Andreas Zenner - GMO

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Das Ehepaar Cielo und Heinrich Gerstone leidet unter einer rätselhaften Kinderlosigkeit. Blauäugig gerät Cielo in die Mühlen der ärztlichen Diagnostik und Behandlung bis hin zu einer künstlichen Befruchtung. Heinrich währenddessen wird durch das Tagebuch seines Großvaters mit der hässlichen Vergangenheit seiner deutschstämmigen Familie konfrontiert. Er erfährt von der schrecklichen Schuld, die sein Großvater auf sich geladen hat und die bis ins Leben von Heinrich hineinreicht.
Zu allem Überfluss stolpert Cielo in eine Genverschwörung, die schnell politische Dimensionen annimmt und die für die junge Frau zur existenziellen Bedrohung wird. Nach und nach offenbart sich ein weltweites Komplott, dessen menschenverachtende Ideologie schon vor Jahrzehnten ihren Ausgang nahm.
Hilflos müssen die Gerstones zusehen, wie ihr Glück Stück für Stück zerfällt. Es beginnt ein verzweifelter Kampf der beiden um ihre Liebe.

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Die Mutter mochte 5-6 Jahre älter sein als Cielo, sie war modisch gekleidet, nicht so aufdringlich wie die meist eher flippig angezogenen jungen Leute, die täglich die Straßen Coronados bevölkerten. Der Schmuck und das Auto ließen auf einen gewissen Wohlstand schließen. Sie zeigte den typischen Gesichtsausdruck einer gestressten Mutter. Die dunklen Augenringe zeugten vom Schlafmangel und der ständigen Aufmerksamkeit, die sie den quirligen Zweien entgegenbrachte. Kleine Falten hatten sich in ihre Mundwinkel eingegraben, die angespannten Gesichtszüge verrieten die Strapazen, unter denen sie litt. Trotzdem beneidete Cielo sie, mit ihrem süß, schmerzlichen Gesicht schien sie ihr wunderschön, ähnlich der Madonna im Rosenhag auf dem mittelalterlichen farbenprächtigen Bild des Stephan Lochner. Verlegen stand Heinrich daneben, er wusste nicht, sollte er sich einmischen oder einfach ins Auto steigen, als ginge ihn die Geschichte nichts an.

„Möchten Sie auch eines halten?“, fragte die Mutter, die über ihre Kinder ein wenig Aufmerksamkeit und Anerkennung erfuhr.

„Warum nicht“, murmelte Heinrich, der wusste, er konnte Cielo damit eine Freude machen. Vorsichtig, als hätte er ein Stück kostbares Glas in der Hand, nahm er Cielo das kleine Mädchen ab. Doch diesem missfiel der Wechsel. Es fing an herzzerreißend zu schluchzen und dicke Tränen kullerten aus seinen Augen. Erschrocken drückte Heinrich der Mutter das Baby wieder in den Arm.

„Mit Männern haben sie es nicht so“, lachte die Mutter und wiegte ihren kleinen Schatz, bis sich dieser wieder beruhigt hatte.

Heinrich spürte die aufkommende Unruhe der Mutter, die sich die erlittene Pein von der Seele reden wollte.

„Wissen Sie“, erzählte die Mutter, die Vertrauen gefasst zu haben schien, „es war nicht einfach. Eigentlich konnten wir keine Kinder bekommen. Die Samen meines Mannes, er ist schon älter, waren zu langsam. Lange haben wir uns geplagt und was am Anfang Spaß und Freude für uns war, wurde unmerklich zur Last. Ich bekam schon Angst wenn mein Mann zu mir ins Bett kroch, so verkrampft war ich. Das Eheleben wurde zur Qual für uns, denn wir wollten unbedingt Kinder. Mit der Zeit wuchs meine Verzweiflung und zwischen uns kriselte es heftig. Schließlich haben wir es auf Anraten des Arztes mit einer Insemination versucht. Es klappte nicht beim ersten Mal und ich wurde immer mutloser und gereizter. Grundlos beschimpfte ich meinen Mann, überfordert durch das ständige Warten, dieses Wechselbad zwischen Hoffnung und Enttäuschung.“

„Ich wurde depressiv und mein Arzt verordnete mir Psychopharmaka, aber die halfen nicht wirklich. Ohne ein Kind hatte das Leben keinen Sinn mehr für mich. Ich fühlte mich minderwertig, gänzlich nutzlos. Mein Mann hat mir damals sehr geholfen. Schließlich, als wir entmutigt aufgeben wollten, überredete uns mein Frauenarzt zu einem letzten Versuch. Viel Hoffnung hatten wir nicht, nach den vielen gescheiterten Versuchen. Doch vielleicht gerade, weil wir die Hoffnung fast aufgegeben hatten, klappte es.“

Cielo hörte mit wachsender Erregung zu. Das Baby in ihrem Arm hielt sie fest umklammert, als wäre es ihr eigenes.

„Naja“, lächelte die Mutter, „heute sind wir eine glückliche Familie, aber nochmals könnte ich diese Tortur nicht durchstehen.“

Daher die tiefen Falten, die diese schmerzliche Erfahrung in ihrem Gesicht hinterlassen hatte. Daher der leichte Hauch von Traurigkeit, der die Mutter noch immer wie eine Aura des Leids umgab. Erschüttert durch diese Beichte reichte ihr Cielo das Baby zurück.

„Es tut mir leid“, flüsterte sie zur Mutter gewandt, „es tut mir leid. Ich verstehe Sie.“ Abrupt wandte sie sich ab und schlüpfte rasch in den Pickup. Sie gurtete sich an und in der Geborgenheit des Wagens brach ein Schluchzen aus ihr hervor. Heiße Tränen liefen über ihre Wangen, ließen sich durch nichts zurückhalten.

„Entschuldigen Sie“, sagte Heinrich leise, „meiner Frau geht es nicht gut.“

Die Mutter stutzte, lächelte verstehend. Sie warf Cielo einen schnellen mitfühlenden Blick zu.

„Viel Glück“, flüsterte sie, „viel Glück.“

Zum Lunch nahmen sie nur eine Kleinigkeit, die sie sich vom Schnellimbiss Pollo Loco mitgebracht hatten. Die Stimmung gedrückt, vermieden sie es sich anzusehen. Cielo hatte sich die Augen ausgewaschen, doch die Spuren der Tränen konnte sie trotz aller Bemühungen nicht verbergen. Schweigend und lustlos nagten sie an ihren scharfen Chicken Wings, die in einer roten, vom Geschmack her undefinierbaren Sauce schwammen. Einige Wespen surrten über die Terrasse und stürzten sich fressgierig auf Fleisch und Sauce. Cielo seufzte abgrundtief. Heinrich litt still mit ihr, er konnte sich jedoch nicht aufraffen, sie in den Arm zu nehmen. Zu sehr fürchtete er einen neuerlichen Gefühlsausbruch, schon der Gedanke ängstigte ihn. Er war sich seiner Hilflosigkeit bewusst.

„Wir wollten doch zum Strand, oder ist dir nicht mehr danach?“, brach er schließlich das Schweigen.

„Ja, lass uns gehen, es hilft nichts hier herumzusitzen und Trübsal zu blasen. Die Begegnung hat mich mit solcher Wucht getroffen, unvorbereitet: sie war so offen und ihre Lage der unseren so ähnlich.“

„Möchtest du reden?“, fragte Heinrich zaghaft. Sie schüttelte den Kopf, wollte ihren Schmerz nicht zerreden. Heinrich packte das Surfbrett auf den Pickup, die Strandtasche war schnell gepackt, ein paar frische Handtücher, das Badezeug. Alles andere blieb ständig in der Tasche. Cielo wühlte in der Schublade nach ihrer größten Sonnenbrille, um ihre Augen zu verstecken, griff sich ihren breitkrempigen mexikanischen Strohhut. Als der Wagen langsam aus der Ausfahrt rollte, rannte Mary, die Nachbarin, mit den Armen fuchtelnd, aus dem Haus.

„Entschuldigt, aber könntet ihr Manuel mit zum Strand nehmen?“, stieß sie nach Atem ringend hervor. „Ich muss dringend nach Diego und er langweilt sich dabei nur. Sein Vater hat dieses Wochenende Dienst auf der Marinebasis und ich habe niemanden, der auf ihn aufpassen könnte.“

Heinrich schickte einen schnellen fragenden Blick zu seiner Frau hinüber. Cielo nickte.

„Manuel“, rief Mary, „Manuel, beeile dich, du darfst mit den Gerstones an den Strand.“ Manuel, ein quirliger achtjähriger Junge mit einem roten Haarschopf stürmte aus dem Haus, die Badetasche unter dem Arm.

„Danke, dass Sie mich mitnehmen“, grinste er zufrieden, warf seine Tasche auf die Ladefläche des Pickups und schlüpfte in den Wagen. Er fing gleich an zu quatschen, die trübe Stimmung von Heinrich und Cielo schien er nicht zu bemerken.

„Cool, alleine zuhause ist es langweilig und im Fernseher kommen nur die blöden Simpsons, da kenne ich schon alle Folgen."

Er verfiel in die Sprache des Rotzlöffels Bart und das gelang ihm so täuschend echt, dass Cielo lächeln musste. Gemächlich rollte der Wagen den Ocean Boulevard hinunter, am Hotel del Coronado vorbei, in dem sie den Film „Manche mögen es heiß“ gedreht hatten, und weiter auf die Landzunge des Silver Strand State Beach. Sie suchten einen Platz, auf dem nicht ein Handtuch das andere berührte, machten es sich im warmen Sand bequem. Jetzt Ende Mai war die Luft noch nicht so drückend heiß wie im August. Die beiden Männer stürzten sich sofort ins Wasser. Sie planschten, bespritzten sich und schwammen einträchtig ein Stückchen nebeneinander her. Cielo in ihrem knappen schwarzen Bikini beobachtete sie aus den Augenwinkeln. Sie lag auf dem Bauch, die Wochenendzeitung vor sich, doch ihre Augen konnten den Zeilen nicht folgen. Mit den Gedanken weilte sie bei der Mutter der Zwillinge. Sie neidete der Frau ihr Glück, schämte sich dabei ein bisschen. Das Rauschen der Wellen und die leichte Brise schläferten sie ein. Sie erwachte von einem kalten Schwall glitzernder Wassertropfen, die auf ihren Rücken fielen. Die beiden Männer machten sich den Spaß, die nassen Haare über ihr auszuschütteln.

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