Und jetzt nachdem wir verkohlt und verschröttert sind und man das Gesetz der Salier auch in Deutschland gebrochen hat, werden wir ausgemerkelt? Bedenkt der erste Generalstreik war nicht bolschewistischer Natur, sondern römischer, nämlich des Quintus Hortensius 287 v. Chr. die Lex Hortensia. Dies alles ohne die Frauen! Eine lügen-und bluttriefende Geschichte der Männerwelt. Bei den Griechen dienten sie nur dazu, um legitime Kinder zu zeugen. Die Teilnahme am Mahl und an Banketten im Megaron-Ehrensaal war ihnen untersagt, man hielt sich Hetären. Hesiod, einer der ersten literarischen Frauenfeinde als Prediger des Weiberhasses. Für ihn war die Frau eine unheilvolle Gabe der Götter, ja die Pandora, Bringerin allen Übels. Nur eine Möglichkeit öffentlich ehrbar zu sein gab es für sie, als Priesterin!
Dies war bei den Römern nicht anders. Der Mann war Herr der Familie und bestimmte über Leben und Tod. Selbst in der lateinischen Sprache gab es für sie kein feminines Wort, außer „Virgo vestalis“. Die christliche Urkirche steigerte es sogar „mulier taceat in ecclesia“ heißt es „die Frau hat in der Kirche zu schweigen“. Sie durften weder Priesterin, noch Predigerin sein. In Thomas von Aquin gipfelte es sich noch einmal in der ab dem fünften Jahrhundert vor Christus schon frauenfeindlich gewordenen Glaubenswelt der Männer. Aber nicht so bei den Etruskern. Die Etrusker verehrten zwar eine Zwölfzahl der Götter, aber die Dreigötterheit der Etrusker, das Schöpfungsprinzip, der Väter und die Mütter mit dem Kind, hatte einen besonderen Status! Man könnte auch sagen, sie ehrten das ewige Geistprinzip, die Väter, weise geworden an Erkenntnis und Einsicht und sie ehrten die Frau als Wiege der Schöpfung und schlossen den Kreis in ihren Kindern. Welch ein bewundernswerter Glaubensgrundsatz.
Die Frage, was die Menschheit in den Monotheismus - von griechisch Mono = einmalig, einzeln, allein; trieb. Wo es doch Völker gibt, die nach wie vor an viele und Vieles glauben.
War es der Überdruss, der Dualismus des Zoroasters oder letztendlich das dadurch Beherrschbare?
Eins steht fest, der Gott der Bibel, den sie meinen kann es nicht sein. Dieser nämlich bezeugt, oder lässt die Götter bezeugen. 5. Buch Mose 10,17 „der Herr Euer Gott ist ein Gott“ - aller Götter. 2. Buch Mose 22,27 „Den Göttern sollst Du nicht fluchen“ Ps 82,1 „Gott ist Richter unter den Göttern“, Ps 138 „Vor den Göttern will ich Dir Lob singen“. Wie ihr wißt, schreibt korrektes Griechisch vor, daß der Plural des Neutrums als Subjekt ein Verbum in der dritten Person singularis nach sich zieht! „A posteriori a priori“ in diesem Sinne; mens agitat molem.
Martinus Reiß
Avon dvashmaya nithkadash shmakh:
taty malkothakh:
nehwey sevianakh aicanna dvashmaya op barah.
Havlan lakhma dsonkanan yomana:
washboklan khoben:
aicanna dop khnan shbakn Ikhayaren.
Oola Aalan lnisuna ella passan min biska:
mittol d dilakhye malcotha okhela ootishbokhta:
lalam almin:
Amen
Vater im Himmel! Dein Name werde geheiligt!
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden.
Gib uns Tag um Tag das nötige Brot.
Und vergib uns unsere Schulden, wie wir vergeben haben unseren Schuldnern.
Führe uns, aufdaß wir nicht in Versuchung fallen, und erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich
Und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen
Diese Einleitung ist daher von großer Bedeutung, da es den Interpretiern und wortverdreherisch geistigen Brandstiftern eine Mahnung sein soll. Das g´ttliche Wort ist immer die lebendige Ansprache des reflektierenden Geistes an den Menschen. Dem Ewigen, von welchem der Geist ausgeht, sind keine Grenzen gesetzt, weder durch menschliche Vorstellungen, noch durch ein ihm zugesprochenes, niedergeschriebenes Wort. Es erscheint gerade so, als könne der Mensch durch das niedergeschriebene Wort G’ttliches zum Handeln danach zwingen. Ein einigermaßen gebildeter oder nur logisch denkender Mensch, weiß sehr wohl, daß daraus folgt, daß der Menschen und der G’tter Feinde nun andere Wege gehen, als die Ihnen scheinbar vorgeschriebenen. Ist nun das Böse nicht im G‘tte und die G´tter nicht böse und nichts desgleichen in Ihnen, wie kann dann der logisch denkende Mensch davon ausgehen, daß das Ewige das Böse bestimmt oder gar benutzt! Eine völlige Losgelöstheit vom G‘ttlichen erklärt doch erst den alltäglichen Wahnsinn, der sein Unwesen treibt in der Schöpfung. Diesen Wahnsinn dem Ewigen in die Schuhe zu schieben ist noch größerer Wahnsinn.
Kein Winter ohne Sommer, keine Hitze ohne Kälte, keine Erde ohne Himmel; aber einen Menschen ohne G´tter oder G‘tt? Also ist das Gegenteil genauso vorhanden in der völligen Hingabe an die Ewigen, wie die völlige Losgelöstheit von Ihnen! Eine Grauzone oder ein Niemandsland liegt zwischen dem Menschen und den G‘ttern, sie ist durchwuchert von Irrtümern, Wahnvorstellungen, Fanatikern, Schriftverdrehern und allerlei sichtbarem und unsichtbarem geistigem Gesindel. Aber alle, egal wo sie nun stehen, nehmen nicht das Leben aus sich selbst, sondern aus dem Ursprünglichen. Es ist es, das es gibt, und Ihm allein steht es zu es zu geben oder zu nehmen, wann und wie Es, es will.
Wenn in einigen der Reden hervorgeht, daß für den Gläubigen das geschriebene Wort, die Bibel, als unfehlbar gelten soll, so ist dies, und das in aller Deutlichkeit, nichtzutreffend. Denn alles ist fehlbar unter den Himmeln, nur der Ewigen Geist, Ihr Geist, Es selbst, nicht! Hat der Mensch die Bibel, die Thora oder eine andere Theosophie auswendig gelernt und kennt jede Silbe, so kennt er noch lange nicht das Ewige! Sind die Worte auch in ihn eingemeißelt, so hat er trotz allem kein persönliches G´tterwort erfahren; so ist und bleibt die Schrift tot, so wie Jakobus sagt, ein Glaube ohne Taten ist ein toter Glaube.
Etliche werden sagen, wie kann er nur das Wort der heiligen Schriften so herabziehen, in ein Sterbelager gleich. Warum wohl? Kann denn die Schrift das lebendig G’ttliche ersetzen! Wie lange? Ist denn nicht das Leben wie ein Dampf und Worte wie Schall und Rauch, pulvis et umbra sumus. „Alles wird vergehen, nur meine Worte bleiben bestehen“; warum? Weil das, was an G’ttergesetz ausgesprochen wird, damit in die Schöpfung gebracht ist, wie der Geist über den Wassern, der sprach „es werde Licht“ und es ward Licht!
Es ist nicht der Buchstabe, sondern die Wahrhaftigkeit die Säule, die das Haus trägt. Wie könnte es zu der Anklage der Propheten G’ttes an sein Volk sonst lauten, „Sie preisen mich mit Lippen, aber ihr Herz ist nicht bei mir.“ Soll ich nun sagen wo dein Herz ist, da ist auch dein G‘tt! Ja, soll, sollte man sagen, damit deutlich wird, daß auch ein geschriebenes Wort als G’ttesersatz herhalten kann. Sollte ich sagen, leget die Schriften beiseite und fangt an danach zu leben? Ja! Anstatt dies, flüchtet sich jeder in seine eigene Unvollkommenheit, in die schriftliche Scheinvollkommenheit, um im geistigen Streifzug durch die Schrift den Lebenskonsequenzen zu entfliehen. Nämlich, daß da nichts ist unter dem Himmel was heilig ist, außer dem G’ttlichen selbst und welches Es sichtbar heiligt.
Denkt ihr etwa, der Menschenfeind hat 2000 Jahre geschlafen. Er hat selbst die Bibel genutzt für seinen Kampf gegen die G‘tter und ihrer Schöpfung Mensch. Hier ein Wort und da ein Quäntchen, an dem man sich auf Dauer zu Tode stößt. Ohne den lebendigen Geist ist der Mensch tot und alles Bibellesen macht ihn nicht lebendig. Sonst müßte es doch heißen, im Namen des Vaters, des Sohnes und der heiligen Schrift. Oder, nicht durch meinen Geist, sondern durch das Wort, das niedergeschrieben wurde durch Menschen, werdet ihr in das Himmelreich kommen. Du kannst sehr wohl lesen und nicht verstehen; du kannst sehr wohl verstehen und nicht danach handeln, aber nicht zur Ehre der G’tter, sondern zu deiner eigenen Ehre. Wer ist so selbstlos, daß er sich der G’tter rühmen kann, einer von euch!? Eine Schande ist es, ja, eine ausgesprochene Schande, mit welch Arroganz der Mensch vor dem G‘ttlichen steht. Das Gleichnis des Pharisäers und des Zöllners im Tempelgebet sollte ihr euch alle Zeit vor Augen halten.
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