Yupag Chinasky - Missgeschicke

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Dreiundzwanzig Geschichten in denen es um fatale Situationen geht, die sich manchmal gut, manchmal aber auch sehr problematisch entwickeln. Hier ein paar Beispiele
KETTENBRÜCKE: Die Nacht war schön und lau, als er sein Geld in die Donau flattern ließ, dann in die Hotelbar ging und zu sah, wie ein fetter Arsch ein Bündel Banknoten in Flammen aufgehen ließ.
EINKAUFSPARADIES: Überall in der Stadt hingen Plakate, die Presse war voll mit wohlwollenden Artikeln und im lokalen Fernsehen und Radio kamen euphorische Vorabberichte. Am Donnerstag, dem 1. Juli, wird das neue Einkaufsparadies eröffnet. Für ihn würde dort kein Platz sein, das wusste er.
JESUS LEBT DICH: Jesus liebt dich, sagte der junge Mann im schwarzen Anzug. Aber er hatte die Nase von allem gestrichen voll. Er wollte weder Jesus noch Paradies noch Erlösung, sondern nur seine Ruhe und immer dringender ein Klo.
DIE AFRIKANISCHEN SCHWESTERN: Er sah sie zum ersten Mal im Kaufhaus, auf der Rolltreppe, ihr rasanter Hintern direkt vor seiner Nase. Er ahnte nicht, was sich aus dieser Begegnung alles entwickeln würde.
DIE BRUSTSCHWIMMERIN: Jeden Freitag beobachtete er sie, wie sie sich ganz entspannt im warmen Wasser aalte, aber er wusste, dass sie Leistungssport betrieb und das brachte ihn auf eine fatale Idee.
DER LUSTBEAMER: Eine Frau mit den Strahlen eines Handys liebestoll zu machen, der Traum jedes Machos, aber er war Wissenschaftler und kurz vor einer Erfindung, die die Welt verändern würde, so wie damals Viagra.

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Ein Höhepunkt der Reise war der Aufenthalt im Tiger Sanctuary, einem schönen Wildreservat mit irreführendem Namen. Es gibt dort keine Tiger und auch die anderen Tiere sieht der durchrasende Tourist meist nur eher sporadisch: kletternde Streifenhörnchen, freche Affen, ab und zu einen grasenden Hirsch oder ein suhlendes Wildschwein, auf jeden Fall aber viele Vögel. Auch Elefanten waren dort, jawohl, allerdings nur zahme, nur solche, die dazu dienten, Touristen in schaukelnden Sänften für eine Stunde in den Dschungel, der hier ein sehr lichter Wald war, zu tragen. Auf dem Elefantenparkplatz beobachtete er, wie ein Mahout, seinen Elefanten einige Kunststücke vorführen ließ. Er warf einen Stock, der Elefant apportierte ihn. Ein griff an sein Ohr, das Tier trompete. Eine Handbewegung zum Teich und die graue Masse legte sich wohlig in das Wasser und ließ sich die Haut bürsten, nicht nur von seinem Mahout, von jedem, der bereit war, ein paar Rupien zu spendieren. Zum Schluss hielt das frisch gewaschene Tier seinen Rüssel segnend über den Kopf der Leute, die ihm dafür ein Geldstück in den Rüssel steckten. Von den reichen Touristen erwarteten sowohl der Elefant als auch sein Herr einen Schein. Er wich von der Regel ab, steckte dem Tier eine Münze zu, eine Rupie, die kleinste Münze, die es gibt. Der Mahout protestierte lauthals, doch der mildtätige Spender dreht sich achselzuckend um und ging davon. Ein leise geflüsterter Befehl, der Rüssel tauchte in den Teich und ein wohldosierter, voluminöser Wasserstrahl traf den Rücken des Geizhalses.

Das allein wäre schon ein Grund, den Wildpark in fataler Erinnerung zu behalten, doch ein weiteres animalisches Schlüsselerlebnis sollte hinzukommen. Nach einem „soft walk“, einem Rundgang mit Führer durch den leicht begehbaren Teil des Waldes mit botanischen und zoologischen Erklärungen und Hinweisen – here you see a giant beetle, there is termite hill and over there, the strange tree with the long leaves, is a eucalyptus, origin Australia - war er wieder am Parkplatz angekommen. Hungrig und durstig von dem Gang in der Mittagshitze, beschloss er eine Kleinigkeit in der vegetarischen Imbissstube – pure veg - zu essen. Er bestellte Massala, tunkte knackigen Binis in rote Soße und beobachtete die Affen, die scharenweise umherstreiften, sich um weggeworfene Bananenschalen balgten, sich lausten, sich aneinander klammerten, zwischendurch kopulierten und immer die Bäume rauf und runter, rauf und runter. Das Gewusel gefiel ihm und er fotografierte eifrig mit seiner kleinen, verchromten Canon. Nach einer Weile stand er auf, ging zur Theke, um sich noch eine Lassie zu holen, eines dieser köstlichen Joghurtgetränke. Fatalerweise ließ er nicht nur das erst halb aufgegessene Mittagsmahl unbeaufsichtigt auf dem Tisch stehen, auch seine Kamera, seine schöne, neue, nicht ganz billige Kamera ließ er liegen. Noch ehe er die Theke erreicht hatte, hörte er die Leute am Nebentisch schreien. Er dreht sich um und sah, wie sie die Affen verscheuchten, die sich gerade über sein Mittagessen hermachen wollten. Sie ließen auch tatsächlich von ihrem verwerflichen Tun ab und trollten sich, zurück auf die Bäume. Doch der Letzte, wirklich der Letzte aus der Horde, vermutlich ein übermütiger Teenager mit zu viel Testosteron, grabschte im Wegrennen die Kamera und nahm sie mit in den Wald, in dem er mit seiner kostbaren Beute sofort verschwand. Einen Trost in dem aufgekommenen Ärger gab es. Kameras sind ersetzbar und in Indien, einem partiellen High-tech-Land auch erhältlich und nicht allzu teuer.

Das animalischste und scheußlichste aller animalischen Schreckenserlebnisse traf ihn jedoch am Strand, kurz vor Ende der Reise. Er hatte zum Entspannen nach all dem Sightseeing, den vielen Tempeln, den Hunderten von Kilometern stressigen Indienverkehrs und den in unzähligen Fotos festgehaltenen Eindrücken von Land und Leuten noch ein paar Tage in einem Ressort gebucht. Es lag an einem dieser Traumstrände, an denen angenehm warmes Wasser in einer leichten Dünung den feinen weißen Sand umspült und die wiegenden Palmen die einzige Gefahr darstellten, weil eine schwere Kokosnuss, die aus großer Höhe herabfällt, beträchtlichen Schaden anrichten kann. Das Schönste war, dass es, obwohl Hauptreisezeit, kaum Touristen gab und er sich wunderte, wie der Betrieb aufrechterhalten werden konnte. Die Umgebung war geschmackvoll, mit sehr viel Grün, vielen Bäumen und Büschen, Rasenflächen und Teichen, Vögeln und Streifenhörnchen. Ein Paradies und er mitten drin. Er wohnt in einem komfortablen Holzhaus, speiste in dem Freiluftrestaurant und genoss den exzellenten Service des zahlreichen, unausgelasteten Personals. Aus der abgeschlossenen Komfortwelt des Ressorts gelangte man durch eine Tür im Zaun direkt an den Strand. Neben der Tür saß ein Wächter, der jeden nach seiner Zimmernummer fragte, aus Sicherheitsgründen, falls man abhandenkam, abgetrieben oder von Haifischen angefallen. Wenn man den abgesteckten, gesicherten Bereich des Traumstrands verließ, gelangte man zu den Hütten der Anwohner, früher hätte man Eingeborene gesagt, aber das Wort kann man heute nicht mehr verwenden. Die Männer saßen im Schatten ihrer malerischen, meistens bunt angestrichenen Fischerboote, die sie ein weites Stück vom Meer weg auf den Sand gezogen hatten, und flickten die Netze. Ein Idyll, wie aus dem Bilderbuch. Jenseits der Sandzone, im Schatten der Palmen grasten Kühe und Wasserbüffel. Kaum sahen die Kinder des Dorfs den Fremden, kamen sie in Scharen herbeigelaufen und riefen „come from? pen please“.

Am zweiten Tag hatte er den Hotelstrand verlassen und war lange am Meer entlang gewandert, bis zu einer Halbinsel, die sich bogenförmig ein paar Hundert Meter in das Meer hinein erstreckte. Auf der Halbinsel standen ein paar Hütten und eine Menge Palmen. Kühe grasten, Hühner liefen herum, er sah keine Menschen, nur ein paar Hunde, die knurrten, als er näher kam, sich aber dann trollten. Das Ufer bestand hier aus Felsen, es war wilder und deutlich steiler und die heftigere Brandung versprach ein größeres Badevergnügen. Er zog sich aus und legte seine Kleider unter eine Palme, die Hose, das Hemd, die Unterhose, die Sandalen, ein Buch, alles, was man so dabei hat. Dummerweise hatte er auch seinen Brustbeutel aus olivgrünem Stoff mitgenommen, statt ihn in dem sicheren Zimmer des Bungalows gelassen zu haben. Das war wirklich dumm, aber, so sein nächster Gedanke, wer sollte hier schon vorbeikommen und ihn beklauen. Sorgfältig legte er den Beutel unter die Kleider und ging ins Meer. Das Schwimmen war herrlich, die Brandung hielt, was sie versprochen hatte, er tauchte, ließ sich vom Wasser hin und her treiben, hochschaukeln und niederziehen. Dann paddelte vom Ufer weg, bis die Dünung wieder ganz sanft wurde, legte sich auf den Rücken, ließ sich sanft wiegen, blinzelte in die Sonne, schloss die Augen und träumte. Nachdem er die Freuden des Badens im Meer genügend ausgekostet hatte, schwamm er zurück und die kurze Phase des Traumurlaubs war in dem Moment zu Ende, als er aus dem Wasser stieg und zu seiner Palme gehen wollte. Er erstarrte. An dieser, seiner Palme stand eine Kuh und entledigte sich gerade einer großen Ladung dunkler Kuhscheiße. Aber das war nicht der Grund seiner Erstarrung, nicht das Hinterteil, nein das Maul war es. Der Anblick dieses Mauls veranlasste ihn, seine Schockstarre schleunigst aufzugeben, loszurennen und auf das Tier einzuschreien. Die Kuh, die in seinen Kleidern gewühlt hatte, sah erstaunt auf und hoppelte dann eilig davon. Er hinterher, fluchend schimpfen, mit den Armen rudernd und weiterhin schreiend. Denn das, was er für einen kurzen Moment gesehen hatte, war fürchterlich. Er hatte gesehen, wie der handliche, grünliche Brustbeutel mit seinem wertvollen Inhalt, Bargeld, Kreditkarte, Pass im Maul der Kuh verschwand und nur noch die weiße Schnur heraushing. Als er die Kuh eingeholt hatte, schlug er auf sie ein, packte sie am Horn und versuchte den Beutel an dem Bändel wieder herauszuziehen. Doch das misslang, der Bändel riss und die Kuh riss sich, den Kopf heftig hin- und herschüttelnd von seiner Hand los. Eine alte Frau war aus einer der Hütten gekommen, hatte gesehen, wie einer dieser Fremden es wagte eine heilige Kuh zu beleidigen, zu beschimpfen, festzuhalten, gar zu schlagen. Sie begann ihrerseits zu kreischen und auf den Frevler einzuschimpfen. Weitere Dorfbewohner eilten aus ihren Hütten und scharten sich um den Unhold. Dieser versuchte ihnen klarzumachen, was passiert war und sie durchschauten die Sachlage überraschenderweise sehr schnell und ihre anfängliche Feindseligkeit verwandelte sich in Hilfsbereitschaft. Ein Mann fing die Kuh ein und öffneten ihr das Maul, doch das war leer. Der grüne Brustbeutel war wohl schon im Pansen angekommen. Der einzige Trost, der ihm blieb, war, dass sein Konto mit der gestohlenen Kreditkarte nicht geplündert werden würde. Doch der Frust war groß, die Scherereien vielfältig. Finanziell war das Desaster erträglich. Die Rundumsorglosreiseversicherung ersetzte alle materiellen Schäden, doch die entgangenen Freuden unter Palmen, ersetzte ihm niemand.

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