Mario Ziltener - Als ich Dich vermisste

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Lukas wurde gerade von seiner langjährigen Freundin verlassen. Bezeichnenderweise war sie es, die immer alles in der Beziehung organisiert hatte. So auch den Urlaub, welcher bereits als ein gemeinsamer geplant gewesen war. Da dieser in letzter Minute abgesagt und einzeln neu organisiert werden musste, stand Lukas, der sich das alleine sein nicht mehr gewöhnt war, plötzlich vor einem schier unlösbaren Problem.
Reisen, – die schönste Sache der Welt. Könnte man meinen. Befindet man sich allerdings in einer Gruppe wildfremder Pauschaltouristen, kann der Urlaub schnell zum gelebten Albtraum werden!
Mit Sinn fürs Detail führt uns Mario Ziltener die verschiedensten Charakteren einer solchen unfreiwillig gewählten Gruppe vor. Und irgendwoher kennen wir sie alle: Da wäre zum Beispiel der sympathische junge Mann mit seiner allgegenwärtigen Videoausrüstung oder der unermüdliche Alleswisser, der bei seiner Umgebung nur etwas auslöst, nämlich reflexartige Flucht. Schon der Hinflug wird zum Tummelfeld übermütiger Kinder und damit zur belastenden Nervenprobe für den Beobachter. Endlich am Ferienziel angekommen, wird man Zeuge tiefschürfender Gespräche zwischen den Badegästen. Gut nachvollziehbar wird da die Reaktion des Erzählers, der in diesem Umfeld möglichst unbemerkt bleiben und unter keinen Umständen auffallen will.
Doch es bleibt nicht einfach beim Albtraum, denn oft holt uns die Realität schneller ein als gewollt. Nach Abschied und Trennungsschmerz ist aber der Zeitpunkt für einen Neustart gekommen. Zu guter Letzt geraten die Hormone in ziemliche Aufruhr und es kommt, wie es kommen muss…
Zwischen den Zeilen und mit seinen ironischen, teils sarkastischen Randbemerkungen kommt die Haltung des Autors auf amüsante Art immer wieder zum Ausdruck. Hohen Unterhaltungswert bietet allein schon der süffisante Erzählstil. Wer Mario Ziltener kennt, weiss um das persönliche Interesse an den geschilderten Umständen, das der Geschichte letztlich ihren Charme verleiht.

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Seine Reisegefährtin, Andrea, fand immer alles toll und lustig – Hauptsache, dass ihr Karl was tat, sagte oder fragte. Andrea hatte keine eigene Meinung, keine eigenen Ideen und prinzipiell war ihr alles gleichgültig. Sie verhielt sich wie eine Süchtige und ihre Sucht war Karl. War er nicht gerade zur Stelle, wurde sie nervös, verhedderte sich, stolperte umher oder wusste nicht mehr, was sie sagen sollte. Letzteres wusste sie ohnehin nicht immer so genau, aber ohne Karl kam fast gar nichts mehr. Jeden Morgen hatte sie Augenringe, als hätte sie gar nicht geschlafen und kaum konnte sie sich in einen Tour-Bus setzen, schlief sie auch schon. Kichern konnte die gute Andrea sehr gut und sie erklärte sich fast allabendlich als grosse ‚Big Brother‘- Anhängerin. Dies war wirklich auch ihr Niveau. Sie wollte alle intimen Angelegenheiten von allen erfahren, ohne sich aber selber einmal zu öffnen. Einzig und allein über das hyperaktive Sexualleben des Paares schien sie gerne in aller Öffentlichkeit - und vor allem in grosser Lautstärke - zu reden. Beim genauen Hinhören allerdings fiel auf, dass verschiedene Dinge heute so und morgen so tönten: Kurz, das meiste war vermutlich frei erfunden. Doch wenigstens glaubte Andrea, dass alle anderen ihr den Quatsch, welchen sie erzählte, glaubten und damit war sie glücklich. Das war gut so. Andrea war die Frau im Leben von Karl, nicht weil sie eine grosse Leuchte gewesen wäre, nein, sondern einzig und alleine, weil sie bereit war, alles für ihn zu tun. Immer, sieben Tage die Woche. Aber gleichzeitig war sie für mich die Frau, vor der ich ein Leben lang wegrennen würde. Nicht nur, dass sie keine Allgemeinbildung besass, nein, sie zählte zum erlauchten Kreis der Boulevardzeitungsleserinnen und somit auch zum Kreis der wohl ziemlich naiven Menschen. Sie glaubte all diesen Berichten, deren Schlagzeilen man schon von Weitem ansehen konnte, dass das Wesentliche erfunden oder zumindest ziemlich aufpoliert worden war. Doch das passte zu Andrea, denn auch sie möbelte sich jeden Morgen auf. Ohne Make-up und tonnenweise andrer Kosmetikprodukte konnte sie nicht aus dem Zimmer. Ich wagte eine kleine Schätzung und kam zum Schluss, dass ihr völlig überteuerte Reisekoffer wohl mindestens zu einem Drittel mit Kosmetika und Parfums gefüllt sein musste.

Mir wurde einmal mehr bewusst, wie schön es doch eigentlich war, einfach ein Durchschnittsmensch zu sein, einer der sich keinerlei Zwängen unterwarf, im Urlaub keine Verhaltensmuster-Störungen aufzuweisen hatte und einer, der einfach normal war. Gut, hätte dies jetzt einer der ewig philosophischen, aufdringlichen „Spürst-du-mich - Typen“ gehört, dann hätte der jetzt gefragt, was denn eigentlich die Definition von „normal“ sei. Dann hätte ich ihm geantwortet, dass ich dieses, ihm missliebige Wort, mit dem Ausdruck „gesunder Menschenverstand“ gleichsetzen würde; worauf er wiederum erklären würde, dass es dies nicht gäbe. Schliesslich würden wir im Streit auseinandergehen und ich würde den Typen auf den Mond wünschen.

Familien mit Kindern sind eigentlich bei den Pauschaltouristen eher selten anzutreffen. Dies aber nicht nur, weil es einfach relativ teuer zu stehen kommen würde, nein, sondern auch aus Rücksicht den anderen erwachsenen Menschen in der Reisegruppe gegenüber. So schien mir diese Familie – Andreoli oder wie sie auch hiessen – eine richtige Ausnahme zu sein und ich fühlte mich glücklich. Glücklich darum, weil die Chance, eine solche Familie auf einer Pauschalreise anzutreffen etwa gleich gross war wie die, beim Dorffest den Hauptpreis der Tombola des Gärtnermeisterverbandes zu gewinnen. Demzufolge war ich ein Gewinner, obwohl mir der Fernseher aus der Tombola sicher lieber gewesen wäre. Nun ja, ich hatte damals halt einfach das falsche Los gezogen gehabt. Die Kinder der Andreolis waren süss anzusehen, allerdings meist nur dann, wenn sie schliefen, was leider eher selten war. Ich erinnere mich noch an die Anreise. Bereits im Flugzeug hatte alles begonnen und die beiden Gören konnten keine zwei Minuten ruhig sitzen bleiben. Carina Andreoli, die Mutter, hatte alle Mühe, die Kinder auf den Sitzen zu halten, was ja für den Start und die Landung unabdingbar war. Vater Andreoli störte sich anscheinend nicht gross ob der Szene, die wirklich lustig war. Kinder rennen durch ein Flugzeug, Mutter keucht hinterher und die Flight-Attendants ermahnen immer wieder alle Passagiere, sich bitte auf ihre Plätze zu begeben. Es schien wie ein Spiel zu sein, „Hasch mich“ oder „Eile mit Weile“: Das Ziel des Spieles war es anscheinend, Mutter müde zu bekommen, so dass – sollte irgendwann das Bedürfnis nach Süssigkeiten aufkommen – die Kinder garantiert den Nervenkrieg gewinnen würden. Schon wenige Minuten vor dem Start lagen die Kinder mit 1:0 in Führung. Irgendwann sah Carina ein, dass sie keine Chance hatte und so überliess sie das Spiel einer Stewardess, welche schliesslich, kurz vor dem Start, reussierte. Dieser Teilerfolg, das war allen anderen im Flugzeug klar, würde allerdings nicht von allzu langer Dauer sein, denn kaum waren die Zeichen mit der Gürtelschnalle darauf wieder abgeschaltet, ging das Ganze wieder von vorne los. Irgendwann dann meldete sich auch Vater Andreoli mal zu Wort. Er sprach ein Machtwort, welches die Kinder allerdings nicht als ein solches aufnahmen. So machten sie fleissig weiter, begaben sich dazu aber in die Bordküche. Kaum waren alle Flugbegleiter verschwunden, begannen die Kleinen, sämtliche Schubladen zu öffen. Da gab es eine Menge interessanter Dinge zum Spielen. Freude machten ihnen vor allem die Getränkedosen, denn mit denen konnte man Boccia spielen. Dieses Spiel hatten sie von Grossvater gelernt. Ziel war es, eine Kugel möglichst nahe an einen Zielpunkt zu bringen. Da sie aber keine Kugeln und auch keinen Zielpunkt zur Verfügung hatten, mussten sie improvisieren. Da ich gleich neben der Bordküche sass, konnte ich das Geschehen von Anfang an mitverfolgen. Reto, der ältere von beiden, kümmerte sich um den Zielpunkt. Liebevoll und mit sehr viel Hingabe drehte er seinen durchgekauten Kaugummi in den Fingern zu einer Kugel, begutachtete das Ganze noch einmal und drückte die Kugel dann mit den Fingern in den Teppich am Boden der Bordküche. Mit den Füssen wurde dann die Kugel kurzerhand flachgepresst und fertig war der Zielraum. Während also Reto das Ziel vorbereitet hatte, wurden von Martine, seiner Schwester, die Wurfgeschosse auserlesen. Sie wählte für jeden je eine Dose Canada Dry, Cola und ein Tonic-Wasser. Nun konnte das „Preis-Ziel-Werfen“ losgehen.

Der erste Wurf kam dem Ziel schon sehr nahe, dann war Martine an der Reihe und traf die von Reto geworfene Dose so unglücklich, dass beide leck schlugen. Zischend und schaumend verteilten sich die beiden Getränke, ich glaube es war eine Cola-Tonic-Mischung, in der ganzen Bordküche und dem angrenzenden Mittelgang des Flugzeuges. Schon interessant, wie unschuldig sich die beiden Kinder vom Tatort entfernen konnten. Martine wollte sich gerade umdrehen, als sie bemerkte, dass ich ganz genau gesehen hatte, was geschehen war. Sie legte beschwörend ihren Zeigefinger vertikal über ihre Lippen, andeutend dass ich gefälligst den Mund halten sollte. Nach diesem Erlebnis mit den Kindern konnte ich mir sehr gut vorstellen, dass die Eltern eigentlich gar nichts zu sagen hatten und wenn, dann war es immer noch an den Kindern zu entscheiden, ob sie das Gesagte auch wirklich tun würden.

Natürlich wurden die beiden Übeltäter, ohne mein Zutun, entlarvt. Sie erhielten eine schöne lang andauernde Standpauke, welche aber zumindest Reto nicht besonders interessierte, hatte er doch bereits schon das nächste Spiel entdeckt. In der Ablagetasche des Vordersitzes fand er die weissen Tüten, jene, welche niemand gerne von nahem ansieht, besonders deren Boden nicht. Sogleich hatte er die Idee, dass diese, mit Wasser gefüllt, sicher eine tolle Abkühlung ergeben würden. So marschierte er nach der Standpauke schnurstracks in Richtung Toilette, in der Hand einer dieser Kotztüten. Diese wurde in der Folge etwa zur Hälfte mit Wasser gefüllt und dann, schön verschlossen, einem anderen Passagier auf den Sitz gelegt. Als sich dieser dann setzte, war das Theater perfekt. Hätte Reto nicht lauthals gelacht, dann hätte ausser mir niemand herausgefunden, wer dies wieder angestellt hatte. Klar, die Vermutungen gingen in die richtige Richtung.

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