht. Ist das fett! Echt große Klasse.«
»Letztes Jahr haben sie den Flughafen doch auch zwei Tage wegen starken Schneefalls geschlossen. Kannst du dich daran noch erinnern, Simon?«
»Klar, ist doch während meiner Schicht passiert. War aber Kinderkacke gegen das Wetter hier. So’n Schneefall bei uns in Frankfurt und die Oberbürgermeisterin würde den Notstand ausrufen.«
»Mach langsam, Steffen. Ich glaube, da vorne ist was.«
Aus dem dichten Weiß blinkt ihnen ein orangefarbenes Licht entgegen. Erschrocken tritt Steffen auf die Bremse und weiß im selben Moment, dass er einen Fehler begangen hat. Jetzt zeig, was du kannst. Du hast alles im Griff …, denkt er, während er versucht, den ausbrechenden Rover wieder unter Kontrolle zu bringen.
Das Antiblockiersystem pulsiert unangenehm unter seiner dicken Schuhsohle. Schlitternd kommt das Fahrzeug zum Stehen. Etwas schrammt mit einem für Steffen bösen Geräusch über den Lack der Beifahrerseite. Einen Sekundenbruchteil später rutscht der Rover ein paar Meter quer die Straße hinunter. Ein blechernes Krachen geistert durch den Innenraum, gefolgt vom Splittern von Glas. »Himmel, mein Herz«, stöhnt Kirsten mit aschfahlem Gesicht.
»Nein … verdammt, das darf doch nicht wahr sein!«, flucht Steffen und stößt die Tür auf.
Eisige Luft strömt in den Innenraum, der sogleich die ersten Schneeflocken folgen. Groß, pappig, nass. Eine kleine Armee von Invasoren, die ihren Rover nun auch von innen in Beschlag nehmen wollen.
»Herrje, was für ne Schei… Schlamassel«, schimpft Steffen, während er sich aus dem Wagen schwingt. Durch das dichte Schneegestöber dringt das tiefe Brummen eines untertourigen Motors. Ein dünnes Scheinwerferpaar zittert durch die weiße, fast schon steril wirkende Landschaft. Bremsen quietschen, eine Tür wird geöffnet und wieder mit einem dumpfen Ploppen geschlossen.
Steffen hört dies alles mehr, als dass er es sieht. Seine Augen tränen von der Kälte und durch das dichte Schneetreiben erscheint ihm alles irreal, fast so, als hätte ihn jemand in eine Schneekugel gesperrt.
»Hey, alles klar bei euch? Was issen passiert?« Ralfs Stimme, aus dem Nichts der weißen Invasion.
»Wir sind blöderweise ins Rutschen gekommen«, ruft Steffen ihm zu, während er vorsichtig die ersten Schritte im Schnee wagt. Knöcheltief, weich und nachgiebig. Lose aufeinandergeschichtete Eiskristalle. Kalt, gefühllos und abweisend. Wie die Umgebung, die im dichten Schneetreiben nur als verschwommene Kontur zu erahnen ist.
»Schatz, kannst du die Tür bitte schließen. Es ist saukalt, der ganze Schnee weht ins Auto.« Die Stimme seiner Frau. Ängstlich, vorwurfsvoll, anklagend.
»Warte, ich steige mit aus. Wie klappt man denn den verdammten Sitz nach vorne?« Simons Stimme. Ernst, besorgt, kein unterschwelliges Lachen klingt mehr in ihr nach.
Steffen gibt keine Antwort. Er stapfte durch den Schnee, ignoriert die Kälte, wünscht sich nichts sehnlicher, als zuhause in seinem behaglichen Wohnzimmer zu sitzen.
Weihnachten in den Bergen … na, der Urlaub fängt ja richtig gut an. Vielen Dank auch, denkt er frustriert.
»Schatz, die Tür! Dein ganzer Sitz ist schon nass …«
Eine Hand auf seiner Schulter. »Alles klar bei dir? Ach herrje! Scheiße, ist das ärgerlich …«
Steffen sieht auf und blickt in Ralfs besorgtes Gesicht. Sein blondes Haar ist über und über mit Schnee bedeckt. Selbst an Ralfs sorgsam gestutztem Kinnbart und der rahmenlosen Brille hat sich das weiße Zeug bereits festgesetzt.
»Ist jemand verletzt? Seid ihr okay? Ich habe gar nicht richtig mitbekommen, was passiert ist. Wenn Jenny nicht plötzlich Halt geschrien hätte, wär ich dir vielleicht sogar noch hintendrauf gefahren. Was für ein Wetter … Das ist doch nicht normal.«
»Ach! Verdammt, Mann. Ich habe gebremst, weil da vorne irgendetwas Gelbes geblinkt hat«, berichtet Steffen und weist mit seiner Hand ins Schneegestöber hinaus. »Wir sind ins Rutschen gekommen und ein paar Sekunden später hat’s dann auch schon gescheppert. Scheiße …«
Während Steffen noch in gebückter Haltung neben seinem Auto steht und den Schaden des Rovers mit den Fingern abtastet, hört er, wie Ralf erschrocken die Luft durch die Zähne zieht. »Himmel, Steffen, da kommt jemand …«
Steffen blickt verdutzt auf und folgt mit den Augen dem ausgesteckten, von der Kälte schon rötlich verfärbten Zeigefinger seines Freundes. Eine Gestalt, schemenhaft, massig, bedrohlich aussehend, kämpft sich durch den Schneesturm. Steffens Atem stockt. Vergessen ist der Blechschaden. Vergessen ist der Ärger über seinen dummen Fahrfehler.
»Jesses, was ist das? Ein Bär?«, zischt er mit zusammengekniffenen Augen. Der Wind hat an Intensität zugelegt; er treibt die großen Schneeflocken fast waagrecht vor sich her. Seine Ohren schmerzen. Sie schmerzen immer, sobald sie mit Kälte in Berührung kommen. Da hilft nur eine Mütze. Am besten aus dicker Wolle, engmaschig gestrickt. Doch die liegt natürlich vorne im Auto. Gleich rechts, neben dem Fach in der Mittelkonsole.
»Steffen, Steffen, da kommt ein Mann. Kommst du bitte mal nach vorne.« Kirstens Stimme, unterlegt mit einem leichten Anflug von Panik.
Die Gestalt – es ist wirklich ein Mann – nähert sich mit unverminderter Wucht, stapft durch den Schnee, als gäbe es ihn überhaupt nicht. Er hebt seine rechte Hand, die in einem dicken Fäustling steckt, und schiebt sich die Schirmmütze aus der Stirn.
»Guadn Dog, i bin da Hölzle-Baua. Seids ihr de Urlaubsgäst aus da Stod?«
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