Henning Stühring - Von Stalingrad bis Kursk

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Stalingrad und Kursk – zwei der großen und blutigen Wegmarken für Wehrmacht und Rote Armee in den Jahren 1942/43. Sie symbolisieren die endgültige Wende an der Ostfront, des Zweiten Weltkriegs überhaupt. Bekannte Schlachtstätten, die aber immer noch manch Unbekannte offen gehalten haben, im Großen wie im Kleinen: Welche Optionen, Alternativen boten sich Hitler in den Jahren 1942/42 überhaupt noch? Wie war es tatsächlich bestellt um die vermeintliche Unterlegenheit der Wehrmacht in den berüchtigten Häuserkämpfen um Stalingrad, und wie hoch waren ihre Verluste in der Offensivphase wirklich? Und vor allem: Wie erlebten die Frontsoldaten das fürchterliche Gemetzel an der Wolga und die gewaltige Panzerschlacht bei Kursk? Intensiv beleuchtet werden allerdings nicht nur diese beiden alles überragenden Schlachtfelder an der Ostfront, sondern auch die weniger bekannten und oft stiefmütterlich behandelten Nebenkriegsschauplätze von Orel über Rschew bis hin zu Leningrad. Dort spielten sich im Windschatten der Stalingrader Front zahlreiche Dramen ab, die an Material- und Menscheneinsatz gleichfalls zu grauenhaften Schädelstätten für beide Seiten geworden sind.

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Am entgegengesetzten Flügel der 18. Armee, westlich Leningrad, hält die 215. Division den Ring um die rote Revolutionsmetropole geschlossen. Die von der Wolchowfront abgezogenen Regimenter krallen sich seit Juli 1942 in die Kraterlandschaft rund um das völlig zerschossene Dorf Staro-Panowo. Auf beiden Seiten wirkt starke Artillerie. Von See her orgeln die schweren Geschütze des Kreuzers „Lützow“, der kurz vor Kriegsausbruch vom Deutschen Reich an die Sowjetunion verkauft worden ist, ihre großkalibrigen Granaten. Zeitweilig erinnert das Trommelfeuer an die Materialschlachten des Ersten Weltkrieges. Als beim Infanterieregiment 380 die feindlichen Fernsprechleitungen angezapft werden, fällt immer wieder ein Name: Abramkin.58 Eine Art „Mädchen für alles“ beim gegenüberliegenden russischen Bataillonsstab. Abramkin ist offenbar so beliebt wie gefragt. In den abgehörten Telefonaten heißt es unter anderem:

„Abramkin soll Essen holen.“

„Ist Abramkin noch nicht vom Leitungsflicken zurück?“

Eines Tages greift ein Stoßtrupp des I. Bataillons/Infanterieregiment 380 nach einem Feuerüberfall der Artillerie den vordersten Feindgraben an. Der Gegner wird durch den blitzartigen Vorstoß überrascht. Nach dem Einbruch in die Feindstellung schleppen die Landser einen schwerverwundeten Rotarmisten zurück. Der Mann ist von einem Granatsplitter getroffen worden. Diesen Gefangenen kann man weder verhören noch ihm helfen. Als er gestorben ist, findet der Sanitäter in der blutverschmierten Uniformtasche ein Soldbuch, das Aufschluss über die Identität des Gefallenen gibt: Abramkin, Fedor, Jahrgang 1919, geboren im Bezirk Tula. Und gefallen beim Leitungsflicken vor Leningrad. Die Mehrzahl der Toten bleibt allerdings anonym – ein vernichteter „Bolschewist“ oder „Faschist“ mehr. Aber hinter jedem toten Gegner steckt ein Gesicht, ein Mensch. Vielleicht sogar ein feiner Kerl wie dieser Fedor Abramkin, den seine Kameraden bitter vermissen werden.

Der Kessel von Demjansk

Fährt man mit dem Finger auf der großen Lagekarte nach Süden, gelangt man vom Oranienbaumer Kessel im westlichen Vorfeld von Leningrad über die lange Wolchowfront bis zum Nordufer des Ladogasees. Am Südufer schließt sich der Kampfraum Staraja Russa-Demjansk an. Bis zum Frühjahr ist der sowjetische Ring um das deutsche II. Armeekorps zwar aufgebrochen, der Kessel rund um die beherrschenden Waldai-Höhen aber nicht von den Truppen der 16. Armee geräumt worden.

Man muss kein Generalstabsoffizier sein, um angesichts der Frontlage und Kräfteverteilung die Absichten der Kombattanten richtig zu beurteilen. Während die Russen den nur wenige Kilometer breiten Verbindungsschlauch wieder kappen wollen, trachten die Deutschen nach einer Verbreiterung ebendieser dünnen Versorgungsbasis. Darüber hinaus träumt der zunehmend wirklichkeitsfremde Führer allerdings noch von einer Großoffensive aus dem südlich gelegenen Raum Ostaschkow. Von hier aus soll der Nordflügel der benachbarten Heeresgruppe Mitte, die 3. Panzerarmee, antreten. Treffpunkt: Waldai-Höhen. Damit soll die große Frontlücke zwischen Demjansk und Rshew angriffsweise geschlossen werden. Im Erfolgsfalle wäre der Gegner zwischen den inneren Flügeln der Heeresgruppen Nord und Mitte abgeschnitten. Und wenn die Führungsstäbe beider Seiten viel planen, bedeutet das wenig Ruhe für die Fritzen und Iwans in der HKL.

So kommt die Front auch im Abschnitt der 290. Infanteriedivision, die den Nordrand des Schlauchs nach Demjansk zuhält, nicht zur Ruhe. Der Sommer 1942 bringt einen regenreichen Juli und damit stark verschlammtes Gelände. Teils sind die Stellungen von Freund und Feind eng verzahnt, was zusätzlichen Stress bedeutet. Oberleutnant Franz Silzner59 vom III. Bataillon/Infanterieregiment 501, berichtet:

„Unsere Gräben wurden von den Russen immer wieder zusammengeschossen, wir konnten nur tief gebückt nach vorn oder in ihnen entlang weiter kriechen. Oftmals waren die Stellungen beider Seiten nur 30 bis 40 Meter entfernt. Das war für beide Seiten die Handgranaten-Wurfweite, und der Iwan war an jedem Tag zwei- bis dreimal in unserem Graben, während wir im Gegenzug das Gleiche taten.“

Einer dieser Gegenstöße soll die Lage nachhaltig verbessern. Kleine Gruppen in Stärke von drei bis vier Mann, die sich besonders auf das präzise Werfen von Handgranaten verstehen, überwinden im Laufschritt das Niemandsland. Feuerschutz geben Maschinengewehre, die flach über die feindlichen Gräben hinweg schießen. Inzwischen haben die Nahkampf-Experten die vorderste Russenstellung erreicht. Gewandt lassen sie sich über den Grabenrand rollen und robben auf der Sohle weiter. Die Stoßtrupps werfen Serien von Handgranaten und bewegen sich im Takt der Explosionen vorwärts. Der verwirrte Gegner wird weich, weicht zum Teil zurück. Aber wer sich über den Grabenrand erhebt, den packt das Dauerfeuer der deutschen MG. Und jene Rotarmisten, die sich hinter der nächsten Grabenkreuzung weiter zur Wehr setzen, werden schließlich mit MPi und Pistole niedergemacht.

Der Gegenstoß führt zu einem vollen Erfolg. Allerdings mit gewissen Nebenwirkungen. Viele Gefallene können nicht unter die Erde gebracht werden. Oberleutnant Silzner und seine Kameraden rümpfen in den nächsten Tagen die Nase, denn „der Leichengestank war derart penetrant, daß wir keinen Bissen mehr essen konnten und herausgezogen werden mußten.“

Erschwerend kommt hinzu, dass der Artilleriebeschuss die bereits bestatteten Toten wieder freilegt. Besonders gefürchtet unter den Landsern sind die 15,2-Zentimeter-Granaten. Die gut 50 Kilo schweren Geschosse der Haubitze 193860 werden auch „Schwarzer Iwan“ genannt, weil sie nach dem Einschlag ganz schwarzgebrannte Krater hinterlassen. Verschiedentlich wird das Kaliber des Geschützes falsch angegeben, nämlich mit 17,2 Zentimeter. Nach dem Beschuss müssen die alten und neuen Toten begraben werden. Je mehr Leichen daliegen, desto flacher fallen die Löcher aus. Sind es zu viele, rollt man die Toten in Bombenkrater. Dann Sumpferde drauf und Birkenkreuze drüber.

Herbert Brunnegger61, Angehöriger der SS-Totenkopf-Division erlebt in dieser „Totenstellung“ auch Kriegsverbrechen der eigenen Leute. Er wird Zeuge, wie ein Kamerad einen schwerverwundeten Rotarmisten in einem vorgelagerten Bombentrichter erschießt. Der Schütze, der seinen Karabiner mit Explosivgeschossen geladen hat, kommentiert seine mörderische Tat in einer völlig verrohten Art:

„Enorm, die Wirkung der B-Munition! Der Schädel in tausend Fetzen!“

Brunnegger muss auch die Folgen eines Feuerüberalls auf eine bespannte Artillerieeinheit der Russen mit ansehen. Der 18-jährige Sturmmann gelangt an einen Waldrand und erkennt „die grauenhafte Wirkung unserer Waffen. Der Anblick der herumliegenden, zerfetzten Menschen- und Pferdeleiber, aus denen es noch dampft, würgt mich zum Erbrechen.“

*

Etwas entspannt hat sich im Laufe des Jahres 1942 vielerorts das Verhältnis zwischen der deutschen Besatzungsmacht und nicht geringen Teilen der russischen Zivilbevölkerung. Dazu tragen sicher auch der Stellungskrieg und die warme Jahreszeit bei. Zwei Faktoren, die sich günstig auf ein halbwegs gedeihliches Zusammenleben auswirken. Das gilt zumindest für den frontnahen Bereich. Dass dahinter weiterhin ein brutaler Vernichtungskampf gegen echte und vermeintliche Todfeinde, Partisanen und Juden, tobt, ist kein Widerspruch dazu. Im Abschnitt der 5. Jägerdivision erhalten einzelne Bauern unter deutscher Regie Land von der Kolchose plus Erntehilfe zugeteilt.

Zwar sind aus den Besetzern längst noch keine Befreier geworden. Aber die Ergebnisse einer verbesserten Besatzungspolitik im zweiten Kriegsjahr sind nicht zu übersehen. Ebenso wenig wie die intimen Kontakte der deutschen Soldaten zu den sowjetischen Frauen. Darunter beileibe nicht nur unfreiwillige. Es gibt viele Zeugnisse der „Liebe im Vernichtungskrieg“, vor allem im deutschfreundlichen Baltikum und in der Ukraine. Die Folgen tragen die Frauen (aus). Nach der Eroberung Charkows durch die Rote Armee im Februar 1943 erschießen Geheimdiensttruppen des NKWD 4.000 Einwohner, vermeintliche Kollaborateure, „darunter auch Mädchen, die sich mit den deutschen Soldaten eingelassen hatten, besonders aber, wenn sie schwanger waren.“62

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