Michael Aulfinger - Sklave und König

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Luskin wächst als Sklave auf. Eines Tages muss er flüchten und rettet dem jungen Kyros II. das Leben. Eine große Freundschaft entsteht. Eines Tages werden sie getrennt. Viele Schicksalsschläge muss Luskin auf seinen Reisen überstehen. Später trifft er Kyros wieder und erlebt mit, wie sein Freund das erste Weltreich der Geschichte erschafft. Sie treffen auf viele Gestalten der Geschichte und Religionen, wie Zarathustra, König Krösus, Daniel und Nebukadnezar. Auch die Liebe findet ihren Platz in diesem großartigen Buch.
Die Entstehung des persischen Weltreiches als spannendes Buch.
Erleben Sie einen spannenden Streifzug durch die Geschichte mit und reffen Sie berühmte Gestalten.

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»Männer und Frauen, ihr habt mir in all den Jahren gut gedient. Dafür möchte ich euch danken. Dies ist euer neuer Herr, Daiaukas. Seid ihm genauso gute Diener, wie ihr es mir und meiner Familie ward. Ich wünsche euch ein langes Leben.«

Das waren die letzten Worte, die ich von Merep vernahm. Er verabschiedete sich von Daiaukas und schritt mit gesenktem Kopf, gefolgt von seiner Familie, zur Kutsche. Er drehte sich nicht noch einmal um, als die Kutsche anfuhr und er sein ehemaliges Gut mit all seinen Habseligkeiten verließ. Wie fühlte es sich wohl an, das Land seiner Ahnen zu verlieren?

Im Gedenken an die gute Zeit mit dem gerechten Herrn Merep hatte sich bei uns Sklaven Wehmut im Herzen breitgemacht. Einige Frauen hatten Tränen in den Augen. Jeder fühlte den Verlust eines guten Menschen. Allen erging es so, bis auf Daiaukas und seinen Männern. Er war es auch, der uns aus unserer sentimentalen Träumerei an vergangene Zeiten in die Realität zurückholte. Daiaukas war ein Mann der Tat. Er verlor keine Zeit. Das sollten wir alsbald erfahren.

Daiaukas war ein Mann von ungefähr fünfzig Jahren. Stark und kräftig gebaut stand er vor uns. Seine Hände hatte er mit den Handflächen nach außen in den Seiten verschränkt. Sein voller Bart zeigte erste grauen Strähnen auf. Die Augen funkelten wie die eines Tigers, der zum Sprung bereit war. Er machte den Eindruck eines Mannes, der genau wusste, was er wollte. Imposant war seine Erscheinung, die darauf schließen ließ, dass er keine Widerrede dulden würde.

»Sklaven, hört mich an. Ich bin euer neuer Herr Daiaukas. Gestern habe ich das Gut von Merep übernommen und mir einen ersten Eindruck vom Zustand des Anwesens gemacht. Und ich muss euch sagen, dass mir nicht gefallen hat, was ich sah. Ihr seid ein faules Pack, doch das wird sich bald ändern. Ab heute werden hier andere Seiten aufgezogen. Es gibt zu viele Sklaven, deren Mäuler gestopft werden müssen. Einige von euch werde ich morgen in Ekbatana verkaufen.«

Abrupt drehte sich Daiaukas um und wandte sich an seine Männer, um ihnen Anweisungen zu geben. Derweil wurden wir zur Arbeit getrieben. Getrieben war das richtige Wort, denn mit dem gemütlichen Gang war es nun vorbei.

Den ganzen Tag über hingen meine Gedanken an der ungewissen Zukunft, die vor uns lag. Es dünkte mich, dass großes Unheil auf uns einströmte. Ein Gefühl der Schwäche und Hilflosigkeit hatte mich deshalb ergriffen und beinahe gelähmt. Denn die Unfähigkeit, nicht zu wissen, was in solchen Situationen das Richtige ist, führt zur Untätigkeit.

Schweigsam verbrachte ich mein Tageswerk. Target, der mit mir zusammen arbeitete, war ebenfalls in sich gekehrt. Nur einmal blickten wir auf, als zwei Reiter, die wir als Daiaukas Männer erkannten, zu uns kamen und unsere Arbeit beobachteten. Sie sprachen kein Wort, sondern sahen nur wenige Minuten zu und verschwanden bald darauf. Sie verschafften sich wohl einen Überblick über die Sklaven und deren zugewiesenen Arbeiten. Sobald sie weg waren, mutmaßte ich, dass sie mich wohl als unbrauchbar einstuften und dies Daiaukas mitteilen würde. Für so einen jungen, starken Mann wie mich, würde er auf dem Sklavenmarkt bestimmt einen guten Preis erzielen. Ich sah mich bereits entfernt von meiner Familie und dem Ort meiner Kindheit. Angesichts dieser Zukunft, die ich mir einredete, verdüsterte sich mein Gemütszustand zusehends. Aber wen interessiert schon der Gemütszustand eines Sklaven?

Später als sonst machten Target und ich uns auf den Heimweg. Es drängte uns nicht danach, die unausweichlichen Entscheidungen zu hören. Wir wollten sie zumindest hinauszuzögern. Andererseits ergriff mich auch die Furcht, dass sie nach uns suchen würden, wenn wir zu lange fortblieben. Also ergaben wir uns in unser Schicksal und betraten unsere Hütten.

Wie ich erwartet hatte, waren meine Eltern zu Hause und ihr Minenspiel verhieß mir nichts Gutes. Meine Matar, meine Mutter, sah mit verweinten Augen weg, als würde sie dadurch das schwere Los erträglicher oder gar ungeschehen machen können, während mein Vater niedergeschlagen vor sich hinsah. In seiner Hand hielt er seine wenigen persönlichen Gegenstände. Also wussten sie schon davon, dass ich verkauft werden sollte, redete ich mir währenddessen ein.

»Vater, sag mir, wer wird verkauft? Es ist doch schon bekannt, oder?« Das Reden fiel mir schwer, als hätte ich einen Kloß im Hals. Aber es musste raus. Ich war bereit, das Unausweichliche zu vernehmen.

»Ja, mein Sohn, es ist bekannt.«

»Deine Mutter und ich werden verkauft. Du bleibst hier. Außerdem gehen noch vier andere. Wir werden hier nicht mehr gebraucht, weil wir zu alt sind. Wir werden zwar getrennt, aber im Geiste werden wir immer bei dir sein, Luskin.« Die letzten Worte schluchzte er hervor. Ich konnte es nicht fassen. Es kam ganz anders, als ich es mir gedacht hatte. Nicht ich, sondern meine Eltern mussten gehen. Das war eine ganz neue Situation, mit der ich erst einmal fertig werden musste. So oder so, das Ergebnis war trotzdem das Gleiche. Wir würden getrennt werden.

»Was ist mit Simine?«

Mein Pitar lächelte mich gequält an. Doch dann schüttelte er sich leicht, als wolle er wieder zu sich kommen. Nun klang seine Stimme wieder fester.

»Sie bleibt hier bei dir. Bitte pass auf sie auf. Sie ist ein so zartes Geschöpf. Bei dir weiß ich sie in Sicherheit, jedenfalls soweit es in deiner Macht steht. Mehr kann ich leider nicht für sie tun.«

»Ich werde für sie da sein, Vater.«

Mehr sprachen wir nicht. Jedes weitere Wort an diesem Abend hätte die Wunde nur noch weiter vergrößert. Wir trauerten, ohne zu sprechen.

Am nächsten Morgen erwartete uns die Sonne wie gewohnt. Der Sonne war es gleich, welches Schicksal – ob grausam oder erfreulich – ein jeder Mensch oder Sklave zu ertragen hatte. Sie ging am Morgen auf und am Abend verschwand sie wieder. Was in dieser Zeitspanne geschah, war außerhalb ihrer Macht und ihres Interesses.

So war die Sonne nur ein stiller Beobachter, als Satepe die Kutsche vorfuhr. Danach ging alles ganz schnell. Die sechs Sklaven wurden mit ihren wenigen Habseligkeiten auf den Wagen beordert. Satepe führte den Sklaventransport an. Neben dem Kutscher begleiteten ihn noch drei von Daiaukas Männern. So waren für sechs Sklaven fünf Männer als Aufsicht abgestellt worden. Daiaukas wollte wohl sicher gehen, dass unterwegs kein Sklave flüchten und ihn somit um seinen Gewinn bringen konnte. Satepe hatte die nötigen Besitzurkunden bei sich, die er wohl verstaut an seinem Körper in einer Tasche trug. Auf dem Sklavenmarkt in Ekbatana würden die Sklaven jetzt noch einen erträglichen Preis erzielen. Auf dem Gut dagegen würden sie alt und vermutlich noch krank werden, und so nur noch mehr Kosten verursachen.

Als der Wagen anfuhr, stand ich schon mit Target auf einer Anhöhe weit vom Transport entfernt. Wir waren vorher zu unserer Arbeit gescheucht worden. Trotzdem ließ ich es mir nicht nehmen, meine Eltern zum Abschied zu umarmen. So blieben wir zum Zeitpunkt der Abfahrt in weiter Entfernung auf dem Weg zur Arbeit einfach stehen und sahen zu, wie der Wagen anrollte. Wir sprachen nicht und standen unbeweglich da, bis der Wagen hinter dem Berg in südlicher Richtung verschwunden war. Uns war klar, dass jeden von uns dieses Schicksal hätte treffen können. Wir waren nur Eigentum, regelrecht Spielbälle, mit denen der Eigentümer machen konnte, was ihm in den Sinn kam. Auch Target hätte es treffen können, da er selbst schon zu den älteren zählte. So war er selbst berührt und schwieg. Was hätten unsere Worte zu diesem Zeitpunkt auch bewegen können.

Am Abend war es ein seltsames Gefühl, als ich in unsere Hütte kam und die Leere mich empfing. Niemand fragte nach meinem Tageswerk, niemand nach meinem Befinden, oder ob ich großen Hunger hätte. Niemand war da, auch Simine nicht. Getreu dem Versprechen an meinen Vater, mich um meine Schwester zu kümmern, suchte ich sie sogleich. Dabei trieb mich nicht nur die Sorge um sie an, sondern auch mein Bedürfnis, mit einer Person meines Vertrauens sprechen und sie umarmen zu können. Doch war sie nirgends zu finden.

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