Hanns van Kann - Was einem so auffällt

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"Es ist eigentlich völlig belanglos, über was ich hier berichte…",
schreibt der Autor und empfiehlt seinen Lesern, das Buch beiseite zu legen, mit dem Lesen aufzuhören, sollte es sie nicht interessieren wie man vermeidet, sein Vermögen zu verlieren, oder welche Feinde einem täglich nach dem Leben trachten und wie man sie wirkungsvoll bekämpft. Er beschreibt, wie anders als in seiner hessischen Heimat im spanischen Asturien der Apfelwein getrunken und in Palma, für ihn die schönste Stadt im Mittelmeer, Auto gefahren wird. In einer seiner «Geschichten» schildert er seine Erfahrungen mit Handwerkern, in einer anderen, wie man in der Fremde Freunde gewinnen kann. Besuche der Leser mit dem Autor den Almudaina-Palast in Palma, um unter freiem Himmel ein Konzert des Symphonieorchesters der Balearen anläßlich des Fronleichnamsfestes zu erleben, oder genieße er mit ihm die ersten Frühlingstage auf einem Spaziergang durch das Liederbachtal zur Roten Mühle im Taunus.
Kurzweilige Geschichten, in denen der Autor seine Beobachtungen und Erlebnisse hier und da, auf Mallorca und im Taunus, humorvoll aufzeichnet. Manche mögen nicht mehr neu sein, liegen weiter zurück, doch haben sie deshalb keinesfalls an Aktualität verloren, auch wenn Jahre seit dem geschilderten Ereignis vergangen sind und sich vieles in dieser schnelllebigen Zeit verändert hat.

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Da! Hinter uns ertönt die Marseillaise, laut, vernehmlich, intoniert von einer Blaskapelle im Handy der Firma Nokia oder Siemens oder so ähnlich. Wir spüren, wie der hinter uns rot wird, wie ein Mensch immer kleiner wird. Alle die, die gerade noch durch das Tor von Kiew marschierten, begreifen die Marseillaise jetzt als Signal, die Marsch- bzw. die Blickrichtung zu ändern. Der Unglückliche hinter uns nestelt an seinem Gerät, findet in der dämmernden Dunkelheit des Konzertsaals den richtigen Knopf nicht, flüstert in seiner Verzweiflung mit dem Konzertunterbrecher, wodurch alles noch schlimmer wird.

Was hätten Sie wohl an seiner Stelle getan? Wenn Sie mich fragen würden: Ich hätte mich leise im Schutz der Dunkelheit zurückgezogen, hätte auf das Passieren des Tors von Kiew verzichtet, wohl wissend, daß ich eine Sternstunde versäume. Sie doch sicher auch?

Der aber nicht. Er blieb.

Aber hier, jetzt, zeigt sich die wahre Größe unseres Pianisten. Unverwandt geht er weiter, läßt sich durch keine Hymne, und sei sie noch so französisch, aus der Fassung bringen, läßt sich nicht beirren, sicher, ohne Notenblätter passiert er das Tor von Kiew. Auswendig kennt er seinen Weg. Die Arme hochgeworfen, gestreckt, dann, alle Kraft aufbietend, die Schlußakkorde. Die begnadeten Hände verhalten über den „Bösendorfer“-Tasten, ehe sie ganz langsam herabsinken - ganz langsam, voller Andacht. Stille. Beifall, nicht enden wollend. Juan José Muñoz erhebt sich, tritt vor, dankt dem begeisterten Publikum mit einer langen, artigen Verbeugung und einer Zugabe. Es war nicht die Marseillaise.

Biotin-Malemide

Ein Zettel liegt in unserem Briefkasten. Eine kurze Mitteilung, daß uns am Dienstag, um 14.20 Uhr ein Bote der DHL Worldwide Express ein Paket überbringen wollte. Er fordert uns auf, die Nr. 902122424 anzurufen, um einen neuen Übergabetermin zu vereinbaren.

Ein Paket? Für uns? Ein Paket? Tatsächlich: Ein Paket!

Geben Sie es zu. Sie hätten auch nicht lange gezögert und hätten schnellstens die angegebene Nummer angerufen. Schon aus purer Neugierde. Ein Paket! Für uns!

Die Nummer ist besetzt. Auch beim zweiten Mal: Die Nummer ist besetzt.

Wer nur schickt uns ein Paket? Sicher, möglich wäre das schon .... Da haben wir doch kürzlich – erinnerst du dich? So kurz vor Weihnachten passieren ja die überraschendsten Dinge. Warum sollte uns nicht einer ein Paket schicken? Vielleicht..? Oder vielleicht..? Namen, die sonst längst vergessen, gehen durch den Kopf.

Fragen tauchen auf. Ein großes Paket? Ein kleines nur (was ein bißchen schäbig wäre)? Was mag wohl drin sein? Steht da auf dem Zettel denn nicht irgendetwas? Da muß doch draufstehen, woher es kommt. Sieh doch noch einmal nach, auf dem Zettel. „Die verstehen es, eine vorweihnachtliche Spannung zu provozieren, diese worldwides!“

Die Nummer ist besetzt. Zum dritten Mal.

Da stimmt doch etwas nicht, das kann doch nicht sein. Versuch es noch einmal.

Endlich. Eine automatische Stimme fordert dazu auf, die Taste 1 für Termine oder 2 für Versand oder 3 für Reklamationen zu drücken, na, Sie kennen so etwas ja sicher. Versuchen wir es also mal mit der eins. Richtig, eine freundliche Dame fragt auf spanisch (natürlich, wie sollte sie sonst wohl in Spanien sprechen), also sie fragt nach dem Namen - bitte buchstabieren, nach der Nummer, die auf dem Zettel steht, will wissen, wo wir wohnen auf Mallorca, ob unser Ort in der Mitte der Insel liegt, im Osten etwa, oder gar im Westen - oha, denke ich, die ist nicht von hier, sie kennt sich auf der schönsten Insel im Mittelmeer nicht so richtig aus. Nein, sagt sie dann auch, sie telefoniere aus Madrid mit mir, und deshalb bäte sie noch um unsere Postleitzahl, und wie das Wetter denn so wäre auf der schönen Insel. Im Sommer sei sie mal hier gewesen. Nach Austausch all dieser Formalitäten und Informationen in perfektem spanisch rät sie uns, am Mittwoch im Hause zu sein, um das Paket in Empfang zu nehmen. Wir würden uns doch sicher freuen, nimmt sie Anteil – oh ja, sehr sogar, bald ist doch Weihnacht, sage ich.

Nur: Wer denkt da so lieb an uns? Wer nur ist es, der uns mit einem Paket beglücken will? Wer nur macht sich solche Arbeit? So geht es uns durch den Kopf: Auswählen, womit man uns wohl im fernen Land, weit übers Meer, eine Freude machen könnte, alles zusammentragen, Packmaterial suchen, einpacken, worldwide anrufen und, und, und...... all das stellen wir uns vor.

Mittwoch, ein herrlicher Tag, Sonne, Wärme, geeignet, eine Wanderung zu machen. Auf den Berg Alaro, auf den Deich bei Molinar? Alles nicht, wir bleiben im Haus, trauen uns nicht auf die Straße. Wer nur schickt uns...? Wer denkt so aufmerksam an uns hier auf der Insel?

Wir erfahren es am Mittwoch nicht. Auch am Donnerstag erfahren wir nicht, was da wohl drin ist, in dem Paket, und von wem es ist, denn am Donnerstag, ein 6. Dezember, feiert jeder aufrechte Spanier nicht Nikolaus, sondern den Tag der Konstitution. Die Geschäfte sind geschlossen, die Behörden arbeiten nicht (was an sich noch nicht viel zu sagen hat), die Arbeiter und Angestellten widmen sich ihren häuslichen Arbeiten (auf Mallorca z.B. können sie es nicht lassen, auch an solch einem hohen Feiertag handwerkliche, mit Bohren und Hämmern verbundene Arbeiten auszuführen). Auch Worldwide Express arbeitet nicht, selbstverständlich.

Am Freitag wähle ich erneut die angegebene Nummer, drücke weisungsgemäß die Taste 1, nenne meinen Namen, buchstabiere ihn, übermittle die Paketnummer, antworte brav auf die Frage, wo auf Mallorca der Ort Illetas zu finden sei, schildere also Lage und Befinden und erfahre, daß am Freitag der Bote das Paket bringe, so gegen 18 Uhr.

Die Spannung steigt, die Vorfreude wird größer. Woher es nur kommen mag, das Paket? Und von wem? Ab 12 Uhr verordnen wir uns strengen Hausarrest. Um 16 Uhr klingelt es. Worldwide ist da, das Paket ist da! rufen wir wie aus einem Munde.

Der Bote übergibt uns gegen Quittung einen 50 x 50 cm großen, braunen Pappkarton, dessen Inhalt sich unschwer als ein Wandkalender ausmachen läßt – womit unsere Spannung sichtbar nachläßt und einer gewissen Enttäuschung Platz macht. Nicht, daß jetzt jemand denkt, wir seien undankbar, oder etwa fragt: “Ja, was habt ihr denn erwartet?“ Nein, um Gottes Willen - nur, wir wissen nicht wohin mit einem solchen Geschenk. Wüßten Sie es? Ehrlich?

Nun, die Bank aus dem fernen Frankfurt nimmt auf Platzfragen keine Rücksicht, erinnert sich unser aber in Spanien und wünscht frohe Weihnachten mit 12 Kalenderblättern in Glanzdruck, jedes 45x 45cm groß, mit Werken von Künstlern unserer Zeit. Wie es heißt, befinden sich die vom Vorstandsvorsitzenden persönlich, ich betone das, ausgesuchten Originale im Besitz der Bank. Er will uns, und sicher noch vielen anderen Bankkunden, mit diesem Kunstkalender eine Freude machen und erzieherisch wirken. Eine edle Aufgabe.

Ein Blatt zeigt eine Arbeit von Damien Hirst. Daß ich ihn nicht kenne, besagt nichts. Ich weiß nicht, ob Sie schon von ihm gehört haben. Es ist der, der da sagte, die Welt werde auf eine gewisse Weise durch die Kunst verändert. Durch sie würden die Menschen dazu gebracht, über ihr Leben nachzudenken. So finden der Tod und seine ständige Präsenz Eingang in seine Werke. Damien hat sein Gemälde „Biotin-Malemide“ genannt nach einem pharmazeutischen Präparat, von dem Sie vielleicht eher schon einmal gehört haben. Wir kennen es nicht, da wir ohnehin bisher weitgehend ohne Pillen auskommen. 391 dieser Pillen in allen Farben sind regelmäßig auf eine 4,32 x 3,17 m große Leinwand gemalt. Hübsch sieht das aus. Wenn wir für den Kalender einen Platz finden, hätten wir erst im September die Gelegenheit, 30 Tage lang angesichts der Pillen über Alter, Sterben und Vergänglichkeit nachzudenken.

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