Christian Friedrich Schultze - Kairos

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Ganz unabhängig vom oft unbegreiflichen derzeitigen Treiben der höchstentwickelten Primatenspezies auf unserem Globus könnte man die Menschheitsgeschichte auch aus einem ganz anderen Blickwinkel betrachten. Was wäre, wenn wir bereits wieder vor einem KAIROS stünden, wie eine vielleicht verschollene Kultur vor zehntausenden von Jahren? C. F. Schultze kleidet diese Frage in einen spannenden Wissenschaftsthriller, der Chancen und Möglichkeiten knallhart ins unser Bewusstsein hebt.
In seinem Wissenschaftsthriller gestaltet er die Ereignisse nach 2015 fiktiv und prophezeit einen Mittelnahostkrieg und Auseinandersetzungen mit dem Islam in Europa.

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Sie liebte ihren blauschwarzen, festen Kopfschmuck und war der Meinung, dass man auf diese Weise seine Frisuren und damit sein Aussehen viel variationsreicher verändern konnte. Dies war schon manchmal von Vorteil für sie gewesen. Li Huis Haut besaß auch immer noch diesen mattglänzenden, hellbronzenen Teint, der die Männer ihrer Umgebung stets so angezogen hatte. Doch ihre hellbraunen Augen blickten neuerdings oft traurig in die Welt und hatten ihren früheren, optimistischen Glanz beinahe verloren. Und das lag nicht nur daran, dass die Zeiten lange vorbei waren, als die taiwanesischen Jungens und Medien hinter ihr her waren, weil sie im Alter von fünfzehn Jahren, als sie noch aufs College ging, gleich im ersten Anlauf ihrer damaligen Bewerbung Miss Taipeh wurde.

Schon früh in ihrer Schulzeit hatte sich herausgestellt, dass Li Hui eine außergewöhnliche Begabung für Kalligraphie und für Mathematik besaß. Aber auch in musischen Dingen hatte sie von ihren Vorfahren gute Anlagen mitbekommen. Anfangs meinte sie, dass es mehr die Musik, als die Naturwissenschaft war, die ihr wirklich zusagte. Ihre Eltern, die als wohlhabende Taiwanesen an Mitteln für ihre Ausbildung nicht sparen mussten, schickten sie deshalb zusätzlich zu einer privaten Violinausbildung. Klassische Europäische Musik war in den neunziger Jahren auf der Insel große Mode geworden. Li Hui spielte bald im Schulorchester mit und übernahm sogar manchen Geigen-Solopart, wenn dieses Orchester öffentlich auftrat.

Als sie dann vor der Entscheidung stand, für ihr zukünftiges Leben zwischen Musik und Wissenschaft wählen zu müssen, hatte sie sich dann doch für die Mathematik entschieden. In ihrem Innersten war ihr klar geworden, dass sie diesen unbändigen Drang zur Selbstquälerei des unablässigen Übens an diesem besonderen Streichinstrument nicht besaß. Und den musste man unbedingt besitzen, wenn man es zu einem konkurrenzfähigen Solostar bringen wollte.

Nach ihrem Collegeabschluss begann sie deshalb auf ihren Wunsch, und unterstützt von ihrem Vater, mit einem Studium der Mathematik an der National Taiwan University. Das war im Jahr 1994 gewesen. Es dauerte jedoch nicht lange, und in ihr entwickelte sich eine triebhafte Vorliebe für alte Schriften und Sprachen. Zunächst hing es hauptsächlich mit ihrem besonderen Faible zur chinesischen Kalligraphie zusammen.

Sie fand diese uralte Schreibkunst des Reiches der Mitte formvollendet, schön und kunstreich wie keine andere und bemühte sich, darin eine besondere Meisterschaft zu erlangen. Alsbald fing sie an, sie mit anderen alten Kalligrafien Handschriften zu vergleichen. Mit dem Studium der wunderbaren arabischen und persischen Schriften gelangte sie natürlich alsbald zu den geheimnisvollen ägyptischen und altindianischen Hieroglyphen und schließlich zu den sumerischen Keil- und Bilderschriften. Damit war sie bei den ältesten bislang bekannten Schriftformen angekommen und Li Hui beschloss, ein Hauptgewicht ihrer Studien auf das Erlernen alter Sprachen und die Entzifferung ältester Schriften zu verlegen. Sie war im übrigen davon überzeugt, dass ihr mathematische Methoden und moderne Rechnerleistungen wertvolle Hilfe bei der Entschlüsselung der vielen ungelösten Rätsel der schriftlichen Überlieferungen des Altertums bieten konnten.

Bald aber interessierte sie sich auch für die bemerkenswerten Botschaften, die solche Texte enthielten. Sie überlegte, ob sie neben diesen Schrift- und Sprachstudien auch noch ein Studium in alter Geschichte beginnen sollte, entschied nach langem inneren Kampf aber, dass dieses Interesse vorerst zurückstehen musste. Alles zugleich ging einfach nicht, obwohl sie doch so überaus neugierig und wissensdurstig war. Das Studium der Mathematik wollte sie aber trotz ihres Sprachenfables mit Schwerpunkt Kryptologie weiter beibehalten und möglichst kurzfristig abschließen, wenn sie es durchhielt. Um ihrem neu gewählten Forschungsgebiet und den prähistorischen Quellen näher sein zu können, überzeugte sie ihre Eltern, ihr weiteres Studium in Kairo durchführen zu dürfen.

Im Herbst 1998, mittlerweile 24 Jahre alt, hatte sich Li Hui an der Amerikanischen Privatuniversität von Kairo eingeschrieben. Dass Taiwan-Chinesen an einer amerikanischen Privatuniversität alle möglichen Fächer studierten, war Ende des 20. Jahrhunderts nichts Ungewöhnliches. Dass eine Chinesin in Ägypten arabisch lernen sowie Hieroglyphen und sumerische Keilschriften entziffern wollte, schon.

Es dauerte einige Zeit, bevor Li Hui die ersten Kontakte zu einigen der zahlreichen Studenten aus aller Herren Länder knüpfte. Sie beobachtete ihre Kommilitonen genau und war sehr vorsichtig in der Auswahl ihrer Bekanntschaften. Erst nach einem halben Jahr schloss sich Hui der dortigen chinesischen Kolonie an und begann nach einigen Monaten sogar, eine behutsame Freundschaft mit Jiang Ju, einer fast dreißigjährigen Studentin für Geschichte der Antike, aufzubauen. Dass Jiang Ju sich später als eine Spezialagentin der Rotchinesen entpuppte, hatte dann ihr Leben in eine vollkommen andere Richtung gesteuert.

Li Hui, die stets sehr zurückhaltend agierte und deswegen von den meisten Mitmenschen ihrer Umgebung, die sie nicht näher kannten, als arrogant eingestuft wurde, hatte anderseits, wenn sie wollte, nur geringe Probleme, Menschen für sich zu gewinnen. Dabei halfen ihr sowohl ihr außerordentlich attraktives Aussehen, ganz besonders aber ihre Möglichkeiten, mit ihrem Instrument eine künstlerisch-beruhigende Atmosphäre um sich zu verbreiten, die auf die meisten ihrer Kommilitonen äußerst anziehend wirkte.

Hin und wieder lud Li Hui ihre Freunde und Kommilitonen zu kleinen abendlichen Violin-konzerten in einen gut geschützten, schattigen Seitenhof der Universität ein. Sie hatte sich bald zum Mitmachen im internationalen Orchester der Uni entschlossen. Ihre teure Violine, die ihr ihre Familie zu ihrem 21. Geburtstag geschenkt hatte, war seit jenem Tag der Volljährigkeit ihre treue Begleiterin an alle Orte geblieben, in denen sie ihr unruhiges, aufregendes, aber überwiegend auch einsames Leben verschlagen hatte.

Diese wertvolle Geige hatte sie wegen ihrer überstürzten Flucht nun zum dritten Mal zurücklassen müssen. Sie fragte sich, ob es noch einmal in ihrem Leben jemanden geben würde, der ihr dieses herrliche Instrument, das auf eine merkwürdig mystische Art stets wie eine treue Freundin gewesen war, erneut zurückbringen würde, so wie es Jeremias Redcliff im Oktober 2011 bei ihrer zweiten Begegnung in Kairo getan hatte.

Li Hui´s Reise an die Ostküste zog sich nach dem erzwungenen Aufbruch aus der Chinatown von San Francisco nicht nur einige Tage, wie sie zu Beginn gedacht hatte, sondern mehrere Wochen hin. Sie glaubte, auf diese Weise ihre Spuren ausreichend verwischen zu können. Jeremias Redcliff hatte ihr einige Adressen von Exilkubanern in Miami genannt, die als Schmuggler tätig waren und die gegen gute Dollars illegale Transfers mit leistungsfähigen Schnellbooten von und nach der Zuckerinsel durchführten. Darum musste sie unbedingt zu den Keys, um dort drüben an der Ostküste jemanden für ihre geheime Überfahrt zu finden.

Nachdem sie den Killerkommandos glücklich entkommen war, hatte Li Hui die Chinatown im morgendlichen Menschengewühl unentdeckt hinter sich lassen können und war bis hinunter zur Powell-Street-Station gelangt, ohne dass sie noch irgendwie behelligt worden war. Dann war sie in den dortigen Passagierströmen untergetaucht und mit der BART, der Friscoer U-Bahn, bis hinüber zum Oakland-City-Center gefahren. Vom großen Terminal aus hatte sie noch am gleichen Abend ein Ticket für den Nachtbus der US-Asia-Linie gelöst, mit welchem sie überraschend pünktlich am nächsten Morgen sieben Uhr an der Monterey Park Station, im noch dunstigen Los Angeles, angekommen war.

Nachdem Li Hui ihr erstes Ziel, die Chinatown von L.A. erreicht hatte, atmete sie trotz des Smogs, der über der Stadt lag, erst einmal tief durch, um anschließend vorsichtig die Lage zu sondieren. Es dauerte nicht lange, die Straße zu finden, in der ihr Großcousin früher gewohnt hatte. Aufmerksam beobachtete sie alle Passanten und Autos in der Umgebung seines unscheinbaren Hauses, bevor sie es betrat.

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