H. DERHANK - Der Zwilling

Здесь есть возможность читать онлайн «H. DERHANK - Der Zwilling» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Der Zwilling: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Der Zwilling»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

"Wir machen Sie unsterblich!" -
Der größte aller Menschheitsträume ist wahr geworden: Jeder, der es sich leisten kann, lässt sein Gehirn scannen, damit bei Bedarf – im Todesfall – die GESELLSCHAFT® das gespeicherte Ich reinkarniert.
Doch dann geschieht ein furchtbarer Fehler: Thomas V. erwacht eines Tages im Körper von Leon P., im Körper eines Fremden also – obwohl er im Original ebenfalls noch existiert. Leon P. wurde zwar nach einem tödlichen Unfall wiederbelebt, doch die GESELLSCHAFT® hat versehentlich das falsche Bewusstseins-Backup in dessen Kopf gepflanzt. Thomas begreift, er ist nur eine Kopie seiner selbst, die man nur durch Auslöschung ungeschehen machen kann.
Ohne seine wahre Identität preiszugeben, spielt Thomas mit – spielt den Anderen, als wäre er es selbst. Er bekämpft den Ekel vor seinem fremden Körper, versucht, die nie gekannte Ehefrau zu lieben und sogar den schrecklichen neuen Vater zu akzeptieren, der sich für den Fall des eigenen Ablebens einen Ersatzkörper in Indien reserviert hat. Und tatsächlich, trotz vermeintlich eklatanter Erinnerungslücken wird Thomas als Leon schließlich wahr- und angenommen.
Aber so sehr er sich auch bemüht, es zieht ihn immer wieder zurück in sein altes Leben – das jedoch besetzt ist von dem, der er einst gewesen zu sein glaubt: vom echten Thomas, der nichts von der Kopie seines Ich in einem Fremden weiß. So wird Thomas II zum heimlichen Stalker seiner selbst. Als dann noch eine längst verloren geglaubte Liebe wieder auftaucht, eskaliert die Situation. Und die GESELLSCHAFT® sieht sich genötigt, ihren Fehler wiedergutzumachen.

Der Zwilling — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Der Zwilling», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Ohne nachzudenken (und ohne den Blick von Pille zu lassen, die dich ansieht), stotterst du unwillkürlich los: »Mir ... mein ... nein ... ich habe mich vergessen ...«, und beschließt sofort, den Mund zu halten.

»Vergessen? Ja, das geht viele von uns so, von euch ... der Tod ist ein Einschnitt in euer Leben gewesen, ein tiefer Einschnitt«, und dann kommt er ohne Umschweife zu einer Art Trauerarbeit und versucht uns beizubringen, unseren Tod zu beweinen.

»Unsere neue Körper ist eine zweite Chance«, sagt er, als wäre er selbst schon einmal gestorben (was er vielleicht auch ist), »wir müssen lernen, den Tod von die ersten Körper als Teil von unsere neuen Leben anzunehmen. Ich bin sozusagen der verlängerte Arm von eure Kognitionstherapeutin. Bei ihr lernst du das verlorene Stückchen Leben wiederzufinden - und bei mir das Ende - oder auch: Anfang - von dieses Stückchen. Denn erst, wenn wir den Tod von diese Körper angenommen haben, können wir ihn als was Neues, als unsere Wiedergeburt, als uns selbst annehmen.«

Er steht auf, geht in die Mitte, sein Blick kreist von Patient zu Patient: »Einige von Euch haben sich vielleicht selbst gesehen? Vor dem Wiedereintritt? Ihr habt euch gesehen, wie ihr mich jetzt hier seht. Als Astralleib, Ihr wart euer Astralleib gewesen, über eure Körper, wart ihr schwebend oder danebenstehend, habt ihr zugesehen, wie ihr im Krankenzimmer liegt, auf dem Intensivstation, mit Beatmungsmaschine und Helm, und ihr habt euch gefragt: Was ist mir geschehen?«

Kunstpause, irgendwem tief in die Augen schauen, dann, in die Runde: »Diese Erfahrung nennt man OBE, das ist vom Englisch und heißt

out-of-body-experience oder in Deutsch: Außerkörperliche Erfahrung. Statistisch gesehen hat jede Fünfte von euch das erlebt, das sind zwei oder drei aus diese Gruppe, und ungefähr zwei oder drei Prozent von alle Reinkarnierten sehen was ganz Besonderes: Die sehen nicht nur sich selbst neben seinen Körper, die sehen auch einen anderen Astralleib aus dem Körper austreten, der sieht aus wie ein Kind, oder wie du ausgesehen hast, als du ein Kind warst, andere sagen, wie ein Engel. Wie ein Engel, der man selbst einmal sein wird, man sieht sich selbst richtig doppelt, und der andere ist auch ein Astralleib! Dieses Kind oder Engel sieht einen dabei an und lächelt und sagt so etwas wie: 'ich mache den Raum frei für dich!' oder so, ich gebe dich eine zweite Chance', und wenn man ganz genau hinschaut, sieht man, dass der Engel Schmerzen hat. Und vielleicht sogar Angst. Die er mitnimmt, mit denen er aufsteigt und verschwindet.«

Jan dreht sich langsam um sich selbst, wir sind 13 Männer und Frauen in Jogginghosen und Pantoffeln, sitzen auf Holzstühlen und sehen ihn an. Für die Gesellschaft mit ihrer wissenschaftlich-rationalen Botschaft ist Jan ein sehr spiritueller Therapeut, geradezu esoterisch, entweder wissen seine Arbeitgeber nicht, wie Jan tickt, oder aber, und das ist wahrscheinlicher, er ist eigens dazu da, jene Kunden einzufangen, die auf das Metaphysische des Sterbens nicht verzichten wollen.

»Die ganze Schmerzen, Angst, Panik, die fürchtbare Hilflosigkeit im Moment des Todes, die ganze Todeserfahrung nimmt diese Engel mit sich. Nimmt das weg von euch. Es ist weggenommen!«

Das wäre was für Franka, denkst du, aber kaum was für die meisten der hier Anwesenden, und niemand hebt die Hand, als Jan fragt, wer denn diese doppelte OBE gehabt hätte. Niemand, der einen persönlichen Hang zum Übersinnlichen zugeben mag, oder hier sitzen nur die sogenannten Normalen, die meisten einfach froh, den Vertrag mit der Gesellschaft geschlossen zu haben, und kaum bereit, sich mit Seelenspaltung zu beschäftigen.

»Eine solche Erfahrung hat jeder von euch gemacht«, behauptet Jan trotzdem, »so oder so ähnlich, aber die meisten werden sich nicht daran erinnern, an den Wiedereintritt in eure neue Körper.«

Reparierte Körper, denkst du, niemand hat einen neuen Körper, am ehesten noch ich selbst, und auch Leon war nicht neu, als du ihn bezogen hast.

»... so wie ihr euch an die letzten Tage oder Wochen nicht mehr erinnert«, hörst du Jan reden, »weil der Engel diese Erinnerungen mitgenommen hat. Ihr hattet vielleicht was Schönes erlebt, oder was Schlimmes, ihr habt vielleicht eine Reise gemacht, mit viele Eindrücke, oder ihr habt Freunde getroffen, und euch in dieser kurzen Zeit vor dem plötzlichen Tod so intensiv ausgetauscht wie lange nicht mehr. Ausgerechnet in diese Zeitspanne! Oder ihr hattet endlich mal wieder richtig guten Sex!«

Verhaltenes Lachen in der Runde.

»Oder ihr habt gerade etwas Schlimmes erlebt ...«

Alle sehen ihn an. Erst ihn, dann untereinander, wer denn?

»Vielleicht eine Kündigung vom Arbeitsplatz, oder eine Trennung, oder jemand, den ihr kennt, hatte ein schlechte Diagnose, oder jemand ist gestorben, in der Verwandtschaft, jemand, der nicht bei der Geseelschaft ist. Auch solche Erinnerungen sind verloren. Auch diese Erfahrungen musst du noch mal machen, weswegen man auch den Verlust von diese Erinnerungen betrauern muss. Es bleibt einem nicht erspart, das noch mal zu erleben.«

Jan steht auf einmal vor dir, sieht dir tief in die Augen, dir fällt auf, dass seine grau sind, hellgrau, und die Pupillen hinter den Nickelbrillengläsern winzig, wodurch sie wie Schießscharten wirken, hinter denen er zwar dich, du aber nicht ihn sehen kannst, was du kaum aushältst, so ungeschützt, es ist, als würde er in dir erkennen, WAS du alles verloren hast.

»Und euren Tod nicht erlebt haben, ist ein großer Verlust ...«, sagt er.

»Na ja«, unterbricht ihn einer, einer, der das hier nur mitmacht, weil man muss.

Jan beachtet ihn erst nicht, schaut immer noch dich an: »Diese neue, alte Körper, der hat ein Geheimnis von euch! Der ist von euch verschlossen. Der verweigert sich euch, oder?«

Ja denkst du, ja ... JA!

Dann wendet er sich dem Mann zu, der 'na ja' gesagt hat, einer mit einem gepflegten schwarzen Bart, gepflegt und gefärbt, kein einziges graues Haar, auch nicht auf dem Kopf, und er ist der Einzige, der einen richtigen Anzug trägt; und der - neben Manni - keinen Juxnamen hat, den man auch sonst nie sieht, der gar nicht dazugehört (wenn man überhaupt von Zugehörigkeit sprechen kann) und der nur widerwillig zugestimmt hat, dass man sich hier duzt. Er sieht ein bisschen aus wie Sigmund Freud. Oder wie ein Roboter. Sein Gesicht ist eine Maske. Ein Foto von Freud ohne Mimik, ohne irgendeinen Ausdruck. Nein, nicht mal wirklich wie Freud, sondern wie dieser berühmte falsche Rohrschachtest von Freuds Profil, das sich je nach Betrachtungsart abwechselnd als Gesicht oder als nackte Frau ansehen lässt.

Jan scheint sich einen Moment unschlüssig zu sein, dann provoziert er ihn: »Hast du nicht getrauert über den Verlust?«

Der Mann (du kannst sein Namensschild nicht lesen, er sitzt in einem schrägen Winkel zu dir und der Kreppstreifen wird zudem vom Kragen seines Anzugjacketts halb verdeckt) sieht weg, kurz in die Runde, zu uns, aber da findet er nichts und will auch nichts finden, er sieht zum Fenster und dann doch wieder zu Jan. Ein Anflug von Zorn, immerhin.

»Ich sehe das nicht ein, dass ich mich hier ausziehe!«, sagt er.

»Musst du nicht! Niemand muss etwas hier. Das ist nur ein Hilfe, eine Chance, wieder reinzukommen, in seine Körper.«

Der Mann nickt. Eisern.

»Weil wir den eigene Tod zwar kennen«, sagt Jan in die Runde, »aus dem Unfallbericht, oder Arztbrief, also von andere beschrieben bekommen, aber nicht erlebt haben, müssen wir uns über ein Ersatz annähern.«

Er dreht sich dabei mit wenigen Schritten noch einmal im Kreis. Dann setzt er sich wieder auf seinen Stuhl: »Ich möchte, dass wir jetzt ganz still sind, am besten die Augen schließen und an unser Leben denken, an das, woran wir uns erinnern. Versucht bitte, ganz in euch zu sein, in eure Erinnerungen, und geht dabei zurück, rückwärts durch euer Leben. Stellt euch den Tag von eure letzte Backup vor, und von da immer weiter rückwärts ...«

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Der Zwilling»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Der Zwilling» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Der Zwilling»

Обсуждение, отзывы о книге «Der Zwilling» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.