Yupag Chinasky - Missgeschicke

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Dreiundzwanzig Geschichten in denen es um fatale Situationen geht, die sich manchmal gut, manchmal aber auch sehr problematisch entwickeln. Hier ein paar Beispiele
KETTENBRÜCKE: Die Nacht war schön und lau, als er sein Geld in die Donau flattern ließ, dann in die Hotelbar ging und zu sah, wie ein fetter Arsch ein Bündel Banknoten in Flammen aufgehen ließ.
EINKAUFSPARADIES: Überall in der Stadt hingen Plakate, die Presse war voll mit wohlwollenden Artikeln und im lokalen Fernsehen und Radio kamen euphorische Vorabberichte. Am Donnerstag, dem 1. Juli, wird das neue Einkaufsparadies eröffnet. Für ihn würde dort kein Platz sein, das wusste er.
JESUS LEBT DICH: Jesus liebt dich, sagte der junge Mann im schwarzen Anzug. Aber er hatte die Nase von allem gestrichen voll. Er wollte weder Jesus noch Paradies noch Erlösung, sondern nur seine Ruhe und immer dringender ein Klo.
DIE AFRIKANISCHEN SCHWESTERN: Er sah sie zum ersten Mal im Kaufhaus, auf der Rolltreppe, ihr rasanter Hintern direkt vor seiner Nase. Er ahnte nicht, was sich aus dieser Begegnung alles entwickeln würde.
DIE BRUSTSCHWIMMERIN: Jeden Freitag beobachtete er sie, wie sie sich ganz entspannt im warmen Wasser aalte, aber er wusste, dass sie Leistungssport betrieb und das brachte ihn auf eine fatale Idee.
DER LUSTBEAMER: Eine Frau mit den Strahlen eines Handys liebestoll zu machen, der Traum jedes Machos, aber er war Wissenschaftler und kurz vor einer Erfindung, die die Welt verändern würde, so wie damals Viagra.

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An den Tagen kurz vor der Eröffnung hielt er sich nur noch selten im Paradies auf. Die Handwerker waren weitgehend fertig und die Geschäftsleute hatten begonnen, die Läden einzurichten. Es wimmelte von hektischen Menschen und er wollte nicht im Weg stehen oder sich gar unangenehmen Fragen ausgesetzt sehen. Dennoch bekam er mit, dass sich die Betreibergesellschaft einen Gag für das Publikum ausgedacht hatte. An verschiedenen Stellen im Gebäude wurden lebensnahe, menschliche Figuren aufgestellt, Figuren, die von Duane Hanson hätten stammen können. Sie sollten die Besucher verblüffen und irritieren, wenn diese merkten, dass die Hausfrau am Bistrotisch, die ewig an ihrem Kuchen aß oder der alte Opa, der den Fahrstuhl dauernd wegfahren ließ, gar keine echten Menschen waren.

Als er am späten Mittwochabend durch einen der Lieferanteneingänge das Einkaufszentrum betrat, herrschte noch immer emsiges Treiben und so suchte er gleich den Raum auf, den er als perfektes Versteck ausgemacht hatte. Es war ein Lagerraum für leeres Verpackungsmaterial, der von allen Geschäften genutzt und nie abgeschlossen wurde. Hier konnte er es sich im Schein der Notausgangsleuchte gemütlich machen und sich am nächsten Morgen einfach unter die Besucher mischen. Er wartete, bis er sicher sein konnte, dass die Security geschlossen vor dem Fernseher saß. An diesem Abend spielten die Bayern gegen Manchester United und diesen Schlager ließ sich auch der gewissenhafteste Wachmann nicht entgehen. Als er sein Versteck schließlich verließ, waren die letzten Einräumer fort und alle Lichter bis auf die Notbeleuchtung erloschen. Er ging zielstrebig hoch auf die Galerie, hin zu der Stelle mit dem schönen Blick auf sein Bistro. Aber er ging nicht wegen der Aussicht hin, nein, der Grund war viel handfester und viel angenehmer. Hier, genau hier, war alles für die Eröffnung der Filiale einer bekannte Feinschmeckerkette vorbereitet: Sekt, Wein und Platten mit Häppchen, was heißt da Häppchen, mit edlen Canapées, unter Plastikfolien.

Zufrieden stellte er fest, dass die Feinschmeckerheinis nicht knauserig waren. Er nahm sich eine der verlockend aussehenden Platten, eine Flasche Rotwein und eine Flasche Sekt und ging zurück in seinen Abstellraum, wo er es sich zwischen Kartons und gelben Säcken gemütlich machte. Er aß und trank und war vergnügt, so vergnügt und tatendurstig, dass er, nachdem er alles vertilgt und geleert hatte, beschloss, sich noch ein Fläschchen zu holen. Nun stand er wieder auf der Galerie, in der einen Hand die bereits halb geleerte, neue Rotweinflasche, mit der anderen Halt am Geländer suchend, um sein Schwanken zu zügeln, und schaute in die Tiefe. Im Schummerlicht sah er undeutlich die Tische und die Stühle und den Teich mit der Skulptur. Er rülpste und war unschlüssig, was er nun machen sollte und so begann er zu räsonieren und über sein Leben nachzudenken und auf einmal wurde ihm klar, dass es ihm doch nicht so gut ging, wie er es sich angesichts des Festessens eingeredet hatte und es überkam ihn ein gewaltiger Katzenjammer und eine große Traurigkeit. Tränen stiegen ihm in die Augen und auch an anderer Stelle drückte das Wasser, er musste immer dringender pinkeln. Schließlich reifte in seinem umnebelten Hirn der Entschluss, sich zum einen hier und jetzt sofort zu erleichtern und zum andern ein Zeichen zu setzen, ein Zeichen der Rache an dieser verdammten, überheblichen Konsumgesellschaft, die ihn so schmählich ausgestoßen hatte. Er stellte sich ganz nahe an das Geländer und pinkelte mehr oder weniger zielsicher in die Tiefe, zumindest hörte er es dort unten deutlich plätschern, denn der Springbrunnen war ja noch nicht eingeschaltet. Er freute sich kindisch und beugte sich noch weiter vor, um den Ort der Entweihung besser einsehen zu können. Es kam dann, wie es kommen musste, wenn sich ein Besoffener zu viel zumutet. Er verlor das Gleichgewicht und stürzte mit einem lauten Aufschrei in die Tiefe.

Am nächsten Morgen öffnete das Einkaufszentrum pünktlich um acht Uhr seine Türen. Die Menschen strömten herein, die Geschäfte füllten sich, die Scanner piepten, die Kassen klingelten. Alle waren frohgelaunt und nicht nur einkaufswillig, sondern geradezu einkaufswütig. Die ersten müden, durstigen Passanten gingen in das Bistro de Paris, bestellten Latte machiato und Croissants, genossen das Ambiente, bewunderten den Teich und den Springbrunnen und fragten sich nur, was den Künstler, von dem diese lustigen Menschenfiguren stammten, wohl bewogen haben mochte, eine seiner Figuren ausgerechnet auf die Spitze des Springbrunnens zu stecken.

Jesus liebt dich

Als er zum vierten Mal „Jesus liebt dich“ hörte, es klang sehr amerikanisch, so wie „Dschieses libt dick“, rastete er aus. Mit einer weit ausholenden Bewegung wollte er den schlaksigen jungen Mann zum Schweigen bringen, weg scheuchen, ruhigstellen. Diesen geschniegelten Typ im schwarzen Anzug und weißem Hemd, mit grün-weiß gestreifter Krawatte, schwarzer Aktentasche und schwarzem Rucksack auf dem schmalen Rücken. Er wollte nichts mehr hören von Liebe und Erlösung, Glück und Frieden und auch nicht, dass Jesus ihn liebe. Er wollte einfach nur da stehen und warten, bis der Zug endlich einfährt und anhält, um dann schnell, sehr schnell einzusteigen. Dann würde er sofort auf das Klo rasen, weil er ein inzwischen äußerst dringendes Bedürfnis hatte, die 50 Cent für das vollautomatische Bahnhofsklo aber immer noch sparen wollen.

Seine Laune war beschissen an diesem frühen Morgen. Er hatte einen wichtigen Termin und hatte ausgerechnet heute seinen Zug verpasst. Verpasst, weil die Straßenbahn gebummelt hatte, unverantwortlich gebummelt, eine Unverschämtheit, im Berufsverkehr so zu bummeln. Er stand jetzt völlig sinnlos und überflüssig vor dem Bahnhof und schlug die Zeit mit Warten tot, eine Stunde warten auf den nächsten ICE. Er stand direkt neben dem Bahnhofseingang und der strahlend schöne, unschuldige Morgen stand in krassem Widerspruch zu dieser, seiner üblen Laune. Er stand müßig herum und beobachtete die Menschen, wie sie von der Straßenbahn oder von den Bussen in den Bahnhof rannten, manche jedenfalls. Richtige Sprinter waren darunter, Schüler mit überdimensionierten Schultaschen, junge Frauen mit fliegenden Haaren, manche mit Kopftuch, aber auch ein alter Knacker mit Turnschuhen und knallrotem Rucksack musste rennen, um seinen Zug zu bekommen. Warum können die nicht einfach früher los, früher raus aus der warmen Falle? Er sah viele hübsche junge Mädchen, man sieht sie zu dieser Tageszeit, wenn sie auf dem Weg zur Uni oder in die Schule oder zur Arbeit sind. Tagsüber sind sie unsichtbar, verschwunden, aufgelöst. Aber am Morgen und am Abend ballen sie sich auf den Bahnhöfen, in den Zügen, den Bussen, den Straßenbahnen. Junge Männer natürlich auch, aber was interessierten ihn junge Männer? Eine, die es nicht eilig hatte, eine hübsche, sehr schlanke mit langen blonden Haaren, lächelte er verkrampft an. Ihr Blick, mit dem sie ihn bedachte, sprach Bände und trug nicht zur Hebung seiner Laune bei.

Er verließ seinen Stehplatz und fuhr mit der Rolltreppe in die Lobby, wie die Ansammlung von Geschäften, besser gesagt von Shops im derzeitigen Bahnjargon genannt wird. Bei Ditsch gab es duftenden Croissants, gleich daneben bei „Ihre Frisch Backstube“ konnte er coffee to go für 1,00 € ordern. Eine junge Frau mit roter Schürze trug Stellwände und Auslagen vor die Tür von Nanu Nana und die eiligen Passanten hasteten auf ihrem Weg zum Bahnsteig noch rasch zu Relay, um die Bildzeitung mit dem Foto einer Amokläuferin zu kaufen. Bei Barberino lockte die Möglichkeit für ein paar Euro den Jackpot mit 8 Millionen zu knacken, aber heute war nicht Mittwoch und auch nicht Samstag und was sind schon 8 Millionen, keiner ging rein. Manche der Passanten hatten ihre eigenen Beförderungsmittel dabei, Klappfahrräder oder Aluroller mit winzigen Rädern. Er sah auf die Uhr, bald war die Wartezeit vorbei und er überlegte sich, ob er noch einen togo mitnehmen sollte, aber dann müsste er noch dringender aufs Klo und daher verzichtete er lieber.

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