Rainer Rau - Festgezurrt

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Ein alter Mann wird verwahrlost und verwirrt nachts in Frankfurt aufgefunden. Seine Identität ist zunächst unklar.
Dr. Feldmann, der Chefarzt eines psychiatrischen Krankenhauses, aus dem der Mann entflohen ist, bringt ältere und psychisch kranke und sehr reiche Patienten dazu, seinen Halbbruder zu adoptieren. Danach versterben die Patienten und das Erbe geht an Guido Feldmann.
Als ein pädophil veranlagter Pfleger der Klinik ein kleines Mädchen entführt und missbrauchen will, gerät Bewegung in die Sache. In der Klinik kommen weitere Verbrechen an Schutzbefohlenen ans Tageslicht. Eine Mitarbeiterin übt ihre sadistische Neigung an Patientinnen aus, die sie am Bett festzurrt.
Zwei Versicherungsagenten wollen die jeweiligen Betrügereien an ihren Versicherungen aufklären. Sie arbeiten mehr oder weniger gut und gerne mit der Kripo Frankfurt zusammen. Dabei sind gute Kontakte zu ausländischen Diensten von Vorteil und bringen Licht in die Sache.

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Das Hupen einiger Autos schien den Mann nicht zu stören. Die Autofahrer konnten nicht wissen, dass er sie nicht hörte. Er war fast taub.

Seine Augen waren tränenerfüllt und er konnte nicht gut sehen. Genau gesagt, war er krank. Hatte er in jungen Jahren ein ausgezeichnetes Sehvermögen, so war seine Sehkraft jetzt wesentlich schlechter. Er sah nur Umrisse und die aufgeblendeten Lichter der Autos waren für ihn meilenweit weg, obwohl sie in seinen Augen schon wie Nadelstiche wirkten.

Es tat weh.

Sein Hirn erinnerte sich daran, was man mit ihm alles angestellt hatte. Er schrie sein Leid heraus. Doch ein zufällig an ihm vorbeigehender Passant hätte nur ein unverständliches Gemurmel vernommen.

Festgezurrt auf einem harten Tisch aus Edelstahl, den man leicht reinigen konnte, war er qualvollen Tortouren ausgesetzt gewesen. Mit einer LED-Leuchte hatte man ihm bei geöffneten Augen die Sehkraft geschädigt. Über Stunden waren einst seine Wimpern festgeklebt, sodass er dem natürlichen Drang, dem Schließen der Augenlider, nicht nachkommen konnte. Dies alleine war schon äußerst schmerzhaft, es kam aber noch der grelle Lichtstrahl, der sich wie ein Messer ins Hirn bohrte, dazu.

Man hatte ihm auch mit hochfrequenten Tönen über längere Zeit das Gehör beschallt.

Als einen gemütlichen Spaziergang hätte ein Beobachter seinen morgendlichen Trip sehen können, wenn dem nicht die Kleiderfrage und der gebückte Gang sowie das ständige Kopfschütteln entgegengestanden hätte.

Es war frisch an diesem Sommermorgen, aber es sollte ja ein sonniger Tag werden.

Der Mann lief barfuß, jedoch war ihm nicht kalt. Seine Füße waren vom Morgentau auf dem Gras des Mittelstreifens nass und beinahe vollständig vom Schmutz der Straße gereinigt. Mit einem recht schmutzigen T-Shirt jedoch, der halblangen grauen Unterhose, die Spuren einer Darmentleerung aufwies und den blanken Knien, die von Stürzen aufgeschlagen waren und bluteten, fiel er auf.

Der Berufsverkehr setzte nun langsam verstärkt ein und die Stadt erwachte aus ihrem Schlaf, der wie immer nur von kurzer Dauer war. Eigentlich schlief die Stadt nie. Das hatte sie, wie die Hochhäuser, mit der großen Schwester, dem Big Apple, gemeinsam. Frankfurt war wie New York ständig in Bewegung.

Nun kamen tausende von Pendlern über die Autobahnen und Schnellstraßen in die City gefahren. Viele von ihnen sahen den Alten auf der Seite dahinschlurfen. Einige hupten. Es gingen demzufolge auch mehrere Anrufe beim zuständigen Polizeikommissariat und bei der Notrufnummer 110 ein.

Herbert und Hans hatten wieder mal gemeinsam Dienst. Sie bevorzugten Spät- oder Nachtschichten, da es zu dieser Zeit meistens etwas ruhiger wurde als im Tagesdienst. Auf ihrer nächtlichen Kontrollfahrt kurz vor Schichtende wollten sie, wie immer, noch mal an der Tankstelle Nord halten und einen Kaffee und ein Sandwich mitnehmen, als der Funkspruch durchkam.

Es sei eine hilflose Person gesichtet worden, die akut gefährdet sei.

Die Einsatzzentrale gab die Koordinaten durch.

Herbert sah seinen Kollegen mit zusammengepressten Lippen an, zuckte mit den Schultern und griff zum Mikrofon.

Polizeiobermeister Herbert Brunner drückte die Sprechtaste des digitalen Funkgerätes, welches an seiner Schulter an einem Klettverschluss klebte.

„Ok. Wagen 14 ist in der Nähe. Wir übernehmen.“

„Scheiße! Also kein pünktlicher Feierabend!“

Sein Kollege und Freund Hans Bertram war sichtlich verärgert über den unerwarteten Einsatz kurz vor Ende der Schicht.

Während er die „Festbeleuchtung“ auf dem Wagendach anschaltete, schaute er in den Rückspiegel, gab Gas, wendete und fuhr in Richtung der angegebenen Adresse.

Er schaltete nun auch noch das Martinshorn ein. Brunner kommentierte dies mit einem schmerzverzerrten Gesicht.

„Mann, muss doch nicht sein, so früh!“

„Wieso, wenn wir schon nicht schlafen können, gönne ich anderen auch keine Ruhe.“

„Aber meine Ohren können es nicht so früh ertragen!“

Mit diesen Worten schaltete er das Signal wieder aus, was einen enttäuschten Gesichtsausdruck bei Bertram hinterließ.

Bei den Kollegen waren sie als H und H Team bekannt. Heimlich hatten sie zwei Polizeibeamte als Vorbild, die von einem Kamerateam eines Privatsenders des Öfteren begleitet wurden und deren Arbeitsweise im Fernsehen gezeigt wurde. Immer korrekt - die Polizei, dein Freund und Helfer! So benahmen sich Herbert und Hans auch meistens. Nur nicht kurz vor Feierabend, wenn noch mal ein Einsatz dazwischen kam. Da war es angebracht, mal kräftig zu fluchen. Es hörte ja keiner.

„Scheiße ist das wieder mal. Ich wollte heute Morgen mit meiner Frau ein gemütliches Frühstück zelebrieren.“

„Frühstück kann man essen und nicht zelebrieren!“

„Na, doch wohl. So richtig mit Kerzen und Sekt.“

„Was? Deine Alte hat doch erst im Februar Geburtstag.“

„Na, aber eine Freude zwischendurch ist doch nicht verboten, oder?“

„Nö, das nicht. Aber wie ich dich kenne, hast du doch einen Hintergedanken.“

Hans druckste etwas herum. Es war ihm sichtlich unangenehm, dass sein Kollege ihn durchschaut hatte.

„Ja, schon. Ich denke, nach so einem Kerzenlichtfrühstück wird sie schon nicht abgeneigt sein, noch mal ins Bett zu kommen.“

„Ach, mach dir keine falsche Hoffnung. Wenn du dich erst mal langlegst, bist du in Nullkommanichts eingeschlafen. Deine Alte räumt dann erst mal die Küche auf und holt den Staubsauger aus dem Schrank! Kerzenlichtfrühstück! Sowas Blödes hab ich ja noch nie gehört!“

Die Unterhaltung wäre wohl noch so weitergegangen, doch sie näherten sich dem Ziel.

Dann waren sie schon an der Stelle angekommen, an der der alte Mann zum letzten Mal gesehen wurde.

Sie fuhren langsam weiter. Es dämmerte nun und es wurde zusehends heller.

Dann sahen sie den Alten. Er lief etwa zweihundert Meter weiter vorne.

Sie fuhren an ihn heran, stoppten das Fahrzeug und stiegen aus. Das Blaulicht auf dem Dach zuckte gleichmäßig und zeigte den Beobachtern, dass hier etwas im Gange sei.

„Ohje. Der stinkt wie eine Kloake. In die Hosen hat er sich auch gemacht.“

„He, Alter! Wie ist dein Name?“

Der Alte jedoch schüttelte nur den Kopf und gab knurrende Geräusche von sich.

„Wie heißt du? Wo kommst du her? Kannst du mich verstehen? Verstehst du überhaupt unsere Sprache? You speak English ? “

Wiederum kam nur unverständliches Gemurmel aus seinem Mund.

„So kommen wir nicht weiter. Ruf einen Krankenwagen!“

Dies geschah und als der Sanka fünfzehn Minuten später ankam, wurde der Alte eingeladen.

Dagegen wehrte er sich zunächst jedoch heftig. So trat er einem der Sanitäter zwischen die Beine, wo es bei Männern doch sehr schmerzhaft ist. Diese Kraft hätte man ihm nicht zugetraut, zumal sein körperlicher Zustand nicht solches vermuten ließ.

Als er auch noch anfing, zu kratzen und zu beißen, packte man ihn kurzerhand, hob ihn an und legte ihn auf die eiligst herausgefahrene, rollbare Trage, wo er schnell angeschnallt wurde.

Nun konnte er sich nicht mehr wehren, warf seinen Kopf jedoch hin und her und verursachte dabei tierische, wehklagende Laute.

Als sie ihn im Wagen untergebracht hatten, schlossen sie die Türen.

Das Funkgerät stand seit Ankunft des Krankenwagens nicht still. Nun ging einer der Sanitäter ran.

„Ja, wir sind noch da!“

„Was ist denn bei euch los, ich rede mir den Mund fusselig?“

„Wir konnten erst jetzt rangehen. Haben eine ältere, hilflose, männliche Person aufgenommen.“

„Braucht ihr den Notarzt?“

„Nein. Keine Gefährdung der Person. Sieht so aus, als ob er nicht recht bei Sinnen ist. Hat mich in die Ei … hat mich getreten. Wohin sollen wir ihn bringen?“

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