Andreas Zenner - GMO

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Das Ehepaar Cielo und Heinrich Gerstone leidet unter einer rätselhaften Kinderlosigkeit. Blauäugig gerät Cielo in die Mühlen der ärztlichen Diagnostik und Behandlung bis hin zu einer künstlichen Befruchtung. Heinrich währenddessen wird durch das Tagebuch seines Großvaters mit der hässlichen Vergangenheit seiner deutschstämmigen Familie konfrontiert. Er erfährt von der schrecklichen Schuld, die sein Großvater auf sich geladen hat und die bis ins Leben von Heinrich hineinreicht.
Zu allem Überfluss stolpert Cielo in eine Genverschwörung, die schnell politische Dimensionen annimmt und die für die junge Frau zur existenziellen Bedrohung wird. Nach und nach offenbart sich ein weltweites Komplott, dessen menschenverachtende Ideologie schon vor Jahrzehnten ihren Ausgang nahm.
Hilflos müssen die Gerstones zusehen, wie ihr Glück Stück für Stück zerfällt. Es beginnt ein verzweifelter Kampf der beiden um ihre Liebe.

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Sie erwachten spät, duschten endlos miteinander und frühstückten auf der Veranda. Der Wind schaukelte die Zweige der mächtigen kalifornischen Eiche, die einen Teil des Gartens in bläulichen Schatten tauchte. Im Laufe der Jahre stetig gewachsen überragte der Baum das Haus und er hätte schon längst gefällt gehört. Doch Heinrich brachte es nicht über das Herz, den alten Baum abholzen zu lassen. Zu viele Erinnerungen verband er mit dem knorrigen alten Gesellen.

Sprach ihn Cielo darauf an, antwortete er: „Solange ihn der Sturm nicht umreißt, mag er stehen bleiben. Sonne haben wir hier überall, aber Schatten, Schatten ist etwas Kostbares in Kalifornien.“ Schwarzer mexikanischer Kaffee dampfte in bunten Bechern, dazu aßen sie Tortillas, die Cielo gestern gebacken hatte. Für den Teig verwendete sie selbst angebauten Mais, den sie in einer sonnigen Ecke des Gartens mit Hingabe züchtete.

„Der eigene Mais schmeckt tausendmal besser als das gekaufte Zeug. Wer weiß, was da alles drin ist“, behauptete sie steif und fest, ließ sich auch durch die spöttischen Bemerkungen Heinrichs nicht davon abhalten. Gutmütig ließ er sie gewähren. Cielo stammte aus Oaxaca und diese Provinz ist die Maiskammer Mexikos. Die Liebe zum Maisanbau war ihr in die Wiege gelegt. Am Rande hatte er über Cielos Vater mitbekommen, dass in der Schatzkammer mexikanischer Maissaaten von merkwürdigen Vorgängen um den Mais gemunkelt wurden. Doch er interessierte sich nicht wirklich dafür. Mexiko war weit und sie lebten in Kalifornien. Sollte Cielo ihren kleinen Spleen haben. Insgeheim musste er ihr sogar recht geben. Die Tortillas mit ihrer Füllung aus kaltem Hähnchenfleisch und Tomaten schmeckten köstlich. Er musterte Cielo verstohlen von der Seite. Ihren schlanken Körper im luftigen Sommerkleid, das gebräunte, feingeschnittene Gesicht mit den vollen Lippen und den kräftigen Wangenknochen, die dunklen Augen, die unter den langen Wimpern hervor blitzten. All das liebte er an seiner betörend schönen Frau und manchmal konnte er sein Glück kaum fassen, sie zur Partnerin zu haben. Fünf Jahre waren sie verheiratet. Er erinnerte sich mit Vergnügen an die ausgelassene Hochzeitsfeier, die sie im Heimatdorf seiner Frau gefeiert hatten. Ganz Jamiltepec war auf den Beinen. Es wurde gegessen, getrunken, getanzt und wieder gegessen. Mitten im Festgewühl Padre Pio, der sich als über die Maßen trinkfest erwies.

„Behandle meine Cielo gut“, dröhnte der Kirchenmann zu später Stunde, „sonst soll dich der Teufel holen, Gringo, und dass ihr mir viele, nette Kinderchen macht.“

Unwillkürlich musste Heinrich lächeln, so greifbar stand das Bild vor ihm. Sie rückte ihren Stuhl an seine Seite, streichelte Heinrichs gebräunten Arm und sah ihn fragend an.

„Ich musste an Padre Pio denken“, beantwortete er ihre unausgesprochene Frage. Sie lächelte, dann huschte ein Schatten über ihr Gesicht.

„Und“, wollte er wissen, „hätte ich das nicht erwähnen dürfen?“

Sie schüttelte tapfer den Kopf und er nahm wahr, wie sie schluckte.

„Es wird schon klappen, irgendwann“, munterte er sie auf.

„Sicher“, doch in ihrer Stimme schwangen unüberhörbare Zweifel mit.

Er merkte, es wäre besser das Thema zu wechseln.

„Was wollen wir heute unternehmen?“, fragte er betont fröhlich. Sie blickte ihn erleichtert an.

„Ich muss einkaufen, aber das geht schnell, dann könnten wir zum Strand gehen. Es wird ein heißer Tag. Ich würde gerne ein wenig schwimmen, du kannst windsurfen.“ Sie wusste, er liebte Windsurfen über alles und es war eine Freude ihm zuzusehen wenn er sportlich auf seinem Brett durch die Wellen kurvte, verfolgt von den bewundernden Blicken vieler Frauen. Cielo genoss es, wenn andere Frauen ihrem Mann nachschauten, es machte sie stolz und führte ihr vor Augen, wie viel Glück sie bei der Wahl ihres Mannes bewiesen hatte.

„Prima“, pflichtete er ihr bei, „dann kann ich gleich mein neues Board ausprobieren.“ Er küsste sie stürmisch auf den weichen Mund. Sie verstand es, ihm die Wünsche von den Augen abzulesen.

„Aber vorher gehen wir einkaufen.“

Er half ihr das Geschirr abzuräumen, stapelte alles ordentlich in die Spülmaschine. Er nannte es Spülmaschinen-Tetris. Dann fuhren sie mit dem Pickup zum Supermarkt. Dort herrschte wie jeden Samstag dichtes Gedränge. Mütter schoben ihre Einkaufswagen durch die engen Gassen, vorbei an den überquellenden Regalen, schimpften ihre Kinder, die quengelnd die Ständer mit den Süßigkeiten umlagerten. Zwei Jungen stritten lautstark um ein Mickey-Maus-Heft. Dazwischen quäkte die Ansage des Marktleiters, informierte über die heutigen Sonderangebote.

„Nichts wie raus hier“, raunte Heinrich. „Hast du alles?“

„Nur noch ein paar Tomaten und für morgen tiefgefrorene Garnelen, dann bin ich fertig.“

Sie zahlten, schoben ihren Einkaufswagen über den weitläufigen Parkplatz. Neben ihnen stand das Auto einer Frau, die zwei kleine Kinder, offensichtlich Zwillinge, in den Kindersitzen festgeschnallt hatte. Die Mutter verstaute ihre Lebensmittel im Kofferraum und die beiden Mädchen greinten trotzig. Cielo hätte am liebsten mit geweint, so ging ihr das Geschrei zu Herzen. Heinrich belud den Wagen. Wie gebannt stand Cielo vor dem Van mit den beiden Kindern. Sie lächelte ihnen zu, winkte, schnitt eine Grimasse. Die zwei zeigten sich wenig beeindruckt von der fremden Frau, die vor ihnen herum kasperte.

„Süß, nicht?“, sprach sie die Mutter an, die mit dem Verladen der Milchkartons und der übrigen Einkäufe fertig war, nun um das Auto herum gegangen kam und neben Cielo stehen blieb.

„Sehr süß“, seufzte Cielo.

„Schon, aber bisweilen furchtbar nervig. Sie machen alles gemeinsam. Sie wollen zur gleichen Zeit essen, sie weinen gleichzeitig und sie wollen zugleich getröstet werden. Das macht einen fertig“, stellte die Mutter erschöpft fest. Manchmal wünschte ich mir sechs Arme zu haben, wie diese indische Gottheit.“

„Trotzdem schön“, mutmaßte Cielo, „wie heißen sie denn?“

„Wir haben sie Scarlett und Britney getauft. Mein Mann hat ein Faible für Filmstars, besonders für die jungen blonden“, lächelte die Mutter schwach.

„Darf ich sie mal halten?“, bat Cielo und ihre Stimme zitterte ein wenig. Die Frau lachte überlaut.

„Warum nicht, vielleicht beruhigt sie das.“

Sie befreite die Zwillinge aus ihren Gurten und drückte Cielo in jeden Arm eines der schreienden und zappelnden Bündel.

„Ganz schön schwer, nicht?“, grinste sie. Allein das Gewicht spürte Cielo nicht. Sie fühlte die kleinen, weichen und scheinbar so zerbrechlichen Körper, die an ihren Busen drückten. Ein kaum vernehmlicher Seufzer entrang sich ihrer Kehle. Sie nahm eine innere Erregung wahr, ähnlich dem Zustand heute Morgen, als Heinrich bei ihr lag. Die Zwillinge starrten sie erstaunt mit ihren großen braunen Kulleraugen an. Was war jetzt das? Sie verzogen die Gesichter, wollten entrüstet anfangen zu schreien. Cielo begann sie instinktiv in den Armen zu wiegen und besänftigt ließen es die Mädchen geschehen. Heinrich, der hinzugetreten war, betrachtete die Szene amüsiert.

„Sie wäre eine prachtvolle Mutter“, dachte er bei sich.

„Wirklich goldig die beiden“, meinte seine Frau und ihre Stimme klang dunkler als sonst. Einer der Zwillinge fuhr ihr mit der kleinen Hand ins lose Haar, krallte sich fest und zog kräftig.

„Aua, das tut weh“, rief Cielo erschrocken.

„Lass das, Britney“, fuhr die Mutter das Kind scharf an und erschrocken ließ es los.

„Manchmal muss ich streng mit ihnen sein, sonst tanzen sie mir auf der Nase herum“, versicherte die Mutter.

„Sie sind sich so ähnlich“, wunderte sich Cielo und bemerkte wie ihre Brustwarzen hart wurden.

„Kein Wunder“, freute sich die Frau, „es sind eineiige Zwillinge.“

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